Jetzt ist das Maß langsam voll!

Dauerregen Sommer 2016Das obige Bild bietet sich derzeit fast durchgehend. Während der Sommer 2016 bis auf geschätzte 3 Wochen in Folge in denen es schwül-heiß war bislang schon verregnet war, gab es doch zwischen den 3-4 stundenlangen Güssen pro Tag immer noch die Phasen, in denen man trockenen Fusses die Tiere versorgen konnte. Jetzt nicht mehr.
Ich habe zwar wohl gehört, dass es sogar hier in Schlewig-Holstein Ecken geben soll, in denen es diesen Sommer kaum geregnet hat, aber wirklich glauben kann ich kaum, dass wir hier eine Dauerregen-Enklave sind.
Gerade trudelte der neue Newsletter vom NABU herein, den ich normalerweise durchaus zu schätzen weiss und in dem es immer etwas interessantes gibt. Heute allerdings wollte man mich ärgern, das Maß ist nun wirklich langsam voll:

… auch wenn der diesjährige Sommer bisher nicht unbedingt die Erwartungen vieler Sonnenanbeter erfüllte und vielerorts eine Menge Regen hinterließ, möchten Pflanzen in Beet, Garten und Balkon kontinuierlich – und vor allem richtig – gegossen werden. Doch damit das kostbare Gut gespart und Pflanzen gleichzeitig geschont werden, sollten gute Gärtner einige Dinge beachten.

Soso! Jungs und Mädels vom NABU, mal ehrlich: meine Pflanzen wollen nicht trotz Regen gegossen werden, meine Pflanzen wollen eine Drainage!
Pflanzen schonen ist ein gutes Stichwort, ich bin sehr dafür, dass der entsprechende Wettergott/göttin aufhört meine Pflanzen zu ersäufen!
Das kostbare Gut heißt hier Sonne, infolgedessen gibt es wohl mancherorts Wärme habe ich gehört. Hier nicht, hier gibt es morgens 7,5° und bleiern verhangenen Himmel. Trotzdem: wie ich hörte gab es im Mittelgebirge schon Frost. Mitte August. Da können wir uns mit unserem kostbaren Gut Wasser ja fast noch glücklich schätzen. Man stelle sich vor, wir hätten keine Hochbeete …
Was mich interessieren würde: gibt es eigentlich irgendwo noch normales Wetter?
Ich weiss schon, dass das Wetterempfinden ziemlich subjektiv ist, das ist aber nicht das, was ich meine. Jenseits der Unschärfe am Rande der Wahrnehmung von Sonnenanbetern und Winterfans gab es doch mal sowas wie eine Schnittmenge: ’normales‘ Wetter zum Gärtnern, Gedeihwetter.
Dass das Leben hier oben rheumaträchtig, feucht und mitunter nicht leicht war ist klar, nicht umsonst haben sich sogar die Angelsachsen, die es sonst ja weit gebracht haben in der Welt, vom Acker gemacht. Aber die, die geblieben sind haben auch Ackerbau betrieben. Wir sollten Miesmuscheln anbauen …

23 Gedanken zu „Jetzt ist das Maß langsam voll!

      1. Wili

        Ich heize noch nicht, habe aber die kuschelige Strickjacke an und schlafe auch mit meinen Wollschäf hen an den Füßen… und habe jetzt die Idee für mein Sonntagsselfie 😂 Danke dir und dem Shitsommer.

    1. Oli@Landidylle Autor

      Pff, bei meinem Glück verfolgt mich der Dauerregen bis in die Sahara und ich werde ungewollt berühmt als diejenige, die eine grosse neue/alte Anbaufläche erschlossen hat!

      Aber im Ernst, grösser können die Unterschiede wohl nicht sein, also ist das eine seltsame Alternative. Danke für die Sonnenstrahlen, just jetzt um 7 Uhr ist es gerade mal trocken!
      Liebe Grüße, Oli

      Antwort
  1. michael - fahrtrichtung eden

    Guten Morgen 🙂

    Wir sind auch ähnlich verzweifelt (auch wenn jetzt gerade die Morgensonne strahlt!) aufgrund des nassen Wetters. Alle Südfrüchte fangen an den Pflanzen zu faulen und auch der sonnenhungrige Kürbis hat jetzt seit 2 Wochen aufgehört zu wachsen und macht aber auch keine Anstalten so langsam zu reifen…
    Wir haben schon oft gesagt, dass das Wetter im Breisgau schon eher unseren Anforderungen entspricht statt des verregneten Klimas hier im Rheinland. Aber das sollte man ja noch ändern können (den Wohnort, nicht das Wetter 😀 )
    So, schnell die Sonnenstrahlen nutzen und eine morgendliche Gartenrunde drehen!
    Grüße! Michael

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Das ist wohl so. Ich hatte in Klimazone 5a auf dem Berg wesentlich weniger Wetter-Kummer als hier. Aber ich habe mich hier festgesetzt … In den letzten Wochen habe ich zwar wieder darüber nachgedacht, dass in anderen Ländern auch gut leben ist, aber damit bin ich wohl durch.

      Ja, euch stehen alle Regionen offen und zumindest mit deiner Profession werdet ihr überall problemlos leben können (es sei denn es zieht dich zu Lehre und Forschung).

      Viel Spaß und Erfolg bei der Gartenrunde und danke für die Info, dass auch das Rheinland verregnet ist (die Information wird aus werbetaktischen Gründen von den dortigen Eingeborenen ja anscheinend meist zurückgehalten 😀 )
      Liebe Grüße, Oli

      Antwort
  2. Doris

    Meine Güte Dauerregen ist furchtbar . Wo soll das ganze Wasser hin ? In meiner Wohnung ist es auch kalt und im Flur manchmal über 80 % Luftfeuchtigkeit. Dann wellt sich die Tapete an einer Stelle.
    Gestern hab ich noch überlegt, damals vor mehr als 25 Jahren die Wohnung unterm Dach war im Sommer unerträglich heiß und im Winter schrecklich kalt, da Kohleofen. Jetzt könnte man es dort aushalten.
    Bei Dir helfen wohl nur noch mehr Hochbeete mit dicker Drainage , aber da schwemmen wohl alle Nährstoffe weg. Zusätzlich Gewächshaus , oder wenigstens Überdachung für die empfindlichen Pflanzen.

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Ich denke auch. Wir sprachen neulich mal wieder darüber, die Hälfte vom Nutzgarten mit einem grossen Folientunnel zu überspannen wenn wir mal günstig einen sehen. Das mag zwar nicht sehr chic aussehen, aber immerhin kann man da gärtnern, Zwiebeln trocknen, Kartoffeln trocknen … ich habe gestern eine Stiege Zwiebeln geerntet bevor sie mir im Beet verfaulen, die stehen jetzt im Schlafzimmer vor dem Ofen.
      Ich stelle mich da zwar nicht so an, aber wenn man überall diese improvisierten Ecken hat, wird man auch irgendwann unzufrieden. Also im Folientunnel wären die besser aufgehoben. 🙂

      Ich habe meine Kindheit unterm Dach verbracht, meine Herren, was war das heiss!

      Antwort
  3. Doris

    Kann ein Folientunnel nicht weggeblasen werden ? KEF hat ein Gewächshaus aus alten Fenstern gebastelt das sieht ganz gut aus. Auch die geschlossene Überdachung am Haus ist gelungen . Ich bin immer überrascht wie gut sie sowas alleine hinkriegt. Ich könnte das nicht.

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Joa, man müsste den schon gut stabilisieren. Mein Mann würden ringsrum ohnehin ein Fundament aus Kellerwandsteinen aufmauern. Dadurch hätte man auch gleich eine Begrenzung gegen Quecke und man könnte 1 Jahr Schweine drin laufen lassen, die den Boden durcharbeiten und Queckenwurzeln fressen. Das Gewächshaus aus alten Fenstern aufzubauen ist natürlich die Luxusvariante. Wir haben in der Familie einen Fensterbaubetrieb, da können wir regelmässig mehrere zusammenpassende Fenster bekommen, aber die Stützpfeiler müssen dann auch entsprechend massiv sein, entweder Holzpfosten oder aufmauern. Aufmauern wäre chicer aber nähme auch wieder viel Licht weg durch die Materialstärke. Wie auch immer, alles wäre besser als dieser Mist hier. 🙂
      Mal sehen, was es bei uns wird.

      Antwort
  4. natuerlichjesus

    Uns schimmeln die Paprika am Strauch weg, weil es viel zu nass sind. Haben nun was ging geerntet und eingefroren, obwohl ich die Paprika noch viel zu klein fand. Aber lieber so, als wenn sie auf den Kompost müssten.
    Gestern war es noch richtig kühl und nass bei 11 Grad. Heute knallt die Sonne bei 26 Grad. Bin schon zweimal umgekippt, weil mein Körper diesen Wetterumschwung nicht mag 😕
    Dafür machen wir heute Waschtag. Unser Trockner ist nämlich kaputt. Da kam die Sobne genau richtig 😉

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Ohje, ja, ich kann Wetterumschwung auch immer nicht so gut ab. Und was die Paprika angeht bin ich ganz bei dir, es ist schade, aber um Längen besser als wenn man die ganze Ernte verliert. ich hoffe wirklich, dass das Wetter sich mal etwas normalisiert – etwas, mehr verlange ich schon gar nicht mehr. 😦

      Antwort
      1. Oli@Landidylle Autor

        Kann ich ein Lied von singen. Mein Beileid. Also wie gesagt, über Wetter wird ja viel und gerne geklagt, aber dieses Jahr schlägt es dem Fass den Boden aus!

      2. Oli@Landidylle Autor

        Jetzt wo du es sagst, irgendwann die Tage, muss Mittwoch gewesen sein, dampften hier auch die Strassen wie in einem Gruselfilm. es ist wirklich bekloppt.

    1. Oli@Landidylle Autor

      Oh nein, wie schade! Obwohl kuschelig mit Tee ja auch nett ist, aber im Sommer …? Ich hatte vorhin (bei Sonnenschein) spontanen Gartenbesuch und wir haben überlegt, in welchen Monat man eigentlich ein alljährlich wiederkehrendes Sommerfest am besten legen kann, sodass es sehr wahrscheinlich ist, dass es meistens sonnig und vor allem trocken ist. Wir kamen auf Mitte April bis Ende Mai. :))) Wobei der Oktober hier ja auch oftmals noch schön ist/war – also Sommerfeste im Frühjahr oder Herbst. 🙂
      Und irgendwie freue ich mich langsam auf Herbst und Winter und kuschelige Tee-Abende vor dem Ofen, das ist dann wenigstens eine ehrliche Nummer.

      Antwort
  5. gartenstreifzug

    Jaja, bei mir sieht es auch ständig so aus. Hab heute mal die Fotos von diesem Jahr durchgesehen. Alles dunkel, keine Sonne.
    Ich verweigere mich noch im Augst zu heizen aber wenn das so weiter geht …
    LG Arlene

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Ich bin da normalerweise auch ziemlich strikt und heize erst ab Oktober, aber dieses Jahr war es eben nicht nur kalt sondern extrem nass und im Haus ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, die Holzböden quellen (wie gezeigt) und da war heizen nicht nur gut für die Seele und gegen kalte Füße, sondern an sich auch für’s Haus. Hätten wir eine Zentralheizung würde ich es sicher nicht machen, aber mal einen Ofen anwerfen kann man sich ja leichter durchgehen lassen. 🙂
      Hoffentlich leidet dein wunderschöner Garten nicht zu sehr unter diesem katastrophalen Wetter, das wäre traurig!
      LG Oli

      Antwort
      1. gartenstreifzug

        Da hast du absolut recht und ist auch für die Substanz des Hauses notwendig!
        Der viele Regen hat manche Pflanzen zu Höchstleistungen gebracht und anderen war es zu nass und sind etwas kümmerlich. Insgesamt hat es aber den Anschein, dass der Garten eher profitiert.
        LG Arlene

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