Gartenkatzen

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Die Katzen haben die nächste Stufe ihrer angedachten beruflichen Laufbahn eingeschlagen. Nachdem sie erfolgreich rohes Fleisch unter Knurren verspeist, im Windfang einen Vogel gefangen, getötet und gegessen sowie die Jagd ausreichend miteinander und mit Kastanien geübt haben, waren sie nun reif für die Aussenwelt.

Unter normalen Umständen hätte ich sie sehr bald nach dem Einzug in den Garten gelassen, aber die Umstände sind nicht normal im Sinne von natürlich, im Sinne von ‚Landidylle in der Pampa‘ denn eine stark befahrene Strasse läuft am Grundstück entlang – vielleicht der Preis für das Landschaftsschutzgebiet hinter dem Grundstück?gartenkatzen2

Wie dem auch sei, eingezogen bin ich hier mit 2 (kastrierten) Katern, einer ist nach wenigen Tagen verschwunden, einer überlebte anderthalb Jahre – nachdem er einmal recht zerschmettert nach Hause kam und wieder genesen war, dauerte es nicht mehr lange und er war für immer fort. Zuletzt gab es noch Heinzi. Heinzi wurde von mir in einer Nacht und Nebel-Aktion von den Nachbarn geholt während die bessere Hälfte nichtsahnend und versonnen den englischen Rasen die Koppel mähte.gartenkatzen3

Heinzi eroberte Herzen im Sturm, war extrem aufdringlich, verspielt und er wurde von einem Auto erfasst noch bevor er richtig ausgewachsen war. Daraufhin waren wir von Katzen auf diesem Hof ausreichend kuriert und wollten nur noch eine zu uns nehmen, wenn diese uns von alleine aufsuchen würde. Ganz so ist es dann nicht gelaufen, aber letztlich versuchen wir es jetzt nochmals mit Heinzi II und Huberta. Ich schätze Nomen est Omen, denn Huberta ist wesentlich explorativer und forscher als Heinzi, vielleicht wird sie eine gute Jägerin. Wühlmäuse hätten wir genug sowie Mäuse in der Futterkammer und auch anderes Viechzeugs. Während Heinzi gerne am Haus oder bei den Menschen bleibt, pirscht Huberta auf eigene Faust durch den Garten – bevorzugt Nutzgarten, was mich entzückt.gartenkatzen4

Die Enten reagieren sehr neugierig auf die Katzen, diese wiederum finden die Hühner spannender, die Gänse sind Gänse … dem Nachwuchs zufolge hat eine Gans eine Katze gebissen. Da hilft nur offensives Verhalten, besser die Katzen lernen es schnell.
Kaninchen sind interessant, aber nicht übermässig, ob der Wachtelstall schon entdeckt und als Katzenfernsehen benutzt wurde, weiss ich nicht genau.

Also: hoffentlich auf ein langes, glückliches und von gigantischem Jagderfolg geprägtes Katzenleben.

5 Gedanken zu „Gartenkatzen

  1. kampfdenkalorientierchen

    Strassen sind Katzenguillotinen. Nach Statistik werden Katzen in der Schweiz durchschnittlich nur 2Jahre alt! Es gibt Katzen die verstehen dass Autos gefährlich sind, andere nicht. Sobald du die Richtige hast wird sie auch alt. GLG, Bernhard

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Darauf hoffe ich, meine alte Katze, die ich vor Äonen aus Gründen der Standorttreue dieser Kreaturen bei meiner Herkunftsfamilie lassen musste ist auch uralt geworden und die Strasse da ist mindestens so gefährlich wie unsere jetzige.
      Trotzdem, ich mag die beiden noch gar nicht richtig lieb haben aus Angst, dass ich sie von der Strasse sammeln muss …

      Antwort
  2. hannah - fahrtrichtung eden

    Wir haben auch eine Katze, die häufig unseren Garten besucht, ganz zufällig! 🙂 Erst haben wir sie nur an den vielen toten Mäusen auf unseren Beeten erkannt und irgendwann tatsächlich gesehen, eine hübsche weiß-braune 😀 Keine Ahnung, wo sie herkommt, aber sie streift schon seit mindestens einem Jahr durch unseren Garten, obwohl dieser mitten in der Stadt liegt und von großen Straßen umringt ist! Es stimmt wahrscheinlich – sobald einmal die richtige da ist, wird sie die Straße schon packen 😉

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Gut zu hören und gut für euch, dass ihr einen Mausekiller habt. 🙂
      Diese beiden kommen ja vom Bauernhof und haben zumindest schonmal Mistschieber- und Treckerverkehr überlebt.
      Hmm, ob man das vergleichen kann? Warten wir’s ab!

      Antwort
      1. hannah - fahrtrichtung eden

        Ich wünsche den beiden jedenfalls das allerbeste! Ja, einen Mausekiller haben wir… aber aufräumen dürfen nachher immer wir, die Katze lässt die Mäuschen schön auf dem Beet liegen 😦 Die werden ihr dann wohl zu langweilig 🙂

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