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Olis alltagstaugliches Schwarzbrot, verfeinerte Version mit 50% Saaten & Kernen

Ein frisch gebackenes, gesundes Brot aus Haferflocken auf einem Holzbrett, mit einigen geschnittenen Scheiben und bunten Ostereiern im Hintergrund.

Es ist mittlerweile volle 10 Jahre her, dass ich mein Rezept, für das alltagstaugliche Schwarzbrot veröffentlicht habe, was mittlerweile von sooo vielen Menschen gebacken wird.
Nach wie vor ist es ein Standardrezept für ein leckeres, gesundes und einfaches Brot, was sich lange frisch hält.
Dennoch habe ich im Laufe der Jahre die Rezeptur verändert und das Brot ist jetzt kerniger, knackiger und verfügt über ein breites Spektrum an Mikronährstoffen. Und zwar massiv, denn ich backe es zu gleichen Teilen mit Saaten und Getreide!
Jetzt ist es an der Zeit, das Rezept mit euch zu teilen.

Eine Schüssel mit Sonnenblumen- und Leinsamen sowie einem Holzlöffel.

Ich backe jede Woche einige dieser körnigen Schwarzbrote mit anderen Mengen, habe für diesen Beitrag aber heruntergerechnet auf die Zutaten für 1 Brot oder eine Kastenform von etwa 27 x 12,5 x 9 cm Größe.

Zutaten für ein körniges Schwarzbrot mit 24 Stunden Teigführung

  • 270g Roggenschrot
  • 100g Kürbiskerne
  • 35g Sesam
  • 100g Leinsamen
  • 100g Sonnenblumenkerne
  • 1-2 EL Anstellgut
  • 1,5l gefiltertes Wasser

12 Stunden später

  • 1 EL Honig
  • 100g feinen Dinkelschrot oder Mehl
  • etwa 20g Traubenkernmehl (optional)
  • 1 TL Salz
  • 2 Handvoll Haferflocken zum Bestreuen
Eine Schüssel mit einer Mischung aus Samen und Körnern, in der ein Holzlöffel steckt.

Die Zutaten aus dem ersten Schritt liebevoll vermischen und nicht vergessen, den Sauerteig bei der Gelegenheit zu füttern. Meine Empfehlung ist noch immer, eine irdene Schüssel zu benutzen und diese mit einem feuchten Leintuch abzudecken, um den Teig vor dem Austrocknen bzw. Antrocknen zu schützen. Ich stelle den Teig zimmerwarm bzw. kalt, ‚meine‘ gezüchteten Mikroorganismen schaffen es den Teig gut zu säuern bei der langen Teigführung.

Nach 12 Stunden gebe ich die anderen Zutaten hinzu, sofern kein flüssiger Honig benutzt wird, muss dieser natürlich gewissenhaft verrührt werden, bis er sich gleichmässig auflöst. Gegebenenfalls muss in diesem Schritt noch etwas Wasser hinzugegeben werden.

Ich gebe gerne extra fein vermahlenes Traubenkernmehl dazu, damit die Nahrung noch etwas mehr Medizin wird. Traubenkernmehl aus deutschen Trauben besitzt einen hohen Gehalt an Polyphenolverbindungen (nämlich OPC). Das sind temperaturbeständige Antioxidantien mit langer Wirksamkeit, die insbesondere mit Gefäßgesundheit und positiver Wirkung auf den Blutdruck in Verbindung gebracht werden.

Zwei Laibe mit Haferflocken in Papierformen, neben einem Töpfergefäß und einem Holzlöffel auf einem rustikalen Tisch.

Ich backe die Brot für etwa 2 Stunden im Lehmbackofen, nachdem alle anderen Backwaren fertig sind und die Temperatur auf schätzungsweise 180°C gefallen ist – und natürlich im Verlauf weiter fällt. Genau kann ich es nicht sagen, da wir nicht maschinell messen.

Das Brot auf einem Gitterrost abkühlen lassen, es lässt sich am besten mit einem wirklich scharfen Messer mit geriffelter Schneide schneiden, welches die Kruste nicht zerreisst wie ein reines Brotmesser. Das Schwarzbrot ist sehr sättigend und besonders verträglich und passt – meiner Meinung nach – sowohl zu herzhaften, als auch zu süßen Auflagen.
Es hält sich bei mir in Bio-Backpapier und ein Tuch eingewickelt mindestens 7-10 Tage frisch und saftig, es lässt sich aber natürlich auch scheibenweise einfrieren und nach Bedarf entnehmen.

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit! Ich hoffe, diese Variante meines bewährten Schwarzbrots findet mindestens genausoviele Liebhaber wie die klassische Version.

Ein Teller mit vier Scheiben Butterbrot, drei rote Radieschen, eine Schüssel mit Rührei und einer weiteren Schüssel mit gebratenem Gemüse.

Süß-sauer eingelegte Chilis (z.B. als Pizza-Belag)

2020 habe ich etwa 30 Chilipflanzen aus 15 verschiedenen Sorten im Anbau gehabt, um endlich ein paar Sorten zu finden, die für uns und unsere Einsatzbereiche passen und bleiben dürfen.
Entsprechend gab es reiche Ernte zu verarbeiten. Wir haben also reichlich Chilis gegessen, ich habe sie getrocknet und zermahlen und einige eingelegt und eingekocht.

Das Rezept zum Einlegen bzw. Einkochen ist denkbar einfach aber wirklich sehr gut. Die eingelegten Chili-Ringe passen perfekt zur Pizza, auf gebackenem Feta und vermutlich auch mit Körnerbohnen.
Da ich einige Male nach dem Rezept gefragt wurde und damit es nicht verloren geht, vermerke ich es hier.

Rezept für süß-sauer eingelegte Chili/Peperoni

  • 125ml Wasser
  • 125ml Esiig (weißer Balsamico oder Apfelessig)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker

In dem Sud die Chili(ringe) bis zur gewünschten Konsistenz kochen, das dauert je nach Sorte und Reifegrad etwa 10-20 Minuten.
Die Chilis dicht in ausgekochte Gläser mit Schraubverschluss füllen und mit dem heißen Sud aufgiessen, bis alles bedeckt ist. Sofort verschliessen.

Bubert – ein baltischer Grießbrei

An sich könnte man sagen, dass Grießbrei in meiner Familie eine besondere Rolle spielt. Bewusst wird es mir allerdings erst jetzt im fortgeschrittenen Alter und mit 2 kleinen Kindern, für die Grießbrei anscheinend das gleiche Soulfood geworden ist, wie er es für mich einmal war und vielleicht in gewisser Hinsicht auch immer noch ist.
Interessanterweise bereite ich den Grießbrei so zu wie meine Oma und nicht wie meine Mutter – obwohl meine Mutter ihre Variante doch recht häufig bereitete, wenn Klein-Oli von der Schule kam während ich Omas Variante (Bubert) weit weniger häufig aß. Weiterlesen

Riesenbohnen in Tomatensauce – Gigantes

Gigantes in Tomatensauce habe ich wohl schon immer gerne mal gegessen, bin aber lange nicht auf die Idee gekommen, den Versuch zu wagen, das Gericht selber herzustellen. Seltsam, und das, obwohl die Vorspeise gekauft zu den eher höherpreisigen, einfachen Gerichten gehört.
Vielleicht war ich abgeschreckt durch meinen fehlgeschlagenen Versuch, perfekte Baked Beans herzustellen. Aber auch das wird mir noch gelingen, beim Riesenbohnensalat kann ich zufrieden ein Häkchen setzen.

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Scharfes Karotten-Sellerie-Süppchen

Ich habe eine neue Variante meiner Karottensuppe erfunden, anders – aber mindestens genauso gut. Mit dabei ist unser neuer Liebling Staudensellerie. Wie konnten wir ihn nur jahrelang übersehen?
Die Farbe bekommt dieses Süppchen durch eine einzelne lila-schwarze Karotte, bestimmt schmeckt sie mit andersfarbigen Karotten ähnlich gut, aber ein wenig Farbe auf dem Teller macht das Leben bunt, das Essen interessant und die sekundären Pflanzenstoffe – in diesem Falle Anthocyane – sind ja auch nicht ganz ungesund. Weiterlesen

Eier-Ragout aus Dithmarschen

Vor etwa einem Jahr erwähnte der Gatte, dass er bei einer Bäuerin in seiner alten Heimat Dithmarschen Eier-Frikassee gegessen hätte. Vor meinem geistigen Auge spielten sich furchtbare Szenen ab, schlimmer war nur noch der Kurzschluss in den inneren Geschmacksnerven.
Er erinnerte hin und wieder an dieses Gericht, aber ich konnte mir darunter nichts konkretes vorstellen und das Kopfkino tat sein übriges.
Vor einigen Wochen dann besorgte er das Rezept. Ich las es wirklich wohlwollend und führte mir Beispiele vor Augen, in denen diese Zutaten ebenfalls kombiniert werden und etwas leckeres daraus entsteht. Weiterlesen

Vollwertiger Schokoladenkuchen

Vollwertiger Schokoladenkuchen

… der beim Weihnachtsbüffett übrig bleibt.

Diesen vollwertigen und voll leckeren Schokoladenkuchen habe ich in der letzten Zeit recht häufig gemacht, ein wenig mit den Zutaten gespielt und er hat mich überzeugt.
Obwohl backen nicht mein allererstes Steckenpferd ist und ich ohne Rezeptzettel daneben versage, bin ich zuversichtlich, dass dies der Kuchen werden könnte, den ich irgendwann aus dem Ärmel schüttle – so wie meine Mutter früher ihren Marmorkuchen frei nach Schnauze zusammengerührt hat, der immer gut war. Weiterlesen

Das hat Saison: Süßkartoffelsuppe mit Muskatkürbis

Dieses Jahr habe ich wohlweisslich mehr Süßkartoffeln angebaut denn je. Immerhin gilt es im Laufe des Herbstes und Winters nicht nur uns erwachsene Esser mit guter Nahrung zu versorgen, sondern auch den jüngsten Sproß, der Essanfänger ist und Bataten liebt.
Und wenn man so überlegt, welche Kreationen der Saison man dem Baby kochen könnte, kann es schon sein, dass etwas abgewandelt direkt ein Gericht für fortgeschrittene daraus wird.  Weiterlesen

Ukrainischer warmer Apfelkuchen: Babka

Derzeit ist Apfelzeit und die Apfelbäume auf unseren ‚Streuobstwiesen‘, so klein diese auch sein mögen, haben reichlich getragen. Viele Sorten Apfelmus sind gemacht, einige sollen noch gekocht werden und wir haben warme Apfelkuchen bzw. Apfelauflauf für uns entdeckt. Der Teig ist jeweils schnell gemacht, das Ergebnis lecker und die Zutaten gehören zur arme-Leute-Küche, oft hat man alles im Haus. Diesmal gibt es die ukrainische Variante eines warmen Apfelkuchens. Eine Apfelbabka. Weiterlesen

Aus guter alter Zeit: Apfelpfanne

Vor einigen Tagen fiel mir beim Durchsehen der abonnierten Blogs ein Beitrag auf, der mein Interesse weckte. Einmal kann ich jetzt zur Apfelzeit natürlich Apfelrezepte ausgesprochen gut gebrauchen und zum anderen habe ich ein Faible für alte Rezepte – und dass ein solches hinter dem besagten Blogpost stand, konnte ich an der Handschrift des abgebildeten Rezeptbuches erkennen. Die Apfelpfanne.
Mittlerweile haben wir diese Apfelpfanne zweimal gebacken, für uns etwas abgewandelt, die für uns passenden Mengenangaben gefunden und werden das Rezept sicher in unser Repertoire aufnehmen. Weiterlesen