Schlagwort-Archive: Obst

Pfirsiche in Honig-Apfelsirup

Ich darf bei aller mir eigenen Bescheidenheit verkünden, dass ich mal wieder Ambrosia hergestellt habe. Dieses Mal aus den Fallpfirsichen, die wir beim Besuch eines norddeutschen Selbstversorgergartens mit auf den Weg bekommen haben.
Das Rezept habe ich glücklicherweise in meinem Küchen-Skizzenheft notiert und solange ich es noch entziffern kann, will ich es schnell mit euch teilen.
Aber auch Eigennutz ist mit dabei, denn nachdem ich den Standort des Baumes in dem besagten besuchten Garten gesehen hatte, war mir plötzlich klar, wo mein Baum stehen muss und so pflanzte ich ihn kürzlich endlich – meinen neuen Pfirsichbaum, der mich hoffentlich in einigen Jahren gut mit Pfirsichen versorgen wird. Dann werde ich dieses Rezept brauchen, um die Pracht auf’s Köstlichste für den Winter zu konservieren und dabei direkt auch zu veredeln. Weiterlesen

Willkommen August. Erntezeit und ein kleines bisschen Herbststimmung.

Willkommen August! Ein reicher Monat mit großer Ernte, Freude im Herzen beim Einbringen, Verarbeiten und Konservieren – und einer Menge notwendigem Geschick beim Zeitmanagement.
Johann Wolfgang von Goethe sagte, säen sei nicht so beschwerlich als ernten – rein technisch gesehen gebe ich ihm recht, aber wer voller Stolz und Freude die Früchte der monatelangen Arbeit erntet, der zieht diese schwerere Arbeit doch der anderen vor.
Für mich bedeutet jedes Erntegut, welches ich auftischen, verarbeiten und einlagern kann ein Stück Glück und Zufriedenheit.
Was kann es befriedigenderes geben, als auf eine basale Art und Weise für sich selber sorgen zu können?
Der August hält viele dieser zutiefst nährenden Tätigkeiten und Gefühle für den Hobbygärtner und Selbstversorger bereit, wohl dem, der für ausreichende Zeitfenster sorgen kann, um jeden Aspekt davon zu geniessen. Hilfreich ist es dabei ganz praktisch gesehen, bewährte Werkzeuge und Rezepte greifbar zu haben.

Weiterlesen

Orangeat aus süßen Orangen selbst gemacht

Orangeat selbst gemacht

Orangeat wird normalerweise aus der Bitterorange hergestellt und Zitronat aus der Zitronatzitrone bzw. Cedrat. Weder Orangeat noch Zitronat schmeckt hier im Hause jemandem und wir vermeiden alle Speisen, in denen sie vorkommen. Allerdings würden wir beiden Produkten eine Chance geben, wenn wir sie selber verarbeiten könnten. In Ermangelung von Bitterorange und Zedratzitrone als Testobjekten habe ich vor einigen Monaten Orangeat aus süßen Orangen selber hergestellt und bin recht angetan von dem Ergebnis. Einige Kilo Orangen pro Jahr kaufen auch wir und für die Schalen habe ich bislang wenig Verwendung gefunden ausser Orangenessig als Reinigungsmittel daraus herzustellen, Orangenzucker oder einige auf dem Ofen als Raumduft zu trocken und später als Ofenanzünder zu benutzen.

Weiterlesen

Jetzt geht’s ans Eingemachte: Blaubeer-Götterspeise nach alter Mütter Sitte aus Blaubeersaft

blaubeer-wackelpudding

Ganz schön retro und natürlich selbst gemacht: heute gab es einen Wackelpudding aus eingelagerten Zutaten. Kurz habe ich überlegt, ob ich eine süße Suppe aus der Flasche Blaubeersaft machen sollte, die ich für den baldigen Verzehr aus der Speisekammer entnommen hatte – aber Eltern von Kleinkindern werden verstehen, dass ich davon erst einmal Abstand nahm. Süße Suppen wie zum Beispiel Fliederbeersuppe mit Grießklößchen sind typisch norddeutsch und lassen sich sowohl frisch, als auch prima aus eingelagerten Zutaten herstellen.
Die Holzdielen in der Küche haben es mir also gedankt, dass es anstatt Blaubeersuppe eine Götterspeise aus Blaubeersaft gab. Angedickt wurde ganz klassisch mit Sago. Weiterlesen

Fruchtig-saure Stachelbeer-Tarte

Stachelbeer-Tarte

Mitten im Winter eine Stachelbeer-Tarte zu zeigen ist wahrlich nicht ganz saisonal. Aber wer einen ertragreichen Beerengarten besitzt, kennt vermutlich die Tage, an denen man seine Ernte nur noch schnell wäscht, in Gläser füllt und einfriert. Aus den Augen aus dem Sinn – während der heißen Phase der Erntezeit muss man sich manchmal einfach Platz freischaufeln – vor allem wenn zu allem Überfluss auch noch die Nachbarin mit einem Eimer voll zusätzlicher Stachelbeeren und einem verzweifelten Blick vor der Tür steht ‚Ick hev sooo veel!‘. Im Winter dann geht es an die Verarbeitung.
Natürlich habe ich die Stachelbeeren ungeputzt eingefroren – es sollte ja schnell gehen. Normalerweise bin ich etwas krüsch, was harte Stengel oder raschelnde Blütenansätze in meinem Essen angeht aber im gefrorenen und wieder aufgetauten Zustand ist das selbst für mich total vertretbar. Und trotzdem: die Stachelbeeren waren nach dem Auftauen sogar noch so knackig, dass ich einige so verspeist habe, erstaunlich. Weiterlesen

Mispelsauce

mispelsauce

Während Mispeln im Mittelalter in Europa weit verbreitet waren, findet man heute anscheinend nur noch wenige Vorkommen. Rezepte mit echten Mispeln sind rar gesät, wenn Foodblogger von Mispeln schreiben, kann man anhand der Fotos meist erkennen, dass sie Loquats, also die asiatische Mispel verarbeitet haben. Die echte Mispel, auch deutsche Mispel genannt hatte früher eine Tradition als Naturheilmittel, ihre Wirkung ist unter anderem harntreibend.
Ich hatte zwar geplant, einen Mispelbaum zu pflanzen, aber wer weiss, ob ich es wirklich getan hätte, wäre nicht mal wieder der Zufall zu Hilfe gekommen. Während der ersten Bauphase hatte ich die Koppel dem Reiterhof die Straße runter überlassen. Sie konnten dort 2-3 Pferde beköstigen und ich musste mich ums Mähen nicht kümmern. Win-win. Weiterlesen

Quittenkrapfen

Blätterteigtaschen mit Quittenmus

Dieses Rezept stammt aus einer Linksammlung zum Thema Quittenrezepte, die Doris gefunden und hier verlinkt hat. Vielen Dank dafür!
Die Zubereitung ist so einfach, dass man dafür wirklich nicht extra einen Beitrag verfassen müsste, andererseits kann ich euch sonst ja schlecht davon in Kenntnis setzen, dass ich 2 wichtige Dinge herausgefunden habe.

  1. Dieses Gebäck schmeckt, kann komplett aus Vorräten zubereitet werden (sofern man eine Kühltruhe benutzt) und ist innerhalb von etwa 3 Minuten zubereitet und in wenigen Minuten gebacken.
  2. Da ich mich wunderte, warum dieses Gebäck ‚Krapfen‘ heisst, habe ich es mal nachgeschlagen und weiss jetzt, dass man in der Schweiz anscheinend zu einer Form der Blätterteigtasche Krapfen sagt.

Weiterlesen

Rotes Quittengelee ohne Gelierzucker

Rotes Quittengelee ohne GeliermittelDas Quittengelee wird rot durch die verwendete Quittensorte und vor allem durch das lange kochen. Färbende Zusätze braucht es nicht – auch wenn man heutzutage gelegentlich von diesem Notbehelf liest. Mein Quittengelee hat eine schöne klassische, rote Farbe bekommen. Wer es nicht rot haben möchte, sondern gelb wie man es im Supermarkt kaufen kann, müsste entweder Gelierzucker verwenden oder Pektin zusetzen damit die Kochzeit ganz wesentlich reduziert werden kann. Ansonsten und für Puristen sind gelierende Zusätze aber absolut nicht notwendig weil Quitten ohnehin unheimlich viel Pektin haben. Mit voranschreitender Reife nimmt der Pektingehalt allerdings ab. Weiterlesen

Quittenbrot mit Honig und Kokosflocken für die Adventszeit

Quittenbrot oder Quittenpaste

Damit sich in meinem Arbeitsordner zusätzlich zu den derzeit um die 200 unveröffentlichten Themen nicht noch mehr gesellen, versuche ich kurz und bündig einige der aktuelleren Rezepte runterzuschreiben, solange ich meine Notizen noch entziffern kann. Wie schon oft erwähnt ist es immer schade, wenn ich mich in der nächsten Saison nicht an Details zur Zubereitung erinnern kann.
Diesmal geht es um Quittenbrot oder Quittenpaste, welches man früher traditionell in der Adventszeit genascht hat. Natürlich kann man dazu etliche Rezepte finden, hier geht es allerdings darum, die für mich beste Zubereitungsart zu dokumentieren. Für mich und Menschen, die mein Urteil schätzen. Weiterlesen

Duftende Bratquitten mit Marzipan und Rosenwasser

Gebratene Quitten mit Rosenwasser, Marzipan und Rosinen

Bratquitten wie Bratäpfel herzustellen, wollte ich an sich neulich schon bei unserem Halloween-Lagerfeuer testen. Dazu kam es nicht, weil die listige Zeit uns während der gemütlichen Runde und guter Gespräche mal wieder einen Streich spielte und zack-zack verrann. Also musste ich den Test verschieben, das Ergebnis liegt seit heute Abend vor.
Quitten eignen sich sehr gut als Bratäpfel könnte man sagen, zumindest vom Geschmack her und bevorzugt wenn die Quitten wirklich reif sind.
Bei diesen meinen Birnenquitten war es dennoch mit den mir zur Verfügung stehenden Küchenwerkzeugen nicht möglich, dass Kerngehäuse aus der ganzen Quitte herauszulösen, um die Frucht klassisch von oben zu füllen. Weiterlesen