Gebratene, würzige Auberginen mit Bulgur und saurer Sahne :: باذنجان مقلي مبهر مع البرغل والقشدة الحامضة

2019 war ein sehr, sehr erfolgreiches Jahr für Auberginen im Hause Landidylle. Obwohl die Anzucht und die Pflege der Pflanzen nicht komplett problemlos waren, war es doch recht einfach, riesige Erntemengen zu erreichen. Weiße, gestreifte und lila Auberginen hatten wir, die Pflanzen sind Stand jetzt brusthoch, ziemlich gesund und blühen noch immer. Ich denke zwar nicht, dass aus den jetzigen Blüten noch Früchte entstehen, aber die vorhandenen kleinen Auberginen können bei mildem Wetter im Folientunnel schon noch wachsen und reifen.
Als die Auberginenschwemme absehbar wurde, habe ich ja jede Menge Rezepte gespeichert um schnell gegen die Schwemme an kochen zu können.

Eines der Rezepte, von denen ich mich inspirieren ließ heißt ‚Libanesischer Auberginen-Bulgur‚ und ist auf der Kochseite Kuechengoetter.de erschienen.
Die Inspiration war gut, aber ich habe das Rezept natürlich mal wieder für unsere Zwecke, unsere Zungen und für unsere Auberginen-Schwemme passend verändert.

Und wie meistens, wenn mich ein Rezept anspricht, versuche ich dem Ursprung auf die Spur zu kommen. Meine Recherchen quer durchs Netz brachten einige interessante Webseiten und noch mehr leckere libanesische Rezepte zutage, aber dieses war nicht annähernd dabei. Dafür stieß ich auf die Webseite traditionelle-libanesische-rezepte.com – und wer, wenn nicht der Autor dieser Webseite sollte mir weiterhelfen können bei der Suche nach dem Ursprung des libanesischen Auberginen-Bulgur?
Zainab verriet mir, dass es sich nicht um ein traditionelles, sondern vermutlich modernes libanesisches Rezept handelt und vermutete, dass es – in etwas anderer Zusammensetzung – seinen Ursprung im Iran haben könnte. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals für die aufschlussreiche und nette Hilfe und die Übersetzung meines Rezepttitels!

Krasser Fruchtbehang

Zutaten für 4 gute Portionen Gebratene, würzige Auberginen mit Bulgur und saurer Sahne

  • 130g Bulgur
  • etwa 350ml Gemüsebrühe (mit selbst gemachtem Suppenpulver)
  • Olivenöl
  • 40g Rosinen
  • 4 süße, rote Zwiebeln
  • 3 große dunkle Auberginen
  • 2 kleine weiße Auberginen
  • 4 TL Balsamico
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Chili
  • 1 TL Kurkuma
  • 200ml saure Sahne
  • viel Petersilie

Den Bulgur in eine Schüssel geben und mit der kochenden Gemüsebrühe übergiessen. Umrühren und die Schüssel mit einem Teller abdecken, ziehen lassen.

Zwiebeln in Halbringe schneiden, Auberginen würfeln, Petersilie grob hacken.

Olivenöl in einer weiten Pfanne auf mittlerer Flamme erhitzen, die Zwiebeln dünsten, Flamme höher drehen, Auberginen zufügen und anbraten. Öfter umrühren.

Den Bulgur umrühren und eventuell überschüssige Flüssigkeit abgiessen und auffangen.

Mit der aufgefangenen Brühe die Auberginen ablöschen, Rosinen zufügen und alles weiterköcheln bis die Auberginen gut gar und die Rosinen weich sind. Nach Geschmack salzen.

Essig und Gewürze unterrühren.

Den Bulgur auf die Teller verteilen, die gebratenen Auberginen darauf geben, jeweils einen großen Klecks saurer Sahne dazugeben und alles mit viel Petersilie garnieren.

Ein wirklich leckeres und würziges Gericht, welches schnell auf dem Tisch steht und durch die süßen und salzigen Aromen sowie die Kombination der Gewürze ganz interessant schmeckt! Unbedingt zur Nachahmung empfohlen.

2 Gedanken zu „Gebratene, würzige Auberginen mit Bulgur und saurer Sahne :: باذنجان مقلي مبهر مع البرغل والقشدة الحامضة

  1. Alex

    Schön, daß Du eine erfolgreiche Recherche starten konntest und dazu noch Antwort und einen arabischen Titel bekommen hast 🙂 Eigentlich ist das das schönste am Bloggerleben, daß es immer wieder Interaktionen gibt, die sehr entspannt abgehen… Da fällt mir ein, es heisst, das Netz ist so aggressiv, ich habe noch nie eine unziemliche Mail oder ähnliches bekommen. Einmal hat mich jemand kurz korrigiert, einmal wurde ein Foto von mir geklaut und auf einer Immobilienseite benutzt, aber sonst ? Nix! Eine Idylle, wenn auch anders als Deine 🙂
    Ich bin ein schlechter Vegetarier und ein schlechterer Veganer, aber Dein Gericht klingt gut. Und wenn ich mich nächstes Jahr erinnere, mache ich es mal nach. Es war sicher gut.
    LG Alex

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Die Interaktion ist wirklich toll Alex, das stimmt. Einfach so jemanden finden zu können, der exakt das gesuchte Thema als Topic hat, der Austausch hier über Methoden, die Erfahrungen, die Besuche von Bloggern – das ist schon irre. Wir beide, die es ja geschafft haben ohne Internet aufzuwachsen und die Möglichkeiten, die es bietet, können da natürlich ganz anders draufschauen 🙂
      Ich habe auf/mit dem Blog auch noch keine schlechten Erfahrungen mit Aggressionen gemacht die ich in Erinnerung hätte, in Foren schon eher. Wahrscheinlich trauen die Leute sich nicht, dem Hausherren in seinem Revier ans Bein zu pinkeln. Gut so, es soll ruhig eine Idylle bleiben. Bei dir und bei mir.

      Allerdings sehe ich auf Instagram auch nie diese Influencer über die sich die ganze Welt lustig macht. Ich sehe täglich viele Inspirationen, Menschen, die mit Herzblut bei ihrer speziellen Sache sind und jede Menge interessante Dinge – hängt vielleicht auch da von den Leuten/dem Themengebiet ab, mit dem man sich umgibt. 🙂

      Und ja, dieses Gericht lohnt das Testen auch ohne Fleisch. Ist genug Umami drin! 🙂
      LG Oli

      Antwort

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