VEL: Sauerkraut mit Kartoffelpüree und Kohlwurst

sauerkraut-kohlwurst
Dieses Rezept ist so simpel, dass es an sich jeder im Tiefschlaf zubereiten kann, aber in der neuen Serie VEL ‚Vom Eingemachten leben‚ darf es natürlich der Vollständigkeit halber nicht fehlen und ausserdem passt es ja perfekt zu dem Artikel in dem ich berichte, wie wir unser Sauerkraut selber herstellen.

Ihr könnt, wie berichtet, die Gärung eures Sauerkrauts dann abbrechen, wenn euch der Säuregrad und der Geschmack am besten gefallen und das Kraut portionsweise in Gläsern einkochen. Obwohl eingekochtes Gemüse im Gegensatz zu Obst normalerweise nur eine Halbkonserve ergibt, würde ich wetten, dass Sauerkraut durch die Säure eine Vollkonserve wird. 
Während fermentiertes Gemüse im Gärtopf auch ‚ewig‘ haltbar ist, aber durch die lebenden Enzyme auch bei niedrigen Temperaturen langsam immer noch etwas saurer wird, bleibt der Säuregehalt des eingekochten Sauerkrauts gleich weil die Mikroorganismen beim Kochen abgetötet werden.

Soviel noch mal kurz dazu, für dieses Gericht ist es egal, was die Ausgangsbasis ist, die Zutaten kommen aus der Speisekammer und das Sauerkraut wird ohnehin gekocht, wodurch es nicht mehr probiotisch ist.

Für 2 gute Esser reichen meiner Erfahrung nach anderthalb Handvoll Sauerkraut, dieses entnimmt man dem Gärgefäß mit Holzgabeln oder anderem nicht-metallischem Werkzeug. Ich bevorzuge Werkzeug aus Fleisch, sofern man die Hände gut gewaschen hat, sollte das kein hygienisches Problem sein, aber da gehen die Ansichten sicher auseinander.
Das Sauerkraut wird über dem Gärtopf gut abgetropft, weil wir die Flüssigkeit leider noch darin brauchen. Wer allerdings genug davon hat, tut gut daran, das Sauerkraut im eigenen Sud zu köcheln.

Da das Sauerkraut im Gärtopf ja sehr stark verdichtet wurde, muss man es jetzt auseinander zupfen, dabei kann man nach Geschmack gleich Kümmel und Wacholderbeeren untermischen.

Wer nicht ausreichend Sud hat gibt etwas Wasser in den Topf und legt die Kohlwürste auch gleich mit obenauf. Man kann und sollte sie anstechen, damit sie an der Sollbruchstelle Dampf ablassen und nicht platzen, aber wenn man auf kleiner Flamme köchelt, besteht da normalerweise keine so große Gefahr.

Ausreichend Kartoffeln (bei Püree immer etwas mehr als man sonst essen würde) putzen und vierteln und in einer Mischung aus Wasser und Milch mit ein wenig Salz aufsetzen. Wenn sie gar sind, Butter nach Geschmack und Vorliebe zugeben und alles stampfen. Sind die größeren Brocken zerkleinert, kommt ein stabiler Schneebesen zum Einsatz und das Kartoffelpüree wird bis zur totalen Entkräftung geschlagen. Man kann etwas frisch geriebene Muskatnuss daran geben, ich finde aber, dass das in diesem Fall nicht so sehr gut passt.

Ein klassisches, gesundes Wintergericht, was es so oder so ähnlich in vielen mitteleuropäischen Ländern gibt.

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