Katzenkinder

katzenkinder

Wir haben neue Mitbewohner. Mal wieder. Schon wieder. Zwei kleine Katzenkinder sind von einem Bauernhof zu uns gekommen und sollen hier ein wenig helfen, das Ungeziefer kurz zu halten welches unweigerlich auftritt, wenn man einen Nutzgarten hat und Tierhaltung betreibt.
Früher hatte ich Bauernhofkatzen, später dann kamen die Katzen dann mehr oder weniger ohne mein allzu aktives Zutun zu mir. Mal lief mir einer schwer verletzt ins Treppenhaus und wurde kurzerhand aufgepäppelt, mal habe ich eine ausgestossene Katze von Freunden übernommen, ein Katzenbaby wurde mit Schweröl verkleistert in einer stundenlangen Aktion des Nachts von einer Tankstelle gerettet und zuletzt gab es noch Heinzi.

Heinzi war das Katzenbaby einer Nachbarskatze und kam ebenfalls in einer spontanen Aktion zu uns. Der Herr des Hauses mähte gerade meditativ den Rasen die Koppel und hatte seine Umwelt ausgeblendet, während ich mit einer Transportbox bewaffnet auf Nachbarschaftsbesuch ging und Heinzi mitbrachte. Die bessere Hälfte mag keine Katzen, aber Heinzi war eine große Ausnahme. Er eroberte sein Herz nach Art der ungewollten Katzen: aufdringlich, penetrant, nicht abzuweisen, freundlich, arglos und sehr beharrlich.
Leider wurden die letzten Katzen alle nicht alt und wir hatten uns bereits darauf geeinigt, dass wir keine neuen Katzen zu uns holen – ausser es steht plötzlich eine vor der Tür. Dann dürfte sie natürlich bleiben.

Als wir vor einiger Zeit mit Freunden zusammen saßen ergab es sich, dass das Gespräch auf Katzen kam, natürlich könnten wir welche gebrauchen, aber …
Kurzerhand wurde zum Telefon gegriffen und sich beim Filius, der bei einem Bauern lernt erkundigt, ob die ‚Wildlinge‘ noch zu haben seien. Waren sie. Aber sehr scheu seien sie.

Einige Tage später wurde eine Transportbox geholt und noch ein paar Tage später war es dann vollbracht. Die Katzen waren gefangen und wurden frei Haus geliefert. Vielen Dank nochmals dafür U. und natürlich auch N.!

Nun wohnen die beiden Kleinen, die Mutter hatte sich bereits von ihnen getrennt, vorübergehend im Windfang. Geplant ist, sie mindestens 2 volle Wochen dort eingesperrt zu lassen, bevor sie das erste Mal das neue Revier im Garten erkunden dürfen. Angesichts der durch die befahrene Straße verkürzten Lebenszeit der Vorgänger bin ich fast geneigt, die beiden Kleinen noch etwas länger am Haus zu lassen – andererseits sind es Wildlinge und sie haben bislang auch den Treckerverkehr überlebt. Außerdem sollten sie sich zeitnah mit ihrer neuen Umgebung auseinandersetzen (und vielleicht schon einmal Wühlmauswitterung aufnehmen).

Scheu sind sie hier übrigens nicht, sie haben von Anfang an sehr interessiert und zugewandt dem Treiben zugesehen, liessen sich streicheln und sogar auf den Arm nehmen.

Interessant finde ich, dass die beiden einem ganz unterschiedlichen Typus angehören, die Gesichtsform ist so sehr unterschiedlich, dass man an sich nur durch die Fellfärbung, das Alter und die Herkunft darauf kommt, dass es Geschwister sind. Ich vermute ja, dass der Welpe rechts im Bild männlich und der linke weiblich ist. Ohne nachgesehen zu haben, rein vom Gesicht her. Es werden noch Wetten angenommen und auch Namensvorschläge. Bislang haben die beiden noch keine Charaktereigenschaften oder Verhaltensweisen an den Tag gelegt, die uns direkt zu einer Namensfindung verleitet hätten.

3 Gedanken zu „Katzenkinder

  1. Wiltrud

    Ich teile deine Vermutung. aber ich lag da schon einmal falsch und als dann das vermeintliche Kätzchen auf die Katze sprang, da wurde ich immer noch nicht klüger, sondern vermutete, auch Katzen könnten durchaus lesbisch sein.

    Antwort
  2. Landidylle Autor

    Haha, ja, das erste und letzte Mal, als ich falsch lag, bestätigte mich sogar die Tierärztin in meiner Vermutung, es mit einem Kater zu tun zu haben. ‚Ivan‘ kam aus einem Ziegenstall zu mir, war von Anfang an total tough, ging auf Patrouille um’s Haus und legte sich ein Vorratslager aus Fröschen im Keller an. Gerade diese extremen Patrouillengänge kenne ich an sich nur von Katzen – aber gut, wir waren uns sicher, die Tierärztin und ich. Irgendwann war klar, dass ‚Ivan‘ eine ‚Ivy‘ ist … 🙂

    Antwort

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