Die Lüsternheit des Erpels

Was Matthias zu diesem Artikel bereits kommentierte ist eingetreten. Ernstl, der tretgeile Erpel mit entsprechender Familiengeschichte, (zur Erinnerung: “Sein Vater soll übrigens recht wahllos gewesen sein, auch eine fusskranke Gans, die nicht schnell genug flüchten konnte, wurde von ihm beglückt.”) nimmt seine Rolle als Begatter ausgesprochen ernst.

  • Im grossen Teich ersäufte er um ein Haar Elke. Wir bewarfen ihn mit Holzstücken und versuchten ihn mit Ästen mit dem völlig ermatteten Tier zu schubsen, aber leider drang das nicht bis zu seinem umnebelten Hirn vor.
  • Er zerfledderte Elke, sodass sie aussah, als hätte sie jemand gerade küchenfertig machen wollen und wäre nach der Hälfte gestört worden.
  • Er verletzte Elke, sodass sie sich 3 Tage nicht von der Stelle bewegen konnte. Wir beobachteten ihre Genesung, verschafften ihr Ruhe, Futter und Wasser. Natürlich hätten wir sie auch notgeschlachtet, wäre es nicht aufwärts gegangen mit ihr.
  • Er vergewaltigte die Gans Silke und ihr Beschützer und eigentlicher Begatter Gustav konnte nicht viel ausrichten.
  • Zu guter Letzt vergriff er sich an Gustav selbst. Als ich in das Gehege kam, hatte Ernstl seine verdammt scharfen Krallen in die Flügel des Ganters geschlagen, der Ganter lag erschöpft unter ihm, blutete aus Nasenlöchern und verschiedenen Fleischwunden und machte nur noch klägliche Versuche, sich zur Wehr zu setzen. Natürlich hat man in solch einem Augenblick keine Kamera parat, schade. Auf jeden fall war Ernstl derart mit der Vergewaltigung des Ganters beschäftigt, dass er meine Annäherung und meine Versuche, ihn zu vertreiben, gar nicht registrierte. So konnte oder musste ich ihn am Hals packen und Gustav zur Flucht verhelfen.

Ernstl erfreut sich nun also eines abgeteilten Stückes Gehege und tut so, als wäre das voll in Ordnung für ihn. Er putzt sich auffällig oft, stellt sich zur Schau und erinnert mich über die Maßen an Begbie aus Trainspotting. Die Enten kommen trotzdem zum schäkern an seinen Zaun, legen sich nur getrennt durch das Textil zum kuscheln zu ihm und heute morgen befand sich: … Gustav in Ernstl Gehege.

Was will man dazu noch sagen? Außer vielleicht: immerhin hat Ernstl die Gelege seiner Weiber heil gelassen und es gibt einen Abnehmer für ihn. Unwahrscheinlich aber wahr, an dermassen agilen Fortpflanzern besteht offenbar grosses Interesse. Nur gut, dass der Züchter über eine Entenschar von mehreren Dutzend verfügt, so kann Ernstl sich vermutlich ausleben, ohne grösseren Flurschaden anzurichten.

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