Schlagwort-Archive: Gemüse

Selbst gemachtes Suppenpulver aus ‚Küchenabfällen‘

Alle möglichen Abschnitte, Überschüsse und Reste von Suppengemüse zu trocknen und als Suppenpulver zu verwenden ist zwar mitnichten etwas Neues, doch es schadet wohl nicht, noch einmal darauf hinzuweisen, dass es extrem leicht & schnell gemacht und super praktisch ist.
Und sei es als Memo an mich selbst.
Denn seit bei uns keine Kaninchen mehr wohnen (können) fällt so einiges Grünzeug an, über das ich mir früher keine Gedanken machen musste. Die Hühner fressen längst nicht alles zumal sie sich aus dem reichen Sortiment des Gartens frei bedienen können und somit müssen wir unsere Reste selber vertilgen. Weiterlesen

Broccolicrèmesuppe à la Selbstversorger

Gesetzt den Fall, man hat Anfang März seinen Broccoli ausgesät, ihn 2 Monate gehätschelt, abgehärtet, dann in beste Erde ins Freiland gesetzt und es sogar geschafft, ihn vor dem Kohlweißling und den Schnecken zu retten – ja dann wird man wohl kaum auf die Idee kommen, die Blätter und Strünke vom Broccoli zu entsorgen, wenn man sich die wahrscheinlich aromatischten Broccoli-Knospen der Welt genüsslich zu Gemüte geführt hat. (Z.B. als Farfalle in Verde)
Warum auch? Wenn man weiß, wie und worin der Broccoli wuchs und wann der beste Zeitpunkt zum Ernten ist, wenn man auf einen niedrigen Nitratgehalt spekuliert, ist man meiner Meinung nach auf der sicheren Seite.
Und wer auf gekauften Broccoli zurückgreifen muss, dem sei gesagt, dass der Strunk zwar wesentlich mehr Nitrat enthält als der Rest der Pflanze, Broccoli allgemein aber zu den nitratarmen Gemüsen gehört und viele Salate ihn da locker um ein mehrfaches schlagen können.
Vielleicht aber interessiert sich ausser mir auch kaum jemand für diese Details.

Wie auch immer, es gibt insgesamt kaum einen Grund, die Hälfte vom Broccoli zu entsorgen. Strunk und Blätter ergeben nämlich im Nu diese köstliche Suppe! Weiterlesen

Gebackener Auberginensalat mit scharfer Minz-Salsa und Butter-Couscous

Neulich habe ich neben Ratatouille eine weitere, sehr leckere Möglichkeit gefunden, große Mengen an Paprika, Auberginen und Tomaten zu verwerten. Dazu frische Schalotten und jede Menge Knoblauch offen gebacken im Ofen – herrlich!
Das Rezept stammt von Cooketteria, einem Kochblog, das ich ohnehin ans Herz legen kann weil dort schön viel experimentiert wird, nicht jede Welle mitgeritten und es – zumindest für mich – jede Menge zu stöbern gibt. Und wegen eines Experiments war ich auch dort, als ich den Auberginensalat fand. Bei der Gelegenheit fiel mir wieder auf, dass ich viel zu selten meine ausserhalb des WordPress-Universums abonnierten Blogs besuche. WP in Zusammenhang mit Gravatar macht es einem einfach, aufgrund der Features und Einstellungen schnell und bequem alles zu erledigen, was es innerhalb der WP-Gemeinschaft zu tun gibt und allzu schnell geraten Blogs von anderen Plattformen ins Hintertreffen.
Und das ist schade drum. Dieser Auberginensalat ist ein gutes Beispiel dafür. Weiterlesen

Mehr Sommerrezepte: Ratatouille aus dem eigenen Sommergemüse

Dank Gewächshaus ist für uns hier oben in Norddeutschland nun auch die Zeit gekommen, in der wir mitten im Sommer aus dem vollen schöpfen können, was Sommergemüse angeht. Mag sich witzig anhören, ist es aber nur bedingt wenn man es gewohnt ist, die Tomaten dank Braunfäule gar nicht zu ernten, die Paprikas erst mit dem ersten Frost und Auberginen sowieso schonmal gar nicht. Bleiben Zucchini. Na, Zucchinischwemme kann jawohl wirklich jeder, dazu braucht man kein privilegiertes Klima.

Versetzt man sich also ernsthaft in unsere bisherige Lage, kann man sich vielleicht ansatzweise die Freude vorstellen, die uns täglich überkommt, wenn wir einen Gang durch den Folientunnel machen und übervolle Auberginenpflanzen sehen, leckerste Tomaten der verschiedensten Sorten und Paprikapflanzen, die unter der Last der Früchte sich biegen. Und die Früchte sind nicht nur Spitzpaprika! Nein nein, die meisten sind besonders wärmeliebende Blockpaprika und auch diese verfärben sich gelb bzw. rot. Herrlich!

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Bratreis mit Sommergemüse: Roter Meier, Karotte, Zuckerschote, Speise-Chrysantheme und Stauden-Buchweizen

Eine wesentliche Lehre, die ich in den vergangenen Jahren im Garten gelernt habe ist die, dass es meist mehr zu ernten gibt, als man zunächst denkt. Ein paar Blätter hier, 2 Wurzeln dort, einige Kräuter und dazu ein wenig Reis, Nudeln oder Kartoffeln, vielleicht noch etwas Speck oder Ei und schon hat man ein vollwertiges, frisches und leckeres Mahl beisammen. Jedes Mal ein wenig anders und immer fast noch lebendig auf den Teller. Für diesen echten Luxus muss sich das Gemüse nicht erst für einen langsamen Tod ins Flugzeug setzen, echter Luxus ist quicklebendig und wächst vor der Haustür. Weiterlesen

Louisiana Gumbo

Auf besonderen Wunsch schiebe ich ein Rezept ein, was sich derzeit leider nicht ganz aus den Erzeugnissen des Gartens herstellen lässt, aber kommt Folientunnel, kommt Okra – hoffe ich. Große Garnelen haben wir hier nicht und die kleinen Garnelen aka Nordsee-Krabben werden immer seltener, sodass man sich selbst als Norddeutscher kaum noch ein Krabbenbrötchen leisten kann. Garnelen sind beim Gumbo nicht unbedingt notwendig, aber sie passen schon mächtig gut. Wer eine nachhaltige Variante bevorzugt, könnte sich an der Zubereitung chinesischer Wollhandkrabben versuchen. Die haben wir hier massenhaft, sie lassen sich sehr leicht fangen und in China sind sie eine Delikatesse. Einzig die Aufbereitung ist wohl etwas speziell, wie man bei Ting Ting lesen kann. Auch dazu habe ich eine Idee, und die wäre die perfekte Überleitung zum Hühnchenfleisch. Wer mich kennt, weiss Bescheid …

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Schwarzwurzelanbau im Hochbeet – ein Rückblick


In der Saison 2016/2017 habe ich zum ersten Mal überhaupt Schwarzwurzeln (Scorzonera hispanica) angebaut und möchte nun kurz die Erfahrungen notieren. Es wurden die einjährigen Schwarzwurzeln von Dreschflegel benutzt. Laut Dreschflegel eine der ersten Sorten, die „für die Nutzung schon im ersten Jahr gezüchtet wurde“.
Diese Sorte kann in unserem Kleinklima das Beet rund um’s Jahr belegen. Gesät wird ab März und die letzten Schwarzwurzeln kann man dann im folgenden März roden. Erste Ernten lohnen sich ab Oktober. Da die Pflanzen komplett winterhart sind, lohnt sich der Anbau in wintermilden Gebieten vor allem als immer frisch zu erntendes Wintergemüse.
Diese Sorte bildet eine lange, zylinderförmige Wurzel, was beim Anbau im Hochbeet mit humoser, lockerer Erde zu einem reichen Ertrag führt. Bei schwerem Boden baut man vielleicht lieber eine der Sorten mit kürzeren, stumpferen Wurzeln an. Selbst in unserer Hochbeeterde, die in der oberen Schicht aus 50/50 Humus besteht, war die Ernte mitunter ein wenig kniffelig, weil die Spitzen der Wurzeln nicht abbrechen sollen.
Dann tritt weißer Milchsaft aus der Wurzel aus und sie büsst von ihrer Haltbarkeit ein. Weiterlesen

Aussaaten + Pflanzungen mit Terminen 2017

knoblauch-brutzwiebeln

Auch dieses Jahr werden die Aussaaten und Pflanzungen als Gedächtnisstütze für mich und für diejenigen, die es interessiert, festgehalten. Wie jedes Jahr stelle ich jetzt schon fest, dass ich zu wenig Beetfläche habe, wie jedes Jahr habe ich den Eindruck, dass ich etwas spät dran bin und wie jedes Jahr habe ich mir vorgenommen, mich auf das Wesentliche zubeschränken.
Vermutlich werde ich tatsächlich zu wenig Beetfläche haben, wahrscheinlich liege ich pi mal Daumen gar nicht so schlecht in der Zeit und das Wesentliche kommt möglicherweise etwas zu kurz zugunsten von mannigfaltigen Experimenten und Dutzenden neuen Sorten, die ich gekauft und getauscht habe. Die Übersicht über alle angebauten Sorten und Arten 2017 findet sich wie immer unter der Anbauplanung Nutzgarten, nämlich hier, ist allerdings noch nicht/nicht mehr aktuell und man kann nur hoffen, dass sie es überhaupt einmal wird. Weiterlesen

Zwiebelhonig gegen Atemwegserkrankungen

Zwiebelhonig als Schleimlöser

Weiter geht es mit der Sammlung von Hausmitteln bei Erkältungen. Noch bekannter als Rettichsirup scheint Zwiebelhonig zu sein. Die Arten der Zubereitung unterscheiden sich dabei, teilweise wird aufgekocht, manchmal zuerst aus der Zwiebel zusammen mit Wasser ein Sud hergestellt. Auch über die Haltbarkeit gibt es verschiedene Angaben. Gerade heute telefonierte ich mit einer Bekannten, die auch noch über altes volksmedizinisches Wissen verfügt, bei ihrer Großmutter stand das Glas mit Zwiebelhonig auf dem Herd parat.
Ich zeige also das Rezept, was ich kenne und würde vorschlagen, dass wir andere Zubereitungsarten in den Kommentaren sammeln, die kann ich später im Artikel auflisten. Weiterlesen

Hustensirup aus schwarzem runden Winterrettich & ein Vergleich mit weißem Sommerrettich

Rettichsirup als Hustensaft tropft ins Glas

Vor ziemlich genau einem halben Jahr habe ich aufgrund aktuellen Bedarfs recherchiert und getestet, wie gut sich langer, weißer Sommerrettich zur Herstellung von Hustensaft eignet. Sehr, sehr gut war in meinem speziellen Fall das Ergebnis.
Vor 6 Monaten galt wie heute: Weiterlesen