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Amischer Kartoffelsalat nach Großdadi Fisher

Nachdem ich den Großteil meines Lebens lang glaubte, keinen Stangensellerie zu mögen, wurde ich erst vor nicht allzu langer Zeit eines besseren belehrt und baute daraufhin dieses Jahr zum ersten Mal Stangensellerie im Garten an.
So langsam bereite ich den Garten auf die ersten Fröste vor und das heisst, dass vor allem frostempfindliche und nicht lagerfähige Gemüse wie Sellerie geerntet und auch direkt verwendet werden müssen.
Wie der Zufall es wollte, las ich neulich mal wieder in meinem amischen Kochbuch und passenderweise fand ich Großdadi Fishers Kartoffelsalat besonders interessant und auch ansprechend. Weiterlesen

Gebackene, würzige Tomatensauce als Konserve

Der eigentliche Ursprung dieses Rezepts verfolgt mich schon seit Jahren, heißt ‚roasted tomato sauce‘, liegt bei Hugh Fearnley-Whittingstall und kann mittenmang einiger seiner Tomatenrezepte beim Guardian nachgelesen werden.
Ich hatte keine Muskatblüte im Haus, keine Lust auf Lorbeer an meiner Tomatensauce und Muscovado-Zucker fehlte mir auch gerade.
Das Ergebnis kann sich trotzdem (oder gerade deshalb) sehen bzw. schmecken lassen. Die Zubereitung ist zugegeben etwas aufwändig, aber die jetzt investierte Zeit bekommt man später zurück, wenn man bei der Zubereitung des Mahls auf die selbst gemachte Konserve zurückgreift. Weiterlesen

Pfirsiche in Honig-Apfelsirup

Ich darf bei aller mir eigenen Bescheidenheit verkünden, dass ich mal wieder Ambrosia hergestellt habe. Dieses Mal aus den Fallpfirsichen, die wir beim Besuch eines norddeutschen Selbstversorgergartens mit auf den Weg bekommen haben.
Das Rezept habe ich glücklicherweise in meinem Küchen-Skizzenheft notiert und solange ich es noch entziffern kann, will ich es schnell mit euch teilen.
Aber auch Eigennutz ist mit dabei, denn nachdem ich den Standort des Baumes in dem besagten besuchten Garten gesehen hatte, war mir plötzlich klar, wo mein Baum stehen muss und so pflanzte ich ihn kürzlich endlich – meinen neuen Pfirsichbaum, der mich hoffentlich in einigen Jahren gut mit Pfirsichen versorgen wird. Dann werde ich dieses Rezept brauchen, um die Pracht auf’s Köstlichste für den Winter zu konservieren und dabei direkt auch zu veredeln. Weiterlesen

Broccolicrèmesuppe à la Selbstversorger

Gesetzt den Fall, man hat Anfang März seinen Broccoli ausgesät, ihn 2 Monate gehätschelt, abgehärtet, dann in beste Erde ins Freiland gesetzt und es sogar geschafft, ihn vor dem Kohlweißling und den Schnecken zu retten – ja dann wird man wohl kaum auf die Idee kommen, die Blätter und Strünke vom Broccoli zu entsorgen, wenn man sich die wahrscheinlich aromatischten Broccoli-Knospen der Welt genüsslich zu Gemüte geführt hat. (Z.B. als Farfalle in Verde)
Warum auch? Wenn man weiß, wie und worin der Broccoli wuchs und wann der beste Zeitpunkt zum Ernten ist, wenn man auf einen niedrigen Nitratgehalt spekuliert, ist man meiner Meinung nach auf der sicheren Seite.
Und wer auf gekauften Broccoli zurückgreifen muss, dem sei gesagt, dass der Strunk zwar wesentlich mehr Nitrat enthält als der Rest der Pflanze, Broccoli allgemein aber zu den nitratarmen Gemüsen gehört und viele Salate ihn da locker um ein mehrfaches schlagen können.
Vielleicht aber interessiert sich ausser mir auch kaum jemand für diese Details.

Wie auch immer, es gibt insgesamt kaum einen Grund, die Hälfte vom Broccoli zu entsorgen. Strunk und Blätter ergeben nämlich im Nu diese köstliche Suppe! Weiterlesen

Stinknormale Gewürzgurken/Essiggurken

Im Lauf der letzten Jahre habe ich einige Gurkenrezepte ausprobiert und kreiert. Sowohl zum milchsauren Vergären vulgo Einlegen als Salzgurke, als auch zum Einkochen als Essiggurke. Was bislang eher von durchwachsenem Erfolg gekrönt war, waren saure Gurken als Ganzes eingekocht. Entweder sie wurden schrumpelig und hart oder viel zu sauer. Und nach kurzer Recherche stellte ich schon vor einigen Jahren fest, dass ich mit dem Problem längst nicht alleine war. Woimmer Kommentare unter den Rezepten zugelassen waren, konnte man meist auch gleich die Berichte aus der Praxis von denen lesen, die sich in gutem Glauben direkt an das jeweilige Rezept gemacht hatten.
Gerne habe ich gemutmasst, dass Branntweinessig verwendet wurde und unterstellt, dass dieser wohl eher nicht zu einem überzeugenden Ergebnis führt. Weiterlesen

Glück im Bauch

Als gute Ehefrau und Mutter müsste ich nun natürlich behaupten, dass es das grösste Glück ist, gemeinsam mit meinen lieben an einem reich gedeckten Tisch zu sitzen und in absoluter Harmonie und sich gegenseitig anschmachtend ein opulentes Mahl zu geniessen, für das ich voller Aufopferung 13,78 Stunden in der Küche gestanden habe. Das wäre wohl vermeintliche Landidylle.
In echt bin ich manchmal heilfroh über jedes Wort, was nicht gesprochen werden muss, jedes Geräusch, was nicht meine Ohren quält und wenn das elendige Gezappel endlich mal für ein paar Stunden aus meinem Fokus verschwindet. So!

Da das für jemanden ohne den entsprechenden, entlastenden familiären Überbau eher selten der Fall ist und ich ansonsten jede freie Minute damit verbringe, vermeintlich liegen gebliebenes aufzuarbeiten, sind Momente wie der oben im Bild rar. Weiterlesen

Bohnensalat mit Speck vom Wollschwein

Der Bohnensalat aus grünen Bohnen und Speck ist bei mir ein absoluter Klassiker und ich bin bass erstaunt, ihn hier noch nie vorgestellt zu haben.
Zu einfach?
Kann ja nicht als Argument gelten, denn die einfachen Dinge aus besten Zutaten sind für unseren Geschmack meist die besten.
Und wenn ein Großteil der Zutaten aus dem heimischen Garten stammt, gesellt sich zu dem guten Geschmack und dem Wissen um vernünftige Anbaumethoden auch noch das tiefe Gefühl der Befriedigung, sich selber versorgen zu können. Weiterlesen

Preiswerter Schneckenschutz im Hochbeet – es funktioniert!


Ich könnte tanzen vor Glück – endlich scheint eine brauch- und bezahlbare Lösung gegen die Schneckenplage in Sicht!

Was war das für ein Schneckenjahr –Tausende von diesen braunen Nacktschnecken aus den Beeten gesammelt. Jeden Tag eine Sammelrunde morgens und abends. Es schienen nicht weniger zu werden. Gurken, Kürbis, Zucchini, Möhren, Salate – alles mehrfach angesät und immer wieder von den Schnecken vernichtet. Bei den Gurken- und Zucchinipflanzen haben sie sogar den Stamm angeknabbert, so dass die auch eingingen. Dieses Jahr also keine Einlegegurken und an Möhren ist nicht zu denken. Erst eine kleine Zucchini von 3 Pflanzen geerntet, alle anderen abgefressen. Ich hätte heulen können – und habe es auch ein paar Mal getan. Weiterlesen

Mehr Sommerrezepte: Ratatouille aus dem eigenen Sommergemüse

Dank Gewächshaus ist für uns hier oben in Norddeutschland nun auch die Zeit gekommen, in der wir mitten im Sommer aus dem vollen schöpfen können, was Sommergemüse angeht. Mag sich witzig anhören, ist es aber nur bedingt wenn man es gewohnt ist, die Tomaten dank Braunfäule gar nicht zu ernten, die Paprikas erst mit dem ersten Frost und Auberginen sowieso schonmal gar nicht. Bleiben Zucchini. Na, Zucchinischwemme kann jawohl wirklich jeder, dazu braucht man kein privilegiertes Klima.

Versetzt man sich also ernsthaft in unsere bisherige Lage, kann man sich vielleicht ansatzweise die Freude vorstellen, die uns täglich überkommt, wenn wir einen Gang durch den Folientunnel machen und übervolle Auberginenpflanzen sehen, leckerste Tomaten der verschiedensten Sorten und Paprikapflanzen, die unter der Last der Früchte sich biegen. Und die Früchte sind nicht nur Spitzpaprika! Nein nein, die meisten sind besonders wärmeliebende Blockpaprika und auch diese verfärben sich gelb bzw. rot. Herrlich!

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Bratreis mit Sommergemüse: Roter Meier, Karotte, Zuckerschote, Speise-Chrysantheme und Stauden-Buchweizen

Eine wesentliche Lehre, die ich in den vergangenen Jahren im Garten gelernt habe ist die, dass es meist mehr zu ernten gibt, als man zunächst denkt. Ein paar Blätter hier, 2 Wurzeln dort, einige Kräuter und dazu ein wenig Reis, Nudeln oder Kartoffeln, vielleicht noch etwas Speck oder Ei und schon hat man ein vollwertiges, frisches und leckeres Mahl beisammen. Jedes Mal ein wenig anders und immer fast noch lebendig auf den Teller. Für diesen echten Luxus muss sich das Gemüse nicht erst für einen langsamen Tod ins Flugzeug setzen, echter Luxus ist quicklebendig und wächst vor der Haustür. Weiterlesen