Gebackener Auberginensalat mit scharfer Minz-Salsa und Butter-Couscous

Neulich habe ich neben Ratatouille eine weitere, sehr leckere Möglichkeit gefunden, große Mengen an Paprika, Auberginen und Tomaten zu verwerten. Dazu frische Schalotten und jede Menge Knoblauch offen gebacken im Ofen – herrlich!
Das Rezept stammt von Cooketteria, einem Kochblog, das ich ohnehin ans Herz legen kann weil dort schön viel experimentiert wird, nicht jede Welle mitgeritten und es – zumindest für mich – jede Menge zu stöbern gibt. Und wegen eines Experiments war ich auch dort, als ich den Auberginensalat fand. Bei der Gelegenheit fiel mir wieder auf, dass ich viel zu selten meine ausserhalb des WordPress-Universums abonnierten Blogs besuche. WP in Zusammenhang mit Gravatar macht es einem einfach, aufgrund der Features und Einstellungen schnell und bequem alles zu erledigen, was es innerhalb der WP-Gemeinschaft zu tun gibt und allzu schnell geraten Blogs von anderen Plattformen ins Hintertreffen.
Und das ist schade drum. Dieser Auberginensalat ist ein gutes Beispiel dafür.

Ich habe ihn allerdings etwas anders zubereitet, als beim Original beschrieben. Das ergibt sich zum einen daraus, dass ich nur die Mengen ernten kann, die gerade vorhanden sind und demnach manchmal etwas improvisieren muss und zum anderen, weil ich Dinge nicht im Haus habe oder – wie im Fall von Kreuzkümmel nicht so sehr gerne mag und substituiere.

Anstatt 3 roter Spitzpaprika nahm ich also zum Beispiel alle Paprika jeglicher Couleur, die gerade geerntet werden mussten. Paprika, die so aussehen, würde im Laden doch keiner freiwillig kaufen und wir sind so stolz und dankbar, dass wir dank Folientunnel Paprika dieser Größe im Juli ernten durften! Für uns haben diese Früchte einen sehr hohen Wert, für Otto Normalverbraucher wären sie Abfall schätze ich.

Ich nahm also als Zutaten:

  • 3 mittlere Spitzpaprika, 2 Blockpaprika und eine gigantische Paprika – alles bunt
  • 4 mittlere Auberginen, etwa 600g
  • 10 Schalotten
  • 6 Knoblauchzehen – das ist durchaus steigerungswürdig!
  • 3 riesige, superaromatische Fleischtomaten
  • etwa 4TL Schwarzkümmel
  • etwas Salz
  • einen guten Schuss Rapsöl

Einen Bräter mit möglichst grosser Fläche ölen, Ofen auf 230°C vorheizen und das Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Den Knoblauch anquetschen, die Schalotten halbieren. Alles in die Form füllen, würzen und durchmischen, dann etwa 1 Stunde lang backen. Zwischendurch 1-2 mal umrühren.

In der Zwischenzeit Salsa und Couscous zubereiten.

Für die Salsa habe ich 3 Zweige frische Apfelminze benutzt, es hätte aber gerne auch noch wesentlich mehr sein können.

  • mind. 3 Zweige Minze
  • 2 EL scharfe, türkische Paprikapaste
  • 2 EL Tomatenmark
  • 3 EL Wasser
  • frischen Pfeffer

Minze fein hacken und alle Zutaten vermischen, ziehen lassen. Mit dem gebackenen Gemüse vermischen, sobald es aus dem Ofen kommt.

Für das Couscous:

  • 400g Couscous
  • 400ml kochendes Wasser
  • 2 EL getrockneten Oregano
  • Salz
  • etwa 2 EL Butter

Couscous, Salz und Oregano mischen und mit kochendem Wasser übergiessen, einmal umrühren, dann abdecken und quellen lassen.
Danach die Butter auf das Couscous geben und wie üblich mit einer Gabel locker vermischen.

Der gebackene Auberginensalat mit scharfer Minz-Salsa und Butter-Couscous kann warm und kalt genossen werden, beides ist wirklich sehr, sehr lecker und nachahmenswert. Vielen Dank an Cooketteria an die Inspiration, das wird es sicher noch öfter geben – so oft, wie es eben die Ernte zulässt.

8 Gedanken zu „Gebackener Auberginensalat mit scharfer Minz-Salsa und Butter-Couscous

  1. Cooketteria

    Vielen lieben Dank für deine Empfehlung und es freut mich sehr, dass euch der Salat ebenso gut geschmeckt hat wie uns. Unser Garten ist zwar mit ein bisschen mehr Sonne und Wärme gesegnet (Weinbauklima), aber das Freilandgemüse sieht oft genau so „einzigartig“ aus, wie die oben abgebildeten Paprikaschoten. Die Karotten sind krumm und haben manchmal zwei Beine, der Mangold wird meist nur halb so gross wie die Marktware, die Zwiebeln werden selten grösser als ein Golfball etc. pp. Wer je probiert hat, sich einigermassen selbst zu versorgen, weiss wieviel Arbeit dahinter steckt. Und darum bin ich stolz auf meine Ernte, egal wie verformt mein Gemüse auch sein mag oder wie klein die Menge auch immer ist. (Aber dafür hasse ich den Dachs, der ein paar Gärten weiter haust und auch dieses Jahr wieder alle Hopi-Maisstauden umgelegt hat. Ausserdem hat er mit seiner Fressgier noch fast alle Bohnenpflanzen gekillt und auch noch zwei Zucchinis und die Hälfte des Hirschhornsalats platt gemacht…*grmpf*).

    Ganz liebe Grüsse aus der Schweiz

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Vielen lieben Dank für deine ausführliche Rückmeldung! Ich kann deine Worte so gut nachvollziehen: wer sich Wochen und Monate mit seinem Gemüse beschäftigt, es hätschelt, die Infrastruktur schafft etc., der ist wirklich stolz und liebt es auch mit Ecken und Kanten und versucht vermutlich auch es mit Stumpf und Steil zu verwerten.
      Den Dachs hätte ich … mindestens vergrämt, wenn nicht erwürgt, das ist ja der reinste Vandalismus!

      Liebe Grüße zurück!

      Antwort
  2. dagehtwas

    Wie gut kann ich nachvollziehen, dass ihr auf eure selbstgeernteten Paprikas stolz seid! Dellen und Löcher hin oder her :-). Sieht sehr lecker aus! Mich stört ein bißchen, dass das Gericht so lange im Ofen sein muß 😦 (Ich finde das immer so eine Energieverschwendung). Aber vielleicht improvisiere dein Gericht einfach für mich weiter zu einem Pfannengericht…mmh.

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Es ist so richtig, richtig lecker und daher kann ich energie’verschwendung‘ nicht ganz unterschreiben, aber fast.
      Die Lösung jetzt im Sommer heißt vermutlich Solarofen und erinnert mich daran, dass sowohl ein Solarofen, als auch entsprechende Experimente auf mich warten.
      Vielen Dank für die unbeabsichtigte Erinnerung! 🙂

      Antwort
    2. Cooketteria

      Um die Ofenkapazität auszunutzen, lege ich bei so langer Betriebszeit meist noch Gemüse und/oder Früchte auf’s Blech. Zum Beispiel Rote Bete (für Salate), Sellerieknollen (als Beilage), Süsskartoffeln (für Brot), Kürbisse (für Suppen/Brot/Desserts), Topinambur (als Beilage) oder Kartoffeln (Beilage oder für Bratkartoffeln am nächsten Tag). Eine weitere Möglichkeit sind z.B. Äpfel (Apfelmus/Bratäpfel) oder Zwetschgen (Zwetschgenmus zu Griessbrei). Wenn möglich, gare ich alles in passenden Backformen, aber falls der Platz mal nicht ausreicht, kann man vieles auch in Alufolie einschlagen und so mitbacken.

      Antwort

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