Archiv der Kategorie: Leben

Der Lehmbackofen

Eine gemütliche Terrasse mit einem gemütlichen Sitzbereich aus Holzstühlen und einem Grillplatz, umgeben von üppigem Grün und Bäumen.
Auch bei Regenwetter ein idyllischer Anblick: Lehmbackofen und Sandsteinplatten

Eines unserer Projekte, die länge währten und endlich richtig gut wurden, ist unser Lehmbackofen.

Das Gewölbe des Backofens hatte ein Bekannter von uns einmal gebaut und benötigte es nicht mehr, wir übernahmen gerne. Der Gatte hatte beim Ausbessern des Gewölbes in der Küche sowie beim Bau des Erdkellers ausreichend unter Beweis gestellt, dass er Gewölbe bauen kann. Insofern war die Neugierde und der Drang diesen Part selber zu machen schon befriedigt.

Aber es gab auch so noch genug zu tun! Auf der alten Mistplatte aka Terrasse wurde ein stabiler Sockel aufgemauert, der die Metallplatte, auf der der Ofen steht, tragen sollte.

Die Steine wurden mit ziemlich viel Eisen und dann Beton gefüllt und halten vermutlich solange, dass die folgenden Generationen sich noch daran erfreuen können. Der Transport des Ofengewölbes zu unserem Hof war – gelinde gesagt – abenteuerlich, also breiten wir den Mantel des Schweigens darüber. Hier auf dem Hof kam dann ein Hoflader zum Einsatz, der Führer des Fahrzeugs bugsierte die Platte samt Ofen dann mit extrem viel Fingerspitzengefühl und auf ziemlich wenig Platz auf den Sockel.

Wichtig war als nächstes einen Dachstuhl zu bauen, den Schornstein aufzumauern und das Dach zu decken, damit die Konstruktion aus Lehm bei regen nicht aufweicht und davonfliegt. Der Dachstuhl wurde aus gewachsenem Holz gebaut, passend dazu wird es noch eine Terrassenüberdachung geben. Das Dach haben wir mit den altbewährten Lärchenbrettern, ganz im Stil des Hauses gedeckt.

Der Sockel wurde verputzt und bekommt ganz bald noch eine Holztür mit geschmiedeten Scharnieren. Das Dach wurde am Schornstein mit Metall abgedichtet und auch die Schornsteinabdeckung (gefunden über Kleinanzeigen) liegt schon parat. Ich glaube wir haben aber bei jedem erdenklichen Zwischenschritt bereits in dem Ofen gebacken! Zugegeben: ein wenig Eingewöhnung braucht es, bis man raus hat, wie viel und wie lange man anfeuern muss, bevor man backen kann. Wie man in etwa die richtige Temperatur für die Pizza und die verschiedenen Brote herausfindet, ohne auf technischen Spielkram zurückzugreifen und wann man in der Restwärme beispielsweise noch dörren kann.

Aber all‘ das fühlt sich so urtümlich und richtig an! Als würde sich tief im Inneren etwas an alte Zeiten erinnern, wo es ganz alltäglich war auf Holzfeuer zu kochen und im Lehmbackofen zu backen.

Mittlerweile ist es Routine geworden, erst die Pizza zu backen (die ich mittlerweile mit selbst angesetzter Lievito Madre mache), dann das Kefirbrot oder andere eher helle Brote und Aufläufe und zum Schluß das Schwarzbrot. Das Dörren von Obst im Lehmbackofen dürfen wir noch etwas perfektionieren, ist es zu warm, bekommt das Obst einen Karamellgeschmack, ist es zu kalt, bleibt es zu feucht zum Einlagern.

Fest steht, dass der komplette Vorgang vom Anfeuern und Nachlegen des Holzes über das Prüfen der Temperatur, das eigentliche Backen – aber auch schon das Vorbereiten der Brotteige 24 Stunden davor ein wunderbares Ritual geworden ist, bei dem wir uns sehr geerdet fühlen. Das Aroma der Pizza und der Brote ist übrigens einmalig und wirklich nicht zu vergleichen mit einem industriellen Ofen!

Gutes Wasser :: meine Gedanken, Erfahrungen & Recherchen dazu und für welchen Wasserfilter ich mich entschieden habe

Ein Glas mit Wasser steht auf einem Holztisch, umgeben von unscharfen skulpturalen Elementen und einer grünen Hintergrundlandschaft.

Nachdem ich in den letzten Beiträgen jeweils erwähnt habe, dass wir nun gefiltertes Wasser benutzen, will ich darüber jetzt etwas ausführlicher berichten.

Wasser war bei mir ja schon seit langem ein Thema. Aufgewachsen im größten Baumschulgebiet der Welt und demnach wahrscheinlich von klein auf an mit katastrophalen Pflanzenschutzmitteln verseucht, wohnte ich später in einem Haus im Wald mit Wasserversorgung aus Brunnen im Garten.
Fiel die Wasserpumpe mal wieder aus, gab es kein Wasser. War der Verbrauch zu hoch, kam das Wasser spärlich und roch und schmeckte noch süßlicher als ohnehin schon.
Einlagern und filtern wäre dringend angeraten gewesen.
Später dann im jetzigen Dorf, angeschlossen an ein klitzekleines Wasserwerk, was nur 2 Handvoll Häuser versorgt, wurde das Wasser regelmässig genau dann abgestellt, wenn ich es am wenigsten gebrauchen konnte und ja, es waren auch mal Grenzwerte überschritten.
Lange dauerte es, aber irgendwann lagerte ich Trinkwasser ein.

Was aber immer ein mindestens genauso großes Thema wie die Verfügbarkeit war, war der Geschmack des Trinkwassers.
Gefühlt hatte ich ständig Durst auf reines, klares Wasser. Der war nur leider nicht zu stillen weil das Leitungswasser – egal wo ich gerade wohnte – immer irgendeinen seltsamen Geschmack hatte.
Und das fühlte ich instinktiv: da sollte eigentlich kein Geschmack sein. Neutral, klar und rein sollte das Trinkwasser sein.

Obenansicht von fünf Glasbehältern mit staubigen Deckeln.
So sehen meine Gläser nach dem Einkochen aus

Mal abgesehen davon, dass es tatsächlich zu Schadstoffbelastungen im Leitungswasser kommen kann und Grenzwerte willkürlich sind ist es ja auch so, dass man nur das findet, was man auch sucht.
Von geschätzten 8000 Substanzen, die im Leitungswasser vorkommen können, sind alleine 2000 bekannte unnatürliche, menschengemachte Rückstände nachgewiesen las ich.
Routinemässig getestet werden etwa 70. Ob wir von allen Stoffen auch immer genau wissen, was sie tun?
Mal abgesehen von Nitrat, Pestiziden, Schwermetallen die man sicher schon lange auf dem Schirm hat, kam man irgendwann mal drauf, dass die ausgeschiedenen Arzneimittelrückstände natürlich auch weiterwirken, wenn wir sie über’s Trinkwasser wieder aufnehmen, dass der Abrieb von Plastikklamotten als Mikroplastik wieder im Leitungswasser auftaucht und zuletzt kam dann das Thema PFAS groß raus.
Ich würde wetten, dass das noch lange nicht das Ende ist.

Eine weiße Spüle mit zwei Becken, einem Wasserhahn und einem Gelben Schwamm. Ein Kürbis liegt auf der linken Seite.

Angekommen am Hausanschluß kommt das Wasser dann aus dem fein geputzten Wasserhahn … Dazwischen liegen die Hauswasserrohre, die niemand testet und die man sich meist erst anschaut, wenn sie verstopft sind oder brechen. Auch wenn man keine mit Schwermetall belasteten alten Rohre verbaut hat: habt ihr euch mal die Ablagerungen angesehen, die sich in Wasserrohren ansammeln? Das gleiche Zeug trinken wir mit unserem Wasser. Das kann man nicht ungesehen machen.

Wasser aus diesem Rohr haben Menschen getrunken.
Wer weiß schon, wie die eigenen Wasserrohre von innen aussehen?

Schon früher einmal machte ich mir Gedanken über eine Umkehr-Osmose-Anlage. Allerdings nicht, um sauberes Trinkwasser für mich zu erzeugen, sondern weil die Fische im Aquarium das Leitungswasser nicht so gut vertrugen. Irre, oder?

Irgendwann im Jahr 2021 gab es dann gefühlt überall Wasserveranstaltungen und jeder im Bekanntenkreis schaffte sich irgendeine Art von Wasserfilter an. Meistens kleine Umkehrosmoseanlagen, die unter dem Spültisch in der Küche verbaut wurden. Einige kosteten nur eine hundert Euro, andere Tausende. Im Wesentlichen meistens das gleiche Prinzip, einige mit mehr Filterstufen, andere mit weniger. Einige mit einem Tank aus Plastik (!), bei nur einer war der Tank mit einer Kautschukblase ausgekleidet.

Wir tranken jedes dieser Wasser und alle waren gut. Osmosewasser fühlt sich für mich allerdings irgendwie scharf an, so als würde es mir noch Flüssigkeit aus dem Mundraum entziehen und ich kann gar nicht aufhören zu trinken.
Von den Vertretern der Geräte wird das damit erklärt, dass nun endlich, endlich einmal das jahrzehntelange Defizit aufgefüllt wird und der Körper sich endlich so viel Wasser nimmt, wie er schon früher täglich gebraucht hätte. Kann sein, dass das stimmt.

Klar ist wohl, dass der Körper weniger belastet wird, wenn er weniger neue Giftstoffe aufnimmt und somit auch besser die bereits vorhandenen Giftstoffe ausschwemmen kann.
Und von schädlichen Substanzen sind wir heutzutage vermutlich zu genüge umgeben, davon welche auszuschliessen und auszufiltern kann nur sinnvoll und hilfreich sein.

Welches saubere Wasser soll es sein?

Nun könnte man auf die Idee kommen, auf Flaschenwasser zum Trinken auszuweichen, aber abgesehen davon, dass da zum Teil die gleiche Trinkwasserverordnung greift oder im Falle von Quellwasser eventuell vorhandene unerwünschte Stoffe nicht ausgefiltert werden dürfen, können sich in Glasflaschen Rückstände der chemischen Reinigung befinden und Plastikflaschen wiederum unerwünschte Stoffe abgeben.
Abgesehen davon ist das ständige Schleppen von Kisten schwer, der Transport ist ein Faktor und auf die Dauer gerechnet wird es teurer als jeder Filter.
Den Filter hat man vor Ort und kann das günstige Leitungswasser aufbereiten nach Kriterien, die man sich selber aussucht. (Und einlagern kann und sollte man es ja dennoch!)

Welcher Wasserfilter ist sinnvoll?

Hat man sich nun dafür entschieden, das vorhandene Leitungswasser mittels eines Wasserfilters gesünder, reiner, klarer zu machen, stellt sich die Frage, welcher Filter es werden soll.
Wir haben – wie gesagt – alle möglichen gefilterten Wasser von unseren Freunden und Bekannten getrunken und uns lange den Kopf zerbrochen.
Solange, dass wir monatelang jede Woche 3 5l-Flaschen gutes Wasser von Freunden mitgebracht haben. Das hat natürlich längst nicht gereicht, damit wir 4 alle eine Woche lang gutes Wasser trinken können. UND: hat man sich erst einmal daran gewöhnt, bekommt man anderes Wasser wirklich schwer runter und möchte auch nicht mehr damit backen und kochen.
Wie es meine Art ist, habe ich wochenlang recherchiert, vergleichen und gegrübelt für Vorteile und Nachteile von Umkehrosmosefiltern oder anderen Filtersystemen.

Ein hölzernes Fass, aus dem Wasser fließt, mit bunten Blumen im Vordergrund und grünem Hintergrund.
Wasser-Ernte

Einige sagen, dass das reine Umkehrosmosewasser, was ja von fast allen Schadstoffen aber auch Mineralien befreit ist, das natürlichste Wasser sei weil der Mensch in seiner Geschichte überwiegend Regenwasser als Trinkwasser genutzt hat – was ja in seinem Urzustand ebenfalls weich und frei von Mineralien und Salzen ist. Remineralisieren kann man das entmineralisierte Wasser dann später ja bei Bedarf nach Belieben.

Anderem ist die Energie des Wassers wichtig. Der Gedanke ist nicht neu und – für mich- gut nachvollziehbar. Natürlich ist das aber offiziell noch als Pseudowissenschaft geframed.
Viktor Schauberger beispielsweise beschäftigte sich mit der Entwicklung von relativ aufwändigen Anlagen, mit denen lebendiges Wasser erzeugt werden kann. Es geht dabei nicht um die Reinheit, sondern die Struktur.
Er war der Meinung, dass nicht Regenwasser, sondern Quellwasser das natürlich ins Freie rinnt, das Beste für uns sei.
In Wasserrohren wird mit hohem Druck durch gerade Rohre aus unnatürlichen Materialien das Wasser in eine unnatürliche Bewegung gezwungen, die die natürliche Struktur zerstört.
Vertiefend dazu kann man sich, sofern noch nicht geschehen, die Versuche von Emoto ansehen (die wir so übrigens nicht reproduzieren konnten), die aber in dieser neuen, kalten Welt natürlich als Spökenkiekerei gelten.
Wobei der vierte Zustand des Wassers und die mit der Aufnahme dieses Wassers verbundene bessere Energetisierung der Zellen, herausgefunden von Dr. Pollack, meines Wissens anerkannte Tatsache ist, vielleicht haben die Framer auch diese Erkenntnisse noch nicht eingeordnet.

Ein Wasserspender mit transparentem Behälter und Hahn, neben einer Wandlampe in einem Raum mit weißen Fliesen.

Besser nachvollziehbar sind dagegen vermutlich handfeste Argumente. Ich habe bewusst ein low-tech-Haus gebaut und mich dann 2023 auch für einen low-tech-Wasserfilter entschieden. Er ist transportabel und muss nicht fest installiert werden, er braucht daher weder Strom- noch Wasseranschluß und kostet weniger als viele Umkehrosmoseanlagen (wobei es auch diese mittlerweile sehr günstig gibt). Laufende Kosten fallen aber durch die Wechselintervalle der Filterstufen an, wobei diese natürlich davon abhängen, wieviel man filtert, wie hart oder sonstwie gesättigt mit Stoffen das Wasser ist usw.
Außerdem sind die Filter in Teilen modular, das heisst, man kann einen zusätzlichen Kalkfilter einbauen, wenn das Leitungswasser eher hart ist oder es lassen. Bei bekannter Belastung mit Nitrat, kann ein Nitrat-Pad zwischengeschaltet werden und möchte man das Wasser nach der Filtrierung remineralisieren, kann man Mineralsteine zufügen, die das Wasser mit lebenswichtigen Mineralien anreichern und es basisch machen.

Der Tank unseres Filters besteht aus mundgeblasenem Glas und das Wasser fliesst allein durch die Schwerkraft durch die 7 Filter und tröpfelt physikalisch und chemisch gereinigt in den Tank.
Als erstes kommt das eingefüllte Wasser mit dem Keramik-Vorfilter in Kontakt, danach folgt bei uns der Kalkfilter.
Weitere Schichten sind Aktivkohle, die eine sehr hohe Filterleistung hat und die meisten getesteten Stoffe fast vollständig entfernt. Zeolith filtert und bindet freie Radikale sehr effektiv auf molekularer Ebene. Die energetischen Eigenschaften werden durch Turmalin-Biokeramik verstärkt. EM-Keramik harmonisiert das Wasser und Quarzsand gibt dem Wasser seinen natürlichen Geschmack zurück, wie ein Bachlauf in der Natur.
Es gibt den Gravitationsfilter mit verschiedenen Kapazitäten, je nach Haushaltsgröße. Wir benutzen den ‚Smart‘ mit 8l Tankvolumen und lassen meist 2x am Tag neues Wasser durchlaufen.
Und falls wir noch größere Mengen auf einmal benötigen, haben wir immer noch die 5l-Flaschen, mit denen wir lange das gute Wasser unserer Freunde transportiert haben.

Möchte man einfach nur gutes Wasser trinken und zum Kochen, Backen, fermentieren Leitungswasser nutzen, benötigt also nur kleinste Mengen, so gibt es auch Wasserfilterkannen mit der gleichen Technik.

Mittlerweile gibt es sogar einen Outdoor-Wasserfilter der Firma und einen Duschfilter. Wer bislang noch kein gutes Wasser nutzt wird es vielleicht nicht glauben, aber hat man den Unterschied erst einmal verinnerlicht, so will manch einer das Leitungswasser mit einer Vielzahl unbekannter Medikamentenrückstände und anderen fragwürdigen Stoffen, auch nicht mehr auf der Haut haben.
Bekannte von uns haben einen State-of-the-Art-Umkehrosmosefilter mit Energetisierung und Strukturierung vor ihren eigentlichen Hausanschluß geschaltet, lassen diesen dauerhaft laufen und haben somit im Reservoir immer genug Wasser zum Duschen, waschen, für die Hunde, Pferde, Hühner.
Übrigens hat ein Experiment dort ergeben, dass die Hühner mehr Eier legen, wenn sie gutes Wasser zu trinken bekommen statt Leitungswasser.

Wie bei allem gibt es für jeden die passende Lösung. Was auch immer ihr tut, um möglichst viele schädliche Faktoren aus eurem Leben vor vornherein auszuschliessen, gutes Wasser sollte dringend dabei sein denke ich.
Dieser Artikel ist nicht gesponsert, sondern gibt nur relativ erschöpfend meine Gedanken und Recherchen, die ich damals angestellt habe zu dem Thema wider.
Den Schwerkraftfilter von Acala benutzen wir nun seit 3 Jahren täglich und uns hat er überzeugt.
Sollte sich jemand von euch aufgrund meiner Expertise und meines Beitrages dazu entschliessen, einen Wasserfilter oder ein anderes Produkt von Acala zu kaufen, so würde ich mich sehr freuen, wenn ihr das über meinen Link tut. In dem Fall würde ich eine Provision bekommen, die euch nichts kostet aber mir sehr hilft die Kosten des Blogs zu decken!

Das Foto von dem von Ablagerungen fast vollständig verstopften Wasserrohr durfte ich freundlicherweise bei Matthias Pfeiffer machen. Herzlichen Dank!

Ein ruhiger See mit Schilf und Seerosen, umgeben von Bäumen unter einem blauen Himmel.

Gartenkunst und bunte Basteleien

Sicher interessiert die eine oder den anderen nach meiner Sendepause, wie der Garten jetzt aussieht. Das kann ich gut verstehen, schaue ich mir doch auch zu gerne anderer Leute Gärten an und lasse mich inspirieren. Leider ist der Garten derzeit aber wenig vorzeigbar und ich mag ich so nicht fotografieren.

Stattdessen fange ich mal an, einige Schnappschüsse aus der letzten Zeit zu zeigen und beginne mit ‚Gartenkunst‘. Kunst ist vielleicht etwas hoch gegriffen, meine bunten Basteleien sind aber immer nette Hingucker und wenn man durch den Garten schlendert, entdeckt man überall etwas zu sehen.

Ist der Alltag auf Urlaub, habe ich immer kleine Bastelprojekte, sammle Ideen und Material und freue mich ein wenig kreativ zu werden (obwohl es soviel notwendigere Dinge zu tun gäbe) und Farbtupfer im Garten zu verteilen.

Anders und doch gleich

Wenn ich mich nach so langer Zeit zurückmelde ist es nur recht und billig einen Rückblick zu zeigen, so wie früher.
Und ein wenig zu erzählen – oder ein wenig mehr, so wie früher.

Die Frage ist, was man in Zeiten wie diesen in einem Rückblick berücksichtigen soll, kann und darf. Denn irgendwie ist ja alles anders.

Veränderungen

Viele meiner damaligen ‚Bloggerkollegen‘ scheinen nicht mehr zu schreiben. Zumindest nicht auf Blogs. Waren sie vielleicht genauso genervt vom neuen WordPress-Editor wie ich? Und davon, dass die 99$ für einen werbefreien Business-Account im Jahr nicht ausreichen, um auf den alten Editor umstellen zu dürfen.
Das ist überhaupt so eine Beobachtung von vor 2 Jahren: man bloggte nicht mehr, man veröffentlichte einen Dreizeiler auf Instagram.

Mittlerweile ist bei vielen auch da schon die Luft raus, was tun sie jetzt?
Geht es ihnen vielleicht wie mir und sie sind irgendwie, irgendwann auf eine Zeitleiste geraten, wo die Aufgaben und Pflichten eher mehr geworden sind, aber der Tag nur noch knapp 18 Stunden zu haben scheint?
Zumindest DAS wäre mal nichts Neues, denn das war schon lange Dauerthema bei mir.

Vielleicht tun sie noch das gleiche wie früher: gärtnern, kochen, erschaffen, improvisieren, finden Dinge heraus, lernen Wesentliches dazu, erziehen, planen, leben einfach – ohne davon zu berichten.

Farewell, nur schade für die, die davon inspiriert wurden, die miterlebt haben, Ratschläge gaben, den praktischen Austausch gelebt haben.
Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, wieder regelmässiger zu berichten aber ich möchte es gerne versuchen.
Und ich möchte an dieser Stelle alle neuen Abonnenten des Blogs willkommen heißen, ich freue mich ehrlich immer noch über jeden einzelnen von euch und hoffe vielleicht auch einmal mit euch in Austausch zu treten.
Und es macht mich stolz, dass auch während meiner Funkstille das Blog rege besucht und gelesen wurde und auch immer neue Abonnenten dazu kamen. Danke!

Die Pandemie

Für gewöhnlich lasse ich aus gutem Grund Themen die Potential für Zündstoff in gesellschaftlicher, politischer oder anderer Form haben außen vor und auch das Thema Corona möchte ich weitestgehend unberührt lassen.
Nicht, weil ich keine Meinung hätte oder es mir an Informationen mangelt, sondern weil hier auf Landidylle.com im Wesentlichen die Auswirkungen und Folgen für uns auf der einen Seite, und die Vorkehrungen auf der anderen Seite interessant sind.

Im Frühjahr letzten Jahres passierte erstaunliches: wie vermutlich viele andere Menschen auch, führte ich viele Telefonate und regelte Dinge, die mir in einer schlecht einschätzbaren Situation wie einer Pandemie wichtig erschienen; und so ziemlich jeder, mit dem ich telefonierte – von unseren Versicherungsagenten über den Krankenkassenberater bis zum entfernten Bekannten erzählte mir, dass er öfter an uns gedacht hätte und wie gut wir doch aufgestellt seien mit unserer Selbstversorgung.
Interessant aber ich hatte es gehofft: Krisensituationen werfen Menschen – zumindest gedanklich – auf einen Lebensstil zurück, der kontrollierbarer und selbstbestimmter erscheint und vielleicht auch ist.
Über Fragen, die diesen unseren Lebensstil betreffen sind dann in der Tat auch einige neue Leser auf dieses Blog gestoßen.

Berichte aus dem Landleben (nicht ganz) wie früher

Ich habe die Nachricht als Auftrag verstanden, perspektivisch doch wieder mehr von dem Alltag hier in unserer kleinen Heimstätte zu berichten. Arbeitsabläufe, Tätigkeiten und all‘ die Kleinigkeiten, die zum großen Ganzen werden und die man vermutlich nicht bedenkt, wenn einem dieser Lebensstil fremd ist.

Derzeit wird immer mehr und öfter von dem absehbaren Ende der Pandemie geschrieben und natürlich hoffe ich, dass sich das bewahrheitet.
Trotzdem hoffe ich auch, dass diese Unterbrechung des Normalen hoffentlich viele Menschen dazu bringt ihr Leben etwas mehr die Richtung zu ändern, die ihnen inmitten ihrer anfänglichen Angst sinnvoller erschien. Ich weiss, dass diese Veränderung möglich ist, denn auch ich habe früher anders gelebt und musste mir die Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten, die ich jetzt beherrsche zu einem großen Teil erst aneignen.

Echtes Wissen teilen und die Gemeinschaft stärken

In Zusammenhang damit freue ich mich sehr, dass ich hier Unterstützung bekomme und eine weitere Co-Autorin hier ihr Wissen um die alten Techniken des erfolgreichen Wirtschaftens auf dem Lande teilen will. Dazu später mehr.

Werbung, Sponsoring, Spenden oder noch etwas anderes?

Wie bereits erwähnt läuft dieses Blog seit vielen Jahren auf der bewährten WordPress-Plattform und ich leiste mir den Business-Account weil er werbefrei ist. Nun hat WordPress sich vor einiger Zeit entschieden die Benutzeroberfläche umzugestalten, was bei vielen Nutzern – wie auch mir – gar nicht gut ankommt. Die Möglichkeit diese Änderungen zum Teil rückgängig zu machen, funktioniert mit dem Premium-Tarif, der mir gerade für vergünstigte 250$ im Jahr angeboten wurde.
Mein Ziel ist allerdings, dass dieses Blog keine unnötigen Kosten verursacht und sich bestensfalls selbst bezahlt. Wenn schon Werbung, dann möchte ich auch Einfluß darauf haben, welche.
So wie es aussieht fällt die Entscheidung also zwischen dem Umzug des Blogs auf einen selbst verwalteten Webspace wo ich die Änderungen die ich haben möchte selber verantworten und durchführen kann oder dem Upgrade hier.
Beides wird weitere Kosten verursachen und Landidylle.com wird Geld einnehmen müssen.

Visuelle Eindrücke aus dem letzten Jahr

Und natürlich dürfen bei einem Rückblick auch die Fotos nicht fehlen!
Mir wurde neulich gesagt, dass ich ein sehr visueller Mensch sei der Wert auf Ästhetik lege und das will ich nicht abstreiten. Ich finde meine Fotos aber bei weitem nicht so professionell und mein Umfeld bei weitem nicht so aufgeräumt wie es bei anderen Bloggern der Fall ist … war als ich das letzte Mal Gelegenheit hatte zu gucken zumindest. Wer mich und diese Heimstätte kennt, dass es hier mehr Rummelecken gibt als aufgeräumte, mehr Schmutz auf dem Boden als es bei 4 Personen zu erwarten wäre, viele unfertige Baustellen und kreative Kinder, die ihr komplettes Umfeld mit gestalten möchten und es meistens auch tun. Wandmalereien, mitten auf dem Weg angelegte Beete, mit Zement beschmierte Amphoren und ausgegrabene Blumen zeugen davon.
Zum Teil habe ich ihr Wirken hier auch gezeigt und die Ehrlichkeit wurde mir zugute gehalten, dennoch möchte ich für mich lieber den Fokus auf erfreulicheren Ansichten belassen.
Ich schreibe diese Zeilen auf einem Sofa sitzend, welches auseinander gebaut und zur Höhle umgebaut wurde mit Ausblick auf 3 gestapelte Wäschekörbe während der Boden mit Spielzeug übersät ist. Vielleicht sieht es bei euch ähnlich aus. Vorhin war noch aufgeräumt. Also bitte, wahrscheinlich kann mich jede Mutter von kleinen Kindern verstehen: lasst uns die schöneren Seiten betrachten und den Mist und Dreck einmal vergessen.

Überwiegend zumindest. Versuchsweise.

Das war der September (Willkommen Oktober)

Im September gab es immer noch große Ernten einzufahren und für den Winter zu konservieren. Abgeerntete Beete wurden mit Winterkulturen bepflanzt und ganz langsam konnten wir ein wenig das Tempo drosseln – oder vielleicht konnten wir es realistisch gesehen auch nicht drosseln, denn die Zeit reichte noch immer nicht für alles, was es zu tun gab – was ein recht unbefriedigendes Gefühl sein kann.
Aber im September muss man ja auch die wilde Ernte in Form von Waldpilzen einholen und damit Waldspaziergänge rechtfertigen. Weiterlesen →

Das war der August (Willkommen September)

Der August ist der Höhepunkt der Erntesaison in unserem Selbstversorgergarten. Nun wird wirklich alles gleichzeitig reif: die klassischen Sommergemüse wie Tomaten, Paprika, Auberginen, Gurken, Melonen, Zucchini und auch Bohnen – und obwohl man das Gefühl hat, dass die Sommerernte doch erst begonnen hat, soviel Gemüse isst wie nie und Stunde um Stunde einkocht, schleicht sich so ganz langsam mit Waldpilzen und Äpfeln der Herbst in die Ernte ein. Weiterlesen →

Baumfrau: Grundofen statt Zentralheizung – geht das?

Grundofen statt Zentralheizung – geht das?
Und wenn ja, wie?
(Kosten, Nutzen und Gefühle)

Als ich vor 11 Jahren mein 100 qm Holzhaus plante, war ich noch voll berufstätig mit vielen – auch mehrtägigen – Dienstreisen. Daher entschied ich mich für eine Gasheizung (mit Fußbodenheizung und Warmwasser) und schaffte mir einen wunderschönen kleinen gusseisernen Morsö-Kaminofen für die zusätzliche Wärme und die Gemütlichkeit an.

Die Jahre vergingen, die Arbeit außer Haus wurde weniger – erste Reparaturen der Gas-Brennwerttherme  (und erste Ausfälle im Winter) fielen an. Mein Kaminofen hielt sich wacker – heizte aber natürlich nur den Raum, in dem er stand und morgens war es dementsprechend kalt im Haus. Weiterlesen →

Das war der Juli (Willkommen August)


Juli. Die ersten Sommerferien überhaupt für unsere Tochter und die ersten „Sommerferien“ für mich seit 1995. 1995 war das letzte Schuljahr vor dem Abi und 2019 ist das letzte Kindergartenjahr für die 5-jährige – und das erste, in dem die regulären Ferientermine eingehalten werden. Waldorf und so.
Ich weiss nicht mehr wie ich es 1995 empfand, aber als Kind dauerten die Sommerferien gefühlt  ewig. EWIG. Für einen Erwachsenen hingegen – vor allem sobald Kinder vorhanden sind – vergehen 6 Wochen wie im Flug, wie 2 Wochen etwa. Maximal.
Damit unsere normalerweise recht strukturierten Tage ohne den Rahmen des üblichen Pflichtprogramms nicht in planlosen Leerlauf ausarten, der Kinder freischwebend und orientierungslos Zeit und Raum überlässt, hatte ich mir für die Sommerferien eine to-do-Liste mit allerlei sinnvollen aber auch schönen Aktivitäten zusammengestellt und einen neuen Rhythmus zur Gliederung des Tages haben wir auch bald gefunden.

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Das war der Juni (Willkommen Juli)

Ja, ich weiß.
Sprechen wir nicht drüber.
Ich zeige einfach ein paar Fotos als Monatsrückblick und wenn ich nicht wieder mit Laptop auf dem Schoß einschlafe, schreibe ich auch noch etwas dazu.
Und dabei gäbe es so vieles, was ich gerne zeigen und berichten möchte, vor allem so kurz vor dem Jubiläum! Denn nächsten Monat schon wird Landidylle.com 10 Jahre alt. Irre oder?
Zu diesem besonderen Anlass würde ich mir wünschen, dass ihr mir sagt, was euch besonders interessiert, was ich bislang nicht erzählt habe, was ihr schon immer wissen oder auch loswerden wolltet. Denn jeder hat einen anderen Fokus und es gibt sicher einige Aspekte, die ich nicht so im Blick habe. Ich würde mich sehr freuen, wenn es einige Rückmeldungen gäbe; als Kommentar, per E-Mail, als anonymen Brief oder sonstwie! Weiterlesen →

Willkommen Juni

Willkommen Juni, Monat der Sommersonnenwende!
Die längsten Tage des Jahres, die kürzesten Nächte, das vermutlich rasanteste Wachstum, überall neues Leben, blühende Blumen, satte Ernte – und Zeit, die Sonnenstrahlen für den Winter zu bunkern.
Kaum zu glauben, aber bald schon ist das halbe Jahr 2019 wieder vergangen, wir feiern Mittsommer, Johanni oder beides und schöpfen aus dem Vollen. Weiterlesen →