Schlagwort-Archive: Selbstversorgung

Gartenrundgang Anfang Juno & Vorstellung der Bresse-Hühner

Blühender Salbei, weiße Pfingstrose, Erdbeerminze, Zierapfel, Holunder

Ich nehme euch schnell mit auf einen Gartenrundgang aus Anfang Juni. Wir haben anscheinend kaum Frühblüher, aber so langsam geht es hier nun auch los mit überbordender Blütenfülle. Derzeit ist augenscheinlich blau und blau-violett dran: Salbei, Storchschnabel, Iris, Bergflockenblumen, wilde Stiefmütterchen, Thymian, Rosmarin und die Kornblumen sind auch bald dran.
Es herrscht eine Üppigkeit und Fülle, die man sich noch im März nicht vorstellen konnte – oder geht es nur mir so: im Winter und Frühjahr kommt mir der Garten so karg und leer vor, als würden überall freie Plätze darauf warten, mit Bäumen und Sträuchern gefüllt zu werden und im Sommer dann weiß ich beim besten Willen nicht mehr, wo ich leere Plätze entdecken konnte.

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Gartenrundgang Mai

Ein Gartenrundgang quer durch den Mai, denn entgegen aller guter Absichten werde ich es wohl nicht schaffen, die Rundgänge alle 2 Wochen zu machen. Dieser Mai ist ein wunderschöner! Herrlicher Frühsommer mit wenig Wind und strahlend blauem Himmel so wie wir es hier oben in Schleswig-Holstein sehr lange nicht mehr gesehen haben.
Die Windmüller sind nicht erfreut aber die Pflanzen und die Menschen leben auf, auch ich kann mich gar nicht sattsehen an dem frischen Grün, den Formen und Farben und dem neuen Leben. Zwar sind die Gemüsepflanzen durch das kalte Frühjahr noch zurück und ich habe es noch immer nicht geschafft, alle Zöglinge auszupflanzen aber nun trennen mich nur noch der Kauf von etlichen Pflanztöpfen sowie mehrerer Wagenladungen Erde davon – denn: wir haben nun einen Folientunnel in der Größe, wo ich vermutlich auf längere Sicht nicht auf Platzprobleme stoßen werde! Seht selbst. Weiterlesen

Gartenrundgang quer durch den April

Wunderschöne Birnenblüte – blieb leider großteils unbefruchtet

Bevor der Beitrag zum Rückblick auf den April kommt, schiebe ich noch schnell einen Gartenrundgang quer durch denselben ein. Immerhin entwickelt sich die Natur nun so rasch, dass eine Lücke bei den Gartenrundgängen im Jahresverlauf nun wieder doof auffallen würde. Es wird sogar Zeit, nun wieder alle 2 Wochen den Stand der Dinge zu dokumentieren.
Der April brachte uns wettermässig die volle Bandbreite; vom strahlendem Sonnenschein und angenehmer Wärme schwang das Wetter in Minuten um zu Hagel und Sturmböen. Ist auch alles schön und gut und kommt nicht überraschend, für alle, die ernsthaften Ertrag aus ihrem Garten oder ihren Plantagen holen wollen allerdings, war dieser Saisonauftakt ein herber Schlag, denn es gab in der Mitte des Monats knackige Nachtfröste, die den in Vollblüte stehenden Obstbäumen sehr zusetzten und ausserdem war es meist zu windig und zu regnerisch für die Bestäuber. Ich habe einige wenige Hummeln gesehen und so gut wie keine Honigbienen. Bei Kirschen, Nashi und der uralten Birne mache ich mir dieses Jahr also wenig Hoffnung auf Ertrag. Weiterlesen

Gartenrundgang März

Der Vollständigkeit halber ein schneller und noch wenig ansehnlicher Gartenrundgang aus dem März, der ja nun auch schon wieder einige Wochen zurückliegt. Die Natur entwickelt sich gerade rasant und da wäre es ja ärgerlich, wenn der Beginn des sich wieder regenden Lebens nicht dokumentiert würde.

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Schwarzwurzeln & Rapunzel mit gebratenen Steinpilzen auf Wildreis

Ein Wintersalat mit abwechslungsreichen und sehr gut harmonierenden Aromen, für den man die Zutaten auch im Fast-Frühling noch im Garten, im Lager und in der Speisekammer findet.
Mein Feldsalat hat auch in dieser Saison nicht das gewünschte Ergebnis gebracht, obwohl ich den heißen Tipp der Frau Eifgental versuchte und ihn sich an Ort und Stelle aussamen liess. Ich bin mir sicher, dass die Winterabdeckung mit Laub etwas zu gut gemeint war. Die Schwarzwurzeln hingegen waren ein voller Erfolg und die Anbaumethode definitiv empfehlenswert. Die getrockneten Steinpilze waren ein Geschenk vom ‚Waldmenschen‘ und seiner Frau und Wildreis können wir hier in Schleswig-Holstein sicher auch bald anbauen wenn ich den neuesten Prognosen zur Klimaerwärmung Glauben schenken darf.  Weiterlesen

Schwarzwurzelanbau im Hochbeet – ein Rückblick


In der Saison 2016/2017 habe ich zum ersten Mal überhaupt Schwarzwurzeln (Scorzonera hispanica) angebaut und möchte nun kurz die Erfahrungen notieren. Es wurden die einjährigen Schwarzwurzeln von Dreschflegel benutzt. Laut Dreschflegel eine der ersten Sorten, die „für die Nutzung schon im ersten Jahr gezüchtet wurde“.
Diese Sorte kann in unserem Kleinklima das Beet rund um’s Jahr belegen. Gesät wird ab März und die letzten Schwarzwurzeln kann man dann im folgenden März roden. Erste Ernten lohnen sich ab Oktober. Da die Pflanzen komplett winterhart sind, lohnt sich der Anbau in wintermilden Gebieten vor allem als immer frisch zu erntendes Wintergemüse.
Diese Sorte bildet eine lange, zylinderförmige Wurzel, was beim Anbau im Hochbeet mit humoser, lockerer Erde zu einem reichen Ertrag führt. Bei schwerem Boden baut man vielleicht lieber eine der Sorten mit kürzeren, stumpferen Wurzeln an. Selbst in unserer Hochbeeterde, die in der oberen Schicht aus 50/50 Humus besteht, war die Ernte mitunter ein wenig kniffelig, weil die Spitzen der Wurzeln nicht abbrechen sollen.
Dann tritt weißer Milchsaft aus der Wurzel aus und sie büsst von ihrer Haltbarkeit ein. Weiterlesen

Aussaaten + Pflanzungen mit Terminen 2017

knoblauch-brutzwiebeln

Auch dieses Jahr werden die Aussaaten und Pflanzungen als Gedächtnisstütze für mich und für diejenigen, die es interessiert, festgehalten. Wie jedes Jahr stelle ich jetzt schon fest, dass ich zu wenig Beetfläche habe, wie jedes Jahr habe ich den Eindruck, dass ich etwas spät dran bin und wie jedes Jahr habe ich mir vorgenommen, mich auf das Wesentliche zubeschränken.
Vermutlich werde ich tatsächlich zu wenig Beetfläche haben, wahrscheinlich liege ich pi mal Daumen gar nicht so schlecht in der Zeit und das Wesentliche kommt möglicherweise etwas zu kurz zugunsten von mannigfaltigen Experimenten und Dutzenden neuen Sorten, die ich gekauft und getauscht habe. Die Übersicht über alle angebauten Sorten und Arten 2017 findet sich wie immer unter der Anbauplanung Nutzgarten, nämlich hier, ist allerdings noch nicht/nicht mehr aktuell und man kann nur hoffen, dass sie es überhaupt einmal wird. Weiterlesen

Zwiebelhonig gegen Atemwegserkrankungen

Zwiebelhonig als Schleimlöser

Weiter geht es mit der Sammlung von Hausmitteln bei Erkältungen. Noch bekannter als Rettichsirup scheint Zwiebelhonig zu sein. Die Arten der Zubereitung unterscheiden sich dabei, teilweise wird aufgekocht, manchmal zuerst aus der Zwiebel zusammen mit Wasser ein Sud hergestellt. Auch über die Haltbarkeit gibt es verschiedene Angaben. Gerade heute telefonierte ich mit einer Bekannten, die auch noch über altes volksmedizinisches Wissen verfügt, bei ihrer Großmutter stand das Glas mit Zwiebelhonig auf dem Herd parat.
Ich zeige also das Rezept, was ich kenne und würde vorschlagen, dass wir andere Zubereitungsarten in den Kommentaren sammeln, die kann ich später im Artikel auflisten. Weiterlesen

Endlich mal: Eine beheizte Wintertränke im Hühnerstall

Wintertränke beheizt mit Kerze, ein Erd-Stövchen

An sich nicht der Rede wert, wäre es nicht so traurig, dass ich es jetzt erst geschafft habe, eine Wintertränke für die Hühner zu konstruieren zusammen zu pfuschen. Bislang schleppte ich je nach Temperatur zweimal am Tag warmes Wasser in die Voliere. Legehennen müssen zwingend immer ausreichend Wasser zur Verfügung haben, sie haben einen Hochleistungskreislauf der sie zwingt 70 bis über 90% Eier zu legen und nur wenn ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden kann, können Eier produziert werden. Ziemlich logisch. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Problem von einfrierenden Hühnertränken zu lösen, ich habe mich für eine günstige low tech-Variante entschieden. Weiterlesen

Auf der Suche nach den Judasohren & Überlegungen dazu. Ein Spaziergang durch Holunder & Spülfelder

Feuchte Wiesen mit Wollgras und Rohrkolben

Der Januar ist kein schlechter Monat, um Judasohren (Auricularia auricula-judae) zu sammeln. Nicht schlechter als jeder andere Monat zumindest – und da der gewöhnliche Selbstversorger im Winter weit weniger mit dem Garten und der Verarbeitung etwaiger Ernten zu tun hat, sondern eher mit dem Verzehr selbiger und dem Anfeuern von Öfen sowie der Lektüre von spezifischer Literatur und der Anbauplanung – ist der Januar sogar weit besser geeignet. Soweit zumindest die Theorie. In der Praxis werden meine Bücherstapel kaum niedriger und auch die Anbauplanung steht noch nicht. Der Verzehr von Speisen läuft hingegen gewohnt gut und zu diesem Behufe habe ich mich mit dem Nachwuchs auf den Weg gemacht, um Nachschub zu sichern. Wenn man schon nicht erntet, kann man ja wenigstens sammeln oder jagen. Weiterlesen