Kürbis-Karotten-Brot – ein wenig süss

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Gelegentlich wird von einigen stillen Mitlesern dieser Seite moniert, dass ich zuwenige meiner Brotrezepte veröffentliche. Ich versuche mich zu bessern und direkt mal ein paar nachzuschieben, sofern ich mich noch an die Zutaten erinnern kann und Fotos gemacht habe.

Dieses ist ein Karotten-Kürbis-Brot, welches ich gebacken habe, um einen passenden Träger für die Sternanis-Marmelade zu haben.

Ich habe etwa 400g Tromboncino-Kürbis und eine große Karotte gedünstet, 50g Butter untergemischt, dann püriert und abkühlen lassen. Andere Kürbissorten funktionieren sicher mindestens genauso gut.

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500g Mehl (ich habe eine Mischung aus Weizenvollkorn- und Auszugsmehl benutzt) mit 1 Packung Trockenhefe, 1 gestrichenen TL Salz und 2 EL Zucker vermischt, dann 1 kleines Ei und die Kürbismischung untergehoben.

Den Teig gut kneten und dann mindestens 30 Minuten gehen lassen. Eine Kastenform fetten, den gegangenen Teig nochmal von Hand gut durchkneten, in die Form geben, mit Milch bestreichen und mit Kürbiskernen bestreuen.

Bei 180°C eine dreiviertel bis Stunde backen. Das Brot passt, wie geplant, gut zu Süßkram, hält sich aber nicht allzu lange frisch und saftig.
Der Vorteil ist ganz klar, dass man es mit Lagergemüse herstellen kann und es eben auch gut zu Marmelade (aka Konserve) passt. Ein Winterbrot also, was die Frage aufwirft, welches Gewürz da gut passen könnte.
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Zum Thema ‚Dinge, die mich davon abhalten Rezepte zu veröffentliche oder Gerichte zu fotografieren‘ habe ich auf der Suche nach dem Foto eines anderen Brotes noch Anschauungsmaterial gefunden:

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Wenn einer von diesen Tagen ist, der Sekretär mit Quark beschmiert wird, die Speisestärke flächendeckend in der Küche verteilt wird, die Wände ‚gestrichen‘ werden oder aber auch einfach nur Hundefutter in Wasser eingeweicht und verschlungen wird, dann passiert Mama sowas:

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Das Foto des Brotes habe ich nicht gefunden, ich habe es aber auch gerade an dem Tag gebacken, als meine SD-Karte kaputt ging und ich keine der 564 anderen gefunden habe, die ganz sicher irgendwo hier sind.

Ich habe aus 100g Weizenvollkornmehl, 400g Roggenvollkornmehl und 50g Haferkleie zusammen mit einer Packung Trockenhefe, 1 TL Salz und dem Mehl entsprechend ausreichend warmen Wasser einen Teig gemacht, diesen eine Weile im Ofen vergessen und das Brot dann bei (ich glaube! 200°) gebacken. (Das Malheur da im perfekt sauberen Ofen ist Pizzateig und dient nur zum Verständnis)

11 Gedanken zu „Kürbis-Karotten-Brot – ein wenig süss

  1. kampfdenkalorientierchen

    Liebe Oli

    ich leide mit dir bei den beiden letzten Bildern. Ehrenwort. Gleichzeitig sind sie aber auch zum schreien lustig. Dass du den Nerv hast solche Situationen im Bild fest zu halten ist erstaunlich.
    Ich wäre am toben!!!

    Herzlich Grüsse in den Norden, Bernhard

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Lieber Bernhard,
      wir sind mit einem Kind gesegnet, was den ganzen Tag Action und Input braucht und sobald ich auf die Idee komme zu kochen, backen, verarbeiten, bloggen, telefonieren … sich kindgerechte Beschäftigung sucht beziehungsweise meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen versucht.
      Wahrscheinlich finden alle Eltern ihre Kinder manchmal anstrengend oder zum Weglaufen, auch wenn es natürlich verpönt ist, sowas öffentlich zuzugeben – aber dieses Kind ist … speziell.
      Bald wird es aber 2 Vormittage die Woche in einen Waldkindergarten gehen und hoffentlich komplett, total und nachhaltig ausgelastet werden. (Und ich sehe einen Silberstreif am Horizont, endlich ein paar Stunde in Ruhe Unkraut jäten, den Hof aufräumen – Sachen machen, für die ich sonst keine 5 Minuten am Stück Zeit habe. Das ist übrigens keine Übertreibung.)
      Die Fotos oben sind die Spitze des Eisbergs. Ehrlich.

      Ein schönes Restwochenende!
      Oli

      Antwort
      1. kampfdenkalorientierchen

        Liebe Oli

        der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Irgend woher haben es die kleinen ja. Wie heisst die alte Weisheit: Kleine Kinder kleine Sorgen, grosse Kinder grosse Sorgen. Wart doch mal ab was noch kommt……
        Das mit auf den Mond schiessen kenne ich auch. Doch dann kommt die Zeit wo man diese Momente vermisst, bei dem betrachten der Bilder wehmütig lächelt und realisiert was für glückliche Augenblicke diese „Katastrophen“ doch gewesen sind.
        Kreativ scheint mir dieses spezielle Kind allemal. Das kommt gut. Meiner war übrigens auch so.

        Grüsse aus dem grauen Zürich, Bernhard

      2. Landidylle Autor

        Ich höre ganz oft, dass ‚diese‘ Kinder ganz tolle, empathische, angenehme Menschen werden (also noch toller als sie jetzt schon sind, das klingt sonst seltsam) aber der Weg dahin scheint mir mitunter recht nervenaufreibend zu sein. Aber die Alternative ‚konservativ‘ erziehen hat für uns etwas von Willen brechen. Und das wollen wir sicher nicht.
        Kreativ ist dieses Kind allemal, vorhin hat es Piratenlieder geschmettert, einen Schmetterling gezeichnet und etwas ‚geschrieben‘ was wie chinesische Schriftzeichen aussieht – ich hätte nie gedacht, dass man das mit 26 Monaten schon können kann.
        Liebe Grüße aus dem Nirgendwo, wo es heute nach Frühling roch,
        Oli

      3. kampfdenkalorientierchen

        Egal ob und wie ihr die Erziehung nennt. Es hat sich in den letzten 50 Jahren gar nicht viel verändert.
        Kinder sind noch leere „Gefässe“ die durch die Eltern Wissen, Informationen, Ehrlichkeit, Respekt, Warnung vor Gefahren, soziales Verhalten usw. bekommen. Für einige dieser Punkte brauchen sie klare Leitplanken. Aber sie brauchen auch gewisse Freiheiten, Menschen die sich mit ihnen abgeben, Wissen vermitteln, spielen und fröhlich sind. Dass heute die Spielgruppen, Kindergarten und Schule diese Funktion übernehmen finde ich schrecklich. Eltern und Grosseltern können das um vieles besser.
        Ich habe in den vergangenen 25 Jahren Lehrlinge ausgebildet. In dieser Zeit hat sich die Erziehung vom Elternhaus in obgenannte Institutionen verändert. Die „Neuen“ Jugendlichen sind in jeder Hinsicht schwächer. Geniesst euer Ungetüm so lange ihr könnt. Er stiehlt keine Zeit die er nicht auch verdient.
        Bernhard

      4. Landidylle Autor

        Ich gebe Dir in den meisten Punkten recht und sehe die aktuelle Entwicklung auch kritisch. Bzw. WIR. Wir halten nichts davon, Kinder mit einem Jahr in eine Krippe zu geben, die sich nicht einmal sprachlich mitteilen können, die noch nicht begreifen können, dass sie ein von der Mutter (Vater) unabhängiges Lebewesen sind etc.
        Aber jedes Kind entwickelt sich eben auch anders, einige sind mit 5 Jahren noch nicht ‚reif‘ zum Abnabeln, unser Nachwuchs profitiert jetzt bereits klar davon, einige Stunden im Kindergarten zu verbringen und sich mit gleichaltrigen zu sozialisieren. Wir hätten es nicht gedacht und demnach auch nicht geplant, dass das so früh stattfindet.

        Aber letztlich kommt es eben auch darauf an, wie Mutter, Vater, Oma, Opa sozialisiert wurden und was sie demnach (unbewusst) an das Kind weitergeben. Wie Du schon sagtest, es braucht Menschen, die fröhlich sind, sich mit den Kindern abgeben, Zeit haben – daran mangelt es doch heute leider vielen! (Und vielen eben auch an der adäquaten eigenen Sozialisierung, was man da manchmal beobachten kann, zerreisst einem das Herz)
        Ach, das ist so ein weites Feld, was man eigentlich nur mit ZEIT 😉 und einem Gläschen Wein o.ä. erörtern kann.
        LG, Oli

  2. eifgental

    Aaahahah, so ein Kind hab ich auch! (bzw. zwei davon, aber der Große lässt ja inzwischen schon öfter mit sich reden…)

    Eigentlich wollte ich aber nur sagen, dass sich das Brot sehr lecker liest. Muskatnuss und/oder Piment könnte ich mir da gut zu vorstellen, als Gewürz. Am besten gefällt mir bei diesem Post aber das Küchentuch, das sich um das Brot schmiegt – erinnert mich an traditionelle japanische Indigostoffe. Ich glaube, ich bin heute seltsam.

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Ich finde das nicht seltsam 😉
      Und die Tücher sind erstklassig, ich nutze die (ebenso wie die gewirkten schwarzen, die hier manchmal im Bild sind) schon seit bestimmt 15 Jahren, die hingen schon unter fast äquatorialer Sonne zum Trocknen, haben mich immer begleitet und sind immer noch so schön. Würde ich sowas heutzutage nochmal finden, würde ich wohl einen Großeinkauf starten.

      Antwort

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