
Es ist mittlerweile volle 10 Jahre her, dass ich mein Rezept, für das alltagstaugliche Schwarzbrot veröffentlicht habe, was mittlerweile von sooo vielen Menschen gebacken wird.
Nach wie vor ist es ein Standardrezept für ein leckeres, gesundes und einfaches Brot, was sich lange frisch hält.
Dennoch habe ich im Laufe der Jahre die Rezeptur verändert und das Brot ist jetzt kerniger, knackiger und verfügt über ein breites Spektrum an Mikronährstoffen. Und zwar massiv, denn ich backe es zu gleichen Teilen mit Saaten und Getreide!
Jetzt ist es an der Zeit, das Rezept mit euch zu teilen.

Ich backe jede Woche einige dieser körnigen Schwarzbrote mit anderen Mengen, habe für diesen Beitrag aber heruntergerechnet auf die Zutaten für 1 Brot oder eine Kastenform von etwa 27 x 12,5 x 9 cm Größe.
Zutaten für ein körniges Schwarzbrot mit 24 Stunden Teigführung
- 270g Roggenschrot
- 100g Kürbiskerne
- 35g Sesam
- 100g Leinsamen
- 100g Sonnenblumenkerne
- 1-2 EL Anstellgut
- 1,5l gefiltertes Wasser
12 Stunden später
- 1 EL Honig
- 100g feinen Dinkelschrot oder Mehl
- etwa 20g Traubenkernmehl (optional)
- 1 TL Salz
- 2 Handvoll Haferflocken zum Bestreuen

Die Zutaten aus dem ersten Schritt liebevoll vermischen und nicht vergessen, den Sauerteig bei der Gelegenheit zu füttern. Meine Empfehlung ist noch immer, eine irdene Schüssel zu benutzen und diese mit einem feuchten Leintuch abzudecken, um den Teig vor dem Austrocknen bzw. Antrocknen zu schützen. Ich stelle den Teig zimmerwarm bzw. kalt, ‚meine‘ gezüchteten Mikroorganismen schaffen es den Teig gut zu säuern bei der langen Teigführung.
Nach 12 Stunden gebe ich die anderen Zutaten hinzu, sofern kein flüssiger Honig benutzt wird, muss dieser natürlich gewissenhaft verrührt werden, bis er sich gleichmässig auflöst. Gegebenenfalls muss in diesem Schritt noch etwas Wasser hinzugegeben werden.
Ich gebe gerne extra fein vermahlenes Traubenkernmehl dazu, damit die Nahrung noch etwas mehr Medizin wird. Traubenkernmehl aus deutschen Trauben besitzt einen hohen Gehalt an Polyphenolverbindungen (nämlich OPC). Das sind temperaturbeständige Antioxidantien mit langer Wirksamkeit, die insbesondere mit Gefäßgesundheit und positiver Wirkung auf den Blutdruck in Verbindung gebracht werden.

Ich backe die Brot für etwa 2 Stunden im Lehmbackofen, nachdem alle anderen Backwaren fertig sind und die Temperatur auf schätzungsweise 180°C gefallen ist – und natürlich im Verlauf weiter fällt. Genau kann ich es nicht sagen, da wir nicht maschinell messen.
Das Brot auf einem Gitterrost abkühlen lassen, es lässt sich am besten mit einem wirklich scharfen Messer mit geriffelter Schneide schneiden, welches die Kruste nicht zerreisst wie ein reines Brotmesser. Das Schwarzbrot ist sehr sättigend und besonders verträglich und passt – meiner Meinung nach – sowohl zu herzhaften, als auch zu süßen Auflagen.
Es hält sich bei mir in Bio-Backpapier und ein Tuch eingewickelt mindestens 7-10 Tage frisch und saftig, es lässt sich aber natürlich auch scheibenweise einfrieren und nach Bedarf entnehmen.
Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit! Ich hoffe, diese Variante meines bewährten Schwarzbrots findet mindestens genausoviele Liebhaber wie die klassische Version.

