Mini-Paprika gefüllt mit Feta-Mirabellen-Crème

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Nachdem die letztjährigen gefüllten Kirschpaprika ‚Bunte Zwerge‘ sensationell gut geschmeckt haben aber leider schnell schlecht geworden sind, haben wir uns geschworen, die Mini-Paprikas weiterhin anzubauen, diese weiterhin lecker und abwechslungsreich zu füllen und dann aber direkt so wie es der Heißhunger verlangt zu vertilgen, anstatt uns hinterher zu ärgern, dass der ganze Aufwand umsonst war. Und der Aufwand war enorm letztes Jahr: Vom Entdecken des Saatguts bei Dreschflegel, über Bestellen, Vorziehen auf der Heizmatte, Hege & Pflege im Hochbeet bis zur Ernte waren über 9 Monate vergangen. Dieses Jahr hatten wir es mit Wetter, Wetter, Wetter zu tun, meine Paprikas sind weit entfernt davon bunt und damit reif zu sein und als ich im Supermarkt die Mini-Paprikas aus Glückstadt sah, nahm ich sie einfach mit.

Die Glückstädter Tomaten und Paprikas werden zwar konventionell angebaut, aber – Nomen est Omen – bei Tomaten mit Geschmack haben die Früchte in der Tat Geschmack und gelegentliche Ausflüge in die Welt der petrochemischen Düngung und alles merzenden Spritzungen sind ja auch mal aufregend, immerhin könnte es ja sein, dass mir davon die weißen Haare ausfallen oder ein drittes Auge wächst.

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Von einem Besuch in die Nähe der alten Heimat, zu alten Bekannten der Familie brachten wir rote und gelbe Mirabellen, sowie Klaräpfel mit. Die gelben Mirabellen waren etwas dröger und mehliger als die roten aber durchaus aromatisch, wenngleich auch nicht so knallig, sie entwickelten aber nach einigen Tagen einen betörenden Duft und das Aroma reifte mit.
Und da es ohnehin immer wieder spannend ist, Aromen von Früchten zu kombinieren, die gleichzeitig reif sind, habe ich die Feta-Crème dieses Mal mit Mirabellen gemacht. Und das war gut so!

Für etwa 30 mit Feta-Crème gefüllte Mini-Paprikas benötigt man folgende Zutaten:

  • etwa 30g Feta, ich hatte Ziegen-Feta (auch wenn der vermutlich dann nicht so heisst)
  • 150g Frischkäse
  • 1 kleinen TL (Mokkalöffel) Zucker
  • 1/4 kleinen TL  (Mokkalöffel) Salz
  • 9-10 Mirabellen
  • 6 kleine Knoblauchzehen
  • etwa 200ml Rapsöl
  • natürlich die Mini-Paprikas

Der Feta wird mithilfe einer Gabel mit dem Frischkäse in einem tiefen Teller zerdrückt, die Knoblauchzehen gepresst und untergemischt, Salz und Zucker nach Geschmack ebenso. Die Mirabellen werden gewaschen, entsteint und in sehr kleine Würfel geschnitten.
Wenn die Frischkäsemasse gut vermischt ist und Zucker und Salz sich aufgelöst haben, werden die Mirabellenstückchen untergehoben.

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Den Mini-Paprikas wird der Deckel abgeschnitten, dann werden sie mithilfe eines Mokkalöffels entkernt. (Scharfe Löffel (medizinisches Personal: schnell an was anderes denken, alle anderen wollen nicht wissen, was das wirklich ist) im Kleinformat bieten sich für diese Tätigkeiten an. Ich habe für diesen Zweck schlecht entgratete und daher scharfe Mokkalöffel, die einmal die Dreingabe beim Kauf meines hübschen, italienischen, plastikfreien Wasserkochers waren)

Das Rapsöl wird in einer tiefen Pfanne leicht-mittel erhitzt und die Paprikas darin sanft von allen Seiten angebraten ohne zu verfärben. Wenn sie fertig sind, lässt man sie ausserhalb der Pfanne abkühlen und füllt sie dann mit der Feta-Crème. Es bietet sich an, sie in ein Glas mit Schraubverschluss zu schichten, darüber wird dann das noch warme Öl gegossen.

Wir haben die mit Käse gefüllten Paprikas einen Tag im Kühlschrank durchziehen lassen, die Haltbarkeit würde ich insgesamt bei hygienischer und schneller Verarbeitung sowie guter Kühlung bei 3-4 Tagen ansetzen.

Die Crème schmeckt harmonisch aber sanft, den Knoblauch schmeckt man kaum heraus, die Mirabellen gerade so, dass die Crème eine fruchtige, duftige Note bekommt, alles passt, nichts schmeckt vor. Und gelbe Mini-Paprikas passen geschmacklich ausgezeichnet zu gelben Mirabellen. Das solltet ihr probieren!

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10 Gedanken zu „Mini-Paprika gefüllt mit Feta-Mirabellen-Crème

  1. Doris

    Das sind keine wilden Mirabellen, auch Kriecherl genannt ?
    Sich soviel Arbeit machen und dann wird das schlecht ist schlimm. Bei manchen Rezepten mit Käse steht nicht eindeutig dabei das , das nur begrenzt haltbar ist.
    Auf jeden Fall sehen die Paprikas lecker aus.

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Kann schon sein, dass das wilde sind. Die saftigen roten, die wir dort bekommen haben sind auf jeden Fall wild, das wusste die Besitzerin des Gartens zu berichten. Sind die wilden Mirabellen in sich ähnlich unterschiedlich wie Kirschpflaumen?

      Antwort
      1. Doris

        Schau mal in mein blog, ich habe da auch solche Früchte. Ich sage immer wilde Mirabellen. Sie sind sehr sauer , und auch nicht sehr haltbar ,aber nicht mehlig. Man muß sie gleich verarbeiten.
        Ich weiß nur das es diese Früchte in allen möglichen Variationen gibt.
        Hauptsache sie schmecken.

      2. Oli@Landidylle Autor

        Hm meine waren matter, deine glänzen mehr und sehen auch durchscheinender aus. Früher, als ich noch klein war, hat mein Vater mir ab und an Mirabellen aus der Marsch oder dem alzen Land gekaufdt weil ich die so gerne mochte, die sahen so aus wie meine gelben aber waren süß und total lecker. Diese haben den typischen tollen betörenden Duft, sind aber echt sauer und nicht so intensiv aromatisch.

        Deine Birnen sehen so aus wie unsere von Birnbaum II. Ich habe von einer wirklich hohen, besonnten Stelle welche mit einem Teleskop-Ernter geholt und die sind noch total fest und geschmacksarm, haben aber schön Süße. Vielleicht in anderthalb Wochen wenn das Wetter so bleibt, hoffentlich.

  2. Doris

    Mensch, so einen Teleskop Erntehelfer werde ich mir besorgen, gute Idee. Dann gehts an die Pflaumen 😉 Dieses Jahr aber nicht mehr.
    Meine Birnen sind so kleine und dieser Baum ist sehr hoch. Heutzutage werden die Züchtungen nicht mehr so groß , oder ? Wir hatten Zuhause einen ähnlichen Baum. Diese großen Bäume kenne ich nur aus alten Gärten.
    Mirabellen sind das auch nicht die ich habe, deshalb der Zusatz wilde.
    Mirabellen vom Markt sind ganz anders , der Stein löst sich auch gut.

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Bei Obstbäumen kommt es ja immer drauf an, auf welche Unterlage veredelt wurde. Früher hat man Hochstämme genommen und darunter heu gemacht oder beweiden lassen. Auf Streuobstwiesen sind nur Hoch- und Halbstämme zugelassen. Heute nimmt man, der Größe des Gartens entsprechend – eher kleine, schwachwüchsige Unterlagen oder baut direkt Spindelbäume. Unsere Birnen sind auch beide Hochstämme, der Teleskop-Ernter ist bestimmt 3 m lang, wahrscheinlich länger, aber um oben an die sonnenverwöhnten Früchte zu kommen, müsste ich zusätzlich auf eine hohe Leiter und das kann ich nicht.

      Bei Birnbaum I kann ich oben aus dem Fenster im Dachgeschoss ernten, denke, das werde ich mal machen. Nur runterschleppen über die Hühnerleiter muss das dann mein Mann oder ich seil den Korb ab. Ich traue mich ja gerade erst seit 1 Woche alleine die 3m Hühnerleiter hoch und runter. 🙂

      Antwort
  3. Doris

    Angst bei so einer Leiter kann ich nachvollziehen. Ginge bei mir nur rückwärts runter. Wenn der Ernter schon 3 m lang und zu kurz für oben ist, dann ist der Baum auch schon recht groß. Ich habe immer einen Spazierstock dabei und ziehe damit Äste und Zweige runter, aber immer reicht der verlängerte Arm nicht . Ein Obstpflücker wäre für einiges gut , den kriegt man sicher in einem Baumarkt mit Gartenabteilung.

    Antwort

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