Französische Apfel-Tarte

Apfeltarte

Die bunten Herbsttage können so schön sein. An der nicht mehr zu heißen Luft lässt sich wunderbar arbeiten, die Luft duftet, die Ernte ist reichlich und man kann reinen Gewissens die Öfen anfeuern und es sich abends gemütlich machen. Da passt eine lauwarme Apfeltarte ganz vorzüglich ins Programm. Und überhaupt Äpfel: Neben der eigenen beginnenden Ernte unserer jungen Bäume haben wir Stiegen um Stiegen an verschiedenen Äpfeln bei Bekannten ernten können. Diese habe ich zum Teil in meinem neu ersonnenen Erdkeller eingelagert und zu einem großen Teil müssen sie natürlich verarbeitet werden. Sehr kleine Äpfel, seltsam verwachsene und welche mit Stellen werden geputzt und zu Apfelmus verarbeitet, weitere Rezepte warten und es gibt immer wieder Apfelkuchen. Diesmal eine Tarte mit Sahneguß.Apfeltarte mit GußAusgesprochen glücklich bin ich über meine Entscheidung, viele Küchenutensilien sukzessive durch Modelle aus Glas zu ersetzen. Borosilikatglas sollte viel mehr Verwendung finden wenn es nach mir geht. Die neue Tarte-/Quicheform hat sich schon bewährt.
Für diesen Apfelkuchen habe ich den Apfel Ingrid-Marie benutzt, weil er so eine schöne, tiefrote Schale hat und diese theoretisch ausgelegt auf dem Kuchen einen tollen Kontrast zu dem weißen Fleisch bildet. Theoretisch. Praktisch habe ich soviel Guß auf die Tarte getan, dass man von der Apfelschale schwerlich noch etwas entdeckt.
Der Mürbeteig ist einer von der Sorte, die funktionieren ohne dass die Bäckerin Tobsuchtsanfälle bekommt und den Teig vor lauter ‚Bröckeligkeit‘ und ‚Unverarbeitbarkeit‘ an die Wand wirft. Ich schreibe es lieber dabei, oftmals wird das bei den Angaben für das Rezept vergessen und wer hantiert ernsthaft gerne mit einem Mürbeteig, der einen die geistige Gesundheit kostet?

Apfelkuchen

Zutaten für die Apfeltarte und eine kleine Kindertarte

Für den Mürbeteig:

  • 250 g Mehl Type 550
  • etwas Salz
  • 50 g Zucker
  • 125 g Butter
  • 2 Eier Größe M
  • 2 EL kaltes Wasser
  • nach Geschmack ein wenig Vanillezucker

Zum Belegen:

  • etwa 5 Äpfel

Für den Sahne/Eierguss:

  • 2 Eier Größe M
  • 40 g Zucker
  • 250 ml Schlagsahne
  • evtl. etwas gemahlenen Zimt

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Die Teigzutaten verkneten und den Teig für mindestens 30 Minuten kühl ruhen lassen.

Von den Äpfel die Kerngehäuse entfernen, die Schalen aber lassen und die Äpfel in dünne Spalten schneiden.

Den Backofen auf 190°C vorheizen. Die Tarteform fetten und gegebenenfalls etwas mit Mehl einstäuben. Nach der Ruhezeit den Teig ausrollen, die Form damit auslegen und einen Rand formen. Falls man mit Kind backt, dieses bei der Kinderfom genauso handhaben, sonst gibt es später Geschrei & Krokodilstränen wenn der Kuchen sich nicht löst.

Die Apfelspalten fächerförmig auf dem Teig verteilen und den Kuchen nun für etwa 10 Minuten vorbacken.

Kinderkuchen

In der Zwischenzeit den Guß vorbereiten: Eier und Zucker schön hell und schaumig rühren, Sahne unterrühren, ggf. Gewürz.

Den Guß gleichmässig auf der Tarte verteilenund den Kuchen in etwa 45 Minuten zuende backen bis er goldbraun ist. Schmeckt am besten lauwarm und vermutlich auch gut mit Vanilleeis.

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21 Gedanken zu „Französische Apfel-Tarte

    1. Oli@Landidylle Autor

      Oh, da hast du ja die Gelegenheit, kulinarisch so einige authentische Gerichte durchzuprobieren. Ich stimme dir zu, diese Tarte kann man immer haben, nicht zu süss, nicht zu trocken, schmeckt warm wie kalt – einfach gut.
      LG Oli

      Antwort
      1. Casa Selvanegra

        Hihihi – naja eigentlich eigentlich eigentlich sollte mein Mann durch den Plan ja sämtliche Gelüste auf Süßes verlieren und danach ähnlich weiter essen. Sonst klappt es ja nicht mit seiner ‚Traumfigur‘ 🙈🙈😂😂😂. Wenn muss ich den komplett für mich backen 👍🏻👍🏻👍🏻 LG

      2. Oli@Landidylle Autor

        Ich bin ernsthaft gespannt, ganz ehrlich! Aber noch viel ehrlicher gehört so eine Tarte zu den Dingen, die ich wirklich vermissen würde. Unter uns ist es auch nicht schlimm, so eine Tarte alleine zu essen 😀
        LG

      3. Casa Selvanegra

        Ich mein es so. Die Muffintops bei mir sollten schon verschwinden. Blödes Übel. Nur das geht nur mit Ernährung. Und da fängt es an. Es geht um Verzicht. Und das ist schwierig. Ich mag mich nicht mit Essen foltern, ich möchte genießen. Das beißt sich die Ratte in den Schwanz. Beides zusammen geht wohl nicht. Es ist gemein. That’s life. Ich denke aber ich bleibe beim Essen. Kann es ja ab dem Frühjahr mal penibel durchhalten. Für den Urlaub hihi 🙈🙈🙈 LG

      4. Oli@Landidylle Autor

        Ich verstehe dich gut! Früher war ich immer schlank und konnte essen was und wieviel ich wollte. Jetzt halte ich mein Walküren-Kampfgewicht auch bei wirklich schwerer Arbeit und wenig Kalorienzufuhr. Stand jetzt habe ich mich für das Essen entschieden. Gute Qualität muss es haben und lecker muss es sein, auf die ganz ungesunden Sachen stehe ich glücklicherweise eh nicht. Aber ich finde es auch OK wenn jeder da so seine Prioritäten hat. Ich muss nicht mehr schlank sein, dafür habe ich Kraft und Ausdauer 😎
        Dir weiterhin gutes Durchhaltevermögen!
        LG Oli

    1. Oli@Landidylle Autor

      Ich wünsche dir jetzt schon viel Freude beim Backen und einen leckeren herbstlichen Genuss Kristina!
      Und Herbstgrüße sende ich zurück aus der landidyllischen Küche, wo die Tage 50kg Quitten verarbeitet werden sollen, daraus will ich am Wochenende auch einen Kuchen zaubern.

      Antwort
      1. Oli@Landidylle Autor

        50kg sind schon heftig, ich weiss auch gar nicht, ob ich das packe. Äpfel habe ich zwar mindestens soviele, aber die sind ja leichter zu verarbeiten und ausserdem habe ich viele eingelagert.
        Quittenbrot habe ich noch nie gemacht, das wird eine Premiere.
        Meine Schnippelhand ist zwar schon reichlich lädiert durch das Verarbeiten der harten Früchte, aber der Duft entschädigt für vieles!
        Sogar der Windfang, wo die Hintertür immer offen steht, duftet grandios. ❤

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