Hühnern die Stallpflicht erträglich machen

Aufstallungspflicht erträglicher machenIn Schleswig-Holstein ist die Geflügelpest, eine H5N8-Form ausgebrochen und es besteht Aufstallungspflicht.

„Das akute Krankheitsgeschehen bei den Wildvögeln ist in dieser massiven Ausprägung besorgniserregend“, sagte (unser Umweltminister (Grüne) Robert) Habeck, der nach eigener Aussage ein großes Krisenszenario für möglich hält. via NDR

Ich habe den Hühnerstall vorausschauend geplant und daher hat der Gatte eine überdachte Voliere an den Stall gebaut, die mit engmaschigem Volierendraht versehen ist, sodass kein Kontakt zu Wildvögeln möglich ist. Dieser Auslauf erfüllt die Kriterien der Aufstallungspflicht und somit können unsere Hühner relativ frei laufen. Trotzdem sind sie genervt. Klar. Wer es gewohnt ist, täglich etwa 5000qm auf links zu drehen um Käfer, Asseln, Schnecken, Körner und Würmer zu suchen, der gibt sich mit der tollsten Voliere nicht zufrieden.


Nachtrag vom 8.1.2017: Seit einigen Tagen geht bei uns das Gerücht um, dass die Stallpflicht aufgehoben sei. Offenbar wird hier die Stallpflicht mit der Aufhebung der Sperrgebiete verwechselt, die Stallpflicht gilt nach wie vor. Aktuelle Informationen findet man beim zuständigen Veterinäramt bzw. beim Landwirtschaftsministerium, in Schleswig-Holstein Melur.

Nachtrag vom 22.11 aufgrund des starken Interesses: Im Bundesanzeiger wurde zuletzt die Verordnung vom Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt veröffentlicht, nachdem die Stallpflicht bis zum 20. Mai 2017 andauern soll. Ausserdem müssen auch Hobbyhalter nun ein Register führen und Unbefugte am Betreten eines Stalles hindern. Alle Punkte gelten ab 21.11.
Der komplette Wortlaut hier: https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/contentloader?state.action=genericsearch_loadpublicationpdf&session.sessionid=ec2ae38961f8d5e25b5cf5c511a8b638&fts_search_list.destHistoryId=49497&fts_search_list.selected=569ce7aaeb0f732a&state.filename=BAnz%20AT%2018.11.2016%20V1

Im << Hühnerforum >> gibt es einen umfangreichen Thread zur aktuellen Vogelgrippe, unter anderem kann man sich dort über differenzierte Meinungen zu Entstehung, Herkunft, Verbreitung der Vogelgrippe informieren und über die Klagen, die eingereicht wurden/werden sollen.
Da die Presse nur sehr einseitig berichtet und die Berichterstattung ohnehin schon wieder zurückgefahren wird, gebe ich euch hier zumindest den Link zu einer Seite, wo wiederum sehr umfangreiche Linklisten geführt werden, ausgehend davon sollte jeder dann schon eher in der Lage sein, seinen persönlichen Standpunkt zu finden: http://rgzv-cimbria.de/h5n8
Hier noch Gedanken eines Insiders zur Verklappung von Hühnermist aus Massenbeständen auf Feldern als potentieller Erregerherd: http://www.zwerg-huehner.de/aktuell-zum-thema-vogegrippe/index.php

Beitrag des NABU über die Gefahren der einseitigen Ursachenforschung, die wahrscheinlichen Verbreitungswege und vieles mehr zum Thema H5N8: https://www.nabu.de/news/2016/11/21521.html

Egal welche Meinung ihr am Ende über hochgelobte Institute, Stallpflicht im Allgemeinen und von Lobbyisten beeinflusste Berichterstattung habt, mein Rat wäre: haltet euch unbedingt an die Verordnungen und setzt diese so gut es geht zuhause um, die Behörden können eure Tiere andernfalls vorsorglich keulen und euch mit einem saftigen Ordnungsgeld belegen. Wer sein Geflügel noch nicht angemeldet hat, sollte das vielleicht noch schnell tun, das Veterinäramt ist hier zuständig, die genauen Kontaktdaten für euer Bundesland, euren Kreis, eure Stadt bekommt ihr online oder persönlich bei jedem Bürgerbüro oder wie lokal ansprechbare Ämter auch gerade bei euch heissen. Die Leute dort sind üblicherweise bürgernah, nett und dafür da, uns Bürgern zu helfen – also sollten wir es nutzen.
Bei Unklarheiten sprecht die zuständigen Behördenvertreter an und lasst euch die in Behördendeutsch verfassten Verordnungen und Paragraphen erklären! Das ist euer gutes Recht, notwendig und erinnert immer wieder daran, dass Behörden nicht zum Selbstzweck, sondern an sich für die Bürger da sind.
Für Schleswig-Holstein findet man unter www.melur.schleswig-holstein.de aktuelle Berichterstattung, Verordnungen und Ansprechpartner sowie bei jedem Artikel Beweisfotos von Robert Habeck vor Ort – in Aktion – in Ausübung seiner sicher nicht mehr lange auf Landesebene beschränkten Pflicht.

Und weil auch Apotheken und Landhandel sich oftmals nicht über die geltenden Anforderungen an Desinfektionsmittel informieren und ein unwirksames Desinfektionsmittel nur Resistenzen, Geldverschwendung und Umweltverschmutzung Vorschub leistet, bekommt ihr hier noch die Liste der wirksamen und für diesen Zweck vorgesehenen Mittel: http://www.desinfektion-dvg.de/fileadmin/FG_Desinfektion/Dokumente/Listen/Tierhaltungsbereich/DVG-Desinfektionsmittelliste_TH.pdf


Soweit der aktuelle Einschub, nun aber zum Beitrag.

Hühner sind während Stallpflicht unzufrieden

Das halbwüchsige Küken lief wie ein hospitalisierter Tiger am Gitter auf und ab, ein unschönes Bild. So kann man das nicht lassen und wer weiss, wie lange die Stallpflicht besteht!

Laub im Stall macht Stallpflicht interessanterGlücklicherweise hatte ich noch 3 Big Packs voll Buchenlaub an der wettergeschützten Seite des Hauses stehen, aus dem ich an sich Laubkompost und beste Lauberde machen wollte.
Dann fiel mir ein, dass man damit auch prima die Hochbeete über Winter einpacken könnte sofern man das Laub mit Tannengrün beschwert – sonst fegt der nächste Wind es weg.
Zwiespalt. Leute, die naturnah gärtnern können nie genug Laub haben, zwar haben wir schon verschiedene Leute davon in Kenntnis gesetzt, dass wir es ernst meinen und Laubannahmestelle sind, aber bislang traut sich wohl keiner ausser einem Verwandten.

Ich überlege ernsthaft, ein Schild an den Zaun zu hängen.

Nun gut, heute habe ich also die Beete für den Winter zugedeckt da wir hier einen Wintereinbruch mit -7°C hatten. Ich weiss, dass ortsunkundige über unsere Minusgrade gerne spotten, also lasst es euch von jemandem erklären, der sich bei -20°C im T-Shirt im Ostblock gesonnt hat. Wir haben hier eine feuchte Kälte und ich kann versichern, dass bereits ganz geringe Minusgrade plus Windchilleffekt durch Wind sehr viel unangenehmer sind, als minus 20°C in kontinentalem Klima.

Laub im Stall, Hühner scharren und pickenEtwas Laub war glücklicherweise noch übrig, nachdem ich die Hochbeete versorgt hatte und das liess ich den armen Hühnern angedeihen. Die Mädels, die sich zuvor noch angezickt hatten und traurig durch die Gitter in die Freiheit sahen, stürzten sich in das Laub, scharrten, pickten, suchten sich Würmer und Schnecken und hatten ab sofort keinen Blick mehr für die unerreichbare Freiheit.

Sehr schön. Eine Maßnahme, die funktioniert. Nun brauche ich selbstverständlich mehr Laub und mehr Ideen, wie man den Hennen die Stallpflicht versüßen kann. Wer weiss, wie lange sie dauert?

Was machen die Geflügelhalter unter euch wenn Aufstallungspflicht besteht? Habt ihr ein paar gute Praxiserfahrungen zum Teilen?

Aus aktuellem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass die Einstreu von Laub natürlich nur empfehlenswert ist, solange es nicht über die Maßen mit Wildvögeln in Berührung gekommen ist (meines war von der letzten Saison und verschlossen gelagert) und abhängig vom Ausmaß der Sicherheitsvorkehrungen, die die Behörden herausgeben. Ab sofort ist es im Zuge der aktuellen Vogelgrippe in Schleswig-Holstein nicht mehr erlaubt, Einstreu zu benutzen, welches für Wildvögel zugänglich war/ist. Benutzte Einstreu muss ebenfalls unschädlich entsorgt werden und darf nicht in Kontakt mit Wildvögeln kommen. Es ist schwierig, verlässliche, konkrete Verhaltensregeln zu erfahren, wir haben es derzeit so gelöst, dass die alte Einstreu von Wassergeflügel in geschlossenen Thermokompostern gelagert wird und die Einstreu von Hühnernauf dem Kompost. Der Mist wird mit Erde abgedeckt und der komplette Komposthaufen mit einer LKW-Plane.

Beschäftigung für Hühner im Stall/in der Voliere

Folgende Tipps aus den Kommentaren habe ich/werden noch umgesetzt, um den Hühnern das Leben während der Stallpflicht abwechslungsreicher zu gestalten:

  1. Ganze Maiskolben anbieten
    Eigentlich war ich überzeugt, dass meine Hühner Mais mögen, es wäre auch erstaunlich wenn nicht. An die kompletten Maiskolben gehen sie nicht. Schade.
  2. Einen Kübel mit Topinambur in die Voliere stellen, die Hühner können diese dann ausgraben und haben Spaß dabei, Mensch erleichtert sich die Ernte.
    Ich bin heute um meine Bütt mit Topis geschlichen, sie ist durch den Dauerregen sackschwer und ich hatte ohnehin Rückenschmerzen. Sobald ich es getestet habe, folgt ein Bericht. Es könnte allerdings sein, dass es derzeit gegen die gültigen Sicherheitsrichtlinien verstossen würde, die Knollen dann zum Zwecke des Verzehrs aus der Voliere zu entnehmen.
  3. Struktur im Stall schaffen, Baumstümpfe oder ähnliches aufstellen.
    In unserer Voliere befindet sich ein abgestorbener Olivenbaum, eine Granittränke und eine Mutter-Kind-Einheit und ich stelle fest, dass derzeit wirklich viel geklettert und balanciert wird. Einen Baumstumpf werde ich noch in die Voliere stellen, dann reicht es erstmal. Denn andere Tiere mögen viel Struktur (Unordnung) auch gerne und DIE fressen Maiskolben. Diese possierlichen Nager muss ich nun erstmal verscheuchen. Baumstüpfe sind übrigens auch toll, um sie 2x täglich umzukippen und den Hühnern extra Proteine und extra Jagdvergnügen zu gönnen – es finden sich nämlich immer Asseln und Würmer darunter.
  4. Kohl, Obst, Gemüse an Leinen auffädeln und in den Stall hängen.
    Das habe ich noch nicht getestet, ich bin mir sicher, dass ich meinen Hühnern die Bissen mundgerecht auffädeln muss. Was ja kein Problem ist, ich habe es nur noch nicht getan.
  5. PET-Flaschen mit Löchern versehen und darein Futter.
    Ich finde bestimmt noch eine Plastikflasche hier und sonst kaufe ich eine.
  6. Mais/Körner unter Laub verstecken.
    Mache ich regelmässig und kommt gut an, hält nur nicht lange vor.
  7. Sandbad.
    Unsere Hühner haben einen Außen-Huderplatz und einen Innen-Huderplatz sowie die selbst angelegten mitten in den Beeten. Sie nehmen die Möglichkeit, staubbaden können derzeit zur Kenntnis, tun es aber nicht.
  8. Brüten lassen. 🙂
    Dieser Punkt ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Wer brütet ist zwar erstmal ein paar Wochen beschäftigt aber wer will das schon mittenmang der anderen Hühner auf begrenztem Raum tun? Wenn doch, prima. Mitten im Spätherbst? Hoffen wir, die Hühnchen wissen, was sie tun.

Drinnen und draussen

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27 Gedanken zu „Hühnern die Stallpflicht erträglich machen

    1. Oli@Landidylle Autor

      Ja wirklich! Ich wundere mich immer, warum die Menschen ihr Laub und ihre grünen ‚Abfälle‘ verschenken oder sogar noch Geld für die Entsorgung bezahlen. In der Stadt kann ich es grad noch verstehen wenn man die Gehsteige vom Laub der Alleebäume befreien muss.
      Wir werden unsere Bekannten nochmals darauf hinweisen, dass sie ihre Säcke hier wirklich loswerden können.
      Liebe Grüße zurück!

      Antwort
  1. Angela Pittner

    Baumstammscheiben in unterschiedlichen Höhen zum Draufsitzen, Kohl kopfüber am Ansatz aufgehängt zum Anpicken, Gemüse oder Äpfel auf Schnüre gefädelt und quer durchs Gehege gespannt, PET-Flaschen mit Löchern und Körnchen drin, ne Handvoll Maiskörner im Laub verbuddelt – Hühnchen kann man gut beschäftigen und es ist auch niedlich anzusehen 🙂

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Baumstümpfe kann ich in der Tat noch ins Gehege räumen. Die sind auch immer gut geeignet, um sie einmal am Tag umzukippen und die Hühner die Asseln und Würmer darunter ernten zu lassen.
      Ob die an ganze Kohlköpfe gehen muss ich mal testen, ich kenne die Fotos aus den Tipps auf Pinterest aber meine Mädels nehmen nichtmal ganze Äpfel – die muss Mama ‚vorkauen‘. Fleisch hingegen nehmen sie auch in großen Brocken.
      Körner verteilen und unterbuddeln kommt auch immer gut und die Idee mit den PET-Flaschen werde ich mal testen. 🙂 Danke

      Antwort
  2. Jacqueline

    Ohje, die armen Hühnchen. Hoffentlich findest du viele Beschäftigungsmöglichkeiten! Sind sie denn neugierig? Dann könntest du Tunnel zum Durchlaufen machen (z.B. aus Holz, Ästen usw.) Meine Wachteln finden das ganz toll.

    LG
    Jacqueline

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Neugierig sind sie definitiv, aber da sie sonst ein strukturreiches Gelände als Abenteuerspielplatz haben, kann man sie mit ein wenig Spielzeug schwer beeindrucken. Einen Tunnel könnte ich ihnen mal reinstellen plus die Tipps von Angela. Und Futter sollte es an sich ab sofort nur noch am Stück (oder eben gut versteckt) geben damit sie ordentlich was zu tun haben.
      Ich werde berichten.
      LG Oli

      Antwort
  3. mosauerin

    Liebe Oli
    ich lass meine Hühner im Winter – da sind sie naturgemäß auch viel im Stall immer Topinambur ausgraben aus Töpfen – die mögen sie zwar nicht, sind aber beschäftigt und Mensch muss nicht selbst buddeln…
    Sandbad hast ihnen sicher bereits hineingestellt oder?
    Lustige Nebenhuhngeschichte: Ich hab heute (12.11) eine Henne mit ihrem Gelege von 10 Eiern, das sie draußen bebrütet (!) in den Stall übersiedelt. Diese närrischen Viecher!
    alles liebe
    mosauerin

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Das ist ja eine vorzügliche Idee liebe Mosauerin!
      Glücklicherweise habe ich sogar eine Sorte Topinambur in einem Kübel angebaut – den muss ich nur runter zum Stall bringen, aber was tut man nicht alles. ich bin sehr gespannt, ob meinen Hühnern das auch gefällt!
      Ein Sand/Aschebad haben sie, ja – das ödet sie aber derzeit an. Das Laub buddeln sie so schnell unter, dass ich an sich 2x am Tag einen großen Maurerkübel voll nachfüllen müsste. Dann aber würde es nicht lange reichen.
      Na, die Glucke ist ja optimistisch was den Innviertler Wintereinbruch angeht. Ich bin gespannt, wie es ausgeht. Ich hoffe ja immer, dass die Hühnchen am besten wissen, was sie tun.

      Liebe Grüße, Oli

      Antwort
      1. mosauerin

        Was mir gerade noch eingefallen ist mit was ich sie auch noch beschäftige im Winter: ganze Maiskolben, da sind sie auch beschäftigt, die Körner herauszubekommen…
        alles Liebe
        mosauerin

  4. Hanna

    Meine Sundheimer lieben es, verstreutes Müsli mit Rosinen drin zu suchen….bei uns in Ba-Wü gilt ja ab morgen auch Stallpflicht….lg hanna

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Müesli ist auch eine nette Idee. Wir haben gestern ein paar Stunden in der Nähe der Voliere gearbeitet und die Hühnchen beobachtet: sie beschäftigen sich jetzt ganz gut. Wahrscheinlich mussten sie kopfmässig erstmal umstellen, ist ja auch kein Wunder. Sie nehmen jetzt sogar den Mais vom Kolben … oh Wunder. 🙂
      LG Oli

      Antwort
  5. Dieter Laistner

    Beschäftige mich auch gerade mit dem Thema Stallpflicht. Habe erst in diesem Sommer angefangen 4 Hühner mit Hahn, der Stall hat ca. 1,6 qm und steht auf Stelzen. Nun möchte ich es der Fidelen Schar nicht zumuten im Stall zu bleiben,
    weil ca. 200-400 qm Wiese vor der Stalltüre liegen. Heute baue ich mal eine überdachte Voliere von 8 qm, wollte ich sowieso tun weil der Boden um den Stall nach dem Regen so matschig ist. Bin gespannt was Euch noch so einfällt.
    Gruß Dieter

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Moin Dieter, gute Sache. Ich denke auch, das beste was man machen kann ist diese Stallpflicht als Chance zu nutzen und direkt eine Voliere zu bauen.
      Ob bei Stallpflicht, als Winterauslauf bei Matschboden oder Mutter-Kind-Einheit: eine Voliere lohnt sich immer. Wir haben sie ja auch noch nicht so schrecklich lange aber sie hat sich bereits voll bewährt.
      Wenn du magst, zeige doch mal dein fertiges Werk. Ich glaube, dass derzeit viele Leute Anregungen gebrauchen können. grosse, kleine, provisorische, hölzerne, metallene Volieren – jeder hat so seine Vorlieben, Möglichkeiten und Fähigkeiten.
      LG Oli

      Antwort
      1. Dieter Laistner

        Morgen Oli, danke für Deine Erfahrungen. Zuerst baue ich das provisorisch mit Gerüstteilen (die hat nicht jeder) weil die Zeit drängt. Mein Plan ist eine richtig stabile,große Hütte und einen fahrbaren Hühnerstall welchen ich dann auf der ca. 1000 qm großen Wiese was früher mal Rasen werden sollte zu verstellen. So kann immer wieder Gras nachwachsen. Habe dieses Jahr schon viele Liter Rasen-u. Vertikutierer-Benzin gespart und dafür Eier bekommen. Seither werfe ich den Hühnermist immer auf den großen Komposthaufen, das werde ich jetzt nicht mehr tun, um dann später meine fleißigen Umsetzer in den Kompost zu lassen. Kann das dem Zersetzungsprozeß schaden, wenn die Hühner alle Lebewesen auf dem Kompost aufpicken. Jedoch — Hahn u. Hühner waren früher bei uns immer auf dem Mist als wir noch Vieh hatten. Ich berichte Dir wie es weitergegangen ist.
        Gruß Dieter

      2. Oli@Landidylle Autor

        Das hört sich klasse an, ich bin gespannt auf den Verlauf. Dann wünsche ich dir erstmal viel Spaß beim Basteln heute und den Hühnern dann jede Menge Spaß beim Scharren und picken in der Voliere. Wieder ein paar Hühner, die es besser haben und deine Erfahrung Benzin gespart und dafür Eier bekommen sollte man auf Plakate schreiben. das ist so richtig!
        LG Oli

      3. Dieter Laistner

        Hallo nochmal, Oli nun hab ich mich dank den Beiträgen hier entschlossen die Voliere gleich doppelt so groß zu machen. Hab heut Mittag nach dem Dauerregen begonnen und bei nacht bis gerade eben daran gearbeitet. Musste auch noch den Hühnerstall umstellen und werde voraussichtlich morgen Mittag fertig. Nun kann ich die Voliere welche ein stabiles Dach hat als Winterauslauf nutzen und muss kein Schnee dafür schippen, Weitere Vorteile sehe ich im Schutz vor Greifvögeln und den ständigen Mitfressern aller Art. Morgen mache ich Bilder.
        Nun wünsche ich Euch einen schönen Sonntag, Sternenhimmel haben wir hier schon im Schwarzwald.
        Gruß Dieter

      4. Oli@Landidylle Autor

        Hallo Dieter, das halte ich für eine gute Sache. Mitfresser aller Art auszusperren ist natürlich richtig gut, bei Ratten gelingt es uns noch nicht, da hätten wir eine Barriere in den Boden einlassen müssen. Und ein Schutz gegen Greife ist bei dieser Volierenkonstruktion natürlich auch dabei, ja. Ein Punkt, der bei uns bislang noch nicht wichtig war, die Rotmilane kreisen über der Nachbarkoppel, ansonsten ist hier Ruhe. Ich las aber schon von Greifen, die sich durch die Maschen eines herkömmlichen Volierennetzes stürzten. Das ist also Plünn. Mit der richtigen Bauweise schafft man sich enorme Vorteile. Bin gespannt auf die Bilder!
        Gute Nacht, Oli
        (Sternenhimmel hatten wir die letzten Tage aber ich habe trotzdem nur 2 Sternschnuppen der Leoniden erahnen können)

  6. Melanie Schwannecke

    Hallo, bin seid 3 Monaten Hühnerhalterin (4 Hennen + Hahn). Die hatten es sooooo schön auf ihrem 1000 Hektar Außengelände. Der gesicherte Hühnerstall in einem alten gemauertem Pferdestall ist 4qm groß. Nun lasse ich sie nicht mehr ins Aussengelände, aber sie können in den nicht gegen Fressfeinde gesicherten Pferdestall (ca. 15qm). Meint ihr das reicht? Oder muss ich schnell eine Voliere bauen? Wie lange kann den so eine Stallpflicht andauern? Boar Fragen über Fragen… Danke schon mal wenn wer Antwortet. Mel aus Hannover

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Hallo Mel,
      Auslauf im Pferdestall ist ganz sicher besser als die Haltung nur in dem kleinen Stall, nachts würde ich sie dann trotzdem wieder zurück treiben.
      Über kurz oder lang finde ich eine Voliere einfach praktisch, im Falle einer Stallpflicht ist es das beste und auch sonst hat sie sich bei uns total bewährt. Es muss ja erstmal nix grossartiges sein, Hauptsache oben ist das Dach dicht sodass kein Koteintrag durch Wildvögel erfolgen kann und die Seiten mit Volierendraht dicht sind. Hasendraht und Kükendraht ist nicht sicher gegen Ratten, Mauswiesel und Co und lässt sich ausweiten und durchbeissen und alles andere hat eine zu große Maschenweite.

      Wie lange die Stallpflicht dauern wird, kann uns im gegenwärtigen Zeitpunkt niemand sagen. 😦
      In jedem Fall wird man nach dem Auftreten der letzten nachgewiesenen Infektion die Stallpflicht noch 2 Wochen bestehen lassen. Wenn alle mitziehen, gut aufpassen, dass sich die Seuche nicht weiter ausbreitet oder etabliert, kommen wir Geflügelhalter eher davon. 🙂
      Hoffen wir, dass das Elend bald ein Ende hat und unsere Hühnchen & Co. wieder artgerecht frei laufen können!
      Liebe Grüße, Oli

      Antwort
      1. Melanie Schwannecke

        Dank Dir Oli. Ja Nachts gehen sie in ihr gesicherten Schlafplatz. Nun werd ich dann eine zweite Voliere draußen bauen müssen. Dann Drücken wir mal alle feste die Daumen das es keine neuen Funde gibt.

  7. Hanna

    Wir bauen auch eine Voliere an den Stall an. Wie habt ihr eure Dächer konzipiert? Also die Unterkonstruktion plus welches Dachmaterial? Ich bin bei Stahltrapezblechen hängen geblieben. Drunter Vollholzkonstruktion.
    Unsere Enten kekst es am meisten an, daß das Dreck und Schneckenschnaddeln grade nicht geht.
    Und unser Junghahn Hägar braucht Extrazuwendungen.
    Ich werd auch Bilder vom Bau machen.
    LG an alle Gefiederten

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Wir haben eine Balkenlage und darauf die tragenden Bretter als Sparren. Auf dem Hühnerstall haben wir dann als Dach Bretter und darauf Dachpappe und auf der Voliere einfach Trapezbleche auf den Sparren. (Ich hoffe, die Begriffe stimmen so) Jeweils mit ein bisschen Gefälle damit das Regenwasser abläuft. Trapezbleche sind zwar teuer, aber dafür halten sie. Manchmal bekommt man sie gebraucht, aber wenn es schnell gehen muss laufen einem die Dinge ja meist nicht so zu, als wenn man Geduld haben kann.
      Hier kann man unsere Dachkonstruktionen etwas erkennen, ich kann morgen aber noch Detailfotos machen.
      https://landidylle.files.wordpress.com/2016/03/huehnerstall897.jpg?w=600&h=800

      https://landidylle.files.wordpress.com/2016/03/huehnerstall2.jpg?w=625&h=469

      Bei uns sind es auch die Enten, die am meisten leiden. Sie haben in dem kleinen Stall nicht viel Tageslicht und keine Abwechslung. Zuerst fehlte es ihnen an Appetit, das hat sich nun eingependelt aber es ist kein vergleich zum richtigen Entenleben. Die Gänse haben immerhin mehr Platz im grossen Stall und eine Seite ist für Tageslicht komplett offen, die Seite haben wir mit Volierendraht versehen. Hoffentlich hat es bald ein Ende, leider sieht es derzeit ja nicht so aus. Die Einschläge kommen hier näher, der nächste offizielle Fall ist nun nur noch 3 Dörfer entfernt. Seltsamerweise habe ich keine Warnschilder gesehen bislang.
      Freue mich auf die Bilder vom Bau und wünsche viel Erfolg, liebe Grüße, Oli

      Antwort
  8. Eva Krämer

    Hallo zusammen, ich habe eine Idee im www gesehen und aufgegriffen: habe mir einen geeigneten Metallkorb besorgt (ich glaube der war als Deko-Obstkorb gedacht) und den ihn Huhnhöhe in den Auslauf gehängt. Da kommen ganze Möhren rein, angeknatschte Äpfel usw. Jeden Tag sind die Äpfel komplett weg und die härteren Möhren angeknabbert! Also Beschäftigung verschafft es den Damen 🙂
    Die Maschenweite muss passen, ansonsten ist sicher jeder stabile Behälter geeignet.
    Lieben Gruß aus dem Westerwald!

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Hallo Eva, das klingt klasse und weisst du was? Wir haben neulich die Bachelor-Arbeit eines Agrarstudenten in einem Film gesehen, der beschäftigte sich auch mit Beschäftigungen für Hühner und hatte Luzerne-Presslinge in einem solchen Korb. Einige Wochen lang warteten wir auf eine Gelegenheit, so einen Korb kostenlos zu ergattern und letzte Woche oder so hat mein Mann einen mitgebracht: relativ weite Maschen, sehr stabil, 2 Henkel, offenbar auch ein Dekokorb zum Bepflanzen gewesen. Luzerne-Cobs in sehr fein geschnitten habe ich bestellt und nächste Woche wird geliefert. Dann teste ich das. Das passt mir eh gut in den Kram weil ich diesen Winter mit der Optimierung der Legeleistung durch sehr eiweißreiches Futter experimentiere.
      An ganze Äpfel und Karotten gehen meine Hühnchen nach wie vor nicht ran – ich bin etwas neidisch!

      Liebe Grüße aus dem Norden!

      Antwort

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