Feigen-Aubergine-Feta-Crème

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Bestimmt kennt ihr die wahnwitzig leckere Feigencrème vom Orientalen auf dem Markt?
Würzig, süsslich und irgendwie bekommt man nie so ganz heraus, was die geheimen Ingredienzen sind. Dieses Zeug hat definitiv einen eingebauten Suchtfaktor. Um es ganz dekadent im großen Stil als alleinigen Sattmacher zu einem frischen Fladenbrot zu essen, ist es aber recht teuer. Ein weiterer guter Grund, die Feigen-Auberginen-Crème selber herzustellen. Wir bauen (noch) keine Feigen an, in meinem alten Garten hatte ich einen Feigenbaum und der trug satt. Überbordend viel. Aber ich gebe zu, dass ich damals nicht so genau wusste, was ich aus den Feigen machen soll und somit sind die meisten dann verkommen. Was für ein Verlust!

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Nun begab es sich, dass die bessere Hälfte von einem Gemüsegroßhändler einen Eimer voll Feigen, Weintrauben und sehr aromatischen kleinen Tomaten geschenkt bekam. Die Weintrauben und Tomaten wurden vom Nachwuchs verschlungen und ich überlegte, was ich nun mit den Feigen anstellen könne. Während ich eine Rezeptseite und einen Blog nach dem anderen nach schmackhaften Feigenrezepten durchsah, formte sich in meinem Hinterkopf ein Gedanke, den ich zuerst nicht greifen konnte. Dann plötzlich war klar: ich muss versuchen eine Weltklasse-Feigencrème herzustellen. Es wurden Rezepte verglichen, Geschmäcker versucht vorzustellen, abgewogen und verworfen und dann ging es zur Tat.

Das Ergebnis ist beeindruckend. Direkt nach der Herstellung probierte ich die Crème und war schon entzückt, wusste aber, dass sie sehr gewinnen würde, wenn sie über Nacht durchzieht. Geifernd und sabbernd brachte ich die Nacht hinter mich, um am nächsten Tag die Feigencrème schwesterlich mit meiner visitierenden Freundin zu verkosten. Diese war mindestens genauso angetan von der Kreation und fragte nach dem genauen Rezept, was ich hiermit versuche zu rekonstruieren:

  • 5 Feigen
  • 1 Aubergine
  • 200g Frischkäse mit Ziegenkäse von Arla
  • 150g Feta
  • Kreuzkümmel
  • Paprika rosenscharf und edelsüß
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Zitronensaft
  • Ahornsirup
  • etwas Salz
  • Olivenöl

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Die Aubergine und die Feigen werden gewaschen und bei 200° auf einem Backblech in den Ofen geschoben. Die Feigen sind zuerst gar; sie sondern Saft ab und können dann zum Abkühlen entnommen werden. Die Aubergine braucht länger, ich habe sie der Länge nach aufgeschnitten, um die Zeit etwas abzukürzen. Die Aubergine muss wirklich ganz gar und cremig sein, die Haut wirft dann Bläschen und bräunt sich. Dann wird auch die Aubergine entnommen und muss etwas abkühlen.

Den Feta würfeln und mit dem Frischkäse in der Küchenmaschine mixen. Den fein gewürfelten Knoblauch zugeben.

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Aus den gebackenen Feigen und der Aubergine das Fruchtfleisch herauskratzen und zu der Feta-Mischung geben. Alles verrühren und die Gewürze nach Belieben zugeben. Ich habe etwa 1/2 gestrichenen TL Kreuzkümmel und jeweils 3/4TL Paprika zugegeben und (wenn ich mich recht entsinne) tatsächlich etwas Salz. Außerdem den Saft einer kleinen halben Zitrone und einen guten Schuss Ahornsirup. Die Crème soll im jetzigen Zustand schon merklich süß sein, später kommt der Knoblauchgeschmack noch sehr viel stärker durch.

Die gut verrührte Masse wird nun gewissenhaft mit dem Zauberstab püriert. Die Konsistenz der Feigencrème ist jetzt erst einmal arg dünnflüssig, das gibt sich beim Durchziehen!

Ich habe die Crème luftdicht verschlossen über Nacht in den Kühlschrank getan, danach war sie recht fest. Rührt man sie nun nochmal flott mit der Gabel durch, bekommt sie genau die richtige Konsistenz. Dazu passt frisch gebackenes Fladenbrot, ein perfektes sicherlich noch besser als meines.

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