Blaubeersauce mit einem Hauch von Blutorange

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Es ist schon wieder soweit und die Blaubeersaison ist in vollem Gange. An sich hätten wir zuhause im Nutzgarten genug Kulturpflanzen und in den Knicks Wildfrüchte zu ernten und verarbeiten, aber mit dem Töchterlein in die Blaubeerfelder zu gehen ist ein kleines Abenteuer, eine Auszeit und etwas Besonderes. Ausserdem reicht unsere eigene Blaubeerernte vermutlich noch immer nicht für die ganzen Kochexperimente, die ich vorhabe. Im Supermarkt kostet das Kilo Blaubeeren 7,95, am Blaubeerhof 5,95 und selbstgepflückt 2,95 – da fällt die Entscheidung nicht so schwer, sich seine Kilos selber zu sammeln. Und wenn man dann noch mit Trick 17 vorgeht, kommt man an die dicken, süßen Früchte und die Sonne geht auf.

Blaubeerfeld in der Sonne

Das Rezept für die Blaubeersauce habe ich Nora Careys ‚Gartenfrische Vorräte durchs ganze Jahr‘ entlehnt.

Für etwa 400ml Blaubeersauce mit ganzen Blaubeeren benötigt man:

  • 500g Blaubeeren
  • 1 Stück Blutorangenschale getrocknet *
  • 1/2 Tasse Zucker
  • 1/2 Tasse Wasser

Heidelbeersauce mit Blutorange

Die Hälfte vom Zucker mit der Orangenschale im Mixer mahlen. Den Orangenzucker mit dem restlichen Zucker und ständigem Rühren aufkochen bis sich der Zucker löst.
Die Blaubeeren zum Orangensirup geben, alles wieder zum Kochen bringen, 1-2 Minuten kochen und dann die Beeren mit einem Schaumlöffel herausheben und auf 4 ausgekochte Gläser verteilen.

Den Sirup für etwa 5-10 Minuten unter Rühren weiter einkochen bis die Konsistenz dick genug ist, dann auf die Gläser verteilen. Verschließen und für 5 Minuten einwecken.

Blaubeersauce alleine ist ja schon ein Gedicht, durch die Blutorangenschale bekommen die Beeren eine frisch-blumige Note, die erstaunlicherweise wirklich gut harmoniert. Die Fruchtsauce passt zu Eis, Pudding, Flammeris, Pfannkuchen, Waffeln …

 

*Es lohnt sich, im Winter die Schalen von bio-Orangen und Blutorangen zu trocknen und aufzubewahren. Möglichkeiten der Verwendung gibt es viele, der Geruch von Blutorangenschalen ist himmlisch, verleiht vielen Speisen ein erhebendes, frisches Aroma und überhaupt: haben ist besser als brauchen.

8 Gedanken zu „Blaubeersauce mit einem Hauch von Blutorange

  1. Alex

    Das mit der Schale ist eine super Idee: Ich mag zwar Blaubeeren, aber finde sie immer ein bißchen dumpf (wie Mirabellen im Vergleich zu Aprikosen). Deshalb ist der Zusatz von Zitrus eine gute Sache 🙂 (Von mir aus ist der Zusatz von Zitrus immer eine gute Sache).
    LG Alex

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Das passt wirklich total gut, Blutorange ist da sowas von passend! Andere Zitrusfrüchte passen wahrscheinlich auch, aber Blutorange ist ja irgendwie speziell luftig-fruchtig-leicht im Geschmack finde ich.
      LG Oli (die jetzt gerne ein Gläschen zum Kosten rüberbeamen würde)

      Antwort
  2. lovebuildbrighten

    Ich habe mir soeben als Bettlektüre noch alle deine letzten 4 Rezepte durchgelesen und freue mich so sehr darauf, diese auch bald mal auszuprobieren! Das macht so Lust auf bodenständiges, natürliches Kochen ohne viel Schnickschnack aber mit ganz viel Herz!

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Das freut mich sehr, vielen Dank.
      Und du hast recht, genauso ist es. Dazu noch ein selbst gebackenes Brot, Pfannkuchen oder ein einfaches Gebäck …

      Gibt es eigentlich ein deutsches Pendant für ‚Quality Time‘? Das trifft es nämlich präzise 🙂

      Antwort

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