Wasser einlagern?

kein wasser

Ich glaube Wasser einzulagern ist ein Punkt, über den sich einige Menschen gar keine und andere große Gedanken machen – dazwischen scheint es nicht viel zu geben.
In dem Haus, was ich früher gemietet hatte – inmitten der Wälder auf dem Berg – gab es 2 Brunnen, die Haus und Garten mit Wasser versorgt haben. Benötigte man im Sommer viel Wasser im Garten wurde es drinnen knapp. Fiel mal wieder die Wasserpumpe aus, gab es gar kein Wasser. Auf die Idee, mir einige Kanister voll Wasser in eine ungenutzte Nische zu stellen kam ich also erst durch die praktische Erfahrung der Wasserknappheit. (Und wie man das Wasser dann sauber hält, darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht!) Es ist schon ziemlich nervig nicht duschen zu können wann man will, sich nicht einmal einen Kaffee oder Tee kochen zu können setzt dem ganzen die Krone auf und der verwöhnte Mensch von heute ist gestresst.
Hier im Dorf haben wir eine Wassergenossenschaft, einige wenige Haushalte und Höfe werden durch ein Wasserwerk versorgt, was dementsprechend klein ist – und störungsanfälliger als man es vielleicht aus Städten gewohnt ist.

Trotzdem möchte ich diese dörfliche Autarkie nicht missen. Eine eigene, unabhängige Wasserversorgung im Dorf zu haben ist ein hohes und schützenswertes Gut wie ich finde.
Leider passieren Störungen immer dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann und nicht damit rechnet. Klar, wer rechnet auch wirklich damit, dass etwas selbstverständliches nicht funktioniert? Und selbstverständlich ist es für die meisten von uns nunmal, dass Wasser läuft wenn man den Hahn aufdreht, dass es warm wird wenn man den Regler der Heizung betätigt, dass man jederzeit taghelles Licht im Haus haben kann ohne wie frühere Generationen auf jahreszeitliche Unterschiede der Tageslängen zu achten und auf Tranfunzeln oder anderes Schummerlicht angewiesen zu sein. Praktisch.

kein wasser 2Und wie bei vielen anderen Errungenschaften des modernen Lebens ist es auch hier wohl so, dass die vermeintliche Selbstverständlichkeit zu Gedankenlosigkeit führt – man setzt voraus, dass dieser Zustand immer da ist und ist dementsprechend abhängig und aufgeschmissen, wenn die benutzte Toilette nicht abgespült werden kann, sich das schmutzige Geschirr in der Spüle stapelt (und sauberes Geschirr irgendwann ausgeht), schnell eine Fahrt zur nächsten Tankstelle ansteht um Wasser in Flaschen für den Kaffee zu kaufen oder – oh Graus – man einen Tag nicht duschen kann! Fragt mich nicht, woher ich das weiss …

Die jüngsten verheerenden Überschwemmungen mit Verunreinigung des Trinkwassers sind gerade ein paar Tage her, nicht mehr in der Tagespresse, nicht mehr in den Köpfen, aber sie zeigen mal wieder: wirklich unwahrscheinlich ist es nicht, zeitweise von der Wasserversorgung abgeschnitten zu sein.

Bei uns gab es eine Zeit während der Bauphase, in der das Wasser sehr oft abgestellt war. Beton und Fliesenkleber können dann nicht angemacht werden, die staubigen Hände nicht gewaschen, die Toilette wird notfalls mit Regenwasser gespült. Notfalls! Als wäre es nicht ohnehin der reine Wahnsinn, kostbares Trinkwasser dafür zu benutzen.

Aber wer bevorratet sich im Alltag denn wirklich mit Trinkwasser? Und wieviel Brauchwasser? Und wie? Und wenn nicht, wie soll man die notwendigste Hygiene aufrecht erhalten?
Man muss kein katastrophengläubiger Prepper sein, um sich über dieses Thema Gedanken zu machen finde ich. Und prepared zu sein finde ich nebenbei gesagt auch nicht schlimm – ich rede jetzt nicht von Gasmasken, Sturmgewehren mit 10.000 Schuss Munition und Tarnfarbe im Gesicht – sondern vorbereitet sein auf ganz normale Vorkommnisse des Alltags.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät zu einem Vorrat für 2 Wochen. Für jede Person sollten 14 Liter Flüssigkeit pro Woche  eingelagert werden. 2 Liter pro Tag, zum Kochen und Trinken schon knapp und da haben wir noch keine Hände gewaschen und Zähne geputzt. Knapp 30 Liter Vorrat sind an sich nicht zu viel verlangt, aber wer hält sich dran?

Vertrauen nicht die meisten von uns darauf, dass die Versorgung lückenlos ist und im Fall der Fälle schon jemand kommt und uns versorgt? Vermutlich gibt es nicht wenige, die beim Lesen dieses Beitrags ein spöttisches Lächeln auf dem Gesicht haben oder wohl eher noch direkt weitergeklickt haben. Die Tatsache, dass selbst eine Bundesbehörde zu Vorräten rät sollte uns vielleicht sagen, dass die Möglichkeit real ist (und für Österreich, die Schweiz und alle anderen Länder hinter den 7 Bergen und Meeren wird es ähnliche Maßgaben geben).

Wir lagern derzeit kein Trinkwasser ein, obwohl wir des öfteren ohne Wasser dastanden. Wie haltet ihr das; Augen zu und hoffen, dass es gut geht oder habt ihr Wasservorräte?

41 Gedanken zu „Wasser einlagern?

  1. Arabella

    Wir haben einen großen Tank unter der Treppe.
    Momentan liefert er nur das Wasser für die Beregnungsanlage des Garten.
    Irgendwann schaffen wir es, ihn so umzubauen, dass er das Wasser für die Toilette und die Waschmaschine liefert. Dann können wir dort das Trinkwasser sparen.

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Das finde ich richtig super, im Moment ärgere ich mich fast nicht gleich eine Grauwasseranlage eingeplant zu haben. Unter der Treppe einen Tank einzubauen ist ja auch eine prima Platznutzung. habt ihr die Anlage selbst geplant?

      Antwort
      1. Arabella

        Ja. Wir haben das Haus umgebaut, dabei musste die Kellertreppe verlegt werden, um den Einbau einer Tür direkt zum Garten zu ermöglichen.
        Der entstandene Freiraum war ideal für einen großen Tank, der auf Kellerebeneund darunter liegt.
        Er ist abgedeckt und bepflanzt. Das Regenwasser aus den Dachrinnen speist ihn, läuft dann über eine Pumpe zurück in die Beregnungsanlage des Gartens. Die Schläuche haben wir preiswert im Baumarkt gekauft.
        Nur mit der Umsetzung des Planes der Nutzung für Toilette und Waschmaschine hapert es. Es fehlt einfach die Zeit…

      2. Landidylle Autor

        ich finde das total gut, dass ihr das eingeplant habt. Ich selber habe es mir leider ausreden lassen, als die Gelegenheit passend war. das passiert mir nicht noch mal!
        Sollten wir uns irgendwann mal an den Ausbau des Dachgeschosses wagen, muss dort ein Reservoir hin – oder draussen. Am besten beides, einmal Trinkwasser, einmal Grauwasser.

  2. eifgental

    Wir haben immerhin einen (relativ) großen Regenwasservorrat, weil wir „damals“ bei der Erneuerung der Sickergrube fürs Abwasser auf einer großen Regenwasserzisterne bestanden haben. Inzwischen wissen wir natürlich auch, dass sie nicht groß genug ist, und können wir auch immer recht gut einschätzen, ob der Frühling/Sommer/Herbst/Winter wirklich so „verregnet“ war, wie dann immer alle behaupten. 😉 Da wir im Luxus zwischen zwei Talsperren wohnen, heißt das aber für uns nur, dass wir für alle Brauchwasserzwecke dann eben auf Trinkwasser umsteigen müssen. Das ärgert uns dann aus Prinzip, ändert aber erst mal nichts am Lebenswandel.
    Einen großen Trinkwasservorrat haben wir bisher aber nicht. Wir könnten also, wenn das Wasser aus irgendeinem Grund mal ausfallen sollte, zwar weiterhin die Toilette abspülen, die Waschmaschine verwenden und den Garten bewässern, aber Duschen und Kochen wär schon schwieriger. Bisher bin ich etwas naiv davon ausgegangen, dass ich dann halt an der Quelle unten auf der Weide Wasser holen und ggf. filtern und abkochen würde. Wenn die allerdings verunreinigt wäre, würde das natürlich ausfallen. Dann… äh. Hätten wir ungefähr anderthalb Kästen Sprudelwasser. Und hoffentlich bis dahin auch eine ggf. autarke Möglichkeit, an Strom zu kommen, denn sonst tut’s ja die Pumpe für die Zisterne nicht…
    Herr Eifgental, der schon so ein bisschen in Richtung „Prepper“ geht (nicht, was Sturmgewehre und Gasmasken angeht, aber zumindest auf „Vorräten für eine Woche“ besteht), meint allerdings nicht zu unrecht, dass alles, was über drei, vier Tage hinaus geht, ohnehin nichts mehr bringt, weil spätestens dann der Rest der Stadt plündern kommt. Da ist er sehr fatalistisch. (Aber wir sparen schon mal auf einen vernünftigen Notstromgenerator…)
    Bisher gingen unser Szenarien aber auch eher von Schneekatastrophen als von Überschwemmungen aus. Unser Notfallkonzept ist also, wie man sieht, noch sehr unausgereift!
    Ich finde es aber schon sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen. Solange man dann nicht anfängt, ein Hardcore-Prepper zu werden, der gegen die zu erwartenden Plünderungsversuche (s.o.) dann tatsächlich zum Sturmgewehr greifen will…

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Das sehe ich genauso, vorbereitet sein ist vernünftig, ja, aber es muss nicht zum Lebensmittelpunkt werden. Ihr seid auf jeden Fall ganz gut aufgestellt finde ich, ich selber war leider so doof, sowohl beim Bau der Sickergrube mir eine Zisterne ausreden zu lassen, als auch, als wir beim Baggern eine alte gemauerte Grube gefunden haben. Das Ding war statisch in Ordnung so wie ich das gesehen habe, da hätte man nur einen Tank reinhängen müssen. Theoretisch können wir zumindest Giesswasser für Pflanzen vom Teich hochpumpen, ist dann gleich gedüngt. Praktisch haben wir weder einen Generator, noch PV, noch eine alte Feuerwehr-Handpumpe, die was schafft. Alles noch sehr unausgegoren und Trinkwasser … sieht bei uns genauso aus wie bei euch. Die Selterkisten, die in der Speisekammer stehen müssten es dann tun, nicht sonderlich beruhigend.
      Den Punkt Wasserversorgung bei Überschwemmung, Ausfall des ‚Wasserwerks‘ oder sonstiger Unannehmlichkeiten sollten wir dringend noch mal durchplanen hier.

      Antwort
  3. Simmis Mama

    Da wir in einer knapp 50qm Wohnung zu dritt wohnen, ohne Keller, haben wir keine Möglichkeit etwas einzulagern oder unser Wassersystem zu ändern. Schade. Sehr cooler Artikel!

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Danke Dir, freut mich, dass der Beitrag gefällt. Eure Situation ist natürlich für Vorräte echt ungünstig. Umso mehr sehe ich Eigenheimbewohner oder Leute in großen Wohnungen in der Pflicht sich selbst zu versorgen damit im Notfall die, die nicht vorsorgen können, kommunal versorgt werden können!

      Antwort
    2. natuerlichjesus

      Eine Freundin von mir lebt in einer 53qm Wohnung. Sie lagert Wasserflaschen unter dem Sofa, hinter der Wohnzimmertür – die immer offen steht – hat sie ein Regal aufgebaut mit Konserven und Weckgläsern für 6 Wochen, sie hat ein Brett angebracht auf zwei sich gegenüberliegenden Türen (das Brett liegt oben auf den beiden Türrahmen auf und als Sichtschutz hat sie einen kleinen Vorhang angebracht) und darauf liegen Klopapier, Küchenrolle, Taschentücher, … 😉 Ich war überrascht wo sich überall Stauraum finden lässt ☺

      Antwort
  4. Wili

    Da ich legiertes Wasser trinke und mir liefern lasse, statt eine eigene Pumpe in der Mietwohnung einzubauen, habe ich immer 25 l zu Hause und 15 l im Büro. Wirklicher Überschuss, also Reserve sind davon aber nur 10 l.
    Einen kleinen Grundwassertank und ein Regenfass habe ich im Schrebergarten. In heißen, regenfreien Sommern war ich da auch schon mal ohne Giesswasser. Das Gartenklo kommt ohne Wasser aus.

    Bei Wasserausfall wäre ich also schlecht versorgt. Stromausfall wäre noch verheerender. Aber soll ich mir deshalb Sonnenkollektoren und Miniwindrad auf den Balkon stellen und Wasser im Keller einlagern?
    Ich entscheide mich bewusst dagegen 😏✌

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Hm nee, an ein Miniwindrad hatte ich nicht gedacht wobei die Idee auch was hat. 🙂
      Aber sich ganz bewusst gegen eine Reserve zu entscheiden ist auch sehr straight, würdest Du dann darauf vertrauen, dass es sich schon alles irgendwie fügt oder dass die kommunale Versorgung läuft?

      Antwort
      1. Wili

        Was könnte die Versorgung in der Großstadt gefährden und wie sollte ich echte Vorratshaltung in einer Mietwohnung praktizieren? Und wie lange muss der Vorrat denn halten. Wenn sich Knappheit ankündigt, dann muss ich mir Gedanken machen. Aber im Moment ist es zu abstrakt für mich. Denn ich bin nicht wie du Selbstversorgerin.

      2. Wili

        das war die Autokorrektur. Es muss Levitiertes Wasser heißen. Das ist speziell gefiltertes und energetisiertes Trinkwasser.

      3. Landidylle Autor

        Im Gegensatz zu 2/3 der Weltbevölkerung ist bei uns die Versorgung bislang ja sehr sicher gewesen, am ehesten würde wohl ein Stromausfall die Ursache sein können.
        In Lübeck ist die Wasserversorgung z.B. mal komplett zusammengebrochen – ist aber mit 200.000 Einwohnern keine Großstadt – trinken müssen allerdings auch die paar Leute.
        Ansonsten gab es Verseuchung des Trinkwassers lokal begrenzt, großflächigere Probleme durch besagte Überschwemmungen, in Süddeutschland auch schon Dürre. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat laut einem Papier (Kritische Infrastruktur) auch noch andere mögliche Gefahren auf dem Zettel und weiss, dass sie unzureichend aufgestellt ist bei der Notfallversorgung.
        Ob die in ihren Richtlinien auch Tipps dazu geben, wie man die geforderten 2l pro Person pro Tag für 2 Wochen einlagern soll wäre mal interessant!

      4. Wili

        Ein wenig erinnert mich das an „Die Wolke“ von 2006. … Es macht sicher Sinn, dass ihr euch einen Brunnen bohrt und für euren Hof einen Wasservorrat anlegt. Auch kenne ich es durchaus, dass es in heißen Sommern kein Wasser mehr in meinem Garten gibt und vor langen Wochenenden das gesamte Trinkwasser ausverkauft ist. Doch ein Wasservorrat für 2 Wochen ist bei echten Katastrophen oder Kriegen lediglich ein Tropfen auf dem vertrockneten Stein. Da bedarf es anderer Lösungen als pro Person 30 Liter Wasser im Keller oder auf dem Dachboden zu deponieren.

      5. Landidylle Autor

        Ein Katastrophenfilm? Ich kenne ihn nicht, habe eben nur den Wiki-Artikel überflogen. Ich finde es spannend, wie sehr die Meinungen bei solchen Themen auseinandergehen. Für die einen ist man schon Hardcore-Prepper wenn man eine Speisekammer besitzt und andere können sich gar nicht vorstellen, anders zu leben als selbstverantwortlich, so wie früher.
        Wirklich spannend!

      6. Wili

        Ja, es ist ein spannendes Thema. Ich weiß nicht, was ein Hardcore-Prepper ist. Ich denke aber, dass das Leben in der (Groß)Stadt anders funktioniert, als das Leben auf einem Selbstversorgerhof. Das führt zu unterschiedlichen Lebensstrategien. Nach deinen Ausführungen muss ich z.B. prüfen, ob ich in einer Stadt lebe, die gut mit den Ressourcen wirtschaftet und darüber hinaus gut gegen Notfälle vorgesorgt hat, bzw. was ich beitragen kann, damit das so ist.

      7. Landidylle Autor

        Naja, die Empfehlung einen kleinen Vorrat zuhause zu haben gilt ja nicht nur für das Land. Aber natürlich kommt es bei uns wirklich sehr selten zu Ausfällen in Städten und wenn eher punktuell. Gut, gerade fällt mir ein, dass meine Wohnung in der Stadt damals wegen eines Wasserrohrbruchs auch mal eine Weile ohne Wasser war, aber solange man fit ist und es mit Humor nimmt und die restliche Infrastruktur es zulässt, trinkt man seinen Kaffee dann eben im Café, duscht im Schwimmbad und schleppt vom Supermarkt ein paar Flaschen nach Hause.
        Leute, die Vorräte bereithalten gibt es wohl in der Stadt ebenso wie auf dem Land. Insgesamt wohl eher wenig, mein Eindruck ist, dass die meisten hier auch ohne Netz und doppelten Boden tanzen. Und in den letzten paar Jahrzehnten gab es ja auch die Stabilität, die ihnen recht gibt, keine Sturmflut, kein länger dauernder Stromausfall – alles prima. 🙂

    1. Landidylle Autor

      Also an sich wie hier. Ich denke, ich werde mal etwas intensiver darauf rumdenken, wie man ohne große Aktionen ein Lager schaffen kann und bei den nächsten passenden Baumaßnahmen einen Tank einbauen.

      Antwort
      1. wasmachstdueigentlichso

        die Zeiten sind zum Glück vorbei. Da war ich noch Kind. Kann mich aber an Situationen erinnern: „Wasserpumpe kaputt, Jauchloch voll, Auto kaputt und Vater erst am Wochenende wieder da…“

  5. baumfrau

    Moin, liebe Oli!
    Gut, dass Du heute das Thema „Wasservorrat“ ansprichst! Ich lagere an Trinkwasser immer 10 Behälter a 10 l (die mit dem Ablasshahn unten haben sich als unpraktisch herausgestellt – sickert immer wieder was raus. Ich sortiere die jetzt langsam aus). Die sollten allerdings alle 6 Monate erneuert werden – also altes Wasser raus (z.B. Garten giessen), ausspülen, neues Wasser aus dem Wasserhahn und 1 Mikropur Tablette rein. Meine sind jetzt vom Oktober 2015 und daher dringend zu erneuern.

    Außerdem habe ich vor längerer Zeit schon einen Berkey Filter gekauft. Funktioniert gut.

    Zum Gartenbewässern gibt es u.a. eine 3.000 l Zisterne, die aus der Dachrinne gespeist wird und mit einer Handschwengelpumpe wieder rausgeholt. Wobei es in trockenen Phasen erstaunlich ist, wie schnell die Zisterne leer ist -:(( Daher habe ich auch, wo immer eine Regenrinne ist (Carport, Holzschuppen, Gewächshaus – insgesamt 5) eine 220 l Regentonne untergestellt – die müssten allerdings auch dringend gereinigt werden … Auch diese Vorräte sind mitunter schnell alle, so dass ich mir auch Gedanken über wassersparenden Gartenbau mache (Mulchvlies, hacken). Ein gebraucht bekommener 1000 l IBC Tank wird auch demnächst an die letzte noch freie Dachrinne angeschlossen.

    Mit Duschen und Klospülung ist in wasserknappen Zeiten allerdings nix, da kommt dann die Körperpflege incl. Haarwäsche aus dem Waschbecken zum Zuge. Ist auch nicht so schlimm. Und als Klo kann ich ja immer auf mein Kompostklo umsteigen.

    Am liebsten hätte ich ja einen Brunnen mit Handschwengelpumpe gehabt – leider habe ich hier keine entsprechend hohe/niedrige (= max. 6 m Tiefe) Wasserader auf dem Grundstück, musste also mit anderen Methoden vorlieb nehmen.

    Bis bald einmal, liebe Grüße
    Regina

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Liebe Regina, Deinen Kommentar habe ich mir zum Schluss aufgehoben: hast Du den ‚BIG BERKEY ‚ oder einen anderen? Ich habe eben eine Berkey-Seite überflogen und denke, der passt zu meinen Kriterien: Schwerkraft ohne Elektrizität mit selbst zu reinigenden Kartuschen. In meinen Lesezeichen hatte ich einen Keramikfilter, den ich nun natürlich nicht wiedergefunden habe. Ich will auf jeden Fall einen, wo wir Regenwasser einfüllen können, der einen vernünftigen Durchsatz hat, den wir selber reinigen können, Schwerkraft wie gesagt und ohne Strom.
      Die Regentonnen sind schnell leer ja, zumal wenn die Tiere mitversorgt werden davon, wir haben ja derzeit 4 Weinfässer, 1 kleineres am Schuppen und einen IBC-Tank am Haus. Da läuft allerdings das Wasser vom Blechdach rein, ist also bäh. Vom Haupthaus gehts es derzeit ins Erdreich, da wollte ich ja gerne eine Zisterne anschliessen, habe mich aber damals vom Gatten und vom Baggermann überstimmen lassen und es ist eine Sickergrube geworden. Die hatten Angst, dass eine Zisterne nicht von grossen Treckern oder LKW befahrbar ist – mittlerweile sieht der Gatte das ja auch anders. Ebenso hinten neben der Mistplatte, da war beim Baggern ja eine gemauerte Grube aufgetaucht, Oli freute sich wie ein Schneekönig und die Männer spielten die Bedenkenträger. Also kam Bauschutt rein und fertig. So was bescheuertes! Und dann an der Stelle! Da hätten wir leicht eine Handpumpe anschliessen können und da hinten ist auch keine Last auf dem Boden.
      Liebe Grüße und bis bald, Oli

      Antwort
      1. baumfrau

        Moin,
        ja, ich hab den „Big Berkey“, davon aber die kleinere Variante für 1-2 Personen. Der richtig große ist übrigens grad im Angebot direkt bei berkey uk…

        Geht auch mit Regenwasser, filtert so ziemlich alles fiese aus. Regenwasser sollte man aber wohl vorher noch durch ein Tuch o.ä. gießen, damit die grösseren Schwebstoffe nicht so schnell den Filter verstopfen.

        Wieso ist Dein Wasser vom Blechdach bääh? Bei mir läuft es sowohl von Blechdächern (Carport, Holzschuppen) als auch von Dachpappe in die Tonnen.

        Liebe Grüße
        Regina

      2. Landidylle Autor

        Mh, angelesenes Halbwissen. Ich weiss gar nicht mehr genau warum das ungut sein soll, irgendwelche Oxide, die das belasten? Als ich mich damals belesen habe über das alte Blechdach auf dem Stall war das der Tenor: nichtmal für den Gemüsegarten nutzen. Hm.
        Ich mache heute Abend mal Kassensturz, denke aber, dass der Berkey grad nicht drin ist.
        Liebe Grüße und bis bald, Oli

  6. birthesgartenzeiten

    Interessanter Artikel, der zum Nachdenken anregt… Wir haben Trinkwasser in Form von Wasser in Flaschen vorrätig, aber eben auch nur die „normale Menge“, im Sommer etwas mehr, im Winter weniger. Ansonsten fangen wir Regenwasser im 1.000 ltr.-Fass und einem 300 ltr.-Fass auf, das für den Garten gedacht ist, aber notfalls abgekocht wohl auch als Trink-/waschwasser verwendet werden könnte.- Es ist schon wahr, man denkt kaum darüber nach, denn es ist so selbstverständlich, den Wasserhahn aufzumachen – und das Wasser läuft…
    Herzliche Grüße, Birthe

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Ja … es ist Selbstverständlich, deswegen trifft es die Leute auch meist so unvorbereitet >wenn< es mal Ausfälle gibt.
      Im Prinzip kann einem ja nichts besseres passieren als ein wenig Wasser zu bevorraten und die Reserven nie zu brauchen. Ich werde mir auf jeden fall eine Lösung für hier einfallen lassen. Ich habe wenig Lust massig Platz mit Wasser zu besetzen, vielleicht tut es ein Wasserfilter, durch den wir im Zweifelsfall Regenwasser, Quellwasser oder notfalls Teichwasser jagen können. Ich werde dazu sicher nochmal was schreiben, wenn ich schlauer bin!
      Liebe Grüße, Oli

      Antwort
  7. haushalt-garten-und-mehr

    Oh, ein sehr wichtiges Thema, über das wir uns auch schon Gedanken gemacht haben! Tatsächlich ist es so, dass wir versuchen immer rund 100 l Wasser in Flaschen im Keller vorrätig zu haben. Ist mengenmäßig jetzt nicht die Welt, aber hilft im Notfall.
    Wir haben auch einen Brunnen, der zur Zeit für die Gartenbewässerung genützt wird, den meine Großeltern zu ihren Lebzeiten aber noch zur Trink- und Brauchwasserversorgung genützt haben. Ich nehme mir schon geraume Zeit vor, das Brunnenwasser auf Trinkwasserqualität prüfen zu lassen, im Notfall wären wir somit über unseren Brunnen versorgt.
    Im Garten stehen außerdem noch 3 Regentonnen, von denen aber erst eine in Verwendung ist. Die beiden anderen werden hoffentlich bald installiert! 😉
    Ich finde, Notfallvorsorge ist wichtig, und damit meine ich nicht Notfälle wie sie Hardcore-Prepper sehen, sondern Notfälle wie sie jeden Tag passieren können: Ausfall der Wasser- oder Energieversorgung durch Unwettereinflüsse oder auch private Notfälle wie etwa aus gesundheitlichen Gründen die Wohnung nicht verlassen können oder auch finanzielle Engpässe. Vorgesorgt ist in jedem Fall besser!
    Liebe Grüße
    Doris

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Das sehe ich ganz genauso Doris! 🙂
      Die Situation, dass ich krank war, nicht aus dem Haus konnte und es gerade noch schaffte, mich aus der Speisekammer zu versorgen kenne ich auch gut genug, wenn ich krank bin dann für gewöhnlich richtig. Einmal lag ich im kalten weil ich es nicht schaffte, die Öfen zu befeuern – also wer das nachvollziehen kann, wird nochmal besser verstehen, wie wichtig selbst Kleinigkeiten sein können. Unwetter wird immer mehr, wie oft hört man von verheerenden Überschwemmungen neuerdings? Hier gab es zum Glück lange keine Sturmflut, aber die Pfosten, an denen die alten Pegel angeschlagen sind, stehen überall. Da kann einem ganz anders werden. Dann hat sicher jeder alte, immobile oder kranke Nachbarn – denen im Zweifelsfall etwas abgeben zu können anstatt die Tür zuzuschlagen finde ich an sich auch wichtig. Ich kann eh schlecht weggucken. Also für mich gibt es genug Gründe, zumindest mal intensiv darüber nachzudenken, ob die Empfehlungen nicht sinnvoll sind und einen Plan zu haben.
      (Und einen Brunnen hätten wir auch gerne, letztes Mal haben die Brunnenbohrer dort, wo der Rutengänger es gesagt hat kein Wasser gefunden, aber ich nehme gerade vom Hof den beton auf und alte Nachbarn sagen, da war mal ein Brunnen, bin gespannt)
      Liebe Grüße, Oli

      Antwort
  8. Genussspecht.net

    Liebe Oli,

    seit ich den Thriller „Blackout“ von Marc Elsberg gelesen habe, in dem es um einen (ich glaub) zehntägigen Stromausfall in ganz Europa geht, mach ich mir auch derartige Gedanken. Ich leg mir keinen Bunker an, aber ich überlege doch: Hab ich Wasser daheim? Bargeld? Lagerfähige Lebensmittel? Zudem besitze ich drei Solar-Lampen (eine Taschenlampe, zwei „Sonnengläser“).
    Notfalls könnte man auch einige Zeit mit unseren drei großen Regentonnen auskommen.
    Wir haben einen Kaminofen, der zudem ein Backfach hat. Wärme und warme Speisen wären damit gesichert; im Garten kann man grillen und unser Wäldchen als Toilette benutzen. Leute, die in der Stadt in Wohnungen wohnen, haben all diese Möglichkeiten leider nicht – in so einem Fall wär es sehr, sehr sinnvoll, entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

    Übrigens hatten wir grade kürzlich eine Situation, die mir wieder vor Augen geführt hat, wie elementar Wasser ist: Wir haben einen Hausbrunnen, der aufgrund von Überschwemmungen keimversucht war (Schlamm kam rein und da hat sich was vermehrt). Keine große Sache, man desinfiziert den Brunnen mit Chlor. Dieses Chlor wird reingekippt, einen Tag dringelassen, dann in alle Leitungen im Haus gepumpt, zwei Tage dringelassen, und dann einen halben Tag lang durchgespült. Jetzt ist alles wieder gut. Aber: Während das Wasser mit Chlor belastet ist, kann man sich natürlich weder damit waschen noch es trinken, verkochen, zum Gießen verwenden… und auch nicht zum Betonieren (an diesen Tagen haben wir nämlich das Gerüst für unsere Pergola betoniert). Es war heiß, die Regentonnen waren bald aufgebraucht. Regenwasser haben wir auch zum Spülen in der Toilette benutzt. Wir konnten bei der Nachbarin duschen und Geschirr abwaschen. Hätte aber nun die Nachbarin auch kein Wasser… und deren Nachbarn auch nicht… ich find die Vorstellung schon gruselig.

    Danke für deinen interessanten Bericht!

    Liebe Grüße
    Katharina

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Liebe Katharina, ich sehe Du weisst, wovon Du sprichst! Das Buch habe ich auch gelesen und würde es auch jedem empfehlen – und direkt allen dazusagen, dass es zwar Fiktion ist, der Autor aber fortan von Regierungen als Berater engagiert wurde. Ganz so doof war sein Szenario also nicht.
      Deine beschriebene Situation zeigt mal wieder, wie schnell es gehen kann und dass einen diese Situationen meistens dann treffen, wenn es gerade ungünstig ist. Um ohne Wasser dazustehen braucht es keinen terror, keine Jahrtausendflut oder extraterrestrische Killerstrahlen, das passiert jeden Tag irgendwo.
      Ich werde sowohl über die Unterbringung eines Trink- und Brauchwasservorrats nachdenken, als auch – weil ich nicht ewig viel einlagern will und kann – über Zugänge zu Wasser im Fall der Fälle, einen vernünftigen Filter und althergebrachte Maßnahmen.
      Danke für deinen Beitrag Katharina, es ist immer wieder gut daran erinnert zu werden, dass es einfach so passiert.
      Liebe Grüße von Oli (die heute wieder die Chicorée-Kichererbsen-Sache mit Erdnussmus macht)

      Antwort
      1. natuerlichjesus

        Ich wollte dir auch ‚Blackout‘ von Marc Elsberg empfehlen 😉
        Ganz informativ ist auch http://www.krisenvorsorgeforum.com

        Dort tummeln sich Prepper und Selbstversorger aus dem In- und Ausland. Zur Zeit ist es eher ruhig dort (Sommerloch 😉), aber man kann das Rad ja nicht immer neu erfinden. Es gibt dort ein Sammelsurium am Informationen zum gärtnern, Wasser einlagern, Lebensmittelvorräte usw. (Ja, es wird sich dort auch zum Thema Waffen ausgetauscht, aber was einen nicht interessiert muss man ja nicht lesen 😉)

      2. Genussspecht.net

        Achso, das wusste ich gar nicht, dass Marc Elsberg Beraterfunktionen innehat.
        Für mich war das – bei aller Belletristik – durchaus auch ein realistisches Buch. Deshalb fand ich es auch so toll.
        Am meisten erschüttert haben mich die Szenen – Achtung, Spoiler – mit der Massenschlachtung bzw. eben Nichtschlachtung (weil kein Strom dafür vorhanden) von Massentierhaltungs-Tieren. Für diejenigen, die das Buch nicht kennen: Kein Strom = keine Melkmaschinen. Die schmerzerfüllte Schreie von Kühen, denen langsam aber sicher die Euter entzünden und die daran elendig zugrunde gehen, möchte ich mir nicht vorstellen…

        Brrr.
        Da doch lieber mit Wasser und Sonnenenergie beschäftigen. 😉

        Herzlich
        Katharina

      3. Landidylle Autor

        Grmpf, jetzt finde ich online keinen Hinweis darauf, dass er berät und an das Buch komme ich nicht ran weil der nachwuchs schläft und man da keine Geräusche machen darf. Später guck ich nochmal, nicht, dass ich das verwechsle.
        Was ich gefunden habe ist: „2012 stellte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur das Buch vor.“ Und eben, dass es auch wegen der ganzen Expertenmeinungen, die anonym eingeflossen sind sehr realistisch sein soll. Gruselig. Wirklich.

        Die Szene mit den verreckenden Milchkühen ist echt unschön, neuerdings müssen die Milchbauern aber Generatoren vorhalten, damit sowas nicht so schnell passiert wie ich hörte.
        Zuletzt gab es doch diese unschöne Situation wegen tage- oder wochenlanger Stromausfälle in Mitteldeutschland vor ein paar Jahren. Da funktionierte die Klimatisierung der Ställe logischerweise nicht mehr und so wie die Ställe heute konzipiert sind, dauert es dann auch nur noch Stunden bis das Drama losgeht.
        Schade, dass ich mir sowas nie bookmarke, vielleicht suche ich das mal raus und schreibe darüber. Solche Ereignisse scheinen nicht sehr bekannt zu sein. Seltsam, dass ich das ohne TV, Tageszeitung und ohne Online-Nachrichten zu lesen mitbekomme.
        Liebe Grüße, oli

      4. Landidylle Autor

        Gefunden.
        Aus dem Nachwort zur Taschenbuchausgabe: „(Erste Anfrage für eine Lesung) … von einem Institut, das sich mit dem Schutz kritischer Infrastrukturen beschäftigt. Seither wurde ich vom Zukunftsform Öffentliche Sicherheit in die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft eingeladen, vom deutschen Innenministerium auf die CEBIT, vom Chef der Bundesnetzagentur und von weiteren Behörden, Verbänden und Unternehmen, um über Blackout zu referieren und diskutieren.

        Immerhin. 🙂

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