Gartenrundgang im Juno

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Storchschnabel (vor allem diese Sorte) wächst und gedeiht und blüht wunderschön auch wenn ich ihn komplett vernachlässige.

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Schwertlilien, Storchschnabel und Hibiskus vor der Efeuwand. Der Zaun wurde direkt 2011 mit Efeu bepflanzt, erst jetzt ist es ziemlich dicht bewachsen.

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Die Schwertlilien standen an anderer Stelle hier im Garten und waren so ungefähr die einzigen Blumen. Auch sie sind unheimlich dankbar, anspruchslos, wuchern und blühen wunderschön. Echte Bauerngartenpflanzen eben.

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Eine Ringelnatter. Und sie stellt sich nicht tot. Stunden, nachdem ich sie aus Hubertas Hals zog und auf die Mülltonne legte, lag sie noch immer dort. Am liebsten würde ich den Katzen Bleikugeln an die Beine binden. ENDLICH gibt es hier schlangen, Molche, Kröten, Frösche, massenhaft Vögel und und und – warum können die Killertiere nicht einfach Mäuse fressen?

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‚Black Lace‘ Holunder mit schwarzen, gefiederten Blättern und rosa Blütendolden

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Roter Meier, eine alte Spinatpflanze

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Nun, verkauft hat mir Deaflora ‚Lemonagastache‘ und ‚Anisysop‘ – beides kann es an sich nicht sein, aber was ist es?

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Salbei, hat nach 4 Jahren im Topf endlich ein Beet bekommen.

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… unter dem Zierapfel. Bei den letzten mittelholsteiner Apfeltagen konnte ich nicht ohne Zieräpfel, Mirabellen und Nashi nach Hause gehen.

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Das Landgewinnungsbeet. Jetzt eingezäunt nachdem die Hühner mir die Saat geklaut haben.

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Zuckererbsen am Tipi wachsen zu lassen war ein versuch, nächstes Jahr gibt es wieder einen Zaun zum Ranken.

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Die Tipis vom biogartenversand.de sehen im ersten Jahr toll aus, lässt man sie draussen überwintern oder bekommen sie zuviel Regen ab, blättert die Farbe und Rost setzt sich fest. Ausserdem halten die Bodenanker nicht in lockerer Erde. Schade.

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Ein verzweifelter Versuch meine Stangenbohnen vor den Hühnern zu retten. Eine Bohne hat überlebt, das Saatgut ist alle, die Hühner im Knast und das Beet nun eingezäunt. 2016 wird eher kein Hochertragsjahr.

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Überall kommen vergessene Kartoffeln hoch. Anstatt Stangenbohnen wachsen nun Wildtomaten am Tipi – allerdings merkt man ihnen deutlich an, dass ich die Setzlinge dieses Jahr vernachlässigt habe.

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Der Übergang vom Landgewinnungsbeet zum Testbeet No III? Dort haben wir für Lebensmittel zugelassene Pappen auf den feuchten mit Wollgras bewachsenen Boden gelegt und abgelagerten Pferdemist draufgetan. Dort hinein Mais und Kürbisse angepflanzt. Im Bild das Landgewinnungsbeet mit Rotkohl, Weißkohl, Wirsingkohl (und eine Reihe nicht aufgegangene Reiserbohnen ‚Vermont Yellow Eye‘ von Deaflora.

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Mistbeet mit Zuckermais und verschiedenen Kürbissen (und ein wenig Porree).

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Der Kartoffelacker. Memo an mich selbst „Du hast sie nach Alphabet gelegt weil Du keine Pflanzschilder hattest und keinen Plan und keine Zeit und keine Nerven und das Kind gerade schlief“

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Der Beerengarten. Wer hätte auch jemals gedacht, dass das wahre Bäume werden? Im Herbst sollten wir die Hälfte der Büsche rausnehmen.

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Spinat in Samenbildung. Wird Zeit, dass der fertig ist, die Frühkartoffeln bekommen kein Licht.

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Verschiedene Tomaten und dazwischen Bohnen.

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Paprika, dieses Jahr auch hier Kleinwuchs wegen Vernachlässigung, mangelndem pikieren, mangelndem Dünger und spätem Auspflanzen.

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Ananaskirschen. Es keimten wenige aber die Pflanzen werden ja zuverlässig groß und tragen gut.

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Broccoli und Kohlrabi. Klein dieses Jahr wegen …

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Ach wie süß! Ein Baby!

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Die Farbe hatte ich so auch noch nicht.

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Zucchini ‚Alberello‘ fruchtet zuverlässig.

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Jepp, jepp, die ersten Zucchini.

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Ein paar heisse Tage und der ‚Maikönig‘ geht durch die Decke. Hätten wir bloss mehr Salat gegessen sagen wir jedes Jahr.

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Der Sommerrettich ist fertig, die Zeit verfliegt!

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Zwiebeln und Schalotten stehen gut da dieses Jahr – wenn man von der Blüte absieht.

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Einjährige Schwarzwurzeln neben den Zwiebeln.

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Pastinaken vom letzten Jahr in Blüte. Samengewinnung im eigenen garten kostet Platz, Platz, Platz!

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Winterheckezwiebel mit Samenständen. Die Samen sollen überwiegend taub sein, vegetative Vermehrung angezeigt.

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Freude herrscht! Die Etagenzwiebeln sind fertig! Ich finde die so witzig und bin sehr gespannt. Die machen sich sicher toll in meinen beliebten schnell improvisierten sommerlichen Gemüsepfannen.

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Eine Schlangengurke.

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Moos am Brennholz. Hübsch aber ungut.

17 Gedanken zu „Gartenrundgang im Juno

  1. ichkoche- Jacktels Rohkost

    Hi Oli, danke für die wunderschönen Bilder. Heidenarbeit habt ihr zu bewältigen , dennoch schön. Ich behaupte nicht nur mal so , ich kenne die Art von leben. Viel Erfolg weiterhin. LG Jacob

    Antwort
  2. Landidylle Autor

    Hallo Jacob, vielen Dank. Dieses Jahr läuft es nicht so toll wie man auf den Bildern sehen kann. Wir haben uns vorgenommen, am Haus und Hof ein gutes Stück weiter zu kommen und so bleibt immer irgendwas liegen. Aber wenn Du das kennst, weisst Du ja eh wie das ist. Trotzdem alles so klein und zurückgeblieben ist, freue ich mich schon wieder auf die eigene Ernte. Zuletzt haben wir wirklich viel zugekauft.
    Liebe Grüße, Oli

    Antwort
  3. mirembeveronika

    So klein sieht das doch alles gar nicht aus. Jedenfalls viel weiter als bei uns im Garten. Bei uns fehlt wohl die Sonne. Zucchini, Brokkoli und Co sind bei uns noch lange nicht am Fruechte ansetzen!

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Oh, ich habe vor 2 Wochen Gartenfreunde besucht, die einen eher dunklen Waldgarten haben und dort war fast alles weiter (obwohl es letztes Jahr HIER im Gegensatz zu dort überbordernd gewachsen ist). Dann sah ich letzte Woche Fotos auf einem anderen Gartenblog und die Bilder sahen aus wie aus dem Spätsommer – fast alles fertig: Porree, Kohl .. an sich alles.
      Gut, dann liege ich vielleicht im Mittelfeld. Wünsche Dir viel Sonne und einen guten Ertrag!

      Antwort
    2. Landidylle Autor

      Was mir grad noch einfällt: Ich seh das nicht als Wettkampf – nicht, dass das so rüberkommt. Ich ärgere mich immer bloss darüber, dass wir theoretisch mehr Ertrag haben könnten wenn mehr Zeit usw. wäre.

      Antwort
  4. Genussspecht.net

    Also bei diesem Brokkoli musste ich 2x hinschauen. Interessant, bin schon gespannt auf die fertigen Bilder! Ich hab heuer das erste Mal Romanesco, der bildet auch endlich kleine Röschen.

    Die Natter ist total schön, schade, dass sie nicht mehr lebt.
    Letztens hat unsere Nervkatz beim Spielen eine riesenriesenriesengroße Blindschleiche (dachte erst an eine Ringelnatter) DURCH DIE OFFENE HAUSTÜR INS HAUS GESCHLEUDERT. Schleichi hat sich natürlich gleich hinter meinen Schuhen versteckt… das war nicht leicht, die da wieder rauszubekommen. 😉

    Ich war letzte Woche in Krems. In der Weingegend gibt es ja viele Schlangen, wir haben gleich ein paar gesehen. Eine lag mit zertretenem Kopf auf dem Gehweg. 😦 Solche Vollidioten… – den Katzen kann man ihren Instinkt ja nicht vorwerfen, aber diesen Deppen würde ich gerne selbst mal auf den Kopf steigen…

    Herzliche Grüße
    Katharina

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Ohje, ich kenne das. Ich leide auch immer mit, wenn ich sowas sehe!
      Der Broccoli ist ‚Rosalind‘ und sieht von der Farbe her bei mir immer so aus wie der kleine, der grössere, der mehr ins braune geht ist wirklich extravagant. Auch von der Form finde ich. Romanesco habe ich dieses Jahr gar nicht. Weiss gar nicht warum – doch! Da habe ich letztes Jahr eine Kompanie Schnecken rausgeholt und keiner wollte ihn mehr essen.

      Liebe Grüße, Oli

      Antwort
      1. Genussspecht.net

        Hm, zur Zeit sind die Schnecken brav und verwüsten des restlichen Garten komplett (MEINE SCHÖNEN ERDBEEREN!!!), lassen aber den Romanesco im Hochbeet noch brav links liegen. Dafür waren gestern schon Kohlweißlinge am Spitzkohl. Wenn die Schmetterlinge nicht soo hübsch wären…

        Danke für die Idee mit „Rosalind“ – das wird ein heißer Tipp für 2016! Brokkoli hatte ich schon ewig nicht mehr.

        Herzlich
        Katharina

  5. birthesgartenzeiten

    Immerhin wächst doch schon vieles – rosa HOlunderblüten habe ich noch nie gesehen – sieht hübsch aus! Der Salat schießt bei mir auch schon, schade… Bei mir sieht die Pastinake ähnlich aus, aber nur aus Versehen, weil eine Frucht so groß war, dass ich sie nicht aus dem Boden bekam – nun hat sie Samenstände, die wir ernten können ;-). Winterheckenzwiebel sieht bei mir ähnlich aus … diese Samen können doch auch weiterverwendet werden, oder?
    An Gurken und Zucchini brauche ich noch gar nicht zu denken und frage mich, ob das diesen Sommer überhaupt noch etwas mit ihnen wird…
    Liebe Grüße, Birthe

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Ich weiss nicht, wie man die Samen der Winterhecke verwenden kann, ich las neulich nach, dass sie meist unfruchtbar seien, sonst hätte ich sie hier zum Tausch angeboten. Aber vielleicht kann man sie als Salatwürze oder sowas nehmen? Wäre ja mal interessant.
      Pastinaken machen unglaublich viele Samen, ich denke wenn es gut läuft haben wir beide auf Jahre ausgesorgt. 🙂 (Sofern die solange fruchtbar bleiben, länger als 2 Jahre haben ich die Samen noch nie genommen)
      Und Gurke und Zucchini kommen bei Dir sicher auch noch in die Pötte, ich kenn das so, dass die gefühlt ewig stagnieren und dann plötzlich riesig werden und produzieren bis es fast zuviel ist.
      Liebe Grüße, oli
      (Die gleich das trockene Wetter nutzen wird und an der neuen Stelle Holunderblüten erntet)

      Antwort
  6. eifgental

    Tolle Bilder! Bei dir ist alles schon viel weiter als hier. Auf die tote Ringelnatter kann ich allerdings gut verzichten! Die haben die Katzen zum Glück noch nicht angeschleppt, obwohl es hier welche gibt (leere Häute hab ich schon im Kompost gefunden und einmal ist uns auch ein lebendes Exemplar in die Baugrube geschlittert). Dafür zerlegen sie immer wieder Blindschleichen. :/
    Die rätselhafte Pflanze sieht vom Laub und Wuchs her meiner Yauhtli (Tagetes lucida) sehr ähnlich. Riechen die Blätter waldmeisterartig?

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Pflanzengeruch wird getestet, bin glücklich über jeden Hinweis. Vielleicht habe ich auch Saatschalen vertauscht.
      Interessant, dass es bei mir weiter ist als bei Dir, ich war echt schlampig dieses Jahr mit Pikieren (gar nicht) und auspflanzen (hab ich zum Teil ja dokumentiert).
      … und die Katzensituation … wie geschrieben, ich würde ihnen am liebsten eine Bleikugeln ans Bein binden. Der letzte Kater, der es eine Weile hier ausgehalten hat fing junge Hasen und ausgewachsene Ratten, diese spezialisieren sich auf Reptilien wie es scheint. Ich bin echt giftig.

      Antwort
      1. eifgental

        Pikieren muss ich meist gar nicht, so viel geht bei mir gar nicht an. :/ Aber ich glaube, euer Klima ist schon weiter als unseres. Ein paar km weiter südwestlich (Köln-Bonn) blühen die Kürbisse ja auch schon, aber wir hinken hier halt immer ein paar Wochen hinterher. Und dein Boden ist sicher auch schon weiter als meiner; ich habe ja erst im letzten Jahr ernsthaft mit der „Verbesserung“ angefangen (dabei aber natürlich erst einmal das natürliche Gefüge durcheinander gebracht).

        Na, dann geht’s mir mit unseren Mäuse-Vögel-Frettchen-Blindschleichen-Jägern ja noch vergleichsweise gut. Wobei gerade die Blindschleichen als Schneckeneivernichter mir eigentlich lebendig viel lieber sind. Die Mäuse können sie ja meinetwegen haben, auch wenn sie sich bitteschön auf Wühlmäuse spezialisieren sollten, wenn man mich fragt… 😉

      2. Landidylle Autor

        Seh‘ ich auch so. Sollte ich mir jemals wieder Katzen zulegen nach diesen hier, muss ich sie irgendwie auf Wühlmäuse konditionieren. 6 Monate Welpenknast mit Wühlmaus satt oder so. 😉
        Unser Boden ist sehr unterschiedlich weil wir ja verschiedene Testbeete haben, mal Torf-Stroh-Unterboden, mal purer, verrotteter Mist, dann die Hochbeete, die sind natürlich de luxe mit Mist und 50/50 Kompost. Ich ziehe ja derzeit (wie Du weisst) noch fast alles vor, ich bin wirklich, wirklich gespannt wie es läuft wenn ich es nächstes Jahr anders mache. Am liebsten würde ich eben diesen Test machen und die Hälfte einer Kultur vorziehen und die andere Hälfte direkt säen, aber wahrscheinlich schaffe ich das zeitlich nicht. Mal sehen was nächstes Jahr ist, aber schön wäre es, irgendwann das Klima, den Boden und die Sorten so gut zu kennen, dass sich eine gut funktionierende Routine einstellt und man rund um’s Jahr einen guten Ertrag hat. das wäre es!

      3. eifgental

        Fairerweise muss man sagen, dass unsere tatsächlich auch manchmal Wühlmäuse anschleppen. Früher waren es allerdings mehr. Entweder die Mäuse sind schlauer geworden – oder die Katzen. Denn die Wühlmäuse haben sie nie aufgefressen, sondern immer „liebevoll“ vor der Haustür drapiert.
        Ja, so eine Testreihe müsste man eigentlich mal machen. Aber ich zumindest müsste dafür erst mal einen Hilfswissenschaftler einstellen, um sicherzugehen, dass nicht wieder irgendwas dazwischen kommt. 😛 Also bleibt es wahrscheinlich bei Beobachtungen und Mutmaßungen. Wie du sagst, eigentlich ist das Langzeitziel ja ohnehin, irgendwann den Boden, das „normale“ (gibt’s das?) Ortsklima und das Gemüse so gut einschätzen zu können, dass man das intuitiv geregelt kriegt… schön wär’s!

  7. Jacqueline

    Der Garten sieht wunderschön aus 🙂 Auch wenn das Gemüse teilweise etwas vernachlässigt ist, scheint bei euch doch ein Wetter zu herrschen, dass sie zum Wachsen anregt. Bei uns ist es einfach nur nass und nichts wächst.

    LG
    Jacqueline

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Danke. Die Regenzeit ist hier ja auch angebrochen aber anscheinend haben wir doch ein paar mehr trockene und sonnige Momente als anderswo. ich hätte es nicht gedacht, aber mittlerweile habe ich aus allen Ecken gehört, dass es total verregnet ist, nicht nur hier. 🙂
      Da müssen wir Hobbygärtner irgendwie durch oder ein Gewächshaus oder Folientunnel anschaffen – es nützt ja leider nichts!
      LG Oli

      Antwort

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