Blaubeer-Muffins

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Halt! Stopp! Wer hat an der Uhr gedreht?
Wieso ist die Blaubeersaison auf den Feldern schon wieder zu Ende?
Bei uns im Garten stehen die Heidelbeeren etwas ungünstig. Sie haben im Südwesten einen Knick im Rücken und somit nur von morgens bis (wohlwollend) zum frühen Nachmittag Sonne. Daher reifen sie etwas später. Außerdem haben wir verschiedene Sorten gepflanzt um das Erntefenster etwas auszuweiten. Derzeit tragen die Büsche noch nicht soviele Früchte, als dass man ausreichend Früchte auf einmal für beispielsweise Blaubeer-Muffins sammeln könnte.
Wie gut also, dass es Blaubeerfelder zum Selberpflücken gibt.

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Eine meiner Schwägerinnen hat sich zum Besuch angemeldet und somit war die Gelegenheit günstig, die vorhandenen Blaubeeren zu Muffins zu verarbeiten. Mein altes Rezept war verschollen und ein neues musste her. Möglichst original, falls es so etwas wie DAS Originalrezept überhaupt gibt. Amerikanische Rezepte muss man nicht lange suchen, die findet man zuverlässig und wunderschön präsentiert bei usa-kulinarisch.de.

Wie immer konnte ich mich auch in diesem Fall nicht 100% an das Rezept halten, aber in Grundzügen habe ich dieses hier als Vorlage genommen: Blueberry Muffins. Beschrieben sind sie als ‚DIE klassischen US-Muffins, mit ganz leichtem Maismehlbiss und schwerer Konsistenz‘. Eine schwere Konsistenz haben sie, aber aus Ermangelung von feinem Maismehl habe ich doppelt gemahlenen Hartweizengries genommen.

Das waren meine Zutaten.

  • 125g zerlassene Butter
  • 175g Zucker
  • 1 kleines Ei
  • 1 TL Bio-Vanillezucker
  • etwas Zitronenschale Julienne geschnitten und in Zucker getrocknet
  • 225g Bio-Weizenmehl Type 550
  • 25g doppelt gemahlenen Grieß
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 Prise grobe Meersalz-Körner (ergibt lustige Geschmackserlebnisse weil die erhalten bleiben)
  • 1/2 TL gemahlenen Zimt
  • etwa 125ml Buttermilch
  • gute 200g frische Blaubeeren, eher wohl 300g

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Die Muffinformen habe ich nicht eingefettet weil ich nicht möchte, dass meine Lebensmittel über Gebühr mit der Beschichtung in Berührung kommen. Schlimm genug, dass ich beschichtete Formen gekauft habe, aber wo gibt es noch welche ohne?

Ich habe die Muffinformen also mit Papiermanschetten, Papier-Mufinformen ausgelegt.
Die zerlassene Butter habe ich mit dem Zucker (bis auf 2EL Reserve zum späteren Bestreuen) und dem Vanillezucker verrührt. Dann kam die Buttermilch und das Ei dazu, zum Schluss die Zitronenschale.

In einer separaten Schüssel wurden das Mehl, Grieß, Backpulver, Salz und Zimt verrührt. Die Mehlmischung kommt dann zur Eiermischung und wird nur kurz durchmischt, die Blaubeeren werden auch nur kurz untergehoben und der Teig dann in die Formen gefüllt. Bei 2/3 Füllstand kann man aufhalten, ich hatte allerdings etwas mehr Teig und habe sie ganz voll gemacht. Die restlichen 2EL Zucker werden nun über den Teig gestreut.

Laut Rezept sollen die Heidelbeer-Muffins nun im auf 180°C vorgeheizten Ofen bei Ober- und Unterhitze 20-25 Minuten backen bis sie goldbraun sind und kein Teig mehr kleben bleibt, wenn man ein Holzstäbchen hineinsticht und wieder herauszieht.
Ich habe meine Blaubeer-Muffins mindestens 40 Minuten im Ofen gelassen und sie hätten locker noch 10 Minuten vertragen.

Auf dem Blaubeerhof, wo wir gepflückt haben gibt es viele bunte Handzettel mit interessanten Blaubeer-Rezepten. Unter anderem habe dort Blaubeer-Buchweizenmuffins mit Ingwer, Schmand und Ahornsirup entdeckt. Vermutlich werde ich die noch in dieser Saison testen!

 

 

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