Archiv der Kategorie: Haus

Wir bewohnen einen Resthof, der ursprünglich wohl kein Hof war, sondern vielleicht ein Schulmeisterhaus, an das ein Stall angebaut wurde sowie irgendwelche Gebäude, die nun abgerissen sind und deren Grundmauern und Überreste man gelegentlich beim Graben findet. Das Haus wurde von Grund auf saniert, entkernt und – weitestgehend im Stil des Baujahrs – wieder ausgestattet. Wir haben keine Zentralheizung sondern heizen mit Holzöfen, auf dem Dachboden gibt es eine alte Räucherkammer, die ich gerne irgendwann ausprobieren und vielleicht reaktivieren würde. Andere, nützliche alte Infrastruktur, die man auf alten Höfen erwarten würde gibt es hier leider nicht.
Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann die Zeit finde, die Sanierungsmaßnahmen und Wort und Bild mit Vorher-Nachher-Bildern vorzustellen.

Gefahren beim Fenster putzen

Fenster putzen am Altbau

Nein, ich bin nicht vom Hocker gefallen. Obwohl die Gefahr besteht, wenn jemand ohne Schwindelfreiheit auf einen Hocker steigt, dessen Beine im Kiesbett versinken.
Unkrautvlies, Kies, Granitmauer, Buchsbaum – man würde es nicht vermuten, aber sowas gibt es hier. Hintergrund ist, dass es an der Straße etwas ordentlicher aussehen soll, als es im restlichen Garten der Fall ist und keiner von uns Lust hat, dort zu arbeiten. Es reicht schon, alle paar Wochen das Unkraut vom Bürgersteig und aus der Gosse – direkt neben den vorbei rasenden LKW und Autos – zu entfernen und damit 500€ Strafgeld zu sparen die es kosten würde, wenn wir Sand und Unkraut nicht wegputzen. Der Verlauf des Gartens von vorne nach hinten ist also leidlich ordentlich bis natürlich chaotisch.
Aber zurück zum Fenster putzen.

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Das alte Haus: die Mauer muss weg.

halbes-haus

Nach längerer Zeit mal wieder ein Beitrag über die Sanierung des Hauses. Wenn ich in dem Tempo weiterschreibe, überholt die nächste fällige Renovierung die Beiträge über die alte Sanierung. Das wollen wir ja nicht. Der aufmerksame Leser wird feststellen, dass sich einige Informationen über den Verlauf mit den Handwerkern wiederholen, aber da ja auch immer mal Quereinsteiger mitlesen, ist das ganz gut so – denke ich.

Ich hatte ja berichtet, dass die Außenmauern des Stallgebäudes beim Kauf marode waren und das Gebäude entweder abgerissen oder die Mauern separat neu aufgemauert werden mussten. Auf der rückwärtigen Seite war das mit einem Mauerabschnitt bereits geschehen, dort bestand das Mauerwerk aus Kalksandstein und einem potthässlichen 80er Jahre Verblender.
Die restlichen Wände standen mehr oder weniger frei, waren also über weite Strecken aus dem Verband gebrochen (wie man auf den alten Fotos schön sehen kann) und der Frost sprengte munter weiter Vollziegel aus dem Verband. Und bevor Wände von alleine einstürzen, soll man das lieber geplant machen. Weiterlesen

Das Badezimmer (mit vorher-nachher-Bildern)

Englisches Badezimmer fertig

Zur Abwechslung gibt es endlich mal Fotos von einem (fast) fertigen Raum. Auf die Dauer sind die Bilder von bröckelndem Putz, Schiet und Dreck ja frustrierend und jemand könnte auf die Idee kommen, dass wir in einem Rattenloch hausen. Was die Ordnung und den Status der Baustellen und Nebenbaustellen in diesem Haus angeht tun wir das auch – denke ich gelegentlich – aber auf höherem Niveau als früher.  Und letztlich ist das Leben auf einer Baustelle mit Selbstversorgerwirtschaft und einem über die Maßen aktiven kleinen Kind vielleicht auch einfach dazu angetan etwas chaotischer zu sein.

Wir beginnen mit dem Bad. Dass ich der ganzen Welt einmal mein Badezimmer zeigen würde, hätte ich zunächst auch nicht gedacht, aber es macht wirklich Spaß die Sanierung und Renovierung Revue passieren zu lassen und zumindest einige der Geschichten aufzuschreiben. Wie ich sicherlich schonmal erwähnt habe ist mein Gedächtnis in gewisser Hinsicht ein Sieb und dafür, dass mir ziemlich oft kuriose Dinge passieren und seltsame Menschen begegnen, habe ich viel zu viel davon vergessen. Vielleicht sollte ich das alles einfach verbloggen. Weiterlesen

Das alte Haus wird in den Rohbau-Zustand versetzt

tapeten ab vorsprung noch da

Dieser Vorsprung konnte keiner Bestimmung zugeordnet werden und wurde entfernt.

Ich weiss, dass einige von euch diesem nächsten Beitrag über die Sanierung des Resthofes entgegenfiebern (bei uns heisst das dibbern). Nun will ich versuchen an den letzten Beitrag anzuknüpfen, in welchem ich euch das Haus von innen im Kaufzustand gezeigt habe.
Es gab also jede Menge zu tun und etwa 6 Monate Zeit bis die Umzugswagen anrollten. Es musste erstmal entkernt werden. Denn bei einem solchen Vorhaben gilt: ist der Rohbau-Zustand erreicht, hast Du schon viel gewonnen und jede Menge Arbeit und Geld investiert. Ab da kennt man die Verhältnisse ausreichend, die Materialien, die Statik, kann logisch die Arbeiten aufeinander folgen lassen und hat voraussichtlich die schlimmsten Überraschungen schon erlebt. Weiterlesen

Das alte Haus von innen

wasserschaden

Eingangsflur

Nachdem ich also die Ruine das alte Haus bereits im Urzustand von aussen gezeigt habe, folgen nun ein paar Eindrücke von innen. Fangen wir harmlos an. Im Eingangsflur. Ausser einem Wasserschaden durch eine Kombination von durchhängendem Dach und defekter Regenrinne sowie einem wirklich aussergewöhnlichen Terrazzoboden, der leider übergemalt wurde, gab es hier nicht viel zu sehen. Reicht ja auch, immerhin gibt es nur eine Chance für einen miesen ersten Eindruck. Weiterlesen

Winter-Wochenendbeschäftigung bei Selbstversorgers

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Wer warm haben will, muss Holz machen. So ist das hier bei uns.
Wer warm haben will, muss Holz machen, transportieren, kleinmachen, aufstapeln, abdecken, per Schubkarre den Hang hochschieben, ins Haus schleppen, regelmässig die Öfen beschicken und nicht zuletzt den Dreck wegmachen, den es hinterlässt, ständig Holz durchs Haus zu schleppen. So müsste es vollständig und korrekt heissen. Weiterlesen

Kochen damals und heute. Rückblick auf die Baustellen-Küche

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DAS waren Zeiten! Aber nicht die schlechtesten. Zuvor habe ich nämlich auf einer Elektroplatte im Rohbau gekocht. Es dauerte sicher eine Stunde bis ein Topf voll Wasser kochte und die umliegenden AKWs fuhren Extraschichten. Im Spätherbst in einem Rohbau ohne Fenster, mit Bau-Tür und bei Außentemperaturen zu kochen ist wahrlich kein Spaß – das kann ich euch versichern. Also überlegt gut, ob ihr jemals auf eine Baustelle in diesem Zustand zieht. Im Nachhinein klingen die Schilderungen vom Leben auf der Baustelle ja immer recht romantisch wie ich finde und letztlich sind es auch Erfahrungen, die einem keiner nehmen kann. Weiterlesen

Herzerwärmend (Raumwärmend auch)

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In unserer wunderbaren Küche – dem ehemaligen Stall – gibt es keine Heizung. Die passive Erwärmung über andere Räume hält sich in Grenzen denn der nächste Raum ist ein unbeheizter Flur. Erschwerend kommt hinzu, dass an den Stall/die Küche nur durch eine provisorische ‚Tür‘ abgetrennt die Baustelle, bestehend aus 2 noch nicht fertiggestellten Räumen mit Bretterdecke und Deckenloch zum ungedämmten Dachboden angrenzt. Weiterlesen

Landidylle zieht um

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Nun ist es schon seit einiger Zeit recht still geworden um dieses Blog und ich denke, es ist eine Erklärung fällig. Nachdem das vergangene Jahr schon turbulent war, geht es in diesem Jahr auch nicht ruhiger zu, denn: Landidylle zieht um!

Nicht das Blog, sondern ich. Ein neues (altes) Haus, ein neuer Garten, ein anderes Land, eine andere Höhenlage, ein anderes Klima. Das bedeutet viele Überlegungen, Planungen und Vorbereitungen und: kein Anbau und wenig Ernte im alten Garten dieses Jahr. Weiterlesen