Birnen in Ahornsirup

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Das Rezept für die Birnen in Ahornsirup stammt mal wieder aus dem Koch- und Einmachbuch ‚Gartenfrische Vorräte durchs ganze Jahr‘ von Nora Carey (DuMont). Die fertige Konserve kann im Winter als Füllung für Torten und Kuchen benutzt werden oder pur mit Sahne als Dessert.
Je nachdem wie gut die Quelle für Ahornsirup ist (glücklich die, die in Neuengland wohnen), wie locker das Portemonnaie sitzt und wie man es mag, kann man hier prima das Verhältnis von Ahornsirup zu Zucker anpassen und zugunsten von ersterem verschieben.

Mir war gerade mal wieder eine Flasche Ahornsirup (Anbruch bei Zimmertemperatur gelagert) schimmelig geworden und ich hatte nur noch eine Flasche in der Speisekammer, ich hielt mich also was das angeht an das Originalrezept, habe aber bei den Zuckerarten etwas manipuliert.

Das waren meine Zutaten für die Birnen in Ahornsirup:

  • 1 Tasse dark cane sugar bzw. unrefined cane sugar
  • 1 Tasse Rohrohrzucker
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 Tasse Ahornsirup
  • 2 Kg Birnen (Menge ist wieder abhängig von der Größe des Glases, der Birnen, der Form, der Geschicklichkeit beim Stapeln …)

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Zucker, Zitronensaft und 5 Tassen Wasser vermischen und erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Empfehlung ist dabei wirklich ständig zu rühren, der Zucker kann unter Wasser anbrennen. Dann den Ahornsirup zugeben.

Die Birnen schälen, dabei die Stiele nicht entfernen, und sofort in den Sirup setzen. Wenn alle Birnen fertig und im Sirup sind, für 5 Minuten im Sirup köcheln lassen.
Die Birnen in Gläser setzen (abwechselnd Kopf nach oben und nach unten), den Sirup etwas eindicken und dann über die Birnen geben.
Nach Originalrezept für 20 Minuten im kochendheißen Wasserbad einwecken, nach Weck 30 Minuten bei 90°C.

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31 Gedanken zu „Birnen in Ahornsirup

  1. Cooketteria

    Meine Tante lebt Kanada und hat mir vor Jahren empfohlen, den mitgebrachten Ahornsirup nach dem Anbruch immer im Kühlschrank aufzubewahren. Funktioniert 1A. Der Sirup bleibt trotzdem flüssig und hält sich locker über ein Jahr in der Kälte.

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Ah, danke. Ich habe meine jetzige Flasche auch in den Kühlschrank getan. Hätte nicht gedacht, dass dieses zuckrige Zeugs überhaupt schimmelt, auch wenn man es superhygienisch behandelt.

      Antwort
  2. Doris

    Ich hätte auch nicht gedacht das Ahornsirup schimmelt. Habe den noch nie gekauft, aber im Kaufland oder Edeka würde ich den bekommen .
    Sach ma, das mit dem Tassen Maß ist mir im Buch ein Rätsel. Wie groß sollten denn die Tassen sein? Ich habe ausschließlich Riesentassen.

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Haha, ich habe für mich auch nur Riesentassen aber der Gatte hat zum Glück ’normale‘ Tassen mit in den Haushalt gebracht – sehr praktisch wenn Gäste da sind, da reicht eine Kanne Tee oder Kaffee deutlich weiter. 😉
      Ich gehe bei Rezepten immer von einer normalen Mini-Tasse von 200ml aus. Zumindest glaube ich, dass eine normale Tasse 200ml fasst.

      Antwort
      1. Alex

        Eine Teilantwort bezüglich der US und Imperialen (Britischen) Maße gibt das Joy of Cooking.
        1 Cup bei Flüssigkeiten beträgt 236ml. Bei trockenen Zutaten ist es schwieriger. Ich fand bisher nur eine Liste mit Zuckerarten:
        1 cup weißer Zucker = 240 g
        1 cup Puderzucker = 135 g
        1 cup brauner Zucker = 180 g
        1 cup Melasse/Honig = 360 g
        Und spätestens hier führt sich das saudumme System ad Absurdum – hier werden Honig und Co. als feste Stoffe gemessen, nicht als Flüssigkeiten, obwohl sie das sind. Also immer auch darauf achten, ob das Rezept oz. oder fl.oz verlangt.
        Man kann sicher auch Listen googeln, auf denen das Gewicht pro cup für feste Lebensmittel steht, wie für Mehl oder Speisestärke usw.
        LG Alex

      2. Oli@Landidylle Autor

        Hui, vielen Dank für die Mühe Alex! Es ist also anscheinend bei weitem nicht so logisch wie mit meinem – auf’s metrische System geeichten – Hirn gedacht.
        Ich dachte bislang, dass dieses Cup-System simpler wäre …
        LG Oli

      3. Alex

        Im Gegenteil, es ist total idiotisch weil eben auf Volumen einerseits und Gewicht andererseits ausgelegt. Und sie (die US Regierung hatte eigentlich vor, Anfang der 80er Jahre umzustellen, aber keiner traut sich). Die Hersteller fahren schon lange doppelgleisig (oz./ g) auf der Packung, aber die Hausfrau hat immer noch diese dummen Schälchen. Ich hab übrigens auch noch so einen Rest eines Sets – 1/2, 1/3 und 1/4 cup für Joy of Cooking Notfälle 🙂
        LG Alex

      4. Oli@Landidylle Autor

        Ich dachte wirklich, dass man aufgrund der Unzulänglichkeiten der US-Maße einfach cups nimmt in Rezepten.
        Das ist ja müssig … wahrscheinlich muss man wirklich mit dem System aufgewachsen sein, damit es in Fleisch und Blut übergeht. Ich denke sich auf das metrische System umzugewöhnen ist einfacher als andersrum. Ich würde bei der praktischen Handhabung verzweifeln vermute ich. 🙂
        LG Oli

      5. Alex

        Die praktische Handhabung ist relativ einfach. Die Amerikaner sind es gewöhnt zwischen Unzen und flüssigen Unzen umzustellen. Auch wird das immer angegeben. Aber die Umrechnung in die Nomenklatur anderer Länder ist eine Katastrophe.
        Was mich wahnsinnig macht ist, daß das metrische System logisch, einfach und in sich geschlossen ist, und es von Ignoranten als Anschlag auf die Lebensart dargestellt wird. Dabei ist es ein trauriger Überrest Britischen Eigensinns, der Amerikanern eh nicht gut steht, haben sie doch vor fast 250 Jahren das Tischtuch zerschnitten. Ich weiß, das klingt pathetisch, aber versuch mal umzurechnen wieviel Liter pro hundert Kilometer ein Auto verbraucht, wenn es 19 Meilen pro Gallone weit kommt 🙂 Idiotisch, einfach.
        LG Alex

      6. Oli@Landidylle Autor

        Haha, du hast komplett recht Alex und ich kann verstehen, dass du in deiner Position da ärgerlich über die Ignoranz wirst, kennst du doch die Vorteile genau.
        Ich hatte gestern ein ganz klein wenig zum Thema gelesen und festgestellt, dass es richtige Hater-Seiten gibt. Man soll als Außenstehender/Ausländer ja etwas zurückhaltend sein, aber in dem Fall wage ich mal die Aussage, dass es nach Starrsinn klingt, wenn einige aus bloßem Trotz auf dem System beharren wollen. Wie du schon sagst, es steht ihnen/euch nicht sehr gut. Das wäre eher was für die Insulaner an sich. 😉

        LG Oli

  3. andersistauchgut

    Wow! Birnen über Birnen! Und ich habe es gerade mal geschafft ein paar Gläser Birnenmarmelade zu fabrizieren… 😀 Danach hatte ich schon keine Lust mehr, da es Minibirnen waren, mit sehr harter Schale. Hatte richtigen Muskelkater in der Hand vom schälen.
    Was die Maßeinheiten für englische Maße angeht, da gibt es passende Messbecher und -löffel auch in DE zu kaufen. Wem die Umrechnerei zu viel ist, aber gerne Rezepte aus USA nutzt, für den lohnt sich sicher die Anschaffung. Bin da bei dem Versandhaus mit dem lachenden Gesicht mal über einen Satz dieser Becher und Löffel gestolpert. Da sind cup, oz etc. dann sicher kein Problem mehr.

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Danke, ich werde mir mal so eine Liste auf dem Desktop ablegen.
      Na, harte Minibirnen zu verarbeiten ist aber auch eine Arbeit für Sträflinge! 🙂
      Da wäre es dann vielleicht anzuraten, die im ganzen zu verarbeiten: zu Mus kochen und durch die flotte Lotte drehen oder in Würzsud kochen oder so.
      LG Oli

      Antwort
      1. andersistauchgut

        Flotte Lotte besitze ich nicht. Große Experimente sind auch nicht möglich bei mir. Aber immerhin habe ich leckere Marmelade. Da ist die Stunde, die ich mit schnippeln verbracht habe, fast schon wieder vergessen 😉

      2. Oli@Landidylle Autor

        Genau, das finde eh immer wichtig sich daran zu erinnern, dass man etwas leckeres/kreatives/praktisches selbst erschaffen hat anstatt sich vorzuhalten, was man nicht gemacht hat. Und du schneiderst ja und machst tausend andere Sachen (anders), da gucke ich immer neidisch rüber 🙂
        LG Oli

      3. Oli@Landidylle Autor

        Ja klar! Ich würde zu gerne nähen, stricken und häkeln für uns alle hier. das ist immer mal wieder mein großes Thema. Irgendwann werde ich das sicher auch angehen aber derzeit habe ich weder eine Nähmaschine, noch Strick- oder Häkelnadeln und wenn ich das alles hätte, dann müsste ich erst einmal die zeit und den Platz finden das zu tun und mich an die wenigen Dinge erinnern, die ich früher fertig gebracht habe bzw. im Internet abgucken. Hätte, wäre, könnte … die Wahrheit ist, dass unser Leben hier manchmal ein wirkliches Chaos ist, ohnehin zu wenig Zeit für alles und ich eine Dilettantin. Aber macht nix, alles hat seine Zeit. 🙂

      4. andersistauchgut

        Meine Mama war eine richtige Strickkünstlerin. Sie hat tolle Gardienen und Tischdecken etc. gehäkelt. Und sie war gelernte Schneiderin. Zeit, mir was beizubringen, hatte sie aber nie. Und ich hatte gehörige Hemmungen weil sie so gut in allem war. Aber es hat mich immer fasziniert, also habe ich dann einfach mal angefangen.
        Jetzt zum Herbst gibt es bestimmt wieder so Häkelsets mit Nadel im Discounter. Mit einer Anleitung von „Monk“ auf YT habe ich vor ein paar Jahren damit meine erste Mütze gehäkelt. War total easy, ging schnell und viel Platz braucht es auch nicht 😉
        Aber Du hast schon Recht. Das tägliche Chaos raubt oft zu viel Zeit und Kraft. Da bleibt manchmal nur, sich seine Zeit zu nehmen. Ist wichtig!

      5. Oli@Landidylle Autor

        Ja, das ist wichtig, sich Zeit zu nehmen. Bestimmt wird es zum Herbst und Winter einfacher für mich und Handarbeitszeug wird mir sicher auf einem Flohmarkt oder so über den Weg laufen wenn es soweit ist/sein soll.

        Meine Mutter hat mich früher bestrickt, behäkelt, benäht, ich habe auch sehr oft dabei zugesehen – einen Puppenpulli habe ich als Kind gestrickt, das weiss ich. Mit Bündchen, neulich fand ich eine halb fertige Tagesdecke, die hatte ich gehäkelt. Allerdings waren die Maschen da unregelmässig fest und locker. Hmmm, genäht habe ich nur wenig, sämtliche Nähmaschinen fressen mein Garn (auch wenn ein Kundiger daneben steht). Ich habe einfach irgendwann aufgehört und alles vergessen – das ist wohl mein Problem. 🙂

        Schade, dass deine Mutter keine Zeit hatte dir mehr beizubringen, von einem echten Profi lernen zu können muss klasse sein.
        Hier unter meinen Leserinnen gibt es auch jemanden auf Profi-Niveau, sicher will sie davon nichts hören aber ich würde ungefähr einen kleinen Finger dafür geben, soviel drauf zu haben.

  4. eifgental

    Oooh, das klingt ja SO gut… ich liebe Ahornsirup. Schade, dass unsere paar Birnchen schon für das Birnen-in-Rotweinersatz-Rezept draufgegangen sind, wobei das auch extrem köstlich gerochen hat und beim baldigen Probieren sicher auch toll schmeckt. Aber… aber… Ahornsirup!

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Was wohnst du auch so weit weg? Für waghalsige und Leute mit wirklich langen Teleskoperntehelfern hätten wir noch einen halben Birnbaum abzuernten. Etwa. 🙂

      Ich glaube Birnen in Rotweinersatz und Birnen in Ahornsirup werden auch meine Favoriten, wobei der Karamellgeschmack von dem brauen Zucker auch sehr gut war.
      Wenn ich noch ein paar Jahre in dem Stil Rezepturen teste, habe ich irgendwann für jedes Obst und jedes Gemüse 5 echte Lieblingsrezepte und lebe wie die Made im Speck. Hach ja.

      Antwort
  5. Pingback: ’s Rosengewächs 2016 – Totalausfall! Sechs Tipps für Eure Birnenernte. | hausfrauenmethode

    1. Oli@Landidylle Autor

      Mein Plan ist für jedes Obst und Gemüse irgendwann 3-5 Lieblingsrezepte zu haben, die sich bewähren. Neue Rezepte testen werde ich immer aber die Suche nach unseren ‚Hausrezepten‘ ist der derzeitige Grund, warum ich recht viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen durchprobiere.

      Wahrscheinlich werde ich hier mal eine Seite anlegen mit unseren Top 5 für jede Zutat. Irgendwann.

      Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Ah ja, die Seite kenne ich, sehr chic und die Übersicht ist klasse. (Das Vorratsregal sieht ja auch edel aus mit den ganzen glänzenden Gläsern wie aus dem Ei gepellt, da kann meine Speisekammer nicht mithalten)

      Antwort
      1. Doris

        Ich wünschte, mein Vorratsschrank wäre so schön übersichtich. Meiner ist ein ehemaliger Kleiderschrank, also 60 cm tief. Auf Anhieb finde ich nichts.

      2. Oli@Landidylle Autor

        Meine Vorratskammer ist ein langer, schmaler Schlauch und hat nur vorne Licht. Hinten ist es ziemlich dunkel und oft erahne ich mehr als dass ich es sehe, was ich greife. Total blöd weil man so halt auch viele Sachen stehen lässt. Ausserdem ist sie hoffnungslos überfüllt, ich staple meine Konserven schon in verschiedenen Kisten weil auf den Regalen kein Platz mehr ist.
        Ein tiefer Schrank ist für die Übersichtlichkeit natürlich auch nicht so optimal, immer eine Sorte in einer Reihe hintereinander anordnen oder Kisten mit zusammengehörigen Konserven reinstellen – mehr fällt mir da auch nicht ein.

      3. Doris

        Wenn es hinten im Raum zu dunkel ist würde eine Taschenlampe helfen, benutze ich auch manchmal im Schrank. Taschenlampen kann man ohnehin immer gebrauchen.
        Äh,ja, wegen der Lebensmittelvorsorge habe ich auch einige Konserven und Trockenzeug gekauft, einige habe ich unter dem Küchentisch der hat eine Ablage und einige im Schlafzimmer in Kartons. Mit Nahrungsmitteln käme ich locker einen Monat aus, mir fehlt immer noch Wasser. Ohne Auto sind mehrere Flaschen zu kaufen immer ein Transportproblem trotz Einkausfkarre. So oft gehe ich nicht einkaufen und dann passt nur eine Flasche mit rein.

      4. Oli@Landidylle Autor

        Meine Taschenlampen bekommen immer ‚Beine‘, aber für gewöhnlich habe ich eine parat. Mein Problem ist, dass ich durch den grünen Star nicht mehr so gut im Dämmerlicht gucken kann, Taschenlampe hilft, ist aber nicht das gleiche wie früher.
        Wenn der Elektriker hier irgendwann mal weiterarbeitet, kann er da noch eine Lampe installieren.

        Kann dir niemand von den Nachbarn oder so mal eine Kiste Wasser mitbringen oder 2? Lieferdienst vom Supermarkt kostet wahrscheinlich Geld.

  6. Doris

    Das mit dem mitbringen ist so ne Sache wenn man selbst nicht weiß was man möchte. Ich bin immer sehr ratlos vor den Getränkebergen. Eigentlich trinke ich nur Tee, oder Wasser aus der Leitung . Was Konsum angeht habe ich ohnehin keine Ahnung, ich kenne nichts, Das wurde mir heute im Heim wieder klargemacht 😉 All diese bunten aufgemotzten Lebensmittel kenne ich nicht.

    Antwort

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