Archiv für den Monat Februar 2016

Gemüseeintopf mit Graupen

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So leicht und bunt wie er daherkommt, könnte man diesen Eintopf für eine frische Frühlingssuppe halten. Es handelt sich allerdings im Zutaten aus den Erdmieten, vom Winterbeet und aus der Vorratskammer. Passt also durchaus bei dem einen oder anderen mit ähnlichem Lebensstil in die Kategorie ‚vom eingemachten Leben‘. Weiterlesen

VEL: Kubanische Frijoles Negros

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Nach dem Erscheinen und Diskutieren des Artikels ‚The hungry Gap‘ finde ich es noch spannender als zuvor, nach abwechslungsreichen und leckeren Gerichten Ausschau zu halten, die aus eingelagerten Zutaten gekocht werden können. Natürlich bleiben wir der Hausmannskost bzw. dem Arme-Leute-Essen treu – dieses Mal ein Abstecher nach Kuba. Weiterlesen

Dinkelbrot mit Leinsamen aus dem neuen Gärkorb

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Neulich habe ich endlich in zwei Gärkörbe beziehungsweise Brotformen investiert. Nicht, dass sie wirklich notwendig wären, um ein schönes Brot zu backen, aber irgendwie mag ich das Aussehen der Brote, die in einem Gärkorb geformt wurden manchmal sehr gerne leiden. Weiterlesen

1 Hochzeit, 3 Todesfälle, 2 Fälle von Doofheit und 1 erstaunlicher Fall

1 Hochzeit: Das Gänsepaar gemeinsam von Sommer an über den Winter zu bringen hat sich gelohnt. Es wurde ein Nest gebaut und zumindest 1 Ei gelegt. Nun ist das Nest mit Stroh allseits isoliert und ich kann nicht mehr hineinsehen.

3 Todesfälle: 2 kapitale Ratten lagen tot am Hühnerstall. Gut für uns und glücklicherweise hatte kein Huhn davon gefressen. Ach ja, ich weiss, Ratten sind DAS Tabuthema schlechthin unter Nutztierhaltern. Verzeihung. Der dritte Todesfall ist Marianne, das weiße Dudelhuhn. Sie war den Tag zuvor schon sehr müde und schwach und ich ahnte, dass es nicht mehr lange dauern würde.

2 Fälle von Doofheit: Enten ins Bett gebracht, durchgezählt, 2 fehlen. Check: auf dem Grundstück nicht zu finden, dann ist das so. Entweder sie kommen wieder oder sie/wir haben Pech gehabt. Fuchsfallen kontrolliert, eine ist zu. Immer noch nicht geschaltet. Falle geöffnet um zu sehen, ob der Rest von einem Jäger erledigt werden muss: 2 Enten flattern heraus mit einem Gesichtsausdruck der sagte „OK ja, es ist uns schon einmal passiert, aber mal unter uns: eigentlich ist es doch gar nicht passiert oder? Also Schwamm drüber, lass‘ uns mal schnell in den Stall wir haben Hunger!“

1 erstaunlicher Fall: Meine Katze frisst Porree. Direkt vom Beet.

Bigos – Polnischer Eintopf mit Sauerkraut

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Da sich im Leben ja oftmals vieles fügt wenn man es zulässt, wir immer Augen und Ohren offen halten nach Rezepten für Gerichte aus der Vorratskammer und Verwendungen für unsere Vorräte sowie überhaupt leckere Sachen, die andere kochen – und der Herr des Hauses dazu auch noch ein sehr kommunikativer Mensch ist, der viel rumkommt, sind wir auf Bigos gekommen. Sicher kann man das auch einfacher haben, aber bei einem lütten Klönschnack Rezepte austauschen hat doch wesentlich mehr Qualität. Weiterlesen

Kümmel-Weißbrot als Beilage zu deftigen Eintöpfen

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Dieses Weißbrot eignet sich perfekt als Beilage zu deftigen Eintöpfen weil es ausser jeder Menge Kümmel keine prominenten Eigenaromen mitbringt. Ja, man ahnt und sieht es kaum, aber in 2 dieser Laibe habe ich eine Handvoll Kümmelsamen versenkt.
Während mein Bigos auf dem Herd köchelte,  beschloss ich, dass Kartoffeln als Beilage nicht so schön passen und erinnerte mich an alte Zeiten in Osteuropa wo viel Kümmelbrot gemacht wurde. Das passt!
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Kimchi nach Art des Hauses

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Das fertig fermentierte Kimchi

In ‚The Art of Fermentation‚ schreibt Sandor Katz, dass es Kimchi in einer überwältigenden Anzahl von Variationen gibt. Er zitiert unter anderem aus Hi Soo Shin Hepinstalls Kochbuch ‚Growing Up in a Korean Kitchen‚ (frei übersetzt von mir): „In koreanischen Küchen werden mehr als einhundert verschiedene Arten Kimchi hergestellt, wobei von Kohl bis zu der Rinde von Wassermelonen sowie im Sommer Kürbisblüten alles benutzt wird. Das Kimchi einer jeden Familie hat einen einzigartigen, individuellen Geschmack.“
Das grundsätzliche Vorgehen ist zunächst einmal immer dasselbe, Gemüse wird vorab mehrere Stunden in einer salzigen Lake eingeweicht, manchmal zwischendurch gewendet. Alternativ können die geschnittenen Gemüse trocken gesalzen und dann einige Stunden ziehen gelassen werden. Danach wird das Gemüse gründlich gewaschen, um überschüssiges Salz zu entfernen. Durch das Salzen können die Gewürze allmählich in das Gemüse eindringen. Heutzutage wird dieser Prozess innerhalb eines Tages vollzogen während es früher bis zu 9 Tage dauern konnte. Weiterlesen

The Hungry Gap

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The hungry gap‚ beschreibt die Zeit, in der die eingelagerten Gemüse langsam schlecht werden, die Kartoffeln keimen und ungeniessbar werden – aber draussen im Garten und in der Natur noch zu wenig Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, um die Menschen satt zu machen.

Ich grübele seit Tagen, ob es einen deutschen Begriff für diesen Zustand gibt, aber ich kenne keinen und konnte auch keinen finden. Kennt ihr einen?
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Topinambursuppe

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Im Garten gibt es noch Wintergemüse. Pastinaken, neu austreibenden Grünkohl, vergessene Karotten, Haferwurzeln, Crosne, Süßwurzeln und Topinambur.
Ich habe letzte Saison 2 Sorten Topinambur angebaut, eine auf 5 qm normalem Gartenbeet, die jetzt so feucht sind, dass das Arbeiten mit der Grabegabel wahrlich kein Spaß ist – und eine neue Sorte zur Vermehrung im Kübel. Eben diesen Kübel habe ich mir vorgenommen um nachzusehen, wieviele Knollen die Pflanzen gebildet haben. Immerhin sind sie sehr gut gediehen und haben – im Gegensatz zu der anderen angeblichen Feinschmeckersorte – sogar geblüht. Aus einem halben, kleinen Mörtelkübel habe ich 2,5 Kg Knollen geerntet. Ich denke, das ist OK dafür, dass ich nur initial gedüngt habe. Weiterlesen