Schrecken mit Quecken Teil VII

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Auch der siebente Teil der geliebten Serie hält unfassbare Tatsachen über Quecke parat, zumindest für Menschen mit zahmen Gärten. Diese können sich gemeinhin nicht die Wuchskraft und Widerstandsfähigkeit unserer Monsterquecken vorstellen. Ich erwähnte sicherlich im Nebensatz schonmal, dass unsere Quecke auch fast fingerdicke Stränge in purem Sand bildet. (Dass sie eingesperrt in Eimer mit Deckel, nachdem sie über Winter eingefroren war  unter Wasser weiterwächst, hatte ich ja berichtet und gezeigt)

Der Sandhaufen lag bis vor einigen Wochen hinten auf der Mistplatte Terrasse. Er wurde vor wahrscheinlich 2 Jahren angeschafft, als wir davon ausgingen, dass wir das Wohnzimmer früher fertigstellen als es jetzt nunmal der Fall ist und sollte zum Mischen für den Putz dienen.

Unter dem Sand befindet sich eben die alte Mistplatte = Beton. Kein nährendes Substrat abgesehen von einigen Katzenhaufen, die ich beim Abtragen des Sandhaufens fand. Hindert die Quecke offenbar aber auch nicht am wachsen und gedeihen. Man sollte das Zeug mal eingehend wissenschaftlich daraufhin untersuchen, ob man die Welternährung dadurch sicherstellen kann … Wächst in reinem Sand mit Spuren von Katzenkacke, submers sowieso, mit diffusem Licht, hat einen richtig guten Nährwert, man kann Bier daraus brauen, vielleicht kann Quecke ja sogar die Sahara wieder begrünen. Ich mein, bei dem Zeug weiss man ja nie oder?

Nur: ich will sie nicht! Sie verdrängt andere Gewächse und hindert sie mit ihren Wurzelausscheidungen am Wachsen. Ich habe noch 2-3 gute Tipps gegen Quecke auszuprobieren und werde gegebenenfalls hier berichten, wie die sich machen. Allerdings bin ich skeptisch, dass man mehrere tausend Quadratmeter damit entseuchen kann.

12 Gedanken zu „Schrecken mit Quecken Teil VII

  1. Doris

    Für Sahara begrünen würdest du einen Preis bekommen.
    Bei uns früher kam das Zeug vom Nachbars ungepflegten Garten rüber, aber so schlimm nicht.

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    1. Landidylle Autor

      Ich denke meine Rolle in der Welt wird eh grob unterschätzt, wahrscheinlich soll ich die Welt retten, die Klimaerwärmung stoppen, irgendwie sowas 😉
      Tja, unser Grundstück war halt Koppel und ist es zu einem guten Teil immer noch, da ist Quecke typisch und soll es ja auch sein. Wahrscheinlich (mit ziemlicher Sicherheit, denn die Bäume haben an der Borke alle Fraßschäden) war die Koppel auch überweidet und wurde nicht abgeäppelt. Also sehr, sehr nährstoffreich und alle Bedingungen die Quecke liebt. Ich bin echt gespannt, ob sich die Situation irgendwann entspannt hier. Göttin sei Dank haben wir die Hochbeete, sonst ginge echt wenig.

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  2. Jacqueline

    Ach, das ist gar kein Gras? Dann habe ich wohl auch Quecken auf meinem Acker 🙂 Danke für deinen Beitrag, wieder etwas gelernt.

    LG
    Jacqueline

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Gehört zu den Süßgräsern und ist eine Wucht an Lebensfreude. Hier auf dem Blog findest Du schon jede Menge Gemecker und Geweine wegen der Quecke und das berücksichtigt nichtmal die Artikel, die es vor dem Datenverlust schon gab. Tjaja, das zeug ist kein Spass.
      LG Oli

      Antwort
    1. Landidylle Autor

      Bis Alien 4 habe ich es nie geschafft. Kann mich erinnern, dass ich als 15jährige oder so einen Alien-Film im Kino sah, das fand ich ziemlich erschütternd. Parallelen zur Quecke sind vorhanden.

      Antwort
  3. birthesgartenzeiten

    Ich ärgere mich hier auch mit Quecken herum – allerdings sind das „Peanuts“ im GEgensatz zu
    Deinem Grundstück. Es gibt scheinbar kein Gegenmittel. Also reiße ich es einfach regelmäßig heraus. Viel Erfolg bei der Bekämpfung, bin gespannt, ob Deine anderen Gegenmaßnahme greifen. Ich drück‘ die Daumen :-).

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Danke, wir scheuen ja vor kaum etwas zurück, solange es kein Gift ist. Ich bin wirklich gespannt, wie sich diese Seuche über die Jahre entwickelt und staune immer wieder über unsere fast schon absurden Erlebnisse mit diesem Gewächs. 🙂

      Antwort
  4. Michael

    Moin aus Flensburg,
    Unser Garten ist voll davon. Große Flächen kriegst du am besten dadurch entqueckt, indem du größere Bahnen Mulchvlies ca. 1 Jahr liegen lässt. Dann sind Sie sie alle tot. Idealerweise davor mit der Fräse durch gehen und sie zerteilen. Dann Vlies drauf und beschweren. Ich kenne keine andre Methode, die so einfach so zuverlässig funktioniert.
    Liebe Grüße
    Michael

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Moin Michel!
      Wir haben das an mehreren Ecken getestet, am besten funktioniert bislang auf einer kleineren Testfläche Drainagevlies, man glaubt es kaum.
      Auf einer grösseren Fläche haben wir erst händisch entqueckt, was ja echter Horror ist und dann über Winter mit Silo-Plane zugedeckt: https://landidylle.com/2016/05/02/beetabdeckung-im-allgemeinen-im-besonderen/
      Solange vom Rand noch was reinwachsen kann, macht es natürlich auch unter der Plane Meter, aber ich hoffe, dass wir irgendwann Grund drin haben mit den verschiedenen Maßnahmen. Am Rand abstechen, überall wo möglich abdecken und ansonsten Abflammen. Irgendwie so hatten wir uns das gedacht. Aber es wohl eine wirkliche Sisyphusarbeit.
      LG Oli

      Antwort

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