Archiv der Kategorie: Kochen

Kochrezepte und Backrezepte, die wir meist selber entworfen und getestet haben und die wirklich schmecken und gelingen und – passend zum Thema des Blogs – oftmals typische Selbstversorgergerichte oder so genanntes Arme-Leute-Essen sind. Wir kochen mit guten Zutaten, welche im Idealfall aus dem eigenen Nutzgarten kommen. Es ist nicht unser Ziel den derzeit existierenden tausenden Foodblogs, die mit professioneller Ausrüstung und Bildbearbeitung auf hohem Niveau arbeiten, Konkurrenz zu machen. Hier wird alltäglich und chaotisch gekocht: zwischen Tür und Angel, zwischen Kind und Haushalt, zwischen Garten und Waschmaschine.

Olis alltagstaugliches Schwarzbrot, verfeinerte Version mit 50% Saaten & Kernen

Ein frisch gebackenes, gesundes Brot aus Haferflocken auf einem Holzbrett, mit einigen geschnittenen Scheiben und bunten Ostereiern im Hintergrund.

Es ist mittlerweile volle 10 Jahre her, dass ich mein Rezept, für das alltagstaugliche Schwarzbrot veröffentlicht habe, was mittlerweile von sooo vielen Menschen gebacken wird.
Nach wie vor ist es ein Standardrezept für ein leckeres, gesundes und einfaches Brot, was sich lange frisch hält.
Dennoch habe ich im Laufe der Jahre die Rezeptur verändert und das Brot ist jetzt kerniger, knackiger und verfügt über ein breites Spektrum an Mikronährstoffen. Und zwar massiv, denn ich backe es zu gleichen Teilen mit Saaten und Getreide!
Jetzt ist es an der Zeit, das Rezept mit euch zu teilen.

Eine Schüssel mit Sonnenblumen- und Leinsamen sowie einem Holzlöffel.

Ich backe jede Woche einige dieser körnigen Schwarzbrote mit anderen Mengen, habe für diesen Beitrag aber heruntergerechnet auf die Zutaten für 1 Brot oder eine Kastenform von etwa 27 x 12,5 x 9 cm Größe.

Zutaten für ein körniges Schwarzbrot mit 24 Stunden Teigführung

  • 270g Roggenschrot
  • 100g Kürbiskerne
  • 35g Sesam
  • 100g Leinsamen
  • 100g Sonnenblumenkerne
  • 1-2 EL Anstellgut
  • 1,5l gefiltertes Wasser

12 Stunden später

  • 1 EL Honig
  • 100g feinen Dinkelschrot oder Mehl
  • etwa 20g Traubenkernmehl (optional)
  • 1 TL Salz
  • 2 Handvoll Haferflocken zum Bestreuen
Eine Schüssel mit einer Mischung aus Samen und Körnern, in der ein Holzlöffel steckt.

Die Zutaten aus dem ersten Schritt liebevoll vermischen und nicht vergessen, den Sauerteig bei der Gelegenheit zu füttern. Meine Empfehlung ist noch immer, eine irdene Schüssel zu benutzen und diese mit einem feuchten Leintuch abzudecken, um den Teig vor dem Austrocknen bzw. Antrocknen zu schützen. Ich stelle den Teig zimmerwarm bzw. kalt, ‚meine‘ gezüchteten Mikroorganismen schaffen es den Teig gut zu säuern bei der langen Teigführung.

Nach 12 Stunden gebe ich die anderen Zutaten hinzu, sofern kein flüssiger Honig benutzt wird, muss dieser natürlich gewissenhaft verrührt werden, bis er sich gleichmässig auflöst. Gegebenenfalls muss in diesem Schritt noch etwas Wasser hinzugegeben werden.

Ich gebe gerne extra fein vermahlenes Traubenkernmehl dazu, damit die Nahrung noch etwas mehr Medizin wird. Traubenkernmehl aus deutschen Trauben besitzt einen hohen Gehalt an Polyphenolverbindungen (nämlich OPC). Das sind temperaturbeständige Antioxidantien mit langer Wirksamkeit, die insbesondere mit Gefäßgesundheit und positiver Wirkung auf den Blutdruck in Verbindung gebracht werden.

Zwei Laibe mit Haferflocken in Papierformen, neben einem Töpfergefäß und einem Holzlöffel auf einem rustikalen Tisch.

Ich backe die Brot für etwa 2 Stunden im Lehmbackofen, nachdem alle anderen Backwaren fertig sind und die Temperatur auf schätzungsweise 180°C gefallen ist – und natürlich im Verlauf weiter fällt. Genau kann ich es nicht sagen, da wir nicht maschinell messen.

Das Brot auf einem Gitterrost abkühlen lassen, es lässt sich am besten mit einem wirklich scharfen Messer mit geriffelter Schneide schneiden, welches die Kruste nicht zerreisst wie ein reines Brotmesser. Das Schwarzbrot ist sehr sättigend und besonders verträglich und passt – meiner Meinung nach – sowohl zu herzhaften, als auch zu süßen Auflagen.
Es hält sich bei mir in Bio-Backpapier und ein Tuch eingewickelt mindestens 7-10 Tage frisch und saftig, es lässt sich aber natürlich auch scheibenweise einfrieren und nach Bedarf entnehmen.

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit! Ich hoffe, diese Variante meines bewährten Schwarzbrots findet mindestens genausoviele Liebhaber wie die klassische Version.

Ein Teller mit vier Scheiben Butterbrot, drei rote Radieschen, eine Schüssel mit Rührei und einer weiteren Schüssel mit gebratenem Gemüse.

Kefirbrot aus dem Lehmbackofen

Nach ewig langen Zeiten wage ich mich nun doch einmal an den neuen WordPress-Editor heran, um Euch von einem unheimlich tollen Brot zu berichten, welches ich nun soweit perfektioniert habe, dass ich das Rezept ruhigen Gewissens weitergeben kann.
(Sollte jemand von euch Trick17 gefunden haben, sodass man wie in den guten alten Zeiten in WordPress mit einem vernünftigen Editor arbeiten kann, wäre ich für sachdienliche Hinweise unendlich dankbar!)

Zurück zum Brot.
Ich backe für gewöhnlich einmal die Woche die verbesserte Variante meines allseits beliebten Schwarzbrots. Seit geraumer Zeit ist nun noch ein helleres Mischbrot dazugekommen, was allein schon rein optisch die Kinder mehr anspricht – aber natürlich einfach auch für andere Einsatzzwecke taugt.

Als vages Ziel habe ich dabei das Kefirbrot eines Bäckers aus dem Nachbarort gehabt, sehr fluffig und saftig, irre schwer und richtig gut.
Weizen und Dinkel verbacke ich quasi nur noch mit Lievito Madre, einem selbst gezogenen italienischen Weizensauerteig. Wie man den ansetzen kann, erfahrt ihr zum Beispiel hier.
Nach einigen Wochen backen, kosten, verändern habe ich nun ein sehr leckeres, mild saures, saftiges und schweres Brot entworfen, was sich mindestens 1 Woche frisch hält und eine schöne krosse Kruste hat.
Ziel erreicht, die Rezeptur und Vorgehensweise kann nun erst einmal so bleiben.
Viel Spaß beim Nacjbacken und guten Appetit! Lasst mich sehr gerne wissen, ob es euch gefällt!

Für 2 mittelgroße Kastenbrote benötige ich folgende Zutaten, die Mengen variieren natürlich je nach der Größe eurer Formen usw., meine sind innen beispielsweise 27 x 12,5 x 9 cm groß

Zutaten für 2 mittelgroße Kefirbrote

  • Brühstück aus 120g fein geschrotetem Roggen und 240ml gefiltertem Wasser
  • 600g Purpurweizenschrot
  • 300g Dinkelmehl 630
  • 100g Haferkleie
  • 75g Leinsamen
  • 75g ERS (Proteinpulver aus Erbse, Reis, Sonnenblume)
  • 750g Milchkefir
  • 300ml gefiltertes Wasser
  • 3TL Salz
  • 2 EL Honig
  • 1TL Chiasamen
  • 1TL Flohsamenschalen
  • etwa 50g Lievito Madre
  • Haferflocken, 2 Handvoll

Das Getreide schroten und bereitstellen. Das Brühstück zubereiten und abkühlen lassen.
Ich bevorzuge den Teig ohne Lievito Madre am Vortag des Backtages vorzubereiten und schon einmal quellen und autolysieren zu lassen, die Lievito Madre füge ich dann nach etwa 12 Stunden dazu, dehne und falte noch 1-2 Mal, bugsiere den Teig in mit Bio-Backpapier ausgeschlagene gusseiserne Brotbackformen und bestreue die Oberfläche mit Haferflocken.

Je nach Raumtemperatur kann man den Sauerteig auch bereits im ersten Schritt untermischen, allerdings treibt Lievito Madre wie verrückt und verzehrt entsprechend schnell, wenn es zu warm ist. Also alles ist wie immer bei mir abhängig von tausend Faktoren und braucht etwas Fingerspitzengefühl. 🙂

Die Brote werden dann mit einem feuchten Tuch abgedeckt, bis sie in den Ofen geschoben werden.
Bei wieviel Grad ich sie backe ist eine gute Frage, wir besitzen bewusst kein Thermometer für den Lehmbackofen, sondern arbeiten nach Gefühl.

Nach der Pizza aber vor den Schwarzbroten wäre meine Empfehlung, also nicht mehr 400°C, aber auch noch mehr als 150-170°C.
Und auch die Backdauer ist bei so einem Lehmbackofen immer ein wenig abhängig von der erreichten Temperatur, dem abkühlenden Wind, der Außentemperatur …

Gestovter goldener Wirsing mit Pasta

Goldenen Wirsing essen wir in den kalten Monaten sehr regelmässig und alle lieben ihn – rein technisch kommt dieses Rezept entweder einige Monate zu spät oder sehr rechtzeitig für den nächsten Winter.
Dieses Gericht passt nicht nur deswegen gut in die Selbstversorgerküche weil Zutaten aus eigenem Anbau darin sind, sondern auch weil es eine gute Medizin für die ungemütliche Jahreszeit ist.
Kohl steckt voller Vitamine und Kraft, Ingwer stärkt das Immunsystem, Pfeffer regt den Stoffwechsel an und unterstützt die Wirkung des Kurkuma – Milch, Ziegenkäse und Pasta machen das Gericht schön schlonzig.
Alles zusammen ist echtes Soulfood im Hause Landidylle.

Zutaten für 4-6 Portionen goldenen Wirsing

1/2-1 Wirsingkohl
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 Handvoll Schinken- oder Speckwürfel
1/2 bis 1 Liter Milch
etwa 50g Ziegenfrischkäse
1 Stück frischen Kurkuma
2-3 TL Kurkumapulver
1 gehäuften TL frisch gemahlenen weißen Pfeffer
250-500g Dinkel-Spirelli oder andere Pasta die saucenfreundlich ist
Öl zum Braten

Die Zwiebel würfeln, den Wirsing in mundgerechte Stücke schneiden, den frischen Kurkuma reiben, die Knoblauchzehen durch die Presse geben.
Öl auf mittlerer Flamme erhitzen und die Zwiebeln dünsten, Kurkumapulver und den Speck dazu geben und beides sanft anbraten, einige Handvoll Wirsing dazugeben und ständig in Bewegung halten.

Den restlichen Wirsing zugeben, mit Milch ablöschen, frischen Kurkuma, Knoblauch und Pfeffer hinzufügen, gut durchmischen und bei geschlossenem Deckel köcheln lassen bis die gewünschte Konsistenz des Kohls erreicht ist.

In der Zwischenzeit die Pasta kochen. Frischkäse unter das gestovte Kohlgemüse rühren und zu den Nudeln servieren.

Wir mögen das Mischungsverhältnis von Wirsingsauce zu Pasta gerne kohllastig.

Leider überschaubare Kurkuma-Ernte in 2020

Das u.a. im weißen Pfeffer enthaltene Piperin und das Öl verstärken die Wirking des Curcumin aus dem Kurkuma um ein vielfaches indem sie die Bioverfügbarkeit und die Resorption im Magen und Darm erhöhen. Piperin wirkt antimikrobiell und entzündungshemmend, Curcumin ist ein starkes Naturheilmittel was seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin und in der TCM eingesetzt wird. Unter anderem wirkt es stark entzündungshemmend und beugt Völlegefühl vor, traditionell benutzt man es u.a. gegen Atemwegserkrankungen, Rheuma und Schmerzen.

Das alles sind unserer Meinung nach gute Gründe, um den goldenen Wirsing in diesen Zeiten noch mehr zu geniessen. Gute Ernährung, Schlaf, Gelassenheit und sinnstiftende Arbeit an der frischen Luft sind in den letzten Jahren meine beste Medizin geworden.

Mien Gorn: Der Frühjahrsputz mit Buttermilch und Wildkräutern

Man nehme 500ml Buttermilch und 1-2 EL Wildkräuter.
Weniger ist zu Anfang mehr, tastet Euch bitte langsam da heran.

Das Gute daran, ist das Gute darin.

Die Buttermilch ist ein Sauermilchprodukt.
Die handelsübliche Buttermilch darf bis zu 10% Wasser, oder bis zu 15% Magermilch enthalten.
Die reine Buttermilch darf mit keiner Flüssigkeit zugesetzt werden.
In den Buttermilcherzeugnissen darf neben Fruchtgeschmack auch Sahne hinzugefügt werden. 
Reine Buttermilch sollte möglichst frisch getrunken werden, da sie schnell sauer wird.
Die Nährstoffe der reinen Buttermilch sind
Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate, Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Lezithin, Eisen, Fluor
Vitamin A, Vitamin B1, VitaminB2 und Cholesterin.


– sie regt den Stoffwechsel an
– wirkt regulierend auf Magen und Darm
– hoher Gehalt von Kalzium,Lezithin und Phosphor, sie wirken ausgleichend bei 
Erschöpfung und nervöser Schwäche.
– Genesungsunterstützend
– Lezithin fördert die Konzentration
– die Buttermilch ist eine ideale Unterstützung bei einer cholesterinarmen und blutdrucksenkenden Ernährung.

Zu den Wildkräutern zähle ich unter anderem das Gänseblümchen, den Löwenzahn, die Große Brennnessel und den Giersch.
Vom Gänseblümchen und vom Löwenzahn nimmt man die Blüten, die Blätter.
Sie enthalten beide die Bitterstoffe, die den bitteren Geschmack erzeugen.
Diese Stoffe unterstützen die Verdauung, und sorgen für eine bessere Aufnahme von Mineralien und Vitaminen. Dazu gehören unter anderem Eisen und Vitamin B12.
Sie fördern die Blutbildung und machen uns munterer.
Das Gänseblümchen und die Brennnessel haben da noch die Saponine, die positiv auf den Stoffwechsel einwirken. Die Nessel wirkt zudem noch leicht harntreibend.
Zur Brennnessel möchte ich noch sagen, in den kleinen Brennhaaren befinden sich Amine (Histamine).
Mein Tip, mit den Fingern über die Nesselspitzen streifen, und wenn’s nicht brennt, dann pflücke ich die Spitzen ab.
Wer möchte, kann dazu noch den Giersch holen.
Die frischen Blätter haben einen würzigen Geschmack, der je älter die Blätter werden, immer bitterer wird.
Der Giersch enthält viel VitaminC, und ist reich an Mineralstoffen, dazu gehört das Eisen.
Der hohe Kaliumgehalt  unterstützt die Entwässerung und das Ausscheiden von Harnsäure im Körper.
Mein Verzehrtip:
Zimmerwarme Buttermilch, die Kräuter (tastet Euch da bitte langsam ran, weniger ist mehr) zusammen in einen Krug und  mit einem Stabmixer alles zerkleinern. Der Nebeneffekt ist der Schaum von der Buttermilch, der macht das Ganze soo richtig bekömmlich.
Ich wünsche Euch ein gutes Ausprobieren.

Süß-sauer eingelegte Chilis (z.B. als Pizza-Belag)

2020 habe ich etwa 30 Chilipflanzen aus 15 verschiedenen Sorten im Anbau gehabt, um endlich ein paar Sorten zu finden, die für uns und unsere Einsatzbereiche passen und bleiben dürfen.
Entsprechend gab es reiche Ernte zu verarbeiten. Wir haben also reichlich Chilis gegessen, ich habe sie getrocknet und zermahlen und einige eingelegt und eingekocht.

Das Rezept zum Einlegen bzw. Einkochen ist denkbar einfach aber wirklich sehr gut. Die eingelegten Chili-Ringe passen perfekt zur Pizza, auf gebackenem Feta und vermutlich auch mit Körnerbohnen.
Da ich einige Male nach dem Rezept gefragt wurde und damit es nicht verloren geht, vermerke ich es hier.

Rezept für süß-sauer eingelegte Chili/Peperoni

  • 125ml Wasser
  • 125ml Esiig (weißer Balsamico oder Apfelessig)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker

In dem Sud die Chili(ringe) bis zur gewünschten Konsistenz kochen, das dauert je nach Sorte und Reifegrad etwa 10-20 Minuten.
Die Chilis dicht in ausgekochte Gläser mit Schraubverschluss füllen und mit dem heißen Sud aufgiessen, bis alles bedeckt ist. Sofort verschliessen.

Olis Pizza-Teig :: notiert für den Gatten und wen es sonst noch interessiert

Wenn Muttern mal den angestammten Platz vor dem Herd verlässt, die Mischpoke aber trotzdem wie gewohnt verköstigt werden will, dann werden hektisch Rezepte und Vorgehensweisen angefordert.
Im Hause Landidylle ist der Gatte üblicherweise für Suppen und Gänsebraten zuständig und bis vor kurzem auch für arme Ritter. Da unser jüngster Sproß mich aber kürzlich zum besten arme-Ritter-Bäcker-und-Apfelmus-Macher erkoren hat, könnte es sein, dass dieser Bereich gerade die Zuständigkeit gewechselt hat.
Ich wäre im Gegenzug bereit, den Bereich Pizzateig abzugeben.

Und nein, wir kommunizieren nicht standardmässig über das Internet, aber die Erfahrung lehrt, dass auf der Suche nach einem Rezept diese Webseite als erstes angesteuert wird. Der Ordner mit meinen Rezepten ist ja aber auch nicht so schön zu durchsuchen …

Rezept für Olis Pizzateig

  • 1 TL Zucker in 1/2 Glas warmen Wasser auflösen und 1 Pkg Trockenhefe darin aktivieren und vermehren lassen
  • wenn es schäumt, zusammen mit 1 TL Salz und 1 EL Olivenöl in 400g Mehl rühren und gut durchkneten bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt
  • die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken und für etwa 30 Minuten auf den warmen Grundofen (oder lauwarmen Backofen) stellen
  • in 500ml Tomatensauce 1TL Oregano und 1 TL Rosmarin rühren und das ganze ziehen lassen
  • nach 30 Minuten den Pizzateig einmal durchkneten und dann auf genug aber nicht zuviel Mehl ausrollen und mit der Tomatensauce bestreichen

Extra Anmerkung für den Gatten: übersteigt die Dicke des Belags die Höhe des Teigs um mehr das vierfache, ist damit zu rechnen, dass letzterer durchweicht und die Pizza mit einem Löffel verzehrt werden muss.

Baba Ganoush :: ein weiteres Selbstversorgergericht bei sommerlicher Auberginenschwemme

Baba Ganoush mit Petersilie und schwarzen Oliven

Lange ist der letzte reguläre Beitrag her und viel ist in der Zwischenzeit passiert. Und trotzdem – oder gerade deshalb – ist es mir wichtig, einfach mal wieder Rezepte aus unserer Selbstversorgerküche zu zeigen.
Auch wenn das Rezept in den Sommer und nicht in den Winter gehört, jetzt ist eine gute Zeit, um Auberginenpflanzen auszusäen, dann kann es mit der Auberginenschwemme im Sommer noch gut klappen.
Wir hatten in den vergangenen Jahren zum Glück reichlich Ernte und es hat sich bewährt, rechtzeitig ausreichend gute Rezepte griffbereit zu haben.

Im Sommer, wenn wir aus einer reichen Fülle an Kostbarkeiten der Saison schöpfen können, gibt es so oft und reichlich Gerichte mit Auberginen, Tomaten und Paprika, dass wir – trotzdem wir einiges verschenken oder tauschen und große Portionen essen – mit dem Verwerten nicht hinterherkommen. Tomaten werden eingekocht und eingefroren für den Winter, Paprika werden ebenfalls eingefroren; aber Auberginen konservieren ist da schon schwieriger.

Man kann gebackene Auberginen einfrieren, um daraus später Auberginen-Feigen-Feta-Crème zu machen, das habe ich schon probiert. Nun, das fertige Baba Ganoush kann man auch einfrieren aber ich sage ehrlich, dass die Konsistenz davon nicht besser wird.

Frisch verzehrt aber ist es eine Wucht! Mit einem großen Stück Fladenbrot wird daraus schnell eine Hauptmahlzeit wenn man nicht aufhören kann zu naschen. Reichhaltig genug ist es sicherlich auch.
Wie man auf dem Bild sehen kann, hatte ich eine etwas größere Menge Auberginen zu verarbeiten und danach richtet sich mein Rezept.

Baba Ganoush aus 3 Kilo bunten Auberginen

3 Kilo Auberginen
etwa 550g Tahini (Sesampaste)
15-20 EL Zitronensaft
12 EL Olivenöl guter Qualität
12-15 Knoblauchzehen
3 Bund Petersilie (oder wenn ein Großteil des Baba Ganoush eingefroren wird entsprechend weniger)
6 EL schwarze Oliven, gehackt (oder wenn ein Großteil des Baba Ganoush eingefroren wird entsprechend weniger)

Den Backofen auf mindestens 200°C vorheizen und die Auberginen waschen und trockenreiben.
Mit einem Messer oder Schaschlikspieß mehrfach einstechen und nebeneinander auf ein Backblech legen. Solange backen, bis die Auberginen innen ganz weich sind und die Haut dunkel verfärbt.
Das dauert je nach Auberginensorte und Dicke der Frucht 30-60 Minuten.

Die gebackenen Auberginen aus dem Ofen nehmen und solange abkühlen lassen, bis man sie gut anfassen kann.
Halbieren und das gebackene Fruchtfleisch auslöffeln, in einer Schüssel sammeln.

Das Fruchtfleisch mit Tahini, Zitronensaft und Olivenöl Im Mixer fein pürieren oder durch den Fleischwolf geben.
Den Knoblauch putzen und durch eine Presse geben, unter die Auberginenmasse heben und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Oliven fein hacken, die Petersilie waschen und mittelfein wiegen, beides auf das Baba Ganoush geben und mit Fladenbrot servieren.

Mispel-Apfelmus mit feinstem Parfum

Die Geschichte meines Mispelbaums habe ich ja schon einmal erzählt, als es um die Mispelsauce ging. 3 Jahre ist das nun her und der Mispelbaum ist mittlerweile – in seinem achten Standjahr – zu einem stattlichen, schön gewachsenem Bäumchen herangewachsen und er trägt sehr gut.
Ich war dieses Jahr zwar nicht sehr motiviert, etwas aus den Mispeln herzustellen, da die Zeit auch ohne die aufwändige Verarbeitung von Mispeln knapp ist, aber unsere Tochter hat ganz ambitioniert einige Steigen voll Mispeln geerntet, mithilfe einer Schubkarre zum Haus gebracht und sauber und ordentlich nebeneinander in Kisten gestapelt zum Reifen in den Windfang gestellt.
Soviel Mühe muss belohnt werden und ausserdem hörte ich vor einiger Zeit von einem mit Mispeln aromatisierten Apfelmus, was ich irgendwann mal testen wollte. Weiterlesen

Bubert – ein baltischer Grießbrei

An sich könnte man sagen, dass Grießbrei in meiner Familie eine besondere Rolle spielt. Bewusst wird es mir allerdings erst jetzt im fortgeschrittenen Alter und mit 2 kleinen Kindern, für die Grießbrei anscheinend das gleiche Soulfood geworden ist, wie er es für mich einmal war und vielleicht in gewisser Hinsicht auch immer noch ist.
Interessanterweise bereite ich den Grießbrei so zu wie meine Oma und nicht wie meine Mutter – obwohl meine Mutter ihre Variante doch recht häufig bereitete, wenn Klein-Oli von der Schule kam während ich Omas Variante (Bubert) weit weniger häufig aß. Weiterlesen

Eingeweckter Rumänischer Gurkensalat – Olis Variante für ausgereifte Gurken

Jeden Tag lief ich an dem Gurkenbeet vorbei und schätzte die Zahl der großen Gurken, die unter dem immer welker werdenden Laub durchblitzten. 20 Stück nahm ich an waren noch zu ernten. Nachdem die Nächte vor einigen Tagen merklich kühler wurden und die Temperaturen niedrig einstellig, raffte es endlich das letzte Laub der Gurkenpflanzen dahin und zum Vorschein kamen einige ausgereifte Gurken mehr. 42 nämlich.
Aus den ausgewachsenen Früchten von Schlangengurken oder Einlegegurken kann man immer noch prima Schmorgurken machen oder Senfgurken – für Schmorgurken war mir das Wetter aber nun zu kühl – das Gericht schmeckt uns im Sommer besser – und Senfgurken habe ich diesen Sommer schon zu Genüge in allerlei Variationen eingemacht. Weiterlesen