Holunder-Orangen-Punsch für durchgefrorene Holzfäller

Dieses Punschrezept ist alkoholfrei und eignet sich also auch für Holzfäller, die sich nach der Punsch-Pause nicht im Brausebrand mit dem Hochentaster den Kopf abschneiden wollen.
Schwangere, Stillende und Kinder können so natürlich auch mittrinken.

Als eine der ersten Aufforstungen hier auf dem Grundstück haben wir an der Strassenfront über Eck eine lange Reihe Erlen gepflanzt. Diese bieten Windschutz, etwas Lärmschutz, das Land ist weniger einsehbar und vielleicht wird auch etwas Abgas dadurch gefiltert. Diese Erlen sind von Anfang an rasant gewachsen, ich weiss nicht, wie oft wir darauf angesprochen wurden. Mittlerweile kann man sie alle 2 Jahre auf eine beliebige Höhe zurückschneiden und das Holz zum Schnitzen, als Brennholz und für’s Lagerfeuer nutzen. Auch eine Benjeshecke könnte man leicht daraus errichten, denn es fällt viel kleines Astwerk an.
Diese Erlenhecke war also mal wieder reif zum Zurückschneiden. Für die kleine Pause zum Aufwärmen zwischendurch bereitete ich für die Männer diesen gesunden Punsch zu, der nicht nur wärmt und lecker schmeckt, sondern durch seine Wirkstoffe auch recht zuverlässig vor den allgegenwärtigen winterlichen Infekten schützt.

Zutaten für 8 große Becher Holunder-Orangen-Punsch:

  • 1l Holunderbeersaft
  • 1l Orangensaft
  • 0,5l Wasser (weil mein Holunderbeersaft wirklich sehr konzentriert ist)
  • Zimt, Orangenschalen, (Zitronenschalen, Kumquatschalen), Sternanis, Nelken, Anis – insgesamt etwa 30g
  • Honig
  • Zitrone in Achtel geschnitten

Holunderbeersaft mit Wasser verdünnen, mit Orangensaft mischen, die Gewürze zugeben und langsam erhitzen. Der Punsch soll nicht kochen, aber gut heiß werden. Die Gewürze für etwa 10 Minuten in der Flüssigkeit ziehen lassen, dann abseihen. (Man kann sie ein weiteres Mal verwenden und dann länger ziehen lassen, lässt man sie aber in dem Punsch, wird er leicht zu würzig)

Der Kinderpunsch wird heiß serviert, pro Tasse reicht man ein Achtel Zitrone und Honig nach Belieben.
Das wärmt richtig gut durch, schmeckt super und ist gleichzeitig eine Erkältungsmedizin aus der Natur. So durchgewärmt kann man es gleich noch ein paar Stunden in Eis und Schnee beim Holz machen aushalten und ein gemütliches Lagerfeuer aus dem geernteten Strauchwerk zur Belohnung entfachen.

9 Gedanken zu „Holunder-Orangen-Punsch für durchgefrorene Holzfäller

    1. Oli@Landidylle Autor

      Wir hatten zum ersten Mal diesen Winter (wenn ich da nicht irgendwas verpasst habe) minus 6. Davor war das mehr so eine halbe Sache mit der Kälte. Derzeit ist es herrlich: klarer Himmel, LICHT!, Kälte, Schnee – besser als der trübe, neblige Matsch, der durch das maritime Klima leider sonst vorherrscht. 🙂
      Ja, der Punsch ist sehr aromatisch und lecker, ausgewogen fruchtig und herb.
      LG Oli

      Antwort
      1. Alex

        Genau. Die Minusgrade haben wir auch, vor allem Morgens. Es hat hier dieses Jahr ungewöhnlich viel geschneit, ist im Moment aber wieder weg.
        LG Alex

  1. Salmandra

    Sieht sehr lecker aus aber Holunder mag bei uns leider niemand so recht.
    Wir haben aber auch ein schönes Heißgetränk:
    Hustensirup – verdünnt als Punsch
    1l Apfelsaft
    1kg Zucker (wir nehmen gern braunen Rohrzucker, Honig geht auch)
    30ml Zitronensaft
    alles in einem großen Topf aufkochen, dann vom Herd nehmen und 2 große Hände voll Hustenkräuter (Eibisch, Thymiyan, Majoran, Salbei…) zugeben, gut umrühren und 2 Tage stehen lassen. Nochmal kurz aufkochen, dann absieben und heiß in Flaschen füllen. Das hält so ca. 4 Wochen. Ich fülle in Bügelflaschen ab und koche sie ein, dann halten sie ewig.
    Statt gemischter Kräuter geht auch Salbei pur sehr gut.
    Bei Bedarf 1 Tel. als Hustenmedizin, bei Sauwetter auch gut als Punsch 1 zu 5 mit heißem Wasser aufgießen.

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Vielen Dank für das Rezept und die Erinnerung Salmandra.
      Das ist doch das, was ich beim Saatguttausch probiert habe oder?
      Muss ich auf jeden Fall in der Praxis testen und meine Leute hier kosten lassen. Mein Thymian hat sich so toll erholt, ein Teil davon hatte ja den letzten Winter mit den späten Frösten nicht überstanden und ich dachte schon, ich müsste mir eine Sicherungskopie von der Baumfrau holen, die mal einen Teil von mir bekommen hat. Aber nein, er ist riesig und prächtig, da kann ich einige Hände voll ernten.

      Antwort
      1. Salmandra

        Ja, das ist das Rezept von November.
        Wenn Dein Thymian so riesig geworden ist, dann hätte ich gern beim nächsten Tauschtreff einen Ableger!
        Bei den anderen Rezepten, die noch ausstehen, werde ich mal schaun die hier in Deinen Blog mit einzufädeln, wo es gerade passen könnte.
        Lieben Gruß und noch ein paar ruhige Wintertage bevor der Garten ungeduldig wird!

      2. Oli@Landidylle Autor

        Oh ja, ich fände es wie gesagt super und ganz, ganz wertvoll, deine Rezepte hier zu sichern. Gerne kann ich auch einen Autoren-Account anlegen dafür und falls du dich nicht selber mit WordPress auseinandersetzen willst, auch für dich darunter einpflegen. Dann hätten die Rezepte so richtig ihren angemessenen Platz.
        Einen Ableger vom Thymian mache ich dir gerne, mal sehen, ob ich den teilen kann, sonst nehme ich Stecklinge.
        Liebe Grüße zurück, ich komme hier gerade etwas ins Schwitzen weil die Wärmematten für die Anzuchten vor dem kalten Fenster nicht genug Wärme bringen und es auf dem Ofen selbst mit Abstandhaltern für einige zu warm wird. Ätzend.

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