Die Vertikale nutzen und beste Anbaufläche gewinnen: das Wein-Spalier

Hochbeet an Hausmauer und Spalier

Zugegeben, alle 3 kombinierten Methoden zum Anbau von Nutzpflanzen, die wir hier testen sind für sich genommen nichts neues, absolut nicht.

Seit ewigen Zeiten kultivieren Menschen Weinreben und andere Pflanzen an Spalieren und erhöhen mit dem entsprechenden Erziehungsschnitt Fruchtgröße und Ertrag. Heute sind Anbaumethoden, die die Höhe nutzen als ‚Vertical Gardening‘ insbesondere bei urbanen Farmern wieder sehr beliebt.
Auch die Rückstrahlung von Wärme und die geschützte Lage vor Mauern macht man sich seit langer Zeit zunutze, legendär sind die französischen Pfirsichplantagen, für die 600 Kilometer Mauern errichtet wurden, vor denen vom 17 bis ins 19/20 Jahrhundert Pfirsichbäume an Spalieren aufgebunden waren und auf diese Weise 17 Millionen Früchte direkt dort produzierten, wo sie gebraucht wurden.
Le Clos de Peches: Pfirsich-Anbau vor Mauern, geschützte Lage und Wärmerückstrahlung

Die Ertragsverbesserung durch die Nutzung von Hochbeeten schließlich habe ich schon oft erwähnt und man kann die Erfolge gut auf meinen Fotos sehen.

Die Faktoren des Standorts – an sich ziemlich gute Voraussetzungen

Die Kombination der 3 Methoden allerdings ist wohl nicht unbedingt alltäglich, (und man muss den Sockel des Hauses entsprechend schützen*) wir versprechen uns von dem umlaufenden Hochbeet an der Süd-West-Seite vor der Fassade mit Spalier auch in unseren kühl-feuchten norddeutschen Gefilden einen respektablen Ertrag an Weintrauben. Vertikales Hochbeet Farming in der Sonnenfalle am Spalier – sozusagen.
Zwar habe ich schlechte Erfahrungen damit gemacht, Erfolge zu berufen aber die 4 geschilderten Faktoren sollten an sich fast schon ein Garant für Traubengenuss sein.

Spalier vor SW-Wand mit Hochbeet und Trockenmauer

Durch den stetigen Wind trocknet das Laub in der Theorie schnell wieder ab, in der Praxis gibt es Stimmen, die Weinreben und Wind nicht gut zusammen gehen sehen und es kommt vielleicht eher darauf an, wie gut die Rebsorten mit Dauerniesel klarkommen, den wir wochenlang öfter mal haben. Rosen, die ähnlich verschnupft auf feuchte Blätter bei ekliger Kühle reagieren, gedeihen in Norddeutschland zumindest gut und werden oft und gerne als Beispiel angeführt, dass Wind plus feuchte Kühle schon ganz OK wäre. Wir werden es zu sehen bekommen.

Schwarze Erdbeertraube im Hochbeet an der HauswandDie Weinreben-Sorten

Gepflanzt wurde die ‚Schwarze Erdbeertraube‘, die vermutlich eine natürliche Kreuzung zwischen den amerikanischen Wildreben Vitis labrusca und Vitis riparia ist und einen enorm würzigen Muskatgeschmack (und eine andere Blattform als unsere Weinreben) hat, sowie eine moderne Züchtung aus der Ukraine ‚Velez‘.
Velez‘ Früchte sind kernlos, knackig und sollen einen sehr guten Geschmack haben, die Pflanze ist gut frosthart und starkwüchsig, hat eine sehr gute Toleranz gegenüber Pilzkrankheiten, reift sehr früh (Mitte August), die reifen Trauben sind aber haltbar und können lange am Stock gelassen werden und der Ernteertrag wird als enorm beschrieben. Ich habe keine andere Rebe gefunden, die soviele Eigenschaften, die mir wichtig sind vereint und auch wenn man berücksichtigt, dass die Baumschuler ihre Sorten natürlich überschwänglich loben, so wird sie eben doch noch ein wenig mehr gelobt als andere. Wenn die beschriebenen Eigenschaften nur halb so ausgeprägt sind, werde ich trotzdem zufrieden sein.

Velez im Hochbeet direkt am Haus

Das Spalier mit Seilsystem

Da wir mit unserer sündteuren vorgehängten Holzfassade in Verbindung mit schwerer Pflanzenmasse und Wind, der an dem System zieht keine Experimente eingehen wollten, haben wir uns für ein Spalier entschieden, was mit individueller Beratung verkauft wird. Vor einigen Jahren schon hatte ich ein Bookmark zu Fassadengruen.de gesetzt und im Laufe der Zeit habe ich öfter dort gestöbert, weil die Informationen über Kletterpflanzen und deren Eignung für verschiedene Mauersysteme (Adieu Blauregen) in meinen Augen kompakter nicht zu finden sind. Ausserdem sind alle Spaliersysteme und Pflanzen mit wunderbaren Fotos von bewachsenen Fassaden untermalt, die Detailseite über Weinreben macht ausserdem definitiv Hoffnung auf Erntesegen. Die Beratung ist übrigens schnell, nett und kompetent, das funktioniert einfach. Ohne Drama. Und im Preis für das Seilsystem ist der Service auch mit drin. Kann man nicht meckern.
Sollte uns die Holzfassade samt Seilsystem und Weinreben in den nächsten Jahren auf den Hofplatz fallen, kann ich diese Neuigkeiten ja dann der Vollständigkeit halber nachreichen …

Detail Seilsystem vom Spalier

Mischkultur mit & Unterpflanzung für Weinreben

Verlässliche Informationen über Mischkultur mit Wein sind spärlich und wenn ich irgendwem vertrauen sollte, dann wäre es Hans-Peter Schmidt von Ithaka-Institut (was ohnehin immer eine Lektüre wert ist!) aber die Infos dort sind eher für feldweisen Anbau und man experimentiert noch. Als Unterpflanzung hatte ich mir also selbstständig Staudenlein ausgesucht, immerhin eine eigentliche Nutzpflanze, eine kalkliebende und sehr hübsch noch dazu. Liebt volle Sonne, wächst nicht zu hoch, ist für Mauerkronen gut geeignet. Leider habe ich nun gelesen, dass die amerikanischen Reben gar keinen Kalk mögen und ‚Velez‘ als gewöhnliche Vitis vinifera in normale Gartenerde gepflanzt werden kann/soll. Tja, schade, dass ich beim Pflanzen schon zerstossene Eierschalen zugegeben habe …
Sollte jemand von euch einen heißen Tipp für die Unterpflanzung der Weinreben haben, bin ich wie immer dankbar und interessiert.

trauben

Probehalber habe ich schonmal Maß genommen und eine für 4,95€ das Kilo gekaufte Bio-Traube an die Fassade gehalten: steht ihr doch sehr gut!
Wenn wir pro Pflanze wirklich in ein paar Jahren 10 Kilo ernten können, sind wir auch in Punkto Wein selbstversorgt, über mehr Ertrag beschweren wir uns sicher nicht.

Bekannte aus der ebenfalls norddeutschen Marsch haben eine Weinrebe an einer einfachen, freistehenden Holzpergola: 2 Pfosten, etwa 2m hoch mit einem Balken darüber. Die Pflanze steht eingewachsen in einem Beet, ist einige Jahre alt und als wir am Wochenende zum Äpfel pflücken dort waren habe ich mich sofort erkundigt, wieviel Ertrag die Pflanze dieses Jahr brachte: 10 Kilo, letztes Jahr waren es 11.
Na bitte. Mein Vater, der in Sachen Selbstversorgung sicher gerne mehr gemacht hätte, hat früher eine Weinrebe an unser Haus gepflanzt, sie wurde nur geschnitten, wenn sie Überhand nahm und trug dementsprechend sehr kleine Beeren, stand zwischen 2 Häusern an der theoretisch westlichen Seite, praktisch hat sie noch weniger Sonne bekommen, als es der westliche Standort ohnehin zulässt und ich erinnere mich gut, dass sie mitunter gar nicht schlecht trug. Zumindest ernährte sie mehrere Wespenvölker wenn ich nicht irre.

Nahrung vor Ort produzieren, in der Stadt und auf dem Land

Wir sind also guter Hoffnung, mit diesen Reben, diesem schmucken Trockenmauer-Hochbeet und diesem Spalier in die Zukunft investiert zu haben. Das wären dann 20 Kilo Weintrauben pro Jahr, für die kein klimatisierter LKW von der Anbaufläche zu unserem Hofladen fahren muss, das wären 20 Kilo * 4,95€ = 99€ für die ihr alle keine Subventionen zahlen müsst.

Der Einsatz gewaltiger öffentlicher Mittel (die OECD schätzt sie auf jährlich 350 Milliarden US Dollar) zur direkten und indirekten Subvention bestimmter landwirtschaftlicher Produkte, Produzenten, Produktionsformen und Exporte, der vor allem von Industrieländern betrieben wird und überwiegend großen Landwirtschafts-, Handels- und Verarbeitungsunternehmen zugute kommt, beeinflusst weltweit die Produktionskosten und Preise landwirtschaftlicher Güter tiefgreifend. Das “freie Spiel der Marktkräfte” ist aus diesen Gründen in der globalen wie nationalen Landwirtschaft weitgehend eine Fiktion. Weltagrarbericht 2009

Entgegen der aktuellen Entwicklung zu landwirtschaftlichen Großkonzernen gibt es mittlerweile nicht nur mehr Stimmen aus dem Untergrund, die sagen, dass nur kleinbäuerliche Strukturen die Welternährung sicherstellen können. Eine Hauswand mit 2 Weinreben mag ein lächerlich geringer Beitrag dazu sein, aber überlegt doch mal, wieviele hässliche Betonwände es gibt, an denen man Wein, Kiwis, Birnen, Pfirsiche oder sonstwas wachsen lassen kann! Mehr als die 600 Kilometer, die die Franzosen hatten.
Die Nahrungsmittel dort zu produzieren wo sie gegessen werden, schliesst in vielerlei Hinsicht Kreisläufe.

Gärtnern ist Politik.


*Wir haben den Sockel des Hauses mit Jackodur verpackt und eine Abdichtung mit Dickschicht aufgetragen, darauf kam noch eine Schicht spezieller Putz. Ich werde davon sicher noch in der Kategorie Haussanierung berichten. Die Maßnahme war ohnehin notwendig und wenn man schon einen eingepackten Sockel hat, ist es ja nur clever, den auch zu nutzen.

Fassadengruen.de hat uns das Spaliersystem für die Erwähnung in diesem Artikel rabattiert. Das beeinflusst aber natürlich in keiner Weise meine Meinung und wie ihr wisst, erwähne ich gute Bezugsquellen ohnehin gerne weil sie es verdienen.

14 Gedanken zu „Die Vertikale nutzen und beste Anbaufläche gewinnen: das Wein-Spalier

  1. Angela Pittner

    Hier wurde früher auf den Weinbergen zu jeder Reihe Wein an vorderster Stelle eine Rose gepflanzt. Das sieht hübsch aus, und soll eventuellen Läusen als besseres Quartier dienen als die Weinstöcke.
    Im Laufe der Jahre hab ich mir zusammengesammelt: Knoblauch (Weingartenlauch) zum Wein (Abwehr von Pilzkrankheiten), Lavendel zum Wein (ätherische Öle gegen irgendwas, was ich vergessen hab), Ysop (stimuliert das Wachstum), Geranien (gegen Zikaden in gefährdeten Gebieten). Dazu irgendwas frühblühendes, um Wein-Bestäuber anzulocken und irgendwas, was zur Fruchtreife noch blüht, um etwas vom hungrigen Getier von den reifen Trauben abzulenken (bei mir sind das Herbstastern, die blühen jetzt und halten die Hornissen und Wespen ganz gut davon ab, jene letzten Trauben anzubeissen, die noch etwas Süße vertragen könnten).
    Wein ist sehr spannend 🙂
    Noch ein Detail am Rande: Windschutz zur Blütezeit erhöht den Ertrag enorm, die Blüten sind sehr empfindlich.
    Liebe Grüsse aus der kraut_rueben-Weinregion 🙂

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Vielen Dank Angela für die wertvollen Berichte aus der Praxis! Rosen, Lavendel und Ysop kann ich mir an der Stelle sehr gut vorstellen und frühe und späte Blüher muss ich dann in den (neu entstehenden) umliegenden Hochbeeten ansiedeln. Geranien können in der Saison im Topf auf der Mauer stehen, der Weingartenlauch soll ja sehr vermehrungsfreudig sein, ob man ihn durch andere Allium-Arten zum gleichen Zwecke ersetzen kann?
      Liebe Grüße aus dem kühlen Nieselregen mit Hoffnung auf sonnige, bunte Herbsttage!

      Antwort
  2. Doris

    Mein Nachbar hat schon seit Jahren Weintrauben an der Südwand, Bis vor ein paar Jahren standen ein Meter davor hohe Tannen die alles Licht wegnahmen , Trauben waren trotzdem dran. Olaf hat auch Trauben und nicht zu wenige, der wohnt doch weit im Osten und dort kommt früher Frost. In England wo es doch auch viel regnet werden in Gärten auch Rebstöcke gehalten.
    Rosen sind eine gute Wahl, die sah ich auch immer in den Weinbergen, dazu „Unkräuter“ wie Zimbelkraut, Sedumgewächse. An mehr erinnere ich mich nicht. Nelken wären schön. Ist noch Platz für eine Feige ? Die wachsen in wenig Erde glaube ich.
    Du wirst gefüllte Weinblätter machen können, schmeckt gut mit Zitronensauce.

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Eine Feige will ich unbedingt noch haben. In tschechien hatte ich ja eine im ungeheizten Gewächshaus an der gekalkten Südwand. Meinst du, ich könnte eine Feige in so ein Hochbeet setzen? Vielleicht bedrängen die sich später zu sehr, ich überleg da schon so lange drauf rum, wo ich die unterbringen könnte. Nelken könnten da auch schön hinpassen, stimmt!
      Interessant, die Erfahrungen von deinem Nachbarn, zwar Südseite, aber ohne Sonne … wenn die Trauben nicht ausreifen, kann man immer noch Verjus daraus machen wahrscheinlich.

      Antwort
      1. Angela Pittner

        Feigen im Hochbeet ist eher heikel – da können sich die Wurzeln zu sehr ausbreiten und die Wurzeln sind dann auch zu stark frostgefährdet. Wenn die Wurzeln zu leichten, lockeren Boden haben konzentrieren sich die Pflanzen auf das Wurzelwachstum und tun oberirdisch wenig. In ihrer richtigen Heimat wachsen die Feigenbäume auf harten, trockenen, teils sogar felsigen Untergründen. Bei uns ist der beste Platz eine Hauswand, die den Wurzelraum begrenzt und Wärmeschutz und Sonnenrückstrahlung bietet. Winterschutz, damit die Triebe nicht zu weit zurückfrieren braucht es zusätzlich, sonst fällt die Ernte ins Wasser.
        Klassische winterharte Sorten, bei denen die Frühjahrsblüte recht zuverlässig ausreift, sind die Bayernfeige und Brown Turkey.
        Die oben abgebildeten Mauern für die Obstkulturen sind ein – ziemlich in Vergessenheit geratener – Schlüssel für gute Obstkulturen. Feigen, Trauben, besondere Tafelbirnen, Pfirsiche, Marille, Mandel und für Schwieriges die Kombination mit Spalierform – damit und mit dem dann verbesserten Mikroklima lässt sich vieles in den Garten holen, was vom Klima her eigentlich nicht mehr so ganz passen würde.

      2. Oli@Landidylle Autor

        Danke!
        Mit der bayernfeige habe ich schon öfter geliebäugelt und bei deaflora habe ich auch einige sehr ansprechende Sorten gefunden, allerdings sind die meisten davon wohl ausverkauft.
        Ich könnte eine Feige in das Hochbeet setzen (es ist nunmal derzeit die einzige wirklich tolle Stelle) und den Wurzelraum zu den Seiten begrenzen mit Steinplatten.
        Einige steinerne Hochbeete sollen ja noch entstehen hier, vielleicht kann ich es so planen, dass ich eine Mauer höher ziehe und davor noch Platz für wärme- und schutzbedürftige Kulturen ist. Interessanter Gedanke, muss ich mal weiterspinnen.

  3. Angela Pittner

    Und zum Weingartenlauch: Den kann man bestimmt durch andere Wildarten oder auch durch Kulturarten ersetzen. Bei mir verwildert der Weingartenlauch und siedelt sich da und dort in kleinen Büscheln auch an. Die Pflanzen sind hier (trocken, sehr warm) aber zart und beinah unscheinbar, sie stören nicht und nehmen keinen Platz weg. Ich hätte nichts gegen mehr Vermehrung, aber das scheint mir hier eine Frage von viel, viel Zeit zu sein.

    Antwort
  4. gartenstreifzug

    Ich wünsch dir viel Erfolg mit dem Weinanbau! Auch bei mir ist nicht optimales Weinbauklima und hab erst vor 4 Jahren mit einer Pflanze angefangen. Dieses Jahr kann ich soviel ernten, dass ich Selbstversorger bei den Weintrauben bin. Der Genuß ist um ein mehrfaches größer, wenn man sich sicher sein kann, dass es absolut unbehandelte Früchte sind. Denn auch im Bioanbau ist Schwefeln usw. erlaubt …! LG Arlene

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Das sind sehr gute Nachrichten liebe Arlene! Ja, der eigene Anbau ist in vielerlei Hinsicht gold wert, keine Transportwege, Unabhängigkeit, interessante Sorten genau nach dem eigenen Geschmack, so unbehandelt wie man halt wirtschaftet. Ich freue mich schon sehr und hoffe, dass die pflanzen gut über den Winter kommen und wir dann bald schon kosten können.
      Liebe Grüße, Oli

      Antwort
  5. eifgental

    Unsere Nachbarn Bergauf haben bis zum Neubau ihres Schuppens ebenfalls Trauben angebaut – mitten im Bergischen Land (also viel Regen, viel Schatten durch Hügel und Bäume, steinige Böden), da allerdings an der Südwestseite des Hauses vor der verputzten Schuppenwand. Die Reben wuchsen letztlich als Pergolabegrünung bis zur Dachterrasse hoch und trugen jährlich so üppig, dass wir immer ein bis zwei 10-Liter-Eimer voller Trauben abbekommen haben. Allerdings waren die immer ledrig und recht sauer (im letzten Jahr sind mir nach dem Entsaften über Nacht unmengen an Weinsteinkristallen drin gewachsen… hätte ich Backtrieb- oder Beizmittel produzieren wollen, wäre das natürlich gut!). Aber das lag sicher auch an der Sorte. Als Obst oder Saft ungenießbar, für Wein unbrauchbar, wir haben meist Gelee draus gemacht (mit Rotwein, Banane, Vanille oder weihnachtlichen Gewürzen und Zucker 1:1). Aber sie sind kräftig gewachsen und haben reich getragen. Es geht also!
    Die Unterpflanzung war dort übrigens Pfefferminze, was vor Mehltau schützen soll. Typisch für Weinberge soll ja auch die Winterheckenzwiebel sein.
    Viel Erfolg mit eurem Weinbau, jedenfalls!

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Alle Achtung, das klingt vielversprechend. Wenn die schon soviel abgeben können, muss die Gesamternte ja gewaltig sein. Vielen Dank für’s Berichten. An sich bin ich auch recht zuversichtlich, dass das hier gut klappt. Natürlich wird es in diesem Jammerklima nicht so ein Selbstgänger wie anderswo und die Feuchtigkeit könne ein Problem werden, aber wenn die Reben sich nur annähernd so gut schlagen wie viele andere Kulturen insbesondere in den Hochbeeten, lohnt sich die Sache bestimmt.
      Ich grüble jetzt schon, wo wir noch Kiwi & Co. unterbringen können, bewachsene Wände und überhaupt vertikale Strukturen im Garten finde ich immer so richtig heimelig und idyllisch.

      Antwort
      1. eifgental

        Naja, es sind ja immer die ganzen Reben, die sie abgeben – da wird so ein Eimer schnell voll und am Ende kriegt man nur ~2l Saft davon. Aber es ging ja jetzt erst einmal um die Frage, ob man das Super-Sonnen-Weinbergklima braucht oder nicht, um überhaupt gute Ernten einzufahren. Und wenn das hier, eher stiefmütterlich behandelt und nur zurückgeschnitten, wenn’s die Dachterrasse überwuchert, funktioniert, geht es sicher auch bei euch – erst recht im Hochbeet, in dem ihr ja auch noch für „Fußbodenheizung“ sorgen könnt. Und WENN es irgendwo abtrocknet, dann sicher am Spalier an der Wand (wo ja möglicherweise auch der Dachüberstand schon dafür sorgt, dass zumindest direkt von oben/hinten kein Regen kommt?)!

        Oh ja, Kiwi oder Passionsfrüchte im Garten sind auch toll. Steht hier auch noch auf der Langzeitwunschliste! 🙂

  6. Genussspecht.net

    Liebe Oli!
    Super, ich schicke dieses Posting gleich mal meinem Mann weiter. Der kommt aus der Weinbau-Gegend und seine Eltern haben im Hausgarten auch einige Weinstöcke. Er plant seit unserem Einzug, wie wir es wärmetechnisch hinkriegen könnten, auch ein wenig Wein zu ziehen. 🙂
    Herzlich
    Katharina

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Da hoffe ich doch für euch, dass ihr eine schöne, lauschige Stelle an eurem Haus findet liebe Katharina. So richtig low carb sind die Weintrauben ja nicht 😀 aber dafür echt gut, oder?
      Liebe Grüße, Oli (die sich insgeheim schon auf Fotos von weinberankten Häusern allenorten freut!)

      Antwort

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