Eine bunte Hühnerschar

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Nachdem gestern, wie geplant, die 8 Vorwerkhähne geschlachtet wurden und es noch eine Weile dauert, bis 1. neue Vorwerkhennen kommen und 2. diese überhaupt anfangen zu legen, war es nur folgerichtig jetzt gleich und direkt weitere Hühner zu kaufen und zu den verbleibenden Hennen zu setzen. Insbesondere auch deswegen, damit alle gleichzeitig in eine neue Situation kommen und sich nicht aufgrund von älteren Rechten und Territorialverhalten Streitigkeiten ergeben, die über das normale Maß hinausgehen.

Während die 8 Hähne auf die Reise zum Schlachter gegangen sind, bin ich, bestückt mit einer Hundetransportbox zum Markt gefahren. Eine möglichst bunte, zusätzliche Hühnerschar sollte angeschafft werden – und zwar sowohl bunt vom Federkleid und von der Rasse, als auch in der Lage bunte Eier zu legen.
Zumindest Grünleger hatte ich beim Hühnermann auf dem Markt schon gesehen. Der Vorteil, so dachte ich mir, wäre ja auch, dass wir die weißen Eier von den Vorwerkhennen dann gut von beigen, braunen, roten und grünen der anderen Hennen separieren können, weil ja an sich nur Vorwerks vermehrt werden sollen. Soweit der Plan, einzig die Schicksalsfäden wurden anders gesponnen. Es war nämlich Jahrmarkt. Der echte Markt wurde dadurch in die Einkaufsstrasse gedrängt, die Stände standen völlig falsch und die beiden Hühnerhöker waren gar nicht da.

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Ein Gang über den gesamten Markt, an der einen Hand ein Kind, in der anderen die Hundebox, dauerte ewig, brachte zahlreichen Menschen blaue Flecken ein (vor allem mir) und bestätigte den ersten Eindruck: keine Hühner da.

Wenn man einem Kind verspricht, dass es sich ein eigenes Huhn aussuchen darf, muss man das natürlich einhalten sagte ich mir. Also haben wir kurzerhand die Pläne für den Tag über Bord geworfen und haben stattdessen einen Hühnerkauf-Halbtagesausflug gemacht.

Im hohen höheren Norden befindet sich ein Hühnerdealer, der uns empfohlen wurde. Der Eindruck war sehr gut, Hühner in rauen Mengen vorhanden, allerdings keine Grünleger. Macht nichts, 4 verschiedene Rassen ausgesucht und eine graue Königsberger, eine weiße Sussex, eine schwarze Sussex und eine Sperberhenne eingepackt und fast los.

Die Auswahl der ‚Rassen‘ kam mir gleich bekannt vor, ich bin mir dessen bewusst, dass es Legehybriden der Firma Lohmann sind und nicht, wie die Namen versprechen sollen, Rassehühner. Für jetzt ist das OK für uns. Die Tiere überbrücken die eierfreie Zeit bis die Vorwerkdamen zu legen beginnen, sie sind hübsch anzusehen und sicherlich werden wir im Lauf der Zeit ohnehin auf irgendwelchen Wegen zu einer bunten Rassehühnerschar kommen.

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Die Hühner vertrugen sich erstaunlich gut. Noch besser als erhofft. Die Vorwerkdamen waren vorübergehend ’not amused‘, dass erst alle Hähne weg waren und dann plötzlich die trivialen Konkurrentinnen auftauchten. Sie hackten daraufhin kurz und zaghaft. Das war aber sehr harmlos und schon heute scharrten und pickten die Tiere einträchtig nebeneinander. Und siehe da, plötzlich am Nachmittag gab es das erste Ei. Ein gutes Gefühl, dass auch die kontinuierliche Eiweißversorgung vom lebenden Tier und im kleinen Stil jetzt vom eigenen Hof kommt. Die Sperberin war es wohl, sie hat uns ein Mini-Ei geschenkt.

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