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Mehr Sommerrezepte: Ratatouille aus dem eigenen Sommergemüse

Dank Gewächshaus ist für uns hier oben in Norddeutschland nun auch die Zeit gekommen, in der wir mitten im Sommer aus dem vollen schöpfen können, was Sommergemüse angeht. Mag sich witzig anhören, ist es aber nur bedingt wenn man es gewohnt ist, die Tomaten dank Braunfäule gar nicht zu ernten, die Paprikas erst mit dem ersten Frost und Auberginen sowieso schonmal gar nicht. Bleiben Zucchini. Na, Zucchinischwemme kann jawohl wirklich jeder, dazu braucht man kein privilegiertes Klima.

Versetzt man sich also ernsthaft in unsere bisherige Lage, kann man sich vielleicht ansatzweise die Freude vorstellen, die uns täglich überkommt, wenn wir einen Gang durch den Folientunnel machen und übervolle Auberginenpflanzen sehen, leckerste Tomaten der verschiedensten Sorten und Paprikapflanzen, die unter der Last der Früchte sich biegen. Und die Früchte sind nicht nur Spitzpaprika! Nein nein, die meisten sind besonders wärmeliebende Blockpaprika und auch diese verfärben sich gelb bzw. rot. Herrlich!

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Bratreis mit Sommergemüse: Roter Meier, Karotte, Zuckerschote, Speise-Chrysantheme und Stauden-Buchweizen

Eine wesentliche Lehre, die ich in den vergangenen Jahren im Garten gelernt habe ist die, dass es meist mehr zu ernten gibt, als man zunächst denkt. Ein paar Blätter hier, 2 Wurzeln dort, einige Kräuter und dazu ein wenig Reis, Nudeln oder Kartoffeln, vielleicht noch etwas Speck oder Ei und schon hat man ein vollwertiges, frisches und leckeres Mahl beisammen. Jedes Mal ein wenig anders und immer fast noch lebendig auf den Teller. Für diesen echten Luxus muss sich das Gemüse nicht erst für einen langsamen Tod ins Flugzeug setzen, echter Luxus ist quicklebendig und wächst vor der Haustür. Weiterlesen

Gaucho-Pfanne aus Gemüse der Saison & echt guter Chorizo

Was Chorizo angeht, bin ich ein wenig wählerisch. Die extrem würzigen Varianten, die soviel
Pimentón de la Vera beinhalten, dass die Wurst schon staubig-kratzig schmeckt, gefallen mir gar nicht. Zu meiner Zeit auf Gran Canaria, was ja ein Schmelztiegel aus verschiedensten Nationen und unter anderem vielen Südamerikanern ist, lernte ich die mildere, argentinische Variante kennen. Ziemlich fettig, lecker würzig aber nicht verwürzt und gut zu grillen – so muss für mich seitdem eine gute Chorizo beschaffen sein. Ich führe das im Scherze unter anderem auf genetische Ursachen zurück. Nur war eine solche Chorizo bislang in unserem Wirkungskreis nicht zu finden. Bislang!

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Willkommen Juli & einige Gedanken zur Zeit, zur Zukunft von Landidylle sowie eine Erklärung zur Sendepause

The light at the end of the tunnel has been turned off until further notice. NOT.

Es ist nun ziemlich genau mittlerweile über einen Monat her, seitdem ich den letzten Beitrag veröffentlicht habe. Zwar habe ich in der jüngsten Vergangenheit öfter über die rasende Zeit geklagt und bin zuletzt immer etwas spät dran gewesen mit meinen Monatsrückblicken, die derzeitige Sendepause hatte allerdings andere Gründe.
Wenn ich mir in den vergangenen Wochen Gedanken über die Zeit gemacht habe, dann über die Zeit in der wir leben. Dass die gemessene Zeit offenbar tatsächlich abartig schnell dahinrast ist vermutlich eine Nebenerscheinung der Zeit – im Sinne von Epoche – in der wir leben, denn meine natürlich höchst empirischen Privatforschungen zu dem Thema haben ergeben, dass sowohl junge als auch alte, medial abgeschirmte wie auch in der Wischphone-Matrix lebende Menschen dies so wahrnehmen.

Während ich selbst also in den vergangenen Wochen ein krasses Wechselbad der Gefühle nahm, aus der die landidyllische Lebensweise im wesentlichen als die wohltuende, die echte, die ehrliche und die durch alle Zeiten getragene hervorging, möchte ich für die Webseite Landidylle.com und für euch eben dieses Wechselbad nicht.
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Wilder Spinat ’10 Köstlichkeiten‘

Die Ernte von satt machendem Gemüse aus unserem Garten hält sich derzeit noch in Grenzen und diese Phase fällt vermutlich direkt in die Hungry Gap.
Blattgemüse kann man aber ernten und wer schlau ist, erntet blattweise, erhält die Pflanze, verlängert das Erntefenster und erhöht den Ertrag.
Wildkräuter und Wildgemüse gibt es reichlich und wenn man regelmässig erntet, wachsen frische zarte Blätter nach. Auch die Hühner legen noch gut und somit gibt es zu dieser Jahreszeit viel Frittata, Pfannkuchen, Omelette oder eben: Rührei mit wildem Spinat.

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Brennnessel-Käse-Nocken mit Tomaten-Salbeiblüten-Sauce (aus dem Dutch Oven)


Dieses Gericht ist eine Abwandlung der Ricotta-Gnocchi mit Salbei-Sugo vom letzten Jahr und basiert auf einem Rezept von Herrn Del Principe.
Ich würde nicht soweit gehen zu behaupten, dass ich das Rezept verbessert habe, verändert vielleicht, angepasst – oder ein wenig bunter gemacht. Und durch die reichliche Zugabe von Speck entvegetarisiert. Eigentlich schon verbessert.
Der Salbei blüht in reicher Fülle und sondert dank wochenlangem heißen, trockenen Wetter so viele ätherische Öle ab, dass Blätter und Blüten nach dem Ernten an den Händen kleben bleiben. Die Blütenblätter sind also aromatisch genug, um einer Tomatensauce markanten Salbeigeschmack zu geben, aber luftig genug, um einem aromatechnisch nicht gleich mit der Keule den Schädel einzuschlagen. Die Brennnesseln wuchern direkt neben dem Salbei und geben den Käsegnocchi einen herzhaften grünen Geschmack.

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Zurück zum Ursprung, kochen im Dutch Oven

Dutch Oven in der Feuerstelle

Vor einiger Zeit erwähnte ich schon kurz, dass hier ein Dutch Oven eingezogen ist und nun möchte ich von meinen Erfahrungen damit und meinen Gedanken dazu aus Sicht des norddeutschen Selbstversorgers berichten.
Zunächst einmal wundert es mich ungemein, dass man im Zusammenhang mit Dutch Ovens gemeinhin ausschliesslich die Schlagwörter draussen kochen oder outdoor cooking hört.
Natürlich punktet der Topf dort – am offenen Feuer oder über glühenden Kohlen – ganz besonders, aber wer etwas weiter denkt wird sofort feststellen, dass ein Bräter aus Gusseisen sich auch auf dem modernen Gasherd oder im Backofen gut macht. Ob er auf Füßen steht oder nicht. Weiterlesen

Willkommen Juno, willkommen Sonnenwende

Die wahrscheinlich schönste Zeit des Jahres ist da denn derzeit spielt sich ein Großteil des Lebens draussen ab. Die Temperaturen hier bei uns im echten Norden sind beständig hoch wie seit Jahren nicht mehr und es gibt wenige Gründe, das Haus aufzusuchen.
Auch Touristen aus ganz Deutschland wissen die schleswig-holsteinische Lebensart, die Meere, das Klima und die vom blühenden Raps gelben Landschaften offenbar noch mehr als sonst zu schätzen. Dazu trägt vermutlich auch die bis dato bombenarme Stimmung hier oben bei. Wo hat man das noch?

Der Juni bringt uns lange, lange helle Tage und kurze Nächte, für viele Eltern tägliche Erklärungen, warum es trotzdem schon nachts und damit irgendwann einmal Zeit zum Schlafen ist und er bringt uns die Sommersonnenwende. Dieses hohe Fest erinnert uns wieder einmal daran, dass wir jeden schönen Moment auskosten sollten denn das Rad der Zeit dreht sich schneller und schneller, die Tage werden wieder kürzer und ich bedaure es sagen zu müssen, aber gefühlt schon bald wird die derzeit überbordende Natur vom Werden ins Vergehen übergehen und die dunkle Jahreszeit Einzug halten. Noch nie raste der Jahreslauf so schnell und selten überstürzten sich internationale und andere Ereignisse so sehr, dass viele schon abgestumpft resignieren und auf medialen Einfluß und Informationen verzichten. Weiterlesen

Danke, lieber Giersch – oder: Nach dem Winter ist vor dem Winter…


Seit Anfang April nährt mich der Giersch von meinem Extra Gierschbeet (darüber haben schon einige den Kopf geschüttelt…) auf vielfältige Art und Weise: Als Pesto (die jungen Gierschblätter), als Gierschgemüse, in Pfannkuchen und im Smoothie. Weiterlesen

Holzkohle aus dem Pyrolyseofen

Holzkohle im Pyrolyseofen selbst gemacht

Vor dem Daten- und Backupverlust gab es einen beliebten Beitrag über Pflanzenkohle aus dem Pyrolyseofen. Ich erwähnte es gelegentlich. Das ist nun einige Jahre her und im Verlauf kamen immer noch Besucher über die Google-Bildersuche. Ich hatte nie Lust, einen vergleichbaren Beitrag nochmals zu verfassen und die gewohnt tiefschürfenden Informationen wieder zusammenzutragen. Diesen wichtigen Aspekt im Selbstversorgergarten und in der Outdoorküche zu unterschlagen missfällt mir aber auch gewaltig. Ich zeige also einfach die alten Fotos, erzähle ein wenig und empfehle zum tieferen Einstieg in die Themen echte Pyrolyse und Pflanzenkohle im Garten (und zur angeblichen Rettung der Welt mittels CO2-Fixierung) ein Buch. Guter Kompromiss an einem heißen Sommertag wie ich finde. Weiterlesen