Agretti – ein ernüchterndes Resümee

agretti

Dieses Jahr habe ich zum ersten und wahrscheinlich letzten Mal Agretti, aka ‚Salsola soda‘ oder ‚Salzkraut‘ angebaut. Beim Kräuter-Dealer meines Vertrauens wird das Zeug als ‚Neues, knackiges Gemüse aus Italien‘ angepriesen. Ein Geheimtipp, der „in jüngster Zeit in guten italienischen Restaurants als Feinschmeckergemüse oder knackiger Salat serviert“ wird. Bemüht man die Google-Bildersuche kann man zähneknirschend gigantische Bündel von Agretti bestaunen. Hier bei mir nicht!

Das magere Elend oben im Bild ist die eine! Pflanze, die ich aus einer ganzen Packung Saatgut gezogen habe. Mittlerweile weiss ich zumindest, dass es nicht an mir liegt, sondern Salzkraut sich bei den meisten vielen so zickig verhält. Wobei die Kundenbewertungen im Shop widersprüchlicherweise durchgehend überschwänglich sind.

Im Verlauf des Sommers wuchs das Kraut langsam vor sich hin, zu langsam, als dass ich mich wirklich reinen Gewissens getraut hätte, ein gutes Stück zu probieren. Es blieb bei einem Mini-Happen. Laut Rühlemann sind die Pflanzen nach 60 Tagen erntereif, sollten dann auch verzehrt werden, weil sie später zäh werden. Tja, hätte ich das nur getan! Ich wollte die überlebende Pflanze hätscheln und pflegen und habe sie – als das Klima ekliger wurde – mit ins Haus genommen. Und nun geht sie ein. Ohne Ernte.

2 Gedanken zu „Agretti – ein ernüchterndes Resümee

  1. Rita Vitt

    Hallo Oli,
    ich pflanze schon einige Jahre Agretti im Bauerngarten. Im ersten Jahr habe ich fleisig Samen geerntet von vielen großen Pflanzen. Da er sich aber selbst ausgesät hat mache ich das nicht mehr.
    Auch jetzt sind die Sämlinge schon wieder 3 – 5 cm groß und haben -5°C ausgehalten. Ich verpflanze sie in den nächsten Tagen in Reihe und freu mich auf eine schöne Ernte, die ich in den letzten 4 Jahren immer hatte.
    Der Samen ist übrigens nur ein Jahr keimfähig, vielleicht deshalb die geringe Ausbeute bei Ihnen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Rita Vitt
    Bauerngärtnerin aus dem Schwarzwald

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Vielen Dank für ihre Hinweise liebe Rita, die klingen sehr wertvoll. Ich werde es mit Agretti dann nochmals probieren, das wäre ja schön, wenn es doch mal klappt.
      Grüße aus Norddeutschland,
      Oli

      Antwort

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