Kartoffel-Pastinaken-Rahmsuppe mit geschmorten Zwiebelringen, Champignons und Speck

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Heute zeige ich Euch wieder ein klassisches Selbstversorger-Gericht. Ich bewundere ja immer die exotischen Ingredienzen und Gerichte auf anderen Kochblogs und bin ein wenig neidisch, dass es hier in der Provinz nichtmal einen Teil der Zutaten zu kaufen gibt, aber andererseits bin ich stolz und dankbar, dass wir uns von eigener Hände Arbeit und vom eigenen Land ernähren können könnten und nur wenig zukaufen müssten. Da das Hauptaugenmerk bei uns ja darauf liegt, aus der eigenen Ernte möglichst abwechslungsreiche und leckere Gerichte zu zaubern, und diese Ernte und dieser Anbau nun mal im feucht-kühlen Norddeutschland stattfindet, gibt es hier eher klassisches Arme-Leute-Essen. Aber wir stellen auch fest, dass man mit ein wenig Phantasie und zugekauften Produkten sehr feine Dinge zaubern kann und das in allerbester Qualität. Direkt vom Beet auf den Tisch. Heutzutage ist DAS der wahre Luxus.

Für diese Kartoffel-Pastinaken-Rahmsuppe schlage ich ein Verhältnis von 1:5 oder 1:6 Kartoffeln zu Pastinake vor. Der feine, süße Geschmack, soll keinesfalls dominieren, sondern die erdigen Noten von Kartoffeln und Pilzen unterstreichen.
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Ich benutzte in etwa:

  • 1 Kg Kartoffeln
  • etwa 200g Pastinake
  • etwa 400g Champignons
  • 2 Zwiebeln in Ringe geschnitten
  • 2 Stück durchwachsenen Speck
  • 200 ml Sahne
  • etwa 1 Liter Gemüsefond
  • etwa 500ml Milch
  • Butter und Rapsöl

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Die Kartoffeln und Pastinake putzen, schälen, in etwa walnußgroße Stücke schneiden und in der Brühe aufsetzen. Ist die Brühe verkocht und das Gemüse gar, die Milch angiessen und alles mit dem Kartoffelstampfer zu einem Brei verarbeiten. Nostalgiker streichen die Masse jetzt durch ein Sieb und schlagen mit der Schaumrute die Sahne unter das Süppchen. Man kann auch zum Zauberstab greifen, aber gelegentlich werden derart pürierte Kartoffeln etwas zu sämig.

Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden, Speck würfeln. 2 Pfannen mit Butter und Rapsöl aufsetzen und in der einen Speck anbraten, wenig später die Champignos dazugeben, anbraten und später einen Deckel auflegen.

In der anderen Pfanne in Butter und Rapsöl die Zwiebelringe braun werden lassen.

Die Suppe mit Zwiebelringen, Speck und Pilzen belegen und servieren.

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5 Gedanken zu „Kartoffel-Pastinaken-Rahmsuppe mit geschmorten Zwiebelringen, Champignons und Speck

    1. Landidylle Autor

      Da hast Du recht, klar, man kann auch wirklich gute Zutaten kaufen wenn man in der entsprechenden Gegend wohnt, aber so frisch und mit dem Wissen um den Werdegang des Essens bekommt man es eben nur aus dem eigenen Garten. Naja … und die guten Rezepte für den Alltag können ja auch sehr einfach sein. 🙂

      Antwort
      1. Alex

        Ich meinte mit besten Zutaten eigentlich welche, die man selbst anbaut und erntet, weil es frischer nicht geht und man kontrollieren kann was hineinkommt. Und wenn man dann auch noch Tomatillos anbaut 🙂 …

  1. hannah - fahrtrichtung eden

    Das ist super, dass ihr Rezepe „frisch aus dem Garten“ postet 🙂 Nächstes Jahr wachsen auch Pastinaken auf unserem Salatbeet – und leider sind sie in unserer heutigen Küche ja nicht mehr so präsent 😦 Da bin ich froh über jede gute Idee, und die Suppe sieht wirklich lecker aus!!!

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Pastinaken sind klasse, ebenso wie Petersilienwurzel und viele andere alte Gemüsesorten. Ich schreibe dazu im Laufe der Zeit auch noch was. Pastinaken passen auch gut an Steckrübeneintopf haben wir festgestellt, das ist das schöne an ihnen: sie passen zu feinen Rezepten ebenso wie zu deftigen – und sie sind so dankbare Pflanzen! Wir lassen sie bis zum Frühjahr im Beet stehen und ernten bei Bedarf (sofern die Wühlmäuse nicht in die Quere kommen).

      Antwort

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