Archiv für den Monat September 2009

Die Vorzüge des Landlebens

Die Ruhe und Abgeschiedenheit des Landlebens bringt zumeist den Vorteil mit sich, dass man wenig von Verkehrslärm, Abgasen, pingeligen Nachbarn und betrunken durch die Straßen ziehenden Kneipenheimkehrern belästigt wird. Wenn sich nicht gerade landwirtschaftliche Flächen in der direkten Nachbarschaft befinden, fallen auch die lauten Landmaschinen und die gleißend helle Beleuchtung in der Erntezeit sowie der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln rund ums Jahr weg.

Ein Leben mitten zwischen Wäldern und Feldern bringt einen, mit allen Vor- und Nachteilen, sehr nahe an die Natur. Einerseits ist da möglicherweise kein Anschluß an das öffentliche Wassernetz und man muß darauf vertrauen, dass der eigene Brunnen zu jeder Jahreszeit gut fördert, im Sommer nicht austrocknet und im Winter keine Leitungen einfrieren. Möglicherweise werden auch die Zufahrtsstraßen im Winter seltener geräumt und man sollte sich darauf einstellen können, einige Tage lang nicht das Auto benutzen zu können und Vorratshaltung betreiben.

Die Vorzüge des Landlebens sind für mich allerdings sehr offensichtlich und dafür nehme ich gerne die wenigen Entbehrungen in Kauf. Wenn morgens im Nebel die Rehe bis an den Gartenzaun kommen, um zu äsen, wenn die Falken und Adler über den Wiesen kreisen und die Fledermäuse in der Dämmerung über die Veranda flattern, dann weiß ich genau, warum ich hier draußen leben will.

Auberginen-Hackfleisch-Törtchen

Sehr herzhaftes Gericht, was auch kalt gegessen werden kann.

Zutaten für 4 Personen:

  • etwa 400 g Hackfleisch vom Rind oder Schaf
  • 1 große Aubergine
  • Olivenöl
  • Senf
  • Salz & Pfeffer
  • frisch gemahlene Chilischoten
  • 1 Ei
  • Kräuter und Gewürze nach Geschmack
  • Aioli

Zubereitung:

Das Hackfleisch mit 2 TL Senf, Salz, Pfeffer, den Eiern, Chili und Kräutern und Gewürzen gut mithilfe von Knethaken vermengen. Wenn man es nicht eilig hat, bietet es sich an, die Hackfleischmasse für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen zu lassen.

Aus der Hackfleischmasse Frikadellen in der Größe der Auberginenscheiben formen und in Olivenöl braten, bis sie gar sind.

Die Auberginen in Scheiben schneiden und in Olivenöl scharf anbraten. Auberginen nehmen viel Öl auf, daher sollte dieses großzügig benutzt werden, um zu verhindern, dass die Scheiben in der Pfanne festkleben.

In einer Auflaufform Auberginenscheiben auslegen, mit Aioli dick bestreichen und eine Frikadelle darauf legen, Diese Schichtung weiterführen bis alle Zutaten verbraucht sind. Sofort servieren. Dazu passt gut frisch gebackenes Brot.

Aioli – Knoblauchcreme

Aioli ist die traditionelle katalanische Knoblauchcreme, die man gut zu Fisch und Fleisch reichen kann, oder einfach als Dip zu Brot oder Baguette. Die Zubereitung erfordert etwas Geduld.

Zutaten für etwa 100 ml Aioli:

8 Knoblauchzehen, gehäutet und geviertelt
100 ml Olivenöl

Man gibt die geviertelten Knoblauchzehen in einen Mörser und zerquetscht sie, ist alles gut zerkleinert, wird ein wenig Olivenöl zugegeben. Auf keinen Fall sollte man zuviel Olivenöl auf einmal zugeben, da die Masse sonst gerinnen kann. Kleine Portionen von etwa 2 EL sollten zum Erfolg führen.

Das Olivenöl gut in die Knoblauchmasse einarbeiten, übriggebliebene Stückchen vom Knoblauch sollten jetzt mit zermahlen werden. Der Knoblauch muss das Olivenöl komplett aufgenommen haben, bis man zum nächsten Schritt übergehen kann und weiteres Olivenöl in ebenso leinen Portionen zugeben kann.

Dabei ist immer darauf zu achten, dass man nicht zuviel Olivenöl auf einmal zugibt und alles gut verarbeitet wird, bis das Olivenöl von der Masse aufgenommen wurde. Die Schritte werden solange wiederholt, bis das olivenöl aufgebraucht ist und eine sämige, weisse Masse entstanden ist. Das kann durchaus 20 Minuten dauern!

Das Gerinnen kann durch Zugabe von einem Eigelb verhindert werden, das Originalrezept kommt allerdings ohne aus.

Zwiebel-Mozzarella-Stückchen

Diese herzhaften Blätterteig-Stückchen eignen sich prima als Snack oder als Vorspeise.
Den Belag kann man natürlich je nach Geschmack und zuhause vorhandenen Zutaten variieren (Zucchini, Parmesan, Pilze, Fenchel).
Wer es gerne noch etwas herzhafter mag, kann den Belag um Salamischeiben oder gekochten Schinken erweitern.

Zutaten für 4 Personen:

  • 250g Blätterteig
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 rote Paprika
  • 8 Cherrytomaten
  • 100-200g Mozzarella, gewürfelt
  • 8 Thymianzweige

Zubereitung:

Den Blätterteig ausrollen und 4 Quadrate mit einer Kantenlänge von etwa 8cm ausschneiden. Die Ränder kann man entweder mit den Fingern zu einem Wulst formen, oder Streifen abschneiden und zu einer Kante formen, die man dann aufsetzt. Die Quadrate 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Die gekühlten teigquadrate auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Zwiebeln achteln oder in schmale Spalten schneiden, Paprika entkernen und halbieren. Beides für etwa 15 Minuten unter einen vorgeheizten Grill legen, bis sich die Haut stellenweise schwarz färbt. Abkühlen lassen, die Paprika häuten und dann ebenfalls in Spalten schneiden.

Die Teigquadrate mit Alufolie abdecken und 10 Minuten bei 200 °C im vorgeheizten Backofen vorbacken. Dann die Folie entfernen und die Stückchen weitere 5 Minuten backen.

Zwiebeln, Paprika, halbierte Tomaten und Mozzarella auf die vorgebackenen Teigquadrate verteilen und mit Thymianzweigen garnieren.

Die Blätterteigstückchen für etwa 15 Minuten in den Ofen schieben und fertigbacken, bis sie goldbrauen sind.

Cannelloni ripieni

Ein einfaches Rezept für milde Cannelloni. Wer es etwas deftiger mag, kann den Spinat zusammen mit Knoblauch andünsten oder den gekochten Schinken durch Schinkenspeck ersetzen.

Zutaten für 4 Personen:

  • 8 Cannelloni
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Parmesan

Füllung

  • 1 EL Butter
  • 300g gehackter Spinat
  • 125g Ricotta
  • 60g gekochter Schinken, gehackt
  • 1 Prise Muskatnuß
  • 2 EL Sahne
  • Salz & Pfeffer
  • 2 Eier, leicht verquirlt

Sauce

  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 300ml Milch
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Prise Muskatnuß

Zubereitung:

Für die Füllung die Butter in einem Topf zerlassen und den Spinat darin 3 Minuten unter rühren dünsten. Vom Herd nehmen und Ricotta, Parmesan und Schinken einrühren. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Sahne und Eier zugeben und alles zu einer dicken Paste vermengen.

Die Cannelloni in kochendem Salzwasser bißfest garen, abtropfen lassen und beiseite stellen.

Die Butter für die Sauce in einem Topf zerlassen. Das Mehl einrühren und kurz anschwitzen. Milch einrühren, Lorbeerblätter zugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Muskatnuß zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vom Herd nehmen und die Lorbeerblätter wieder entfernen.

Die Füllung nun in einen Spritzbeutel geben und in die Cannelloni füllen.

Etwas Sauce in eine Auflaufform geben, die Cannelloni hineinlegen und die restliche Sauce darüber gießen. Mit Parmesan bestreuen und 45 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 190°C backen. Mit frischen Kräuterzweigen garnieren und sofort servieren.

Karotten-Nuss-Kuchen

karotten-nuss-kuchen3Ein saftiger und sehr aromatischer Kuchen, der schnell zubereitet ist. Diesen Kuchen, der möglicherweise eine Spielart des Rübli-Kuchens ist, kann man auch prima einen Tag zuvor vorbereiten. Das würzige Aroma gewinnt beim Durchziehen, nur die Frischkäse-Schicht würde antrocknen und dabei brüchig und unansehnlich werden. Daher sollte diese erst am Tag des Verzehrs aufgebracht werden.

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Paprika-Schafskäse-Salat

Der Paprika-Schafskäse-Salat ist ein herzhafter aber frischer Salat, der gut als Beilage zu gegrilltem Fleisch passt. Ergänzt man ihn mit einer Tasse gekochtem Reis, kann man ihn auch als Hauptmahlzeit verwenden.

Man benötigt:
  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 100g Feta
  • etwas Pfeffer
  • einen großen Schuß gutes Olivenöl

Alle Zutaten in mundgerechte Häppchen schneiden, großzügig mit frischem Pfeffer bestreuen und mit Olivenöl begiessen. Mindestens 15 Minuten ziehen lassen.