Schlagwort-Archive: Obst

Schütteljohannisbeeren als Preiselbeerersatz

Eines der vielen, vielen Rezepte, die sich samt zugehöriger Fotos auf meiner Festplatte scharen und auf Veröffentlichung warten ist dieses: Schütteljohannisbeeren
Schütteljohannisbeeren sind ein Ersatz für Preiselbeeren, da diese nicht auf jedem Boden gedeihen weil sie ein spezielles Milieu benötigen und sich abseits der wilden Vorkommen anscheinend sowieso etwas kapriziös zeigen. Für mein Empfinden sind Preiselbeeren allerdings ein notwendiger Bestandteil der Vorratskammer – gar nicht mal so sehr für Wildgerichte, sondern um ein Brot mit Camembert damit zu bereichern.
Im Gegensatz zu Preiselbeeren, die hier bislang nicht gedeihen, haben wir Johannisbeeren im Überfluss, also gab ich diesem Rezept eine Chance. Weiterlesen

Johannisbeer-Apfelmus

Es ist die Zeit des Jahres, wo die Äpfel im Lager merklich zu altern beginnen und man einen Gutteil verkochen oder verbacken kann. Ausserdem schafft der Hobbygärtner nun langsam Platz in der Tiefkühltruhe und so können Früchte, die zu unterschiedlichen Zeiten Saison haben, zueinander kommen. Schwarze Johannisbeeren und Herbstäpfel.
Die Inspiration für dieses farbintensive Apfelmus war allerdings eine gänzlich andere und verlangt nach einem outing. Weiterlesen

Bratäpfel mit Berberitzen-Marzipan und Zederkernen

Bratäpfel gehören für uns zum Winter einfach dazu, man kann sie so abwechslungsreich füllen, sie schmecken alt und jung und wärmen nach einem langen Spaziergang durch den Winterwald von innen. Für die Seele sind sie durch die Kombination von gesund und süß besonders wertvoll – wenn man mich fragt.

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Ukrainischer warmer Apfelkuchen: Babka

Derzeit ist Apfelzeit und die Apfelbäume auf unseren ‚Streuobstwiesen‘, so klein diese auch sein mögen, haben reichlich getragen. Viele Sorten Apfelmus sind gemacht, einige sollen noch gekocht werden und wir haben warme Apfelkuchen bzw. Apfelauflauf für uns entdeckt. Der Teig ist jeweils schnell gemacht, das Ergebnis lecker und die Zutaten gehören zur arme-Leute-Küche, oft hat man alles im Haus. Diesmal gibt es die ukrainische Variante eines warmen Apfelkuchens. Eine Apfelbabka. Weiterlesen

Aus guter alter Zeit: Apfelpfanne

Vor einigen Tagen fiel mir beim Durchsehen der abonnierten Blogs ein Beitrag auf, der mein Interesse weckte. Einmal kann ich jetzt zur Apfelzeit natürlich Apfelrezepte ausgesprochen gut gebrauchen und zum anderen habe ich ein Faible für alte Rezepte – und dass ein solches hinter dem besagten Blogpost stand, konnte ich an der Handschrift des abgebildeten Rezeptbuches erkennen. Die Apfelpfanne.
Mittlerweile haben wir diese Apfelpfanne zweimal gebacken, für uns etwas abgewandelt, die für uns passenden Mengenangaben gefunden und werden das Rezept sicher in unser Repertoire aufnehmen. Weiterlesen

Norddeutsche Fliederbeersuppe

In Schleswig-Holstein gehört die Fliederbeersuppe zu den Gerichten der kalten Jahreszeit wie Steckrübeneintopf, Mehlbüdel und Grünkohl. Nicht jeder mag sie mehr, manch einen erinnert sie an ’schlechte Zeiten‘ aka ‚die gute alte Zeit‘ und in meiner Familie gab es für dieses Gericht keine Tradition – was vermutlich daran liegt, dass der Hamburgische Teil der Familie keinen Zugriff auf Knicks und somit Fliederbeeren hatte und also keine Knicksuppe anfertigen konnte. Aus der Wesermarsch wären mir keine Familienrezepte bekannt aber aus dem süddeutschen haben es ein paar Erinnerungen in die Gegenwart geschafft – Fliederbeersuppe scheint dort aber unbekannt gewesen zu sein.
Grund genug, diese Fliederbeersuppe für die Nachwelt zu dokumentieren. Weiterlesen

Pfirsiche in Honig-Apfelsirup

Ich darf bei aller mir eigenen Bescheidenheit verkünden, dass ich mal wieder Ambrosia hergestellt habe. Dieses Mal aus den Fallpfirsichen, die wir beim Besuch eines norddeutschen Selbstversorgergartens mit auf den Weg bekommen haben.
Das Rezept habe ich glücklicherweise in meinem Küchen-Skizzenheft notiert und solange ich es noch entziffern kann, will ich es schnell mit euch teilen.
Aber auch Eigennutz ist mit dabei, denn nachdem ich den Standort des Baumes in dem besagten besuchten Garten gesehen hatte, war mir plötzlich klar, wo mein Baum stehen muss und so pflanzte ich ihn kürzlich endlich – meinen neuen Pfirsichbaum, der mich hoffentlich in einigen Jahren gut mit Pfirsichen versorgen wird. Dann werde ich dieses Rezept brauchen, um die Pracht auf’s Köstlichste für den Winter zu konservieren und dabei direkt auch zu veredeln. Weiterlesen

Willkommen August. Erntezeit und ein kleines bisschen Herbststimmung.

Willkommen August! Ein reicher Monat mit großer Ernte, Freude im Herzen beim Einbringen, Verarbeiten und Konservieren – und einer Menge notwendigem Geschick beim Zeitmanagement.
Johann Wolfgang von Goethe sagte, säen sei nicht so beschwerlich als ernten – rein technisch gesehen gebe ich ihm recht, aber wer voller Stolz und Freude die Früchte der monatelangen Arbeit erntet, der zieht diese schwerere Arbeit doch der anderen vor.
Für mich bedeutet jedes Erntegut, welches ich auftischen, verarbeiten und einlagern kann ein Stück Glück und Zufriedenheit.
Was kann es befriedigenderes geben, als auf eine basale Art und Weise für sich selber sorgen zu können?
Der August hält viele dieser zutiefst nährenden Tätigkeiten und Gefühle für den Hobbygärtner und Selbstversorger bereit, wohl dem, der für ausreichende Zeitfenster sorgen kann, um jeden Aspekt davon zu geniessen. Hilfreich ist es dabei ganz praktisch gesehen, bewährte Werkzeuge und Rezepte greifbar zu haben.

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Orangeat aus süßen Orangen selbst gemacht

Orangeat selbst gemacht

Orangeat wird normalerweise aus der Bitterorange hergestellt und Zitronat aus der Zitronatzitrone bzw. Cedrat. Weder Orangeat noch Zitronat schmeckt hier im Hause jemandem und wir vermeiden alle Speisen, in denen sie vorkommen. Allerdings würden wir beiden Produkten eine Chance geben, wenn wir sie selber verarbeiten könnten. In Ermangelung von Bitterorange und Zedratzitrone als Testobjekten habe ich vor einigen Monaten Orangeat aus süßen Orangen selber hergestellt und bin recht angetan von dem Ergebnis. Einige Kilo Orangen pro Jahr kaufen auch wir und für die Schalen habe ich bislang wenig Verwendung gefunden ausser Orangenessig als Reinigungsmittel daraus herzustellen, Orangenzucker oder einige auf dem Ofen als Raumduft zu trocken und später als Ofenanzünder zu benutzen.

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Jetzt geht’s ans Eingemachte: Blaubeer-Götterspeise nach alter Mütter Sitte aus Blaubeersaft

blaubeer-wackelpudding

Ganz schön retro und natürlich selbst gemacht: heute gab es einen Wackelpudding aus eingelagerten Zutaten. Kurz habe ich überlegt, ob ich eine süße Suppe aus der Flasche Blaubeersaft machen sollte, die ich für den baldigen Verzehr aus der Speisekammer entnommen hatte – aber Eltern von Kleinkindern werden verstehen, dass ich davon erst einmal Abstand nahm. Süße Suppen wie zum Beispiel Fliederbeersuppe mit Grießklößchen sind typisch norddeutsch und lassen sich sowohl frisch, als auch prima aus eingelagerten Zutaten herstellen.
Die Holzdielen in der Küche haben es mir also gedankt, dass es anstatt Blaubeersuppe eine Götterspeise aus Blaubeersaft gab. Angedickt wurde ganz klassisch mit Sago. Weiterlesen