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Über Oli

Gärtnern, Kochen, Haus sanieren, Sachen selber machen, Familie, die richtige Gesellschaft - gut leben!

Anders und doch gleich

Wenn ich mich nach so langer Zeit zurückmelde ist es nur recht und billig einen Rückblick zu zeigen, so wie früher.
Und ein wenig zu erzählen – oder ein wenig mehr, so wie früher.

Die Frage ist, was man in Zeiten wie diesen in einem Rückblick berücksichtigen soll, kann und darf. Denn irgendwie ist ja alles anders.

Veränderungen

Viele meiner damaligen ‚Bloggerkollegen‘ scheinen nicht mehr zu schreiben. Zumindest nicht auf Blogs. Waren sie vielleicht genauso genervt vom neuen WordPress-Editor wie ich? Und davon, dass die 99$ für einen werbefreien Business-Account im Jahr nicht ausreichen, um auf den alten Editor umstellen zu dürfen.
Das ist überhaupt so eine Beobachtung von vor 2 Jahren: man bloggte nicht mehr, man veröffentlichte einen Dreizeiler auf Instagram.

Mittlerweile ist bei vielen auch da schon die Luft raus, was tun sie jetzt?
Geht es ihnen vielleicht wie mir und sie sind irgendwie, irgendwann auf eine Zeitleiste geraten, wo die Aufgaben und Pflichten eher mehr geworden sind, aber der Tag nur noch knapp 18 Stunden zu haben scheint?
Zumindest DAS wäre mal nichts Neues, denn das war schon lange Dauerthema bei mir.

Vielleicht tun sie noch das gleiche wie früher: gärtnern, kochen, erschaffen, improvisieren, finden Dinge heraus, lernen Wesentliches dazu, erziehen, planen, leben einfach – ohne davon zu berichten.

Farewell, nur schade für die, die davon inspiriert wurden, die miterlebt haben, Ratschläge gaben, den praktischen Austausch gelebt haben.
Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, wieder regelmässiger zu berichten aber ich möchte es gerne versuchen.
Und ich möchte an dieser Stelle alle neuen Abonnenten des Blogs willkommen heißen, ich freue mich ehrlich immer noch über jeden einzelnen von euch und hoffe vielleicht auch einmal mit euch in Austausch zu treten.
Und es macht mich stolz, dass auch während meiner Funkstille das Blog rege besucht und gelesen wurde und auch immer neue Abonnenten dazu kamen. Danke!

Die Pandemie

Für gewöhnlich lasse ich aus gutem Grund Themen die Potential für Zündstoff in gesellschaftlicher, politischer oder anderer Form haben außen vor und auch das Thema Corona möchte ich weitestgehend unberührt lassen.
Nicht, weil ich keine Meinung hätte oder es mir an Informationen mangelt, sondern weil hier auf Landidylle.com im Wesentlichen die Auswirkungen und Folgen für uns auf der einen Seite, und die Vorkehrungen auf der anderen Seite interessant sind.

Im Frühjahr letzten Jahres passierte erstaunliches: wie vermutlich viele andere Menschen auch, führte ich viele Telefonate und regelte Dinge, die mir in einer schlecht einschätzbaren Situation wie einer Pandemie wichtig erschienen; und so ziemlich jeder, mit dem ich telefonierte – von unseren Versicherungsagenten über den Krankenkassenberater bis zum entfernten Bekannten erzählte mir, dass er öfter an uns gedacht hätte und wie gut wir doch aufgestellt seien mit unserer Selbstversorgung.
Interessant aber ich hatte es gehofft: Krisensituationen werfen Menschen – zumindest gedanklich – auf einen Lebensstil zurück, der kontrollierbarer und selbstbestimmter erscheint und vielleicht auch ist.
Über Fragen, die diesen unseren Lebensstil betreffen sind dann in der Tat auch einige neue Leser auf dieses Blog gestoßen.

Berichte aus dem Landleben (nicht ganz) wie früher

Ich habe die Nachricht als Auftrag verstanden, perspektivisch doch wieder mehr von dem Alltag hier in unserer kleinen Heimstätte zu berichten. Arbeitsabläufe, Tätigkeiten und all‘ die Kleinigkeiten, die zum großen Ganzen werden und die man vermutlich nicht bedenkt, wenn einem dieser Lebensstil fremd ist.

Derzeit wird immer mehr und öfter von dem absehbaren Ende der Pandemie geschrieben und natürlich hoffe ich, dass sich das bewahrheitet.
Trotzdem hoffe ich auch, dass diese Unterbrechung des Normalen hoffentlich viele Menschen dazu bringt ihr Leben etwas mehr die Richtung zu ändern, die ihnen inmitten ihrer anfänglichen Angst sinnvoller erschien. Ich weiss, dass diese Veränderung möglich ist, denn auch ich habe früher anders gelebt und musste mir die Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten, die ich jetzt beherrsche zu einem großen Teil erst aneignen.

Echtes Wissen teilen und die Gemeinschaft stärken

In Zusammenhang damit freue ich mich sehr, dass ich hier Unterstützung bekomme und eine weitere Co-Autorin hier ihr Wissen um die alten Techniken des erfolgreichen Wirtschaftens auf dem Lande teilen will. Dazu später mehr.

Werbung, Sponsoring, Spenden oder noch etwas anderes?

Wie bereits erwähnt läuft dieses Blog seit vielen Jahren auf der bewährten WordPress-Plattform und ich leiste mir den Business-Account weil er werbefrei ist. Nun hat WordPress sich vor einiger Zeit entschieden die Benutzeroberfläche umzugestalten, was bei vielen Nutzern – wie auch mir – gar nicht gut ankommt. Die Möglichkeit diese Änderungen zum Teil rückgängig zu machen, funktioniert mit dem Premium-Tarif, der mir gerade für vergünstigte 250$ im Jahr angeboten wurde.
Mein Ziel ist allerdings, dass dieses Blog keine unnötigen Kosten verursacht und sich bestensfalls selbst bezahlt. Wenn schon Werbung, dann möchte ich auch Einfluß darauf haben, welche.
So wie es aussieht fällt die Entscheidung also zwischen dem Umzug des Blogs auf einen selbst verwalteten Webspace wo ich die Änderungen die ich haben möchte selber verantworten und durchführen kann oder dem Upgrade hier.
Beides wird weitere Kosten verursachen und Landidylle.com wird Geld einnehmen müssen.

Visuelle Eindrücke aus dem letzten Jahr

Und natürlich dürfen bei einem Rückblick auch die Fotos nicht fehlen!
Mir wurde neulich gesagt, dass ich ein sehr visueller Mensch sei der Wert auf Ästhetik lege und das will ich nicht abstreiten. Ich finde meine Fotos aber bei weitem nicht so professionell und mein Umfeld bei weitem nicht so aufgeräumt wie es bei anderen Bloggern der Fall ist … war als ich das letzte Mal Gelegenheit hatte zu gucken zumindest. Wer mich und diese Heimstätte kennt, dass es hier mehr Rummelecken gibt als aufgeräumte, mehr Schmutz auf dem Boden als es bei 4 Personen zu erwarten wäre, viele unfertige Baustellen und kreative Kinder, die ihr komplettes Umfeld mit gestalten möchten und es meistens auch tun. Wandmalereien, mitten auf dem Weg angelegte Beete, mit Zement beschmierte Amphoren und ausgegrabene Blumen zeugen davon.
Zum Teil habe ich ihr Wirken hier auch gezeigt und die Ehrlichkeit wurde mir zugute gehalten, dennoch möchte ich für mich lieber den Fokus auf erfreulicheren Ansichten belassen.
Ich schreibe diese Zeilen auf einem Sofa sitzend, welches auseinander gebaut und zur Höhle umgebaut wurde mit Ausblick auf 3 gestapelte Wäschekörbe während der Boden mit Spielzeug übersät ist. Vielleicht sieht es bei euch ähnlich aus. Vorhin war noch aufgeräumt. Also bitte, wahrscheinlich kann mich jede Mutter von kleinen Kindern verstehen: lasst uns die schöneren Seiten betrachten und den Mist und Dreck einmal vergessen.

Überwiegend zumindest. Versuchsweise.

Süß-sauer eingelegte Chilis (z.B. als Pizza-Belag)

2020 habe ich etwa 30 Chilipflanzen aus 15 verschiedenen Sorten im Anbau gehabt, um endlich ein paar Sorten zu finden, die für uns und unsere Einsatzbereiche passen und bleiben dürfen.
Entsprechend gab es reiche Ernte zu verarbeiten. Wir haben also reichlich Chilis gegessen, ich habe sie getrocknet und zermahlen und einige eingelegt und eingekocht.

Das Rezept zum Einlegen bzw. Einkochen ist denkbar einfach aber wirklich sehr gut. Die eingelegten Chili-Ringe passen perfekt zur Pizza, auf gebackenem Feta und vermutlich auch mit Körnerbohnen.
Da ich einige Male nach dem Rezept gefragt wurde und damit es nicht verloren geht, vermerke ich es hier.

Rezept für süß-sauer eingelegte Chili/Peperoni

  • 125ml Wasser
  • 125ml Esiig (weißer Balsamico oder Apfelessig)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker

In dem Sud die Chili(ringe) bis zur gewünschten Konsistenz kochen, das dauert je nach Sorte und Reifegrad etwa 10-20 Minuten.
Die Chilis dicht in ausgekochte Gläser mit Schraubverschluss füllen und mit dem heißen Sud aufgiessen, bis alles bedeckt ist. Sofort verschliessen.

Olis Pizza-Teig :: notiert für den Gatten und wen es sonst noch interessiert

Wenn Muttern mal den angestammten Platz vor dem Herd verlässt, die Mischpoke aber trotzdem wie gewohnt verköstigt werden will, dann werden hektisch Rezepte und Vorgehensweisen angefordert.
Im Hause Landidylle ist der Gatte üblicherweise für Suppen und Gänsebraten zuständig und bis vor kurzem auch für arme Ritter. Da unser jüngster Sproß mich aber kürzlich zum besten arme-Ritter-Bäcker-und-Apfelmus-Macher erkoren hat, könnte es sein, dass dieser Bereich gerade die Zuständigkeit gewechselt hat.
Ich wäre im Gegenzug bereit, den Bereich Pizzateig abzugeben.

Und nein, wir kommunizieren nicht standardmässig über das Internet, aber die Erfahrung lehrt, dass auf der Suche nach einem Rezept diese Webseite als erstes angesteuert wird. Der Ordner mit meinen Rezepten ist ja aber auch nicht so schön zu durchsuchen …

Rezept für Olis Pizzateig

  • 1 TL Zucker in 1/2 Glas warmen Wasser auflösen und 1 Pkg Trockenhefe darin aktivieren und vermehren lassen
  • wenn es schäumt, zusammen mit 1 TL Salz und 1 EL Olivenöl in 400g Mehl rühren und gut durchkneten bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt
  • die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken und für etwa 30 Minuten auf den warmen Grundofen (oder lauwarmen Backofen) stellen
  • in 500ml Tomatensauce 1TL Oregano und 1 TL Rosmarin rühren und das ganze ziehen lassen
  • nach 30 Minuten den Pizzateig einmal durchkneten und dann auf genug aber nicht zuviel Mehl ausrollen und mit der Tomatensauce bestreichen

Extra Anmerkung für den Gatten: übersteigt die Dicke des Belags die Höhe des Teigs um mehr das vierfache, ist damit zu rechnen, dass letzterer durchweicht und die Pizza mit einem Löffel verzehrt werden muss.

Aussaaten & Pflanzungen 2021

Im Frühjahr wird es eng im Haus

Wie jedes Jahr teile ich auch 2021 die Liste meiner diesjährigen Aussaaten und Pflanzungen mit Sortennamen. Ich versuche mich was die Anzahl der Sorten angeht etwas zu beschränken und dachte, ich komme bei Chilis mit 10, bei Paprikas ebenfalls mit 10, bei Auberginen mit 4 und bei Tomaten mit 35 Sorten aus – aber vermutlich werde ich meinen Plan doch um einige Sorten erweitern.

Beispielsweise habe ich letztes Jahr noch viele tolle Tomatensorten zum Verkosten bekommen und werde nicht umhinkommen, zumindest einige davon selber anzubauen.
Kürzlich bekam ich aus einem Saatguttausch unverhofft weitere Raritäten-Bohnensorten und nachdem ich mir die Sortenbeschreibungen durchgelesen hatte wusste ich, dass ich auch bei den Bohnen noch Platz für 2-4 weitere Sorten schaffen muss.

Das Ziel bleibt trotzdem weiterhin, die für uns und unser Klima passenden Sorten und Arten zu finden, die gerne auch historisch, erhaltenswert, rar und bunt sein sollen – aber sie müssen uns in erster Linie schmecken und reiche Ernte bringen.
Jedes Jahr kommen wir diesem Ziel etwas näher. Ich wüsste schon gerne, wieviele Sorten wir mittlerweile hier angebaut und getestet haben!

Neu ist, dass ich dieses Jahr von bewährten Sorten mehrere Pflanzen anbaue anstatt mich auf 1-2 Pflanzen pro Sorte zugunsten mehr Sortenvielfalt zu beschränken.

17.1.2021 Specksteinofen, später Heizmatte und Kunstlicht

Tomaten
Frühe russische Buschtomate (p 7.3)
Ungarische Buschtomate (p 7.3)
Maskotka (p 7.3)
Wasa (p 7.3)
Cherry Cascade (p 7.3)
Lady Bird (p 7.3)

Chili & Paprika
Capia (p 7.3)
Elefantenrüssel-Chili (p 7.3)
Dolce di Bergamo (p 7.3)
Early Sensation (p 7.3)
Blot (Klyaksa) (p 7.3)
Socrates (p 7.3)

Auberginen
Listada de Gandia (nicht gekeimt)
Black Beauty (nicht gekeimt)
Carlson (nicht gekeimt)
Long Early Korean (p 14.3)

etwa 1.2.2021 Specksteinofen, später Heizmatte und Kunstlicht
Auberginen

Listada de Gandia (p 14.3)
Black Beauty (p 14.3)
Carlson (nicht gekeimt)
Tonda Bianca (p 14.3)

14.2.2021 Specksteinofen, später Heizmatte und Kunstlicht

Paprika
Schwarzes Pferd (p 14.3)
Lombardo (p 14.3)
Lilac Bell (p 14.3)
Karamell (p 14.3)
Barguzin (p 14.3)
Wiener Wachs (p 14.3)
Petit Marseillais (n.gekeimt)
Golden Treasure (p 14.3)
Jimmy Nardello (p 14.3)
Capia (p 14.3)

Chili
Jalapeno (n. gekeimt)
Cayenne Long Slim (p 14.3)
Fish Pepper (n. gekeimt)
San Salvador (p 14.3)
Fruchtige von Regina (n. gekeimt)
Kleine blaue von Monika (p 14.3)
Kleine rote von Monika (n. gekeimt)
Caloro (n. gekeimt)
Fresno (n. gekeimt)
Big Jim (p 14.3)

Andenbeere
Schönbrunner Gold (p 14.3)

Letztjährige kühl & dunkel überwinterte Kurkuma getopft

19.2.2021

Zwiebeln
Amfora
Ailsa Craig
Paris Silverskin
Long Red Florence
Tropea Tonda Rossa

3.3.2021

Stabtomaten für Folientunnel I
Clementine (p 20.3)
Little mom (p 20.3)
Pink Grape (p 20.3)
Gnocchi di Limone (p 20.3)
Ildy (n. gekeimt)
Orange Caprese (n. gekeimt)
Bianca (p 20.3)
Black Cherry (p 20.3)
Elberta Peach (n. gekeimt)
Black Pear (p 20.3)
Red Pear (p 20.3)
Extravagante Rouffiage (p 20.3)
Cherry Roma (p 20.3)
Stripes of Yore (p 20.3)
Zebrabirnchen (n. gekeimt)
Taubenherz v. Monika (p 20.3)
Buratino (p 20.3)
Lukullus (p 20.3)
Artisan Green Tiger (p 20.3)
Amish Pasta (n. gekeimt)
Brad’s Atomic Grape (p 20.3)
Blue Keyes (p 20.3)
Irish Likör (p 20.3)
Indigo Kumquat (p 20.3)
Stierhoden (n. gekeimt)
Indigo Blue (p 20.3)
Green Grape (p 20.3)
Black from Tula (n. gekeimt)
Salattomate von Igor (p 20.3)
Sunviva (sunviva)
Noire de Crimée (p 20.3)
Ukrainian Purple (p 20.3)
Igor Original (p 20.3)
Ruthje (n. gekeimt)
Süße von der Krim (p 20.3)
Moldovan Green (p 20.3)
Norddeutsche Hellfrucht (p 20.3)
Belle Coeur (p 20.3)
Gargamel (p 20.3)
Gift to my Wife (p 20.3)
Honigtomate von Krogmann (p 20.3)
Taste von Hempel (n. gekeimt)
Malachitovaja Schkatulka (p 20.3)
Fleischtomate von Igor (p 20.3)
Snacktomate von Igor (p 20.3)
Goat Bag (n. gekeimt)

(Weitere) Buschtomaten für Folientunnel II
42 Days (p 20.3)
Sunrise (Original von Manfred Hans) (p 20.3)
Dwarf Tomato Korall (p 20.3)
Marzano Fire (p 20.3)
Maximka (p 20.3)
Moskowija (p 20.3)
Moya (p 20.3)
Whippersnapper (p 20.3)
Sunrise (eigen) (p 20.3)

Kräuter
Griechischer Oregano
Salatblättriges Basilikum
Genoveser Basilikum
Zistrose (eigen)
Anis-Ysop
Agretti
Bergbohnenkraut

4.3.2021
Knollensellerie ‚Giant Prague
Stangensellerie ‚Golden Self Blanching‘
Stangensellerie ‚Red Stalk‘
Sommerrettich ‚Neckarruhm‘
Broccoli ‚Cezar‘
Salat ‚Langzunge?‘
Sommer-Porree ‚Starozagorski Kamus/Kamush/Kamuš‘

6.3.2021
Roten Knoblauch im Saunafaß gesteckt

7.3.2021
Tomaten und Paprika pikiert

14.3.2021
Weitere Tomaten, Auberginen und Paprika pikiert
Gesät:
Genoveser Basilikum
Bergbohnenkraut
Pimiento de Padron
Fresno-Chili
Tomate Yellow Fire
Tomate Tegucigulpa

16.3.2021
Tomatillo purple
Petersilie ‚Champion Moss Curled‘
Salat ‚Red Deer Tongue‘
Toskanischer Palmkohl ‚Cavolo Nero‘

18.3.2021
Radieschen ‚French Breakfast 3‘

20.3.2021
Riesenknoblauch aus Ungarn
Tomaten pikiert

etwa 22.3.2021
Knoblauch ‚Sofiesky‘ gesteckt
Knoblauch ‚Mellidor‘ gesteckt

30.3.2021
Rote Zwiebeln gesteckt

31.3.2021
Sehr späte Yacon vorgezogen
Kohlrabi ‚Azur Star‘ ausgesät
Bete ‚Rote Kugel 2‘
Bete ‚Detroit Red‘
Bete ‚Bull’s Blood‘
Bete ‚Lutz Green Leaf Red Stem‘
Bete ‚Boltardy‘
Mangold ‚Bull’s Blood‘
Weißkohl ‚Express‘
Hesperis matronalis Alba (White Sweet Rocket‘
Erysimum cheiri (Wallflower) ‚Ivory White‘
Liatris spicata (Blazing Stars) ‚Floristan White‘
Dianthus barbatus (Bartnelke) Sweet William Double Mix
Sweet Pea ‚Royal Wedding‘
Poppy ‚Bridal Silk‘

12.3.2021
Weitere rote Zwiebeln
2m Knoblauch ‚Cristo‘
3m Knoblauch ‚Chesnok red‘
5m Knoblauch ‚Vallelado‘

Baba Ganoush :: ein weiteres Selbstversorgergericht bei sommerlicher Auberginenschwemme

Baba Ganoush mit Petersilie und schwarzen Oliven

Lange ist der letzte reguläre Beitrag her und viel ist in der Zwischenzeit passiert. Und trotzdem – oder gerade deshalb – ist es mir wichtig, einfach mal wieder Rezepte aus unserer Selbstversorgerküche zu zeigen.
Auch wenn das Rezept in den Sommer und nicht in den Winter gehört, jetzt ist eine gute Zeit, um Auberginenpflanzen auszusäen, dann kann es mit der Auberginenschwemme im Sommer noch gut klappen.
Wir hatten in den vergangenen Jahren zum Glück reichlich Ernte und es hat sich bewährt, rechtzeitig ausreichend gute Rezepte griffbereit zu haben.

Im Sommer, wenn wir aus einer reichen Fülle an Kostbarkeiten der Saison schöpfen können, gibt es so oft und reichlich Gerichte mit Auberginen, Tomaten und Paprika, dass wir – trotzdem wir einiges verschenken oder tauschen und große Portionen essen – mit dem Verwerten nicht hinterherkommen. Tomaten werden eingekocht und eingefroren für den Winter, Paprika werden ebenfalls eingefroren; aber Auberginen konservieren ist da schon schwieriger.

Man kann gebackene Auberginen einfrieren, um daraus später Auberginen-Feigen-Feta-Crème zu machen, das habe ich schon probiert. Nun, das fertige Baba Ganoush kann man auch einfrieren aber ich sage ehrlich, dass die Konsistenz davon nicht besser wird.

Frisch verzehrt aber ist es eine Wucht! Mit einem großen Stück Fladenbrot wird daraus schnell eine Hauptmahlzeit wenn man nicht aufhören kann zu naschen. Reichhaltig genug ist es sicherlich auch.
Wie man auf dem Bild sehen kann, hatte ich eine etwas größere Menge Auberginen zu verarbeiten und danach richtet sich mein Rezept.

Baba Ganoush aus 3 Kilo bunten Auberginen

3 Kilo Auberginen
etwa 550g Tahini (Sesampaste)
15-20 EL Zitronensaft
12 EL Olivenöl guter Qualität
12-15 Knoblauchzehen
3 Bund Petersilie (oder wenn ein Großteil des Baba Ganoush eingefroren wird entsprechend weniger)
6 EL schwarze Oliven, gehackt (oder wenn ein Großteil des Baba Ganoush eingefroren wird entsprechend weniger)

Den Backofen auf mindestens 200°C vorheizen und die Auberginen waschen und trockenreiben.
Mit einem Messer oder Schaschlikspieß mehrfach einstechen und nebeneinander auf ein Backblech legen. Solange backen, bis die Auberginen innen ganz weich sind und die Haut dunkel verfärbt.
Das dauert je nach Auberginensorte und Dicke der Frucht 30-60 Minuten.

Die gebackenen Auberginen aus dem Ofen nehmen und solange abkühlen lassen, bis man sie gut anfassen kann.
Halbieren und das gebackene Fruchtfleisch auslöffeln, in einer Schüssel sammeln.

Das Fruchtfleisch mit Tahini, Zitronensaft und Olivenöl Im Mixer fein pürieren oder durch den Fleischwolf geben.
Den Knoblauch putzen und durch eine Presse geben, unter die Auberginenmasse heben und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Oliven fein hacken, die Petersilie waschen und mittelfein wiegen, beides auf das Baba Ganoush geben und mit Fladenbrot servieren.

Aussaaten & Pflanzungen 2020

Ja, ich lebe und gärtnere noch und was meine Aussaaten betrifft, bin ich sogar gut in der Zeit und habe wieder einmal eine wunderbare Auswahl an neuen bunten, seltenen und vielversprechenden Sorten gekauft, getauscht und ergattert.
Dazu kommen die bewährten Sorten der vergangenen Jahre, sodass es sowohl beim Vorziehen auf den Wärmematten und unter Kunstlicht immer enger wird, als auch später im Folientunnel.
Nützt aber alles nichts, in Gartenjahr 8 in diesem Garten sind wir nun so verwöhnt, dass wir nicht mehr anders können als die buntesten und schmackhaftesten Arten und Sorten selber anzubauen und immer wieder auch ein wenig zu experimentieren.

Wie immer veröffentliche ich als Gedächtnisstütze für mich und zum Mitlesen für Interessierte meine Aussaat-Liste mit den Daten und Namen – und sofern ich es schaffe auch mit Keimdaten und dem Zeitpunkt des Pikierens und Auspflanzens. Das ist allerdings nicht sicher. Weiterlesen

Mispel-Apfelmus mit feinstem Parfum

Die Geschichte meines Mispelbaums habe ich ja schon einmal erzählt, als es um die Mispelsauce ging. 3 Jahre ist das nun her und der Mispelbaum ist mittlerweile – in seinem achten Standjahr – zu einem stattlichen, schön gewachsenem Bäumchen herangewachsen und er trägt sehr gut.
Ich war dieses Jahr zwar nicht sehr motiviert, etwas aus den Mispeln herzustellen, da die Zeit auch ohne die aufwändige Verarbeitung von Mispeln knapp ist, aber unsere Tochter hat ganz ambitioniert einige Steigen voll Mispeln geerntet, mithilfe einer Schubkarre zum Haus gebracht und sauber und ordentlich nebeneinander in Kisten gestapelt zum Reifen in den Windfang gestellt.
Soviel Mühe muss belohnt werden und ausserdem hörte ich vor einiger Zeit von einem mit Mispeln aromatisierten Apfelmus, was ich irgendwann mal testen wollte. Weiterlesen

Das war der September (Willkommen Oktober)

Im September gab es immer noch große Ernten einzufahren und für den Winter zu konservieren. Abgeerntete Beete wurden mit Winterkulturen bepflanzt und ganz langsam konnten wir ein wenig das Tempo drosseln – oder vielleicht konnten wir es realistisch gesehen auch nicht drosseln, denn die Zeit reichte noch immer nicht für alles, was es zu tun gab – was ein recht unbefriedigendes Gefühl sein kann.
Aber im September muss man ja auch die wilde Ernte in Form von Waldpilzen einholen und damit Waldspaziergänge rechtfertigen. Weiterlesen

Das war der August (Willkommen September)

Der August ist der Höhepunkt der Erntesaison in unserem Selbstversorgergarten. Nun wird wirklich alles gleichzeitig reif: die klassischen Sommergemüse wie Tomaten, Paprika, Auberginen, Gurken, Melonen, Zucchini und auch Bohnen – und obwohl man das Gefühl hat, dass die Sommerernte doch erst begonnen hat, soviel Gemüse isst wie nie und Stunde um Stunde einkocht, schleicht sich so ganz langsam mit Waldpilzen und Äpfeln der Herbst in die Ernte ein. Weiterlesen

Bubert – ein baltischer Grießbrei

An sich könnte man sagen, dass Grießbrei in meiner Familie eine besondere Rolle spielt. Bewusst wird es mir allerdings erst jetzt im fortgeschrittenen Alter und mit 2 kleinen Kindern, für die Grießbrei anscheinend das gleiche Soulfood geworden ist, wie er es für mich einmal war und vielleicht in gewisser Hinsicht auch immer noch ist.
Interessanterweise bereite ich den Grießbrei so zu wie meine Oma und nicht wie meine Mutter – obwohl meine Mutter ihre Variante doch recht häufig bereitete, wenn Klein-Oli von der Schule kam während ich Omas Variante (Bubert) weit weniger häufig aß. Weiterlesen