Willkommen Juni

Willkommen Juni, Monat der Sommersonnenwende!
Die längsten Tage des Jahres, die kürzesten Nächte, das vermutlich rasanteste Wachstum, überall neues Leben, blühende Blumen, satte Ernte – und Zeit, die Sonnenstrahlen für den Winter zu bunkern.
Kaum zu glauben, aber bald schon ist das halbe Jahr 2019 wieder vergangen, wir feiern Mittsommer, Johanni oder beides und schöpfen aus dem Vollen.

Das was im Juni ungestüm ist und maßlos, war im Mai noch zart und klein: Jungpflanzen, Küken, die ersten nennenswerten Ernten. Die Sonne und Wärme des Mai weckte Lebensgeister und Tatendrang und so werkelten wir hier mit großem Antrieb an einigen kleineren Baustellen.

Wir haben so viel Zeit wie möglich draussen verbracht und sind meist erst kurz vor einem schnell zubereiteten aber guten Abendessen ins kühle Haus gehuscht um nach der Mahlzeit rechtschaffen müde ins Bett zu fallen.
Ich bin meist mit Laptop in der Hand eingeschlafen und habe es demnach nicht mehr geschafft, abends noch etwas zu bloggen. Anscheinend geht es vielen Leuten so, denn ich habe von einigen Menschen gelesen, dass sie vor einigen Jahren zwar noch regelmässig alle paar Tage gebloggt haben, nunmehr aber nur noch zu kurzen Meldungen auf Instagram kommen.
Auch ich bin dort mit höherer Frequenz aber natürlich kurzen Meldungen aktiv gewesen, wer mich also zwischendurch vermissen sollte, darf mich gerne auch dort verfolgen.
Schade ist es trotzdem und ich hoffe darauf, dass sich wieder der alte Normalzustand einpendelt – zumal es insbesondere bei Rezepten wichtig ist, diese zeitnah zu notieren bevor das Sieb im Hirn Zutaten sowie Zubereitung durchrieseln lässt.
Apropos Zutaten: Ich kann nur empfehlen, im größeren Stil Andenbeeren bzw. Ananaskirschen anzubauen, getrocknet für den Wintervorrat sind sie eine tolle Zutat für das Muesli!

Ansonsten haben wir im Mai Flohmärkte abgeklappert, der Kunst-Schrott-Turm (organized clutter) hat sich gefüllt, wir haben Feuerchen gemacht, die Tochter wird zusehends selbstständig, reimt halbe Romane, rührt heimlich und erfolgreich Brotteig für Stockbrot an, klettert, turnt und entfaltet sich.
Das Baby interessiert sich für Mechanik und läuft und läuft und läuft … am liebsten an der Hand. Es gab hier ein Familientreffen, tägliche Versuche, die Hühner vom Katzenfutter fernzuhalten, neu entdeckte alte Bekannte auf der Wiese (kleiner Wiesenknopf), Spaziergänge, idyllische Bilder, beeindruckende Blütenfarben, mausende Katzen, wild wachsendes Unkraut, Hau-Ruck-Aufräum-Action, immer noch bei weitem zu viele Schrotthaufen und Schandflecken an denen ich mehr oder weniger geschickt vorbei fotografiere, ein unglaubliches Vogelkonzert von morgens bis abends, blühende Bienenweiden, tonnenweise Mist und Erde zu schaufeln, Sabotage-Hühner, gute Pläne für die Zukunft und einen offenbar harten Kampf mit einem kalten Truthahn bei dem Versuch, das Rauchen aufzugeben – wir leiden mitunter mehr als der Entzogene, ich bin mir sicher.

Zum Schluß noch ein Gruß von Heinzi, der eine einzigartige katzenartige Work-Life-Balance am Laufen hat.

8 Gedanken zu „Willkommen Juni

  1. Alex

    Schön sieht’s aus bei Euch! Schade daß es jetzt schon wieder langsam in die andere Richtung geht. Du hast tatsächlich sehr erfolgreich an den „Schandflecken“ vorbeifotografiert – keine zu sehen 🙂
    Viel Glück beim Kampf mit dem Truthahn. Hatte ich auch mal, aber mit Glück.
    LG Alex

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Moin Alex, ich find’s auch schade, dass es nun wieder ‚abwärts‘ geht, irgendwie ist es immer zu schnell und passt gar nicht damit überein, dass die große Fülle im Garten erst noch kommt. Jedes Jahr wieder fühlt es sich seltsam an.
      Vielleicht mache ich mal einen Beitrag über Schandflecken, gibt ja genug bei uns (du weisst es ja) – für einige wäre es sicher beruhigend zu sehen, aber andererseits reicht es mir schon, die in echt täglich zu sehen, hier ist ja mehr Idylle. 😀

      Ich habe meinen Truthahn zuletzt auch erfolgreich bekämpft, davor schon mal für 3 Jahre – diesmal fühlt es sich an wie ‚für immer‘, nun probiert der Gatte aus wer stärker ist, das Truthahn-Vieh oder er.

      Ich wünschte, ich könnte irgendetwas tun, es ist mitunter schwer auszuhalten für die Mitmenschen. 😉

      LG Oli

      Antwort
      1. Alex

        Meine besten Wünsche. Seid stark! Ich habe vor 15 Jahren aufgehört und nie zurückgeblickt. Mit den Spätschäden muss ich allerdings leben…
        LG Alex

  2. andersistauchgut

    Immer wieder schön, von Dir zu lesen 🙂
    Wenn der kalte Truthahn die Oberhand gewinnen sollte, würde ich es mal mit der sog. E-Zigarette versuchen. Ich dampfe seit fast 9 Jahren, habe von heute auf morgen die Kippen ungeplant weggelassen. Mir gefällt einfach das Ritual des Wolken in die Luft pustens 🙂 Bei Bedarf schreibe mich einfach an, ich versorge Dich dann mit reichlich Infomaterial dazu.

    Ein lieber Gruß! Gabi

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Vielen Dank für deine Worte und das Angebot liebe Gabi!
      Ich selber bin ja derzeit nur passiv betroffen von dem Truthahn, aber habe auch ungefähr 3x aufgehört. 😉
      Demnach 2x wieder angefangen, ich habe immer gesagt ‚das Aufhören ist überhaupt nicht schwer, nur das nicht-wieder-anfangen eben‘.
      Tja, ich weiß nicht, in welcher Phase der Gatte sich gerade befindet, noch beim Aufhören oder schon beim nicht-wieder-anfangen … vielleicht hat er zwischendurch geschummelt und sich selbst ein Bein gestellt?
      Leider muss ja jeder diesen Kampf selber ausfechten, mir fiel es anscheinend leichter.

      SOLLTE er den Kampf verlieren, werde ich mich bestimmt für ihn nochmal schlau machen bezüglich dampfen – aber besser wär’s schon so ganz ohne.

      Interessant und gut zu hören, dass du so gut klar kommst mit dem Ersatz. … Wolken in die Luft pusten 🙂 Ja. Ich habe die meiste Zeit gerne geraucht (und ganz schön viel) und einiges daran gemocht (so seltsam, eklig und fremd es nun auch für mich klingt), den Gestank und Rauch allerdings nie. Da ist dampfen sicher angenehmer.

      Liebe Grüße,
      Oli

      Antwort
      1. andersistauchgut

        Ja, dampfen schmeckt viiiiel besser 😀
        Auch stinkt man nicht mehr so. Und damit auch nicht mehr die Bude. Und auch wenn es nicht nötig ist, so dampfe ich nur noch draußen, bzw. an der Balkontüre. Ich wollte auch nie mit dem Rauchen aufhören. Statt dessen hatte ich aufgehört mit Nichtrauchen. War zu viel Stress. Nur ein bissel Geld sparen und weniger stinken war geplant. Aber mein Körper hat bereits nach einem Tag anders entschieden.
        Dazu kommt noch, dass keine ernsthafte Studie irgendwelche Schadstoffe gefunden hat. Gegenteilige Behauptungen wurden bisher alle widerlegt. Und selbst wenn man von einem Restrisiko ausgeht, ist die Dampfe 95-98% weniger schädlich als normale Zigaretten. In England gibt es die Dinger sogar auf Rezept.
        Es ist also tatsächlich eine Alternative, sollte der Truthahn den Kampf gewinnen. 😉 Würde es mir nicht so viel Spaß machen, hätte ich damit sicher auch schon aufhören können. Aber noch habe ich keine Lust dazu 😀
        Genieße den Sommer!
        Gabi

      2. Oli@Landidylle Autor

        Dass das besser schmeckt kann ich mir gut vorstellen. Und der Gestank der Klamotten ist auch so ein Punkt, der mich immer geekelt hat. Ich habe zwar die letzen Jahre nicht mehr im Haus geraucht aber trotzdem roch man ja immer etwas nach ‚Kneipe‘.
        Interessant, dass dein Körper dir da so ein deutliches Signal gegeben hat und was die Studien angeht … ich bin mittlerweile skeptisch bis argwöhnisch, wie die immer so zustande kommen. So richtig gesund wird dampfen auch nicht sein, keine Frage, aber bei so einem gewaltigen Markt wie dem Zigaretten-Markt würde ich auch immer im Hinterkopf haben, dass die Tabak-Lobby leicht Studienergebnisse so bekommen kann, wie es vorteilhaft ist. Ist nunmal leider so.

        Liebe Grüße und eine gute Zeit,
        Oli

      3. andersistauchgut

        Ehrlich? Das, was die Medien verbreiten ist zu 99% Bullshit. Wer sich nicht damit beschäftigt, ist deswegen zu Recht verunsichert. Und wer sich damit beschäftigt, bekommt irgendwann das kalte Ko….
        Ich kann Dir 2 sehr gute Informationsseiten anbieten. Die eine ist von Professor Bernd Mayer. Ein Fachmann zum Thema Nikotin. Er hat (um nicht so viel schreiben zu müssen) einen YT-Kanal aufgemacht. https://www.youtube.com/user/Beli120805/featured
        Sehr oft, bzw. meistens, sind die Studien zu diesem Thema auf Englisch. Das ist für fast alle kaum zu verstehen. Aber dabei kann der Joey helfen. Er verpackt das Ganze dann nicht nur in einen verständlichen Text, sondern bringt einen auch noch herrlich zum lachen. Seine Recherchen sind jedoch alle belegbar. Sein Reihe „Profiteure der Angst“ ist z.B. sehr interessant und ausführlich. Die Tabak-Lobby ist zwar stark, aber die springen gerade nur auf einen Zug auf, den sie beinahe verpasst hätten… https://www.vapers.guru/
        Wie gesagt, man sollte sich ein wenig damit beschäftigen. Mit dem Gerät, genau wie mit dem Drumherum.
        Und nun noch ein Dampfer-Argument am Ende: Selbst Wasser ist nicht so richtig gesund. Und Bananen können einen umbringen. Der Beweis für ‚gesund‘ ist schlicht für absolut nichts zu erbringen!

        Viel Spaß bei lesen! Gabi

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