Preiswerter Schneckenschutz im Hochbeet – es funktioniert!


Ich könnte tanzen vor Glück – endlich scheint eine brauch- und bezahlbare Lösung gegen die Schneckenplage in Sicht!

Was war das für ein Schneckenjahr –Tausende von diesen braunen Nacktschnecken aus den Beeten gesammelt. Jeden Tag eine Sammelrunde morgens und abends. Es schienen nicht weniger zu werden. Gurken, Kürbis, Zucchini, Möhren, Salate – alles mehrfach angesät und immer wieder von den Schnecken vernichtet. Bei den Gurken- und Zucchinipflanzen haben sie sogar den Stamm angeknabbert, so dass die auch eingingen. Dieses Jahr also keine Einlegegurken und an Möhren ist nicht zu denken. Erst eine kleine Zucchini von 3 Pflanzen geerntet, alle anderen abgefressen. Ich hätte heulen können – und habe es auch ein paar Mal getan.

Schneckenkragen aus Kunststoff gekauft – funktionierte nur so lange, wie die Pflanze noch klein war, und das auch nicht immer. Teure Lösung, denn die Krägen kosten zwischen 1,50 und 4 Euro das Stück, und wenn die Pflanzen so groß sind, das man glaubt, die Schnecken kämen nicht mehr rein, kann man die Krägen nicht mehr abnehmen & die Schnecken kommen trotzdem.

Ich hab’s auch mit Schneckenkorn probiert, das umweltfreundliche (Ferramol) darf man nur 3 x pro Jahr streuen und nach jedem Regen ist es weg. Das giftige habe ich in diese kleinen regengeschützten Schneckenhäuschen getan – aber da ist ein Lockstoff drin, so dass die Schnecken sich dort extra versammelt haben. Und auf ihrem Weg zu der Schneckenfalle haben sie auch gleich die Keimlinge abgefressen. Ferramol macht bei mir nur im Gewächshaus Sinn, es dort an den Rändern auszustreuen. Da sind jedoch auch kaum Schnecken.

Alle möglichen Tipps ausprobiert, von Pfefferminze über Tannennadeln über sonst was, nichts wirkte. Das einzige, was jedenfalls bis zum nächsten Regen die größeren Pflanzen etwas schützte, war ein Ring aus ziemlich viel Kaffeesatz. Aber nach dem Regen musste nachgestreut werden, und so viel Kaffee trinke ich ja auch nicht.

Also nach weiteren Lösungen gesucht. Es gibt ja diese Schneckenzäune aus Metall. Aber fast 80 Euro pro Hochbeet, das ist einfach finanziell nicht drin. Das System ist aber gut zur Schneckenabwehr – und mir fiel ein, dass ich noch fadenverstärkte Gewächshausfolie hatte, die eine ähnliche Wirkung haben könnte. Also damit ein Testbeet angelegt, 10 cm Folie rund um das Hochbeet festgetackert. Und gebetet. Ein paar Tage vergingen, Schnecken habe ich IM so geschützten Hochbeet nicht mehr entdeckt. Aber ob es wirklich wirkt, da war ich mir nicht sicher. Gestern regnete es nachmittags, es wurde auch früh dunkel. Ab 21 Uhr bin ich jede halbe Stunde mit der Taschenlampe rausgegangen und JUBEL – die Schneckensperre wirkt! Die größeren Schnecken drehen erfolglos ab. Gegen die kleineren hilft wohl nur, die Folie wirklich dicht an dicht anzutackern.

Ach ja, und in die Ecken der Hochbeete habe ich noch je 1 TL Kalkstickstoff getreut, weil ich hörte, dass auch dieser gegen Schnecken helfen soll. Reine Vorsichtsmaßnahme.

8 Gedanken zu „Preiswerter Schneckenschutz im Hochbeet – es funktioniert!

  1. Denise Paché

    Wow!! Danke für diesen super Tipp! Werden wir nächstes Jahr auf alle Fälle ausprobieren… auf dem Sonnenacker hab ich ja – toi, toi, toi – keine Probleme mit Schnecken, aber bei uns im Garten macht mein Mann auch immer seine morgendliche und abendliche Runde… Hegt und pflegt jedes Pflänzlein, schützt sie mit übergestülpten Gefäßen und zieht seine Runden mit der Gartenschere… 😦 wenn diese Ränder auch nur etwas Erleichterung bringen ist das ein 100% ige Verbesserung 😀

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  2. gruenschreiber

    Das werde ich auch für nächstes Jahr ausprobieren. Dieses Jahr war es eine echte Schneckenplage und alles, was außerhalb des verzinkten Schnecken-Zauns wuchs, wuchs da nicht sehr lange. Da diese festen Schneckenzäune aber teuer sind, wollte ich nicht noch mehr davon kaufen. Dieser feine Draht klingt nach einer guten Alternative. Danke für den Tipp. 🙂

    Antwort
  3. Oli@Landidylle

    Ich kann mich grad etwas ärgern, dass unsere Hochbeete so rustikal mit Ecken und Kanten sind. Finde ich sonst ja chic und stimmig aber zum Anbringen von Schneckenschutz eher mässig. Trotzdem werde ich mir unsere Gewebefolie mal vorholen und gucken, was sich machen lässt. Denn wie ich schon berichtete war der Grad der Vernichtung hier dieses Jahr auch mit keiner ernsthaften Selbstversorgung vereinbar.
    Heißen Dank für den Bericht und ich freue mich, mir das Konstrukt ganz bald in natura anzusehen.
    LG Oli

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  4. elsie

    Bei mir helfen, zumindest für ein paar Tage, grob zerkleinerte Eierschalen. Allerdings ist mein Nutzgarten nicht besonders groß, denn schon wegen des Klimas und des Bodens kann ich nicht viel anbauen und ernten. Aber um die Petersilie herum gestreut sind Eierschalen eine gute Barriere. Die Menge freilich, um dauerhaft zu schützen, kommt bei mir leider nicht zusammen.

    lg elsie

    Antwort
  5. Anne

    ach diese Biester! das tut mir wirklich leid! bei uns hilft das Absammeln eigentlich ganz gut und ich gebe einfach die Hoffnung nicht auf, dass es über die Jahre besser wird… und Deine Meinung zu den Schneckenkragen teile ich – wenn sie einmal in Benutzung sind, dann sind sie für die Saison vertan, also eher bescheidene Hilfe. trotz allem haben sie aber solange geholfen, bis die Pflanzen groß genug waren. Und: die neuen gefiederten Hofbewohner sind ganz vorzügliche Schneckenjäger, ich muss nur noch sehen, wie ich im Gemüsegarten die Beete schütze. wenn du magst, schick mir doch deine Adresse – Kürbisse und Zucchini kann ich gern gen Norden schicken!
    liebe Grüße aus südost!

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  6. dagehtwas

    Oh, wie fühle und juble ich mit dir! Dieses Absammeln und Absuchen mit der Taschenlampe bei Regen! Das hab ich dieses Jahr auch alles durchgestanden, wegen meinen Kürbis. Letzten Endes hab ich ihn dann mit Hilfe von Sägespänen sehr gut gegen Schnecken verteidigen können. Aber die Mengen an Sägespänen mußte für mehrere Hochbeete erstmal herbekommen…
    Vielen Dank für die super Idee! Wir möchten eventuell auch ein Hochbeet bauen, da werd ich an deine praktikable Schneckenlösung denken ;-).

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    1. baumfrau Autor

      Moin,
      es freut mich so sehr, dass ihr meine Idee auch praktikabel findet!
      Bin gleich im Garten, die anderen Hochbeete „einzäunen“, bevor das Wintergemüse in die Beete kommt -:))
      Liebe Grüße
      Regina

      Antwort

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