Archiv des Autors: Oli

Avatar von Unbekannt

Über Oli

Gärtnern, Kochen, Haus sanieren, Sachen selber machen, Familie, die richtige Gesellschaft - gut leben!

Der Lehmbackofen

Eine gemütliche Terrasse mit einem gemütlichen Sitzbereich aus Holzstühlen und einem Grillplatz, umgeben von üppigem Grün und Bäumen.
Auch bei Regenwetter ein idyllischer Anblick: Lehmbackofen und Sandsteinplatten

Eines unserer Projekte, die länge währten und endlich richtig gut wurden, ist unser Lehmbackofen.

Das Gewölbe des Backofens hatte ein Bekannter von uns einmal gebaut und benötigte es nicht mehr, wir übernahmen gerne. Der Gatte hatte beim Ausbessern des Gewölbes in der Küche sowie beim Bau des Erdkellers ausreichend unter Beweis gestellt, dass er Gewölbe bauen kann. Insofern war die Neugierde und der Drang diesen Part selber zu machen schon befriedigt.

Aber es gab auch so noch genug zu tun! Auf der alten Mistplatte aka Terrasse wurde ein stabiler Sockel aufgemauert, der die Metallplatte, auf der der Ofen steht, tragen sollte.

Die Steine wurden mit ziemlich viel Eisen und dann Beton gefüllt und halten vermutlich solange, dass die folgenden Generationen sich noch daran erfreuen können. Der Transport des Ofengewölbes zu unserem Hof war – gelinde gesagt – abenteuerlich, also breiten wir den Mantel des Schweigens darüber. Hier auf dem Hof kam dann ein Hoflader zum Einsatz, der Führer des Fahrzeugs bugsierte die Platte samt Ofen dann mit extrem viel Fingerspitzengefühl und auf ziemlich wenig Platz auf den Sockel.

Wichtig war als nächstes einen Dachstuhl zu bauen, den Schornstein aufzumauern und das Dach zu decken, damit die Konstruktion aus Lehm bei regen nicht aufweicht und davonfliegt. Der Dachstuhl wurde aus gewachsenem Holz gebaut, passend dazu wird es noch eine Terrassenüberdachung geben. Das Dach haben wir mit den altbewährten Lärchenbrettern, ganz im Stil des Hauses gedeckt.

Der Sockel wurde verputzt und bekommt ganz bald noch eine Holztür mit geschmiedeten Scharnieren. Das Dach wurde am Schornstein mit Metall abgedichtet und auch die Schornsteinabdeckung (gefunden über Kleinanzeigen) liegt schon parat. Ich glaube wir haben aber bei jedem erdenklichen Zwischenschritt bereits in dem Ofen gebacken! Zugegeben: ein wenig Eingewöhnung braucht es, bis man raus hat, wie viel und wie lange man anfeuern muss, bevor man backen kann. Wie man in etwa die richtige Temperatur für die Pizza und die verschiedenen Brote herausfindet, ohne auf technischen Spielkram zurückzugreifen und wann man in der Restwärme beispielsweise noch dörren kann.

Aber all‘ das fühlt sich so urtümlich und richtig an! Als würde sich tief im Inneren etwas an alte Zeiten erinnern, wo es ganz alltäglich war auf Holzfeuer zu kochen und im Lehmbackofen zu backen.

Mittlerweile ist es Routine geworden, erst die Pizza zu backen (die ich mittlerweile mit selbst angesetzter Lievito Madre mache), dann das Kefirbrot oder andere eher helle Brote und Aufläufe und zum Schluß das Schwarzbrot. Das Dörren von Obst im Lehmbackofen dürfen wir noch etwas perfektionieren, ist es zu warm, bekommt das Obst einen Karamellgeschmack, ist es zu kalt, bleibt es zu feucht zum Einlagern.

Fest steht, dass der komplette Vorgang vom Anfeuern und Nachlegen des Holzes über das Prüfen der Temperatur, das eigentliche Backen – aber auch schon das Vorbereiten der Brotteige 24 Stunden davor ein wunderbares Ritual geworden ist, bei dem wir uns sehr geerdet fühlen. Das Aroma der Pizza und der Brote ist übrigens einmalig und wirklich nicht zu vergleichen mit einem industriellen Ofen!

Gutes Wasser :: meine Gedanken, Erfahrungen & Recherchen dazu und für welchen Wasserfilter ich mich entschieden habe

Ein Glas mit Wasser steht auf einem Holztisch, umgeben von unscharfen skulpturalen Elementen und einer grünen Hintergrundlandschaft.

Nachdem ich in den letzten Beiträgen jeweils erwähnt habe, dass wir nun gefiltertes Wasser benutzen, will ich darüber jetzt etwas ausführlicher berichten.

Wasser war bei mir ja schon seit langem ein Thema. Aufgewachsen im größten Baumschulgebiet der Welt und demnach wahrscheinlich von klein auf an mit katastrophalen Pflanzenschutzmitteln verseucht, wohnte ich später in einem Haus im Wald mit Wasserversorgung aus Brunnen im Garten.
Fiel die Wasserpumpe mal wieder aus, gab es kein Wasser. War der Verbrauch zu hoch, kam das Wasser spärlich und roch und schmeckte noch süßlicher als ohnehin schon.
Einlagern und filtern wäre dringend angeraten gewesen.
Später dann im jetzigen Dorf, angeschlossen an ein klitzekleines Wasserwerk, was nur 2 Handvoll Häuser versorgt, wurde das Wasser regelmässig genau dann abgestellt, wenn ich es am wenigsten gebrauchen konnte und ja, es waren auch mal Grenzwerte überschritten.
Lange dauerte es, aber irgendwann lagerte ich Trinkwasser ein.

Was aber immer ein mindestens genauso großes Thema wie die Verfügbarkeit war, war der Geschmack des Trinkwassers.
Gefühlt hatte ich ständig Durst auf reines, klares Wasser. Der war nur leider nicht zu stillen weil das Leitungswasser – egal wo ich gerade wohnte – immer irgendeinen seltsamen Geschmack hatte.
Und das fühlte ich instinktiv: da sollte eigentlich kein Geschmack sein. Neutral, klar und rein sollte das Trinkwasser sein.

Obenansicht von fünf Glasbehältern mit staubigen Deckeln.
So sehen meine Gläser nach dem Einkochen aus

Mal abgesehen davon, dass es tatsächlich zu Schadstoffbelastungen im Leitungswasser kommen kann und Grenzwerte willkürlich sind ist es ja auch so, dass man nur das findet, was man auch sucht.
Von geschätzten 8000 Substanzen, die im Leitungswasser vorkommen können, sind alleine 2000 bekannte unnatürliche, menschengemachte Rückstände nachgewiesen las ich.
Routinemässig getestet werden etwa 70. Ob wir von allen Stoffen auch immer genau wissen, was sie tun?
Mal abgesehen von Nitrat, Pestiziden, Schwermetallen die man sicher schon lange auf dem Schirm hat, kam man irgendwann mal drauf, dass die ausgeschiedenen Arzneimittelrückstände natürlich auch weiterwirken, wenn wir sie über’s Trinkwasser wieder aufnehmen, dass der Abrieb von Plastikklamotten als Mikroplastik wieder im Leitungswasser auftaucht und zuletzt kam dann das Thema PFAS groß raus.
Ich würde wetten, dass das noch lange nicht das Ende ist.

Eine weiße Spüle mit zwei Becken, einem Wasserhahn und einem Gelben Schwamm. Ein Kürbis liegt auf der linken Seite.

Angekommen am Hausanschluß kommt das Wasser dann aus dem fein geputzten Wasserhahn … Dazwischen liegen die Hauswasserrohre, die niemand testet und die man sich meist erst anschaut, wenn sie verstopft sind oder brechen. Auch wenn man keine mit Schwermetall belasteten alten Rohre verbaut hat: habt ihr euch mal die Ablagerungen angesehen, die sich in Wasserrohren ansammeln? Das gleiche Zeug trinken wir mit unserem Wasser. Das kann man nicht ungesehen machen.

Wasser aus diesem Rohr haben Menschen getrunken.
Wer weiß schon, wie die eigenen Wasserrohre von innen aussehen?

Schon früher einmal machte ich mir Gedanken über eine Umkehr-Osmose-Anlage. Allerdings nicht, um sauberes Trinkwasser für mich zu erzeugen, sondern weil die Fische im Aquarium das Leitungswasser nicht so gut vertrugen. Irre, oder?

Irgendwann im Jahr 2021 gab es dann gefühlt überall Wasserveranstaltungen und jeder im Bekanntenkreis schaffte sich irgendeine Art von Wasserfilter an. Meistens kleine Umkehrosmoseanlagen, die unter dem Spültisch in der Küche verbaut wurden. Einige kosteten nur eine hundert Euro, andere Tausende. Im Wesentlichen meistens das gleiche Prinzip, einige mit mehr Filterstufen, andere mit weniger. Einige mit einem Tank aus Plastik (!), bei nur einer war der Tank mit einer Kautschukblase ausgekleidet.

Wir tranken jedes dieser Wasser und alle waren gut. Osmosewasser fühlt sich für mich allerdings irgendwie scharf an, so als würde es mir noch Flüssigkeit aus dem Mundraum entziehen und ich kann gar nicht aufhören zu trinken.
Von den Vertretern der Geräte wird das damit erklärt, dass nun endlich, endlich einmal das jahrzehntelange Defizit aufgefüllt wird und der Körper sich endlich so viel Wasser nimmt, wie er schon früher täglich gebraucht hätte. Kann sein, dass das stimmt.

Klar ist wohl, dass der Körper weniger belastet wird, wenn er weniger neue Giftstoffe aufnimmt und somit auch besser die bereits vorhandenen Giftstoffe ausschwemmen kann.
Und von schädlichen Substanzen sind wir heutzutage vermutlich zu genüge umgeben, davon welche auszuschliessen und auszufiltern kann nur sinnvoll und hilfreich sein.

Welches saubere Wasser soll es sein?

Nun könnte man auf die Idee kommen, auf Flaschenwasser zum Trinken auszuweichen, aber abgesehen davon, dass da zum Teil die gleiche Trinkwasserverordnung greift oder im Falle von Quellwasser eventuell vorhandene unerwünschte Stoffe nicht ausgefiltert werden dürfen, können sich in Glasflaschen Rückstände der chemischen Reinigung befinden und Plastikflaschen wiederum unerwünschte Stoffe abgeben.
Abgesehen davon ist das ständige Schleppen von Kisten schwer, der Transport ist ein Faktor und auf die Dauer gerechnet wird es teurer als jeder Filter.
Den Filter hat man vor Ort und kann das günstige Leitungswasser aufbereiten nach Kriterien, die man sich selber aussucht. (Und einlagern kann und sollte man es ja dennoch!)

Welcher Wasserfilter ist sinnvoll?

Hat man sich nun dafür entschieden, das vorhandene Leitungswasser mittels eines Wasserfilters gesünder, reiner, klarer zu machen, stellt sich die Frage, welcher Filter es werden soll.
Wir haben – wie gesagt – alle möglichen gefilterten Wasser von unseren Freunden und Bekannten getrunken und uns lange den Kopf zerbrochen.
Solange, dass wir monatelang jede Woche 3 5l-Flaschen gutes Wasser von Freunden mitgebracht haben. Das hat natürlich längst nicht gereicht, damit wir 4 alle eine Woche lang gutes Wasser trinken können. UND: hat man sich erst einmal daran gewöhnt, bekommt man anderes Wasser wirklich schwer runter und möchte auch nicht mehr damit backen und kochen.
Wie es meine Art ist, habe ich wochenlang recherchiert, vergleichen und gegrübelt für Vorteile und Nachteile von Umkehrosmosefiltern oder anderen Filtersystemen.

Ein hölzernes Fass, aus dem Wasser fließt, mit bunten Blumen im Vordergrund und grünem Hintergrund.
Wasser-Ernte

Einige sagen, dass das reine Umkehrosmosewasser, was ja von fast allen Schadstoffen aber auch Mineralien befreit ist, das natürlichste Wasser sei weil der Mensch in seiner Geschichte überwiegend Regenwasser als Trinkwasser genutzt hat – was ja in seinem Urzustand ebenfalls weich und frei von Mineralien und Salzen ist. Remineralisieren kann man das entmineralisierte Wasser dann später ja bei Bedarf nach Belieben.

Anderem ist die Energie des Wassers wichtig. Der Gedanke ist nicht neu und – für mich- gut nachvollziehbar. Natürlich ist das aber offiziell noch als Pseudowissenschaft geframed.
Viktor Schauberger beispielsweise beschäftigte sich mit der Entwicklung von relativ aufwändigen Anlagen, mit denen lebendiges Wasser erzeugt werden kann. Es geht dabei nicht um die Reinheit, sondern die Struktur.
Er war der Meinung, dass nicht Regenwasser, sondern Quellwasser das natürlich ins Freie rinnt, das Beste für uns sei.
In Wasserrohren wird mit hohem Druck durch gerade Rohre aus unnatürlichen Materialien das Wasser in eine unnatürliche Bewegung gezwungen, die die natürliche Struktur zerstört.
Vertiefend dazu kann man sich, sofern noch nicht geschehen, die Versuche von Emoto ansehen (die wir so übrigens nicht reproduzieren konnten), die aber in dieser neuen, kalten Welt natürlich als Spökenkiekerei gelten.
Wobei der vierte Zustand des Wassers und die mit der Aufnahme dieses Wassers verbundene bessere Energetisierung der Zellen, herausgefunden von Dr. Pollack, meines Wissens anerkannte Tatsache ist, vielleicht haben die Framer auch diese Erkenntnisse noch nicht eingeordnet.

Ein Wasserspender mit transparentem Behälter und Hahn, neben einer Wandlampe in einem Raum mit weißen Fliesen.

Besser nachvollziehbar sind dagegen vermutlich handfeste Argumente. Ich habe bewusst ein low-tech-Haus gebaut und mich dann 2023 auch für einen low-tech-Wasserfilter entschieden. Er ist transportabel und muss nicht fest installiert werden, er braucht daher weder Strom- noch Wasseranschluß und kostet weniger als viele Umkehrosmoseanlagen (wobei es auch diese mittlerweile sehr günstig gibt). Laufende Kosten fallen aber durch die Wechselintervalle der Filterstufen an, wobei diese natürlich davon abhängen, wieviel man filtert, wie hart oder sonstwie gesättigt mit Stoffen das Wasser ist usw.
Außerdem sind die Filter in Teilen modular, das heisst, man kann einen zusätzlichen Kalkfilter einbauen, wenn das Leitungswasser eher hart ist oder es lassen. Bei bekannter Belastung mit Nitrat, kann ein Nitrat-Pad zwischengeschaltet werden und möchte man das Wasser nach der Filtrierung remineralisieren, kann man Mineralsteine zufügen, die das Wasser mit lebenswichtigen Mineralien anreichern und es basisch machen.

Der Tank unseres Filters besteht aus mundgeblasenem Glas und das Wasser fliesst allein durch die Schwerkraft durch die 7 Filter und tröpfelt physikalisch und chemisch gereinigt in den Tank.
Als erstes kommt das eingefüllte Wasser mit dem Keramik-Vorfilter in Kontakt, danach folgt bei uns der Kalkfilter.
Weitere Schichten sind Aktivkohle, die eine sehr hohe Filterleistung hat und die meisten getesteten Stoffe fast vollständig entfernt. Zeolith filtert und bindet freie Radikale sehr effektiv auf molekularer Ebene. Die energetischen Eigenschaften werden durch Turmalin-Biokeramik verstärkt. EM-Keramik harmonisiert das Wasser und Quarzsand gibt dem Wasser seinen natürlichen Geschmack zurück, wie ein Bachlauf in der Natur.
Es gibt den Gravitationsfilter mit verschiedenen Kapazitäten, je nach Haushaltsgröße. Wir benutzen den ‚Smart‘ mit 8l Tankvolumen und lassen meist 2x am Tag neues Wasser durchlaufen.
Und falls wir noch größere Mengen auf einmal benötigen, haben wir immer noch die 5l-Flaschen, mit denen wir lange das gute Wasser unserer Freunde transportiert haben.

Möchte man einfach nur gutes Wasser trinken und zum Kochen, Backen, fermentieren Leitungswasser nutzen, benötigt also nur kleinste Mengen, so gibt es auch Wasserfilterkannen mit der gleichen Technik.

Mittlerweile gibt es sogar einen Outdoor-Wasserfilter der Firma und einen Duschfilter. Wer bislang noch kein gutes Wasser nutzt wird es vielleicht nicht glauben, aber hat man den Unterschied erst einmal verinnerlicht, so will manch einer das Leitungswasser mit einer Vielzahl unbekannter Medikamentenrückstände und anderen fragwürdigen Stoffen, auch nicht mehr auf der Haut haben.
Bekannte von uns haben einen State-of-the-Art-Umkehrosmosefilter mit Energetisierung und Strukturierung vor ihren eigentlichen Hausanschluß geschaltet, lassen diesen dauerhaft laufen und haben somit im Reservoir immer genug Wasser zum Duschen, waschen, für die Hunde, Pferde, Hühner.
Übrigens hat ein Experiment dort ergeben, dass die Hühner mehr Eier legen, wenn sie gutes Wasser zu trinken bekommen statt Leitungswasser.

Wie bei allem gibt es für jeden die passende Lösung. Was auch immer ihr tut, um möglichst viele schädliche Faktoren aus eurem Leben vor vornherein auszuschliessen, gutes Wasser sollte dringend dabei sein denke ich.
Dieser Artikel ist nicht gesponsert, sondern gibt nur relativ erschöpfend meine Gedanken und Recherchen, die ich damals angestellt habe zu dem Thema wider.
Den Schwerkraftfilter von Acala benutzen wir nun seit 3 Jahren täglich und uns hat er überzeugt.
Sollte sich jemand von euch aufgrund meiner Expertise und meines Beitrages dazu entschliessen, einen Wasserfilter oder ein anderes Produkt von Acala zu kaufen, so würde ich mich sehr freuen, wenn ihr das über meinen Link tut. In dem Fall würde ich eine Provision bekommen, die euch nichts kostet aber mir sehr hilft die Kosten des Blogs zu decken!

Das Foto von dem von Ablagerungen fast vollständig verstopften Wasserrohr durfte ich freundlicherweise bei Matthias Pfeiffer machen. Herzlichen Dank!

Ein ruhiger See mit Schilf und Seerosen, umgeben von Bäumen unter einem blauen Himmel.

Gartenkunst und bunte Basteleien

Sicher interessiert die eine oder den anderen nach meiner Sendepause, wie der Garten jetzt aussieht. Das kann ich gut verstehen, schaue ich mir doch auch zu gerne anderer Leute Gärten an und lasse mich inspirieren. Leider ist der Garten derzeit aber wenig vorzeigbar und ich mag ich so nicht fotografieren.

Stattdessen fange ich mal an, einige Schnappschüsse aus der letzten Zeit zu zeigen und beginne mit ‚Gartenkunst‘. Kunst ist vielleicht etwas hoch gegriffen, meine bunten Basteleien sind aber immer nette Hingucker und wenn man durch den Garten schlendert, entdeckt man überall etwas zu sehen.

Ist der Alltag auf Urlaub, habe ich immer kleine Bastelprojekte, sammle Ideen und Material und freue mich ein wenig kreativ zu werden (obwohl es soviel notwendigere Dinge zu tun gäbe) und Farbtupfer im Garten zu verteilen.

Olis alltagstaugliches Schwarzbrot, verfeinerte Version mit 50% Saaten & Kernen

Ein frisch gebackenes, gesundes Brot aus Haferflocken auf einem Holzbrett, mit einigen geschnittenen Scheiben und bunten Ostereiern im Hintergrund.

Es ist mittlerweile volle 10 Jahre her, dass ich mein Rezept, für das alltagstaugliche Schwarzbrot veröffentlicht habe, was mittlerweile von sooo vielen Menschen gebacken wird.
Nach wie vor ist es ein Standardrezept für ein leckeres, gesundes und einfaches Brot, was sich lange frisch hält.
Dennoch habe ich im Laufe der Jahre die Rezeptur verändert und das Brot ist jetzt kerniger, knackiger und verfügt über ein breites Spektrum an Mikronährstoffen. Und zwar massiv, denn ich backe es zu gleichen Teilen mit Saaten und Getreide!
Jetzt ist es an der Zeit, das Rezept mit euch zu teilen.

Eine Schüssel mit Sonnenblumen- und Leinsamen sowie einem Holzlöffel.

Ich backe jede Woche einige dieser körnigen Schwarzbrote mit anderen Mengen, habe für diesen Beitrag aber heruntergerechnet auf die Zutaten für 1 Brot oder eine Kastenform von etwa 27 x 12,5 x 9 cm Größe.

Zutaten für ein körniges Schwarzbrot mit 24 Stunden Teigführung

  • 270g Roggenschrot
  • 100g Kürbiskerne
  • 35g Sesam
  • 100g Leinsamen
  • 100g Sonnenblumenkerne
  • 1-2 EL Anstellgut
  • 1,5l gefiltertes Wasser

12 Stunden später

  • 1 EL Honig
  • 100g feinen Dinkelschrot oder Mehl
  • etwa 20g Traubenkernmehl (optional)
  • 1 TL Salz
  • 2 Handvoll Haferflocken zum Bestreuen
Eine Schüssel mit einer Mischung aus Samen und Körnern, in der ein Holzlöffel steckt.

Die Zutaten aus dem ersten Schritt liebevoll vermischen und nicht vergessen, den Sauerteig bei der Gelegenheit zu füttern. Meine Empfehlung ist noch immer, eine irdene Schüssel zu benutzen und diese mit einem feuchten Leintuch abzudecken, um den Teig vor dem Austrocknen bzw. Antrocknen zu schützen. Ich stelle den Teig zimmerwarm bzw. kalt, ‚meine‘ gezüchteten Mikroorganismen schaffen es den Teig gut zu säuern bei der langen Teigführung.

Nach 12 Stunden gebe ich die anderen Zutaten hinzu, sofern kein flüssiger Honig benutzt wird, muss dieser natürlich gewissenhaft verrührt werden, bis er sich gleichmässig auflöst. Gegebenenfalls muss in diesem Schritt noch etwas Wasser hinzugegeben werden.

Ich gebe gerne extra fein vermahlenes Traubenkernmehl dazu, damit die Nahrung noch etwas mehr Medizin wird. Traubenkernmehl aus deutschen Trauben besitzt einen hohen Gehalt an Polyphenolverbindungen (nämlich OPC). Das sind temperaturbeständige Antioxidantien mit langer Wirksamkeit, die insbesondere mit Gefäßgesundheit und positiver Wirkung auf den Blutdruck in Verbindung gebracht werden.

Zwei Laibe mit Haferflocken in Papierformen, neben einem Töpfergefäß und einem Holzlöffel auf einem rustikalen Tisch.

Ich backe die Brot für etwa 2 Stunden im Lehmbackofen, nachdem alle anderen Backwaren fertig sind und die Temperatur auf schätzungsweise 180°C gefallen ist – und natürlich im Verlauf weiter fällt. Genau kann ich es nicht sagen, da wir nicht maschinell messen.

Das Brot auf einem Gitterrost abkühlen lassen, es lässt sich am besten mit einem wirklich scharfen Messer mit geriffelter Schneide schneiden, welches die Kruste nicht zerreisst wie ein reines Brotmesser. Das Schwarzbrot ist sehr sättigend und besonders verträglich und passt – meiner Meinung nach – sowohl zu herzhaften, als auch zu süßen Auflagen.
Es hält sich bei mir in Bio-Backpapier und ein Tuch eingewickelt mindestens 7-10 Tage frisch und saftig, es lässt sich aber natürlich auch scheibenweise einfrieren und nach Bedarf entnehmen.

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit! Ich hoffe, diese Variante meines bewährten Schwarzbrots findet mindestens genausoviele Liebhaber wie die klassische Version.

Ein Teller mit vier Scheiben Butterbrot, drei rote Radieschen, eine Schüssel mit Rührei und einer weiteren Schüssel mit gebratenem Gemüse.

Kefirbrot aus dem Lehmbackofen

Nach ewig langen Zeiten wage ich mich nun doch einmal an den neuen WordPress-Editor heran, um Euch von einem unheimlich tollen Brot zu berichten, welches ich nun soweit perfektioniert habe, dass ich das Rezept ruhigen Gewissens weitergeben kann.
(Sollte jemand von euch Trick17 gefunden haben, sodass man wie in den guten alten Zeiten in WordPress mit einem vernünftigen Editor arbeiten kann, wäre ich für sachdienliche Hinweise unendlich dankbar!)

Zurück zum Brot.
Ich backe für gewöhnlich einmal die Woche die verbesserte Variante meines allseits beliebten Schwarzbrots. Seit geraumer Zeit ist nun noch ein helleres Mischbrot dazugekommen, was allein schon rein optisch die Kinder mehr anspricht – aber natürlich einfach auch für andere Einsatzzwecke taugt.

Als vages Ziel habe ich dabei das Kefirbrot eines Bäckers aus dem Nachbarort gehabt, sehr fluffig und saftig, irre schwer und richtig gut.
Weizen und Dinkel verbacke ich quasi nur noch mit Lievito Madre, einem selbst gezogenen italienischen Weizensauerteig. Wie man den ansetzen kann, erfahrt ihr zum Beispiel hier.
Nach einigen Wochen backen, kosten, verändern habe ich nun ein sehr leckeres, mild saures, saftiges und schweres Brot entworfen, was sich mindestens 1 Woche frisch hält und eine schöne krosse Kruste hat.
Ziel erreicht, die Rezeptur und Vorgehensweise kann nun erst einmal so bleiben.
Viel Spaß beim Nacjbacken und guten Appetit! Lasst mich sehr gerne wissen, ob es euch gefällt!

Für 2 mittelgroße Kastenbrote benötige ich folgende Zutaten, die Mengen variieren natürlich je nach der Größe eurer Formen usw., meine sind innen beispielsweise 27 x 12,5 x 9 cm groß

Zutaten für 2 mittelgroße Kefirbrote

  • Brühstück aus 120g fein geschrotetem Roggen und 240ml gefiltertem Wasser
  • 600g Purpurweizenschrot
  • 300g Dinkelmehl 630
  • 100g Haferkleie
  • 75g Leinsamen
  • 75g ERS (Proteinpulver aus Erbse, Reis, Sonnenblume)
  • 750g Milchkefir
  • 300ml gefiltertes Wasser
  • 3TL Salz
  • 2 EL Honig
  • 1TL Chiasamen
  • 1TL Flohsamenschalen
  • etwa 50g Lievito Madre
  • Haferflocken, 2 Handvoll

Das Getreide schroten und bereitstellen. Das Brühstück zubereiten und abkühlen lassen.
Ich bevorzuge den Teig ohne Lievito Madre am Vortag des Backtages vorzubereiten und schon einmal quellen und autolysieren zu lassen, die Lievito Madre füge ich dann nach etwa 12 Stunden dazu, dehne und falte noch 1-2 Mal, bugsiere den Teig in mit Bio-Backpapier ausgeschlagene gusseiserne Brotbackformen und bestreue die Oberfläche mit Haferflocken.

Je nach Raumtemperatur kann man den Sauerteig auch bereits im ersten Schritt untermischen, allerdings treibt Lievito Madre wie verrückt und verzehrt entsprechend schnell, wenn es zu warm ist. Also alles ist wie immer bei mir abhängig von tausend Faktoren und braucht etwas Fingerspitzengefühl. 🙂

Die Brote werden dann mit einem feuchten Tuch abgedeckt, bis sie in den Ofen geschoben werden.
Bei wieviel Grad ich sie backe ist eine gute Frage, wir besitzen bewusst kein Thermometer für den Lehmbackofen, sondern arbeiten nach Gefühl.

Nach der Pizza aber vor den Schwarzbroten wäre meine Empfehlung, also nicht mehr 400°C, aber auch noch mehr als 150-170°C.
Und auch die Backdauer ist bei so einem Lehmbackofen immer ein wenig abhängig von der erreichten Temperatur, dem abkühlenden Wind, der Außentemperatur …

Gestovter goldener Wirsing mit Pasta

Goldenen Wirsing essen wir in den kalten Monaten sehr regelmässig und alle lieben ihn – rein technisch kommt dieses Rezept entweder einige Monate zu spät oder sehr rechtzeitig für den nächsten Winter.
Dieses Gericht passt nicht nur deswegen gut in die Selbstversorgerküche weil Zutaten aus eigenem Anbau darin sind, sondern auch weil es eine gute Medizin für die ungemütliche Jahreszeit ist.
Kohl steckt voller Vitamine und Kraft, Ingwer stärkt das Immunsystem, Pfeffer regt den Stoffwechsel an und unterstützt die Wirkung des Kurkuma – Milch, Ziegenkäse und Pasta machen das Gericht schön schlonzig.
Alles zusammen ist echtes Soulfood im Hause Landidylle.

Zutaten für 4-6 Portionen goldenen Wirsing

1/2-1 Wirsingkohl
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 Handvoll Schinken- oder Speckwürfel
1/2 bis 1 Liter Milch
etwa 50g Ziegenfrischkäse
1 Stück frischen Kurkuma
2-3 TL Kurkumapulver
1 gehäuften TL frisch gemahlenen weißen Pfeffer
250-500g Dinkel-Spirelli oder andere Pasta die saucenfreundlich ist
Öl zum Braten

Die Zwiebel würfeln, den Wirsing in mundgerechte Stücke schneiden, den frischen Kurkuma reiben, die Knoblauchzehen durch die Presse geben.
Öl auf mittlerer Flamme erhitzen und die Zwiebeln dünsten, Kurkumapulver und den Speck dazu geben und beides sanft anbraten, einige Handvoll Wirsing dazugeben und ständig in Bewegung halten.

Den restlichen Wirsing zugeben, mit Milch ablöschen, frischen Kurkuma, Knoblauch und Pfeffer hinzufügen, gut durchmischen und bei geschlossenem Deckel köcheln lassen bis die gewünschte Konsistenz des Kohls erreicht ist.

In der Zwischenzeit die Pasta kochen. Frischkäse unter das gestovte Kohlgemüse rühren und zu den Nudeln servieren.

Wir mögen das Mischungsverhältnis von Wirsingsauce zu Pasta gerne kohllastig.

Leider überschaubare Kurkuma-Ernte in 2020

Das u.a. im weißen Pfeffer enthaltene Piperin und das Öl verstärken die Wirking des Curcumin aus dem Kurkuma um ein vielfaches indem sie die Bioverfügbarkeit und die Resorption im Magen und Darm erhöhen. Piperin wirkt antimikrobiell und entzündungshemmend, Curcumin ist ein starkes Naturheilmittel was seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin und in der TCM eingesetzt wird. Unter anderem wirkt es stark entzündungshemmend und beugt Völlegefühl vor, traditionell benutzt man es u.a. gegen Atemwegserkrankungen, Rheuma und Schmerzen.

Das alles sind unserer Meinung nach gute Gründe, um den goldenen Wirsing in diesen Zeiten noch mehr zu geniessen. Gute Ernährung, Schlaf, Gelassenheit und sinnstiftende Arbeit an der frischen Luft sind in den letzten Jahren meine beste Medizin geworden.

Anders und doch gleich

Wenn ich mich nach so langer Zeit zurückmelde ist es nur recht und billig einen Rückblick zu zeigen, so wie früher.
Und ein wenig zu erzählen – oder ein wenig mehr, so wie früher.

Die Frage ist, was man in Zeiten wie diesen in einem Rückblick berücksichtigen soll, kann und darf. Denn irgendwie ist ja alles anders.

Veränderungen

Viele meiner damaligen ‚Bloggerkollegen‘ scheinen nicht mehr zu schreiben. Zumindest nicht auf Blogs. Waren sie vielleicht genauso genervt vom neuen WordPress-Editor wie ich? Und davon, dass die 99$ für einen werbefreien Business-Account im Jahr nicht ausreichen, um auf den alten Editor umstellen zu dürfen.
Das ist überhaupt so eine Beobachtung von vor 2 Jahren: man bloggte nicht mehr, man veröffentlichte einen Dreizeiler auf Instagram.

Mittlerweile ist bei vielen auch da schon die Luft raus, was tun sie jetzt?
Geht es ihnen vielleicht wie mir und sie sind irgendwie, irgendwann auf eine Zeitleiste geraten, wo die Aufgaben und Pflichten eher mehr geworden sind, aber der Tag nur noch knapp 18 Stunden zu haben scheint?
Zumindest DAS wäre mal nichts Neues, denn das war schon lange Dauerthema bei mir.

Vielleicht tun sie noch das gleiche wie früher: gärtnern, kochen, erschaffen, improvisieren, finden Dinge heraus, lernen Wesentliches dazu, erziehen, planen, leben einfach – ohne davon zu berichten.

Farewell, nur schade für die, die davon inspiriert wurden, die miterlebt haben, Ratschläge gaben, den praktischen Austausch gelebt haben.
Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, wieder regelmässiger zu berichten aber ich möchte es gerne versuchen.
Und ich möchte an dieser Stelle alle neuen Abonnenten des Blogs willkommen heißen, ich freue mich ehrlich immer noch über jeden einzelnen von euch und hoffe vielleicht auch einmal mit euch in Austausch zu treten.
Und es macht mich stolz, dass auch während meiner Funkstille das Blog rege besucht und gelesen wurde und auch immer neue Abonnenten dazu kamen. Danke!

Die Pandemie

Für gewöhnlich lasse ich aus gutem Grund Themen die Potential für Zündstoff in gesellschaftlicher, politischer oder anderer Form haben außen vor und auch das Thema Corona möchte ich weitestgehend unberührt lassen.
Nicht, weil ich keine Meinung hätte oder es mir an Informationen mangelt, sondern weil hier auf Landidylle.com im Wesentlichen die Auswirkungen und Folgen für uns auf der einen Seite, und die Vorkehrungen auf der anderen Seite interessant sind.

Im Frühjahr letzten Jahres passierte erstaunliches: wie vermutlich viele andere Menschen auch, führte ich viele Telefonate und regelte Dinge, die mir in einer schlecht einschätzbaren Situation wie einer Pandemie wichtig erschienen; und so ziemlich jeder, mit dem ich telefonierte – von unseren Versicherungsagenten über den Krankenkassenberater bis zum entfernten Bekannten erzählte mir, dass er öfter an uns gedacht hätte und wie gut wir doch aufgestellt seien mit unserer Selbstversorgung.
Interessant aber ich hatte es gehofft: Krisensituationen werfen Menschen – zumindest gedanklich – auf einen Lebensstil zurück, der kontrollierbarer und selbstbestimmter erscheint und vielleicht auch ist.
Über Fragen, die diesen unseren Lebensstil betreffen sind dann in der Tat auch einige neue Leser auf dieses Blog gestoßen.

Berichte aus dem Landleben (nicht ganz) wie früher

Ich habe die Nachricht als Auftrag verstanden, perspektivisch doch wieder mehr von dem Alltag hier in unserer kleinen Heimstätte zu berichten. Arbeitsabläufe, Tätigkeiten und all‘ die Kleinigkeiten, die zum großen Ganzen werden und die man vermutlich nicht bedenkt, wenn einem dieser Lebensstil fremd ist.

Derzeit wird immer mehr und öfter von dem absehbaren Ende der Pandemie geschrieben und natürlich hoffe ich, dass sich das bewahrheitet.
Trotzdem hoffe ich auch, dass diese Unterbrechung des Normalen hoffentlich viele Menschen dazu bringt ihr Leben etwas mehr die Richtung zu ändern, die ihnen inmitten ihrer anfänglichen Angst sinnvoller erschien. Ich weiss, dass diese Veränderung möglich ist, denn auch ich habe früher anders gelebt und musste mir die Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten, die ich jetzt beherrsche zu einem großen Teil erst aneignen.

Echtes Wissen teilen und die Gemeinschaft stärken

In Zusammenhang damit freue ich mich sehr, dass ich hier Unterstützung bekomme und eine weitere Co-Autorin hier ihr Wissen um die alten Techniken des erfolgreichen Wirtschaftens auf dem Lande teilen will. Dazu später mehr.

Werbung, Sponsoring, Spenden oder noch etwas anderes?

Wie bereits erwähnt läuft dieses Blog seit vielen Jahren auf der bewährten WordPress-Plattform und ich leiste mir den Business-Account weil er werbefrei ist. Nun hat WordPress sich vor einiger Zeit entschieden die Benutzeroberfläche umzugestalten, was bei vielen Nutzern – wie auch mir – gar nicht gut ankommt. Die Möglichkeit diese Änderungen zum Teil rückgängig zu machen, funktioniert mit dem Premium-Tarif, der mir gerade für vergünstigte 250$ im Jahr angeboten wurde.
Mein Ziel ist allerdings, dass dieses Blog keine unnötigen Kosten verursacht und sich bestensfalls selbst bezahlt. Wenn schon Werbung, dann möchte ich auch Einfluß darauf haben, welche.
So wie es aussieht fällt die Entscheidung also zwischen dem Umzug des Blogs auf einen selbst verwalteten Webspace wo ich die Änderungen die ich haben möchte selber verantworten und durchführen kann oder dem Upgrade hier.
Beides wird weitere Kosten verursachen und Landidylle.com wird Geld einnehmen müssen.

Visuelle Eindrücke aus dem letzten Jahr

Und natürlich dürfen bei einem Rückblick auch die Fotos nicht fehlen!
Mir wurde neulich gesagt, dass ich ein sehr visueller Mensch sei der Wert auf Ästhetik lege und das will ich nicht abstreiten. Ich finde meine Fotos aber bei weitem nicht so professionell und mein Umfeld bei weitem nicht so aufgeräumt wie es bei anderen Bloggern der Fall ist … war als ich das letzte Mal Gelegenheit hatte zu gucken zumindest. Wer mich und diese Heimstätte kennt, dass es hier mehr Rummelecken gibt als aufgeräumte, mehr Schmutz auf dem Boden als es bei 4 Personen zu erwarten wäre, viele unfertige Baustellen und kreative Kinder, die ihr komplettes Umfeld mit gestalten möchten und es meistens auch tun. Wandmalereien, mitten auf dem Weg angelegte Beete, mit Zement beschmierte Amphoren und ausgegrabene Blumen zeugen davon.
Zum Teil habe ich ihr Wirken hier auch gezeigt und die Ehrlichkeit wurde mir zugute gehalten, dennoch möchte ich für mich lieber den Fokus auf erfreulicheren Ansichten belassen.
Ich schreibe diese Zeilen auf einem Sofa sitzend, welches auseinander gebaut und zur Höhle umgebaut wurde mit Ausblick auf 3 gestapelte Wäschekörbe während der Boden mit Spielzeug übersät ist. Vielleicht sieht es bei euch ähnlich aus. Vorhin war noch aufgeräumt. Also bitte, wahrscheinlich kann mich jede Mutter von kleinen Kindern verstehen: lasst uns die schöneren Seiten betrachten und den Mist und Dreck einmal vergessen.

Überwiegend zumindest. Versuchsweise.

Süß-sauer eingelegte Chilis (z.B. als Pizza-Belag)

2020 habe ich etwa 30 Chilipflanzen aus 15 verschiedenen Sorten im Anbau gehabt, um endlich ein paar Sorten zu finden, die für uns und unsere Einsatzbereiche passen und bleiben dürfen.
Entsprechend gab es reiche Ernte zu verarbeiten. Wir haben also reichlich Chilis gegessen, ich habe sie getrocknet und zermahlen und einige eingelegt und eingekocht.

Das Rezept zum Einlegen bzw. Einkochen ist denkbar einfach aber wirklich sehr gut. Die eingelegten Chili-Ringe passen perfekt zur Pizza, auf gebackenem Feta und vermutlich auch mit Körnerbohnen.
Da ich einige Male nach dem Rezept gefragt wurde und damit es nicht verloren geht, vermerke ich es hier.

Rezept für süß-sauer eingelegte Chili/Peperoni

  • 125ml Wasser
  • 125ml Esiig (weißer Balsamico oder Apfelessig)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker

In dem Sud die Chili(ringe) bis zur gewünschten Konsistenz kochen, das dauert je nach Sorte und Reifegrad etwa 10-20 Minuten.
Die Chilis dicht in ausgekochte Gläser mit Schraubverschluss füllen und mit dem heißen Sud aufgiessen, bis alles bedeckt ist. Sofort verschliessen.

Olis Pizza-Teig :: notiert für den Gatten und wen es sonst noch interessiert

Wenn Muttern mal den angestammten Platz vor dem Herd verlässt, die Mischpoke aber trotzdem wie gewohnt verköstigt werden will, dann werden hektisch Rezepte und Vorgehensweisen angefordert.
Im Hause Landidylle ist der Gatte üblicherweise für Suppen und Gänsebraten zuständig und bis vor kurzem auch für arme Ritter. Da unser jüngster Sproß mich aber kürzlich zum besten arme-Ritter-Bäcker-und-Apfelmus-Macher erkoren hat, könnte es sein, dass dieser Bereich gerade die Zuständigkeit gewechselt hat.
Ich wäre im Gegenzug bereit, den Bereich Pizzateig abzugeben.

Und nein, wir kommunizieren nicht standardmässig über das Internet, aber die Erfahrung lehrt, dass auf der Suche nach einem Rezept diese Webseite als erstes angesteuert wird. Der Ordner mit meinen Rezepten ist ja aber auch nicht so schön zu durchsuchen …

Rezept für Olis Pizzateig

  • 1 TL Zucker in 1/2 Glas warmen Wasser auflösen und 1 Pkg Trockenhefe darin aktivieren und vermehren lassen
  • wenn es schäumt, zusammen mit 1 TL Salz und 1 EL Olivenöl in 400g Mehl rühren und gut durchkneten bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt
  • die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken und für etwa 30 Minuten auf den warmen Grundofen (oder lauwarmen Backofen) stellen
  • in 500ml Tomatensauce 1TL Oregano und 1 TL Rosmarin rühren und das ganze ziehen lassen
  • nach 30 Minuten den Pizzateig einmal durchkneten und dann auf genug aber nicht zuviel Mehl ausrollen und mit der Tomatensauce bestreichen

Extra Anmerkung für den Gatten: übersteigt die Dicke des Belags die Höhe des Teigs um mehr das vierfache, ist damit zu rechnen, dass letzterer durchweicht und die Pizza mit einem Löffel verzehrt werden muss.

Aussaaten & Pflanzungen 2021

Im Frühjahr wird es eng im Haus

Wie jedes Jahr teile ich auch 2021 die Liste meiner diesjährigen Aussaaten und Pflanzungen mit Sortennamen. Ich versuche mich was die Anzahl der Sorten angeht etwas zu beschränken und dachte, ich komme bei Chilis mit 10, bei Paprikas ebenfalls mit 10, bei Auberginen mit 4 und bei Tomaten mit 35 Sorten aus – aber vermutlich werde ich meinen Plan doch um einige Sorten erweitern.

Beispielsweise habe ich letztes Jahr noch viele tolle Tomatensorten zum Verkosten bekommen und werde nicht umhinkommen, zumindest einige davon selber anzubauen.
Kürzlich bekam ich aus einem Saatguttausch unverhofft weitere Raritäten-Bohnensorten und nachdem ich mir die Sortenbeschreibungen durchgelesen hatte wusste ich, dass ich auch bei den Bohnen noch Platz für 2-4 weitere Sorten schaffen muss.

Das Ziel bleibt trotzdem weiterhin, die für uns und unser Klima passenden Sorten und Arten zu finden, die gerne auch historisch, erhaltenswert, rar und bunt sein sollen – aber sie müssen uns in erster Linie schmecken und reiche Ernte bringen.
Jedes Jahr kommen wir diesem Ziel etwas näher. Ich wüsste schon gerne, wieviele Sorten wir mittlerweile hier angebaut und getestet haben!

Neu ist, dass ich dieses Jahr von bewährten Sorten mehrere Pflanzen anbaue anstatt mich auf 1-2 Pflanzen pro Sorte zugunsten mehr Sortenvielfalt zu beschränken.

17.1.2021 Specksteinofen, später Heizmatte und Kunstlicht

Tomaten
Frühe russische Buschtomate (p 7.3)
Ungarische Buschtomate (p 7.3)
Maskotka (p 7.3)
Wasa (p 7.3)
Cherry Cascade (p 7.3)
Lady Bird (p 7.3)

Chili & Paprika
Capia (p 7.3)
Elefantenrüssel-Chili (p 7.3)
Dolce di Bergamo (p 7.3)
Early Sensation (p 7.3)
Blot (Klyaksa) (p 7.3)
Socrates (p 7.3)

Auberginen
Listada de Gandia (nicht gekeimt)
Black Beauty (nicht gekeimt)
Carlson (nicht gekeimt)
Long Early Korean (p 14.3)

etwa 1.2.2021 Specksteinofen, später Heizmatte und Kunstlicht
Auberginen

Listada de Gandia (p 14.3)
Black Beauty (p 14.3)
Carlson (nicht gekeimt)
Tonda Bianca (p 14.3)

14.2.2021 Specksteinofen, später Heizmatte und Kunstlicht

Paprika
Schwarzes Pferd (p 14.3)
Lombardo (p 14.3)
Lilac Bell (p 14.3)
Karamell (p 14.3)
Barguzin (p 14.3)
Wiener Wachs (p 14.3)
Petit Marseillais (n.gekeimt)
Golden Treasure (p 14.3)
Jimmy Nardello (p 14.3)
Capia (p 14.3)

Chili
Jalapeno (n. gekeimt)
Cayenne Long Slim (p 14.3)
Fish Pepper (n. gekeimt)
San Salvador (p 14.3)
Fruchtige von Regina (n. gekeimt)
Kleine blaue von Monika (p 14.3)
Kleine rote von Monika (n. gekeimt)
Caloro (n. gekeimt)
Fresno (n. gekeimt)
Big Jim (p 14.3)

Andenbeere
Schönbrunner Gold (p 14.3)

Letztjährige kühl & dunkel überwinterte Kurkuma getopft

19.2.2021

Zwiebeln
Amfora
Ailsa Craig
Paris Silverskin
Long Red Florence
Tropea Tonda Rossa

3.3.2021

Stabtomaten für Folientunnel I
Clementine (p 20.3)
Little mom (p 20.3)
Pink Grape (p 20.3)
Gnocchi di Limone (p 20.3)
Ildy (n. gekeimt)
Orange Caprese (n. gekeimt)
Bianca (p 20.3)
Black Cherry (p 20.3)
Elberta Peach (n. gekeimt)
Black Pear (p 20.3)
Red Pear (p 20.3)
Extravagante Rouffiage (p 20.3)
Cherry Roma (p 20.3)
Stripes of Yore (p 20.3)
Zebrabirnchen (n. gekeimt)
Taubenherz v. Monika (p 20.3)
Buratino (p 20.3)
Lukullus (p 20.3)
Artisan Green Tiger (p 20.3)
Amish Pasta (n. gekeimt)
Brad’s Atomic Grape (p 20.3)
Blue Keyes (p 20.3)
Irish Likör (p 20.3)
Indigo Kumquat (p 20.3)
Stierhoden (n. gekeimt)
Indigo Blue (p 20.3)
Green Grape (p 20.3)
Black from Tula (n. gekeimt)
Salattomate von Igor (p 20.3)
Sunviva (sunviva)
Noire de Crimée (p 20.3)
Ukrainian Purple (p 20.3)
Igor Original (p 20.3)
Ruthje (n. gekeimt)
Süße von der Krim (p 20.3)
Moldovan Green (p 20.3)
Norddeutsche Hellfrucht (p 20.3)
Belle Coeur (p 20.3)
Gargamel (p 20.3)
Gift to my Wife (p 20.3)
Honigtomate von Krogmann (p 20.3)
Taste von Hempel (n. gekeimt)
Malachitovaja Schkatulka (p 20.3)
Fleischtomate von Igor (p 20.3)
Snacktomate von Igor (p 20.3)
Goat Bag (n. gekeimt)

(Weitere) Buschtomaten für Folientunnel II
42 Days (p 20.3)
Sunrise (Original von Manfred Hans) (p 20.3)
Dwarf Tomato Korall (p 20.3)
Marzano Fire (p 20.3)
Maximka (p 20.3)
Moskowija (p 20.3)
Moya (p 20.3)
Whippersnapper (p 20.3)
Sunrise (eigen) (p 20.3)

Kräuter
Griechischer Oregano
Salatblättriges Basilikum
Genoveser Basilikum
Zistrose (eigen)
Anis-Ysop
Agretti
Bergbohnenkraut

4.3.2021
Knollensellerie ‚Giant Prague
Stangensellerie ‚Golden Self Blanching‘
Stangensellerie ‚Red Stalk‘
Sommerrettich ‚Neckarruhm‘
Broccoli ‚Cezar‘
Salat ‚Langzunge?‘
Sommer-Porree ‚Starozagorski Kamus/Kamush/Kamuš‘

6.3.2021
Roten Knoblauch im Saunafaß gesteckt

7.3.2021
Tomaten und Paprika pikiert

14.3.2021
Weitere Tomaten, Auberginen und Paprika pikiert
Gesät:
Genoveser Basilikum
Bergbohnenkraut
Pimiento de Padron
Fresno-Chili
Tomate Yellow Fire
Tomate Tegucigulpa

16.3.2021
Tomatillo purple
Petersilie ‚Champion Moss Curled‘
Salat ‚Red Deer Tongue‘
Toskanischer Palmkohl ‚Cavolo Nero‘

18.3.2021
Radieschen ‚French Breakfast 3‘

20.3.2021
Riesenknoblauch aus Ungarn
Tomaten pikiert

etwa 22.3.2021
Knoblauch ‚Sofiesky‘ gesteckt
Knoblauch ‚Mellidor‘ gesteckt

30.3.2021
Rote Zwiebeln gesteckt

31.3.2021
Sehr späte Yacon vorgezogen
Kohlrabi ‚Azur Star‘ ausgesät
Bete ‚Rote Kugel 2‘
Bete ‚Detroit Red‘
Bete ‚Bull’s Blood‘
Bete ‚Lutz Green Leaf Red Stem‘
Bete ‚Boltardy‘
Mangold ‚Bull’s Blood‘
Weißkohl ‚Express‘
Hesperis matronalis Alba (White Sweet Rocket‘
Erysimum cheiri (Wallflower) ‚Ivory White‘
Liatris spicata (Blazing Stars) ‚Floristan White‘
Dianthus barbatus (Bartnelke) Sweet William Double Mix
Sweet Pea ‚Royal Wedding‘
Poppy ‚Bridal Silk‘

12.3.2021
Weitere rote Zwiebeln
2m Knoblauch ‚Cristo‘
3m Knoblauch ‚Chesnok red‘
5m Knoblauch ‚Vallelado‘

17.3.2021
Knackerbse ‚Sugar Ann‘
Markerbse ‚Little Marvel‘
Durchwachsene Silphie getopft
Alant ausgepflanzt
Bienenfuttermischung gesät

20.4.2021
Phacelia
Bluterdbeere ‚Schwarzer Peter‘ getopft
Kajari-Melone
Zucchini
Basilikum pikiert
Sonnenblume ‚Tarahumara White Shine‘

21.4.2021
Kürbis ‚Marvel/Divo‘
Kürbis ‚Futsu Black rinded‘
Kürbis ‚Green Hokkaido‘
Gurke ‚Beth Alpha‘

21.4.2021
Kürbis ‚Marvel/Divo‘
Kürbis ‚Futsu Black rinded‘
Kürbis ‚Green Hokkaido‘
Gurke ‚Beth Alpha‘
Zuckermais ‚Yukon Chief‘

22.4.2021 Freiland Hochbeet
Salat Langzunge
Broccoli ‚Cezar‘

23.4.2021
Sommer-Porree pikiert
Früheste Buschtomaten verzogen (wegen kalter Nachttemperaturen noch nicht ausgepflanzt)

30.4.2021
Feuerbohne ‚Gigantes‘
Feuerbohne ‚Snow Queen‘
Stangenbohne ‚White Lady‘
Gelbe Schwertstangenbohne

1.5.2021
Grüne Buschbohne von Alraune
Kidneybohne ‚Canadian Wonder‘
Auskernbohne ‚Hutterite Soup‘
BB ‚Roi des Beurres‘
BB ‚Tiger Eye‘ (in Gibberellinsäure eingeweicht)
BB ‚Black Turtle‘ (k 12.5)
BB ‚Navy White‘
BB ‚Marona‘
BB ‚Contender‘ (k 12.5)
BB ‚Rotbeerbohne‘
Meterbohne (k 12.5)
Augenbohne/Black eyed pea

8.5.2021
Buschtomaten ausgepflanzt in Folientunnel II
– 42 Days
– Cherry Cascade
– frühe russische Buschtomate
– ungarische Buschtomate
– Sunrise
– Maskotka
–
– Basilikum

11.5.2021
Chilis: Elefantenrüssel, Jalapeno, dunkle von Monika, Piemento de Padron, Fresno, Cayenne …
Paprika ‚Jimmy Nardello‘
Paprika ‚San Salvador‘
Paprika ‚Dulce di Bergamo‘
Paprika ‚Lombardi‘
Chili/Paprika ‚Big Jim‘
Basilikum
Okra ‚Jing Orange‘ gesät

12.5.2021
Grüne Kichererbse
Gelbe Kichererbse aus Ungarn
Erdmandel ‚African Super‘
Zuckermais ‚Festivity‘ (2 Versuch)

15.5.2021
Stabtomaten Tunnel I
Buschtomaten Tunnel II
Gurken Tunnel II

17.5.2021
Alle Paprika in Tunnel I

18.5.2021
Letzte Buschtomaten (Wasa) in Tunnel II

19.5.2021
Schwarze Kichererbse als Untersaat der Stabtomaten
Buschtomaten, Basilikum und eine Stabtomate ins Freiland

26.5.2021
Kürbis ‚Green Hokkaido‘ in FT I
Kürbis ‚Black Futsu‘ in FT I
Kajari-Melone in FT I
Zucchini in FT I

29.5.2021
Auberginen ‚Long Early Korean‘ In FT I
Auberginen ‚Black Beauty‘, ‚Listada de Gandia‘ und ‚Tonda Bianca‘ in FT I
Popcornmais ‚Negro Cine‘ und Basilikum in FT I
Weitere 4 Buschtomaten in FT I

4.6.2021
2 gekaufte Auberginen
1 gekaufte Tomate
Marzipankartoffeln
BT ‚Ladybird‘
BT …
gekaufte Chili ‚Gorria‘ (Piment d’Espelette)

5.6.2021
Weißer Flieder
Szechuanpfeffer
Pimpernuß
Marokkanische Minze

6.6.2021
Blauer Storchschnabel
Wallflower
Holunder ‚Sampo‘
Zitronenverbene

ca. 10.6.2021
Kürbis ‚Green Hokkaido‘ in FT II
Kajari-Melone in FTII

13.6.2021
Petersilie nachgesät

14.6.2021
Buschbohne von Alraune
Buschbohne ‚Marona‘
Stangenbohne ‚Blauhilde‘
Gelbe Schwert-Stangenbohne
Unbekannte Tomate ins Kinderbeet