Strassen, Felder, landidyllische Gärten – alles unter Wasser

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Nachdem es den ganzen Winter über irrsinnig viel geregnet hat und ich Mitte Dezember schon einmal berichtete, dass wir ‚Land unter‘ haben, hat sich die Situation nun – 2 Monate später -nochmals verschlimmert. Glücklicherweise habe ich beim Kauf des Hauses unter anderem darauf geachtet, dass es auf einem Hügel steht. in der Tat sind wir hier 20 m ü.N.N. (wobei diese Ausdrucksweise anscheinend veraltet und damit falsch ist). Das mag für den einen oder anderen lustig klingen, ist es aber nicht.  Zusätzlich hat man die Häuser hier früher auf Hügel gesetzt und nicht unterkellert – und siehe da: die uralten Hütten stehen noch und gehören zu unserem Kulturgut. Man darf ehrlich gespannt sein, welche Bauwerke aus unserer Zeit überdauern.

Und siehe da: meine alte Heimat gehört mit anderen Landkreisen nun zu den Orten, die wirklich schlimm dran sind während es hier bei uns zwar klitschnass ist und man die Äcker und Gärten nicht bestellen kann, aber immerhin können wir trockenen Fusses unsere Häuser erreichen ohne Boote zu benutzen – ein paar Kilometer weiter ist das nicht mehr möglich – ich empfehle zumindest die kleine Fotostrecke vom NDR anzusehen. Wohl dem, der ganz traditionell Vorräte im Hause hat.

Aber auch ohne überflutete Strassen und Rückstau vom Meer ist es hier nicht sehr schön derzeit, hätten wir keine Hochbeete, könnten wir den ersten Teil der Saison komplett abhaken. In dem mit Wasser gesättigten Matsch keimt und wächst nichts von unseren Kulturpflanzen, da würde die Saat vergammeln.
Die Bauern können zum Teil ihre Äcker immer noch nicht befahren. Derzeit ist wohl nur die Ernte in von auf dem Feld überwinternden Kulturen in Gefahr. Außerdem staut sich die Gülle in den Reservoirs. Ob das Land bis zur Saat vom Energie-Mais ausreichend trocken ist?
Ansonsten würde ich ganz sarkastisch Photovoltaik empfehlen:
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Wie schlimm es in anderen Landesteilen aussieht kann man also beim NDR sehen, hier gibt es Impressionen aus unserem direkten Umfeld.

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Auch in unserem Garten ist es erwartungsgemäß nicht abgetrocknet, wenn wir wieder ein warmes Frühjahr bekommen, können wir vielleicht einen Teil normal säen, können die Pflanzen vielleicht noch etwas aufholen und gutmachen bevor vielleicht/wahrscheinlich wieder der Sommermonsun kommt. Es ist ein Jammer.

Der Boden ist vollständig mit Wasser gesättigt und was von oben nachkommt, fliesst das Grundstück hinunter Richtung Teich. Dabei wird natürlich auch Boden weggespült und Krume aufgerissen.

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8 Gedanken zu „Strassen, Felder, landidyllische Gärten – alles unter Wasser

  1. Doris

    Oh , du liebe Zeit . ganz schön nass dort . Bei uns steht auch viel Wasser auf der Weide , auch im Wald , aber zumindest kann es ablaufen . Ja, wenn ich im Wald bin und sehe im Graben Wasserstau , dann helfe ich nach 😉 damit es fließt . Ich habe immer einen Spazierstock dabei . Bei dem flachen Land da oben , oh je .

    Antwort
  2. borretsch

    Ich drücke die Daumen, dass es bald wärmer wird und warm genug, dass das Wasser verdunstet…das sieht ja richtig moorig aus. Gut, dass ihr Hochbeete habt.

    Toi toi!!

    Trocknende, Grüne Grüße

    MION

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Danke Dir! 🙂 Ja, ohne die Hochbeete könnten wir sehr, sehr viel weniger machen. Das, was wir dort an Ertrag haben, bekommen wir auf der doppelten Fläche normaler Beete nicht herein. Und bei der Nässe schon gar nicht.
      Liebe Grüße, Oli

      Antwort
    1. Landidylle Autor

      DAS hab ich auch gedacht! 😀
      Und ich habe an ein paar leidlich trockene Stellen tatsächlich Bäume gepflanzt. Wir haben uns gesagt, wo es jetzt noch nicht unter Wasser steht, wird es so leicht auch nicht passieren.

      Antwort
  3. birthesgartenzeiten

    Au Backe, das sieht wirklich seehr nass aus – da ist an Säen und/oder Pflanzen noch nicht zu denken. Es wird dauern, bis das einigermaßen abgetrocknet ist. Ich drück‘ die Daumen, dass bald eine trockene Phase kommt und die Erde zumindest soweit trocknet, dass die Felder befahrbar sind und die Pflanzen nicht faulen.
    Im Wald ist es auch bedenklich – das HOlz kann nicht abtransportiert werden, da die Traktoren im Waldboden versinken bzw. ihn zerstören. Ein richtiger Winter mit Frost wäre gut gewesen…
    Liebe Grüße, Birthe

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Vielen Dank für’s Mitfühlen Birthe. Ich muss bei sowas immer daran denken: was wäre früher gewesen? Der Verlust der Kulturen auf den Feldern wäre ein schmerzlicher Verlust gewesen, nicht neu säen zu können eine Katastrophe.
      Ein richtiger Frost wäre wirklich gut gewesen, heute ist zwar mal wieder alles weiss gefroren aber das hält ja nicht.
      Liebe Grüße, Oli

      Antwort

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