Archiv der Kategorie: Kochen

Kochrezepte und Backrezepte, die wir meist selber entworfen und getestet haben und die wirklich schmecken und gelingen und – passend zum Thema des Blogs – oftmals typische Selbstversorgergerichte oder so genanntes Arme-Leute-Essen sind. Wir kochen mit guten Zutaten, welche im Idealfall aus dem eigenen Nutzgarten kommen. Es ist nicht unser Ziel den derzeit existierenden tausenden Foodblogs, die mit professioneller Ausrüstung und Bildbearbeitung auf hohem Niveau arbeiten, Konkurrenz zu machen. Hier wird alltäglich und chaotisch gekocht: zwischen Tür und Angel, zwischen Kind und Haushalt, zwischen Garten und Waschmaschine.

Mit Reh-Hack und Feta gefüllte Paprika & Tomatenreis mit Majoran

Anscheinend habe ich gefüllte Paprika auf ähnliche Weise zuletzt vor 3 Jahren gekocht. Herrje, wie konnte das passieren?
Seitdem hat sich einiges getan: dank Folientunnel haben wir schon früh in der Saison schöne Blockpaprika und Tomaten in allen Formen und Farben. Wildbret haben wir noch immer und auch das Bestreben, die selbst erzeugten Produkte auf die möglichst leckerste Art zuzubereiten. Das muss nicht aufwändig sein, vielmehr haben wir den Eindruck, dass wir heute einfacher essen als früher. Dieses Gericht würde ich bei uns im Mittelfeld ansiedeln, es ist ziemlich schnell zubereitet aber ein Stück weit gediegener als Bratkartoffeln mit Maronen. 🙂
Die Art der Zubereitung habe ich im Vergleich zu vor 3 Jahren etwas verändert und das macht ziemlich viel aus. Weiterlesen

Aus guter alter Zeit: Apfelpfanne

Vor einigen Tagen fiel mir beim Durchsehen der abonnierten Blogs ein Beitrag auf, der mein Interesse weckte. Einmal kann ich jetzt zur Apfelzeit natürlich Apfelrezepte ausgesprochen gut gebrauchen und zum anderen habe ich ein Faible für alte Rezepte – und dass ein solches hinter dem besagten Blogpost stand, konnte ich an der Handschrift des abgebildeten Rezeptbuches erkennen. Die Apfelpfanne.
Mittlerweile haben wir diese Apfelpfanne zweimal gebacken, für uns etwas abgewandelt, die für uns passenden Mengenangaben gefunden und werden das Rezept sicher in unser Repertoire aufnehmen. Weiterlesen

‚Jambatouille‘ aus dem Feuertopf

Jambatouille‚ ist die Kreation des Jahres 2018 aus dem Hause Landidylle und perfekt geeignet, um in diesem Ausnahmesommer schön draussen im Feuertopf die reiche Ernte zu verkochen.
Man könnte auch ‚Ratalaya‚ sagen, denn unser derzeitiges Lieblingsgericht ist im Prinzip ein Bindeglied zwischen Jambalaya und Ratatouille – daher die Wortschöpfung.
Neben der überwältigenden und bunten Ernte des Sommers ist wichtiger Bestandteil und Geschmacksträger die Chorizo, die der Schlachter des Vertrauens seit letztem Jahr im Sortiment hat. Weiterlesen

Geschmorte Beinscheiben auf Zwiebeln und Maronen

Ein weiteres, irrsinnig leckeres Schmorgericht aus vielen guten eigenen Zutaten und ein paar getauschten Beinscheiben. Dieses Rezept passt also wieder perfekt in die landidyllische Winterküche. Es braucht ein wenig Zeit aber relativ wenig Betreuung, ein halber Tag zuhause im Büro, Garten, Haushalt oder beim Hobby reicht aber aus, da die wirkliche Arbeitszeit nur etwa eine Stunde beträgt. Weggefuttert ist dieser Hochgenuss dann wahrscheinlich in unter 10 Minuten …  Weiterlesen

Sahnige Kürbissuppe aus Moschus-Kürbis

Kürbisse sind ein wunderbares Lagergemüse für den Winter aber leider haben nicht alle Sorten gleich viel Durchhaltevermögen. Während der altbewährte Hokkaido sich bei uns im ungeheizten Eingangsflur des Altbaus bis ins Frühjahr hält, zeigte der Moschuskürbis zum Jahreswechsel erste Verfallserscheinungen. Ich schlachtete ihn an einem kühlen, arbeitsreichen Tag, an dem wir hier Helfer und Besuch auf dem Hof hatten.
Eine gute, heiße Kürbissuppe heizt ein, wenn man stundenlang draussen in der Kälte gearbeitet hat und die versammelte Mannschaft war hellauf begeistert von dem feinen Geschmack des Muskatkürbis‘ und der Rezeptur. Weiterlesen

Gulasch nach Art des Hauses

Aus gegebenem Anlass zeige ich einmal das Rezept für mein Gulasch, die Zutaten stammen fast alle aus dem Selbstversorgergarten, das Rind muss in unserem Fall eingetauscht werden.
Natürlich sind wir hoffnungslos verwöhnt, was hochqualitative Zutaten und deren Frische angeht und bei meinen Rezepten versteht es sich meist von selbst, dass nur Top-Qualität in den Topf wandert, aber weil es heute nicht mehr selbstverständlich ist, erwähne ich es extra nochmal. Wenn Fleisch, dann beste Qualität und Handwerk nach den Regeln der Kunst! Weiterlesen

Paprikapulver als Gulaschgewürz

Dieses selbst gemachte Paprikapulver habe ich schon einige Male erwähnt, aber es verdient an sich auch einen eigenen Beitrag. Ich habe den Tipp von Salmandra bekommen, für sehr gut befunden und es mir seitdem zur Gewohnheit gemacht, immer wenn ich Gemüsepaprika putze, die Scheidewände und Samen direkt vom Strunk (der kompostiert wird) zu separieren und schnell ins Dörrgerät zu werfen. So habe ich immer ein leckeres und intensives Gewürz für Gulasch zur Hand, was es so meines Wissens nicht zu kaufen gibt und welches ich nicht mehr missen möchte. Weiterlesen

Norddeutsche Fliederbeersuppe

In Schleswig-Holstein gehört die Fliederbeersuppe zu den Gerichten der kalten Jahreszeit wie Steckrübeneintopf, Mehlbüdel und Grünkohl. Nicht jeder mag sie mehr, manch einen erinnert sie an ’schlechte Zeiten‘ aka ‚die gute alte Zeit‘ und in meiner Familie gab es für dieses Gericht keine Tradition – was vermutlich daran liegt, dass der Hamburgische Teil der Familie keinen Zugriff auf Knicks und somit Fliederbeeren hatte und also keine Knicksuppe anfertigen konnte. Aus der Wesermarsch wären mir keine Familienrezepte bekannt aber aus dem süddeutschen haben es ein paar Erinnerungen in die Gegenwart geschafft – Fliederbeersuppe scheint dort aber unbekannt gewesen zu sein.
Grund genug, diese Fliederbeersuppe für die Nachwelt zu dokumentieren. Weiterlesen

Dithmarscher frische Suppe mit Vorwerk-Huhn

Wenn man seine Herkunftsregion wechselt und sich anderswo integrieren muss, stösst man wohl unweigerlich auf Seltsamkeiten. Das passiert sogar, wenn man sich nur wenige Dutzend Kilometer nordwestlich orientiert. Plötzlich heißt eine stinknormale Gemüsesuppe ‚frische Suppe‘. „Frisch im Gegensatz zu was?“ war also eine der ersten Fragen, die ich dem Indigenen gestellt habe als es darum ging herauszufinden, inwieweit wir auf kulinarischer Ebene alltagskompatibel sind. Ich meine: diese Frage liegt ja wohl auf der Hand oder? Weiterlesen

Raritäteneintopf mit Rotbeerbohne

An dieser Stelle geht es gar nicht so sehr um die Zubereitung eines Bohneneintopfs – ich denke, das bekommt auf die eine oder andere Art und Weise wohl jeder hin – sondern vielmehr darum, eine Lanze zu brechen für alte Sorten.
Über die Rotbeerbohne findet man schwerlich Informationen, in 1-2 Samenarchiven scheint es sie zu geben und einige Bohnenenthusiasten bauen sie an, veröffentlichen aber anscheinend nicht. Ich bekam diese Buschbohnensorte beim Samentausch der von mir so genannten norddeutschen Frunslüt von Salmandra und baute sie 2017 zum ersten Mal an. Weiterlesen