Schlagwort-Archive: Chili

Stinknormale Gewürzgurken/Essiggurken

Im Lauf der letzten Jahre habe ich einige Gurkenrezepte ausprobiert und kreiert. Sowohl zum milchsauren Vergären vulgo Einlegen als Salzgurke, als auch zum Einkochen als Essiggurke. Was bislang eher von durchwachsenem Erfolg gekrönt war, waren saure Gurken als Ganzes eingekocht. Entweder sie wurden schrumpelig und hart oder viel zu sauer. Und nach kurzer Recherche stellte ich schon vor einigen Jahren fest, dass ich mit dem Problem längst nicht alleine war. Woimmer Kommentare unter den Rezepten zugelassen waren, konnte man meist auch gleich die Berichte aus der Praxis von denen lesen, die sich in gutem Glauben direkt an das jeweilige Rezept gemacht hatten.
Gerne habe ich gemutmasst, dass Branntweinessig verwendet wurde und unterstellt, dass dieser wohl eher nicht zu einem überzeugenden Ergebnis führt. Weiterlesen

Louisiana Gumbo

Auf besonderen Wunsch schiebe ich ein Rezept ein, was sich derzeit leider nicht ganz aus den Erzeugnissen des Gartens herstellen lässt, aber kommt Folientunnel, kommt Okra – hoffe ich. Große Garnelen haben wir hier nicht und die kleinen Garnelen aka Nordsee-Krabben werden immer seltener, sodass man sich selbst als Norddeutscher kaum noch ein Krabbenbrötchen leisten kann. Garnelen sind beim Gumbo nicht unbedingt notwendig, aber sie passen schon mächtig gut. Wer eine nachhaltige Variante bevorzugt, könnte sich an der Zubereitung chinesischer Wollhandkrabben versuchen. Die haben wir hier massenhaft, sie lassen sich sehr leicht fangen und in China sind sie eine Delikatesse. Einzig die Aufbereitung ist wohl etwas speziell, wie man bei Ting Ting lesen kann. Auch dazu habe ich eine Idee, und die wäre die perfekte Überleitung zum Hühnchenfleisch. Wer mich kennt, weiss Bescheid …

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Ingwer-Honiggurken mit Chili

Ingwergurken

Jaja, überall wird über Kürbisse gebloggt, ich habe einen Quittenlauf und komme jetzt noch mit einem Gurkenrezept um die Ecke. Ende Oktober vielleicht etwas ungewöhnlich aber ich fand gerade einen meiner berüchtigten Schmierzettel mit Küchennotizen wieder und konnte ihn entziffern. Die beste Gelegenheit also, um eines der letzten diesjährigen Gurkenrezepte nachzuliefern. Mit Quitten geht es später weiter und Kürbisse … Kürbisse sind ein Lagergemüse und werden hier – von einigen kleinen Ausnahmen abgesehen – über Winter verbraucht.
Wer seine Einlegegurken hat ausreifen lassen, hat jetzt noch welche liegen und kann sie noch einmachen oder im Winter den Tieren als Wintertränke füttern.
Salatgurken, die ja auch oft für Honiggurken benutzt werden, hat man jetzt eher nicht mehr, es sei denn, man lässt sie quer durch die Welt zu sich nach Hause karren.

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Süß-saure Chili-Birnen

chilibirnen

Es ist nach wie vor Erntezeit und somit sind die Tage im Selbstversorger-Haushalt noch ausgefüllter als ohnehin schon. Im Garten müsste einiges gemacht werden, die normalen Alltagspflichten warten aber am wichtigsten ist die Ernte und Verarbeitung der angebauten Lebensmittel – notfalls das Verfüttern an die Tiere – bevor Obst und Gemüse verderben. Bei uns sind nun die Birnen von Birnbaum II soweit, dass sie verarbeitet werden können und die Baumfrau und ich verabredeten uns schon vor einigen Wochen zu einem Ernte- und Verarbeitungs-Einsatz. Nun war es soweit und wir haben festgestellt, dass man zu zweit wesentlich mehr Freude an der Sache hat, die Arbeit nicht so schnell langweilig oder über wird und man sich fast genauso gut unterhalten und austauschen kann während man arbeitet, als wenn man sich ’nur so‘ zum Klönen treffen würde.  Weiterlesen

Pinđur oder Pindjur – ein mazedonisches Relish aus Paprika und Tomaten

Pindjur selber machen, ein bosnisches Rezept

Vor einiger Zeit begutachtete ich im Laden ein Glas hochwertiges Pindjur mit einer sauberen Zutatenliste, kostete es und war sehr angetan. Natürlich kam sofort die Frage auf, ob ich das nicht auch selber machen könnte. Zwar läuft der Paprika-Anbau echt gut hier, aber von ausgereiften, roten Paprikas kann ich nur träumen. Von Tomaten reden wir lieber nicht, ausser Wildtomaten, darüber können wir reden, aber für eine reelle Portion Pindjur bräuchte ich da schon eine veritable Menge gleichzeitig gereifter Wildtomaten. Pindjur aus eigenem Zutaten fällt also flach solange wir kein Glashaus haben, aber selber machen kann man es ja immerhin. Schon mal, als Trockenübung sozusagen. Weiterlesen

Honig-Senfgurken (mit Chili und/oder Dill)

Honig-Senfgurken

Nachdem ich letztes Jahr jede Menge Einlegegurken in verschiedenen Würzmischungen fermentiert habe – was die gesündere weil probiotische und natürlichere Variante ist, Gurken zu konservieren – versuche ich mich dieses Jahr wieder an sauren Gurken als Essiggurken. Wobei ich gar nicht genau weiss, ob der Begriff ’saure Gurken‘ klar einer Herstellungsmethode zugewiesen werden kann. Sauer werden die Gurken in jeden Fall, ob man sie im Gärtopf fermentiert oder auf die ‚brutale Art‘ mit einer Essiglösung einkocht.
Es muss vor 2 Jahren gewesen sein, dass ich gutgläubig ein Rezept nachgeahmt habe, was sich auf den ersten Blick ganz gut las und als Ergebnis viel zu saure, verhunzelte Gurken bekam. Dieses Problem scheint öfter aufzutauchen und je mehr man sich umhört, je mehr man bei Grillabenden, an der Gartenpforte, im Schnack mit anderen Hobbygärtnern und Selbstversorgern Rezepte austauscht, umso öfter hört man zähneknirschend, dass die sauren Gurken dann etwas zu sauer geworden sind. Wobei ich mir manchmal auch nicht sicher bin, ob die Leute einen vernünftigen Essig benutzt haben. Wer natürlich Branntweinessig als Zutat benutzt, wird vermutlich nie einen leckeren Sud damit herstellen können – aber zum Entkalken ist das Zeug bombig. Allerdings ist das nur meine Meinung, ihr dürft sehr gerne eine andere haben. Weiterlesen

Gelbe Honig-Bete mit Kurkuma – eine süß-saure Luxus-Konserve

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Einer meiner Vorsätze für’s Gartenjahr 2016 war, sehr viel mehr gelbe Bete anzubauen. Die Mission ist erfüllt. Nachdem das Saatgut letztes Jahr seltsamerweise überhaupt nicht keimte, säte ich dieses Jahr vorsichtshalber etwas dichter. Und siehe da: es sind ungefähr 427% aller Samen aufgelaufen und da ich gleich eine gesamte Hochbeetlänge von 5 m vollgemacht habe, bin ich jetzt stolze Besitzerin von etwa 40Kg gelber Bete. Leider habe ich dieses Jahr kaum etwas davon gegessen, wie meist wenn wir etwas im Überfluss haben. Abgesehen von diesem unschönen Verhalten gibt es da aber auch noch das Krrrrk-Problem. Krk ist tschechisch und bedeutet Hals und ich wette 20Kg gelbe Bete darauf, dass dieser Begriff lautmalerischer Natur ist. Weiterlesen

Pikante Pflaumensauce mit Marsala

pflaumensauceDerzeit hört ihr recht wenig von mir weil ich bis über beide Ohren in einer reichen Ernte stecke und es kaum schaffe, alles rechtzeitig zu verarbeiten. Zum Glück gibt es immer Menschen, die Ernteüberschüsse gerne abnehmen und notfalls freuen sich die Tiere. Nachdem ich mich durch eimerweise Einlegegurken gekämpft habe und dennoch kein Ende in Sicht ist, habe ich heute einen Eimer Zwetschgen ‚The Czar‘ verarbeitet. Ursprünglich wollte ich eine würzig-süße Zwetschgensauce machen und ein Pflaumenchutney, aber die Sauce war so lecker, dass ich dann direkt eine zweite Charge davon angefertigt habe und das Rezept auch direkt verblogge bevor es verloren geht! Die Sauce ist ein wenig pikant durch ein klitzekleines bisschen Chili und Koriander – müsste also ziemlich gut zu Fleisch passen – aber durch Honig und Zimt auch warm-süß genug, um sie zu Eis oder Flammeris zu genießen. Was wir direkt getestet haben. Weiterlesen

Blaubeer-Tomaten-Ketchup

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Nachdem ich letztes Jahr sowohl einen recht guten Blaubeer-Ketchup und einen exquisiten Wildtomaten-Ketchup gemacht hatte, habe ich dieses Jahr Blaubeeren und Tomaten kombiniert und einen weiteren wirklich guten Ketchup kreiert. Ich habe ihn erstmal pur gelassen – von ein wenig Chili abgesehen – es ist noch Raum für Gewürzexperimente, aber ehrlich gesagt gefällt er uns so ziemlich gut, wir haben keinen akuten Bedarf, etwas zu verändern.
Ausserdem plane ich, sobald ich Zeit habe, einen Pflaumen-Ketchup zu entwerfen, für geschmackliche Variationen ist also ohnehin gesorgt. Nun aber erstmal der Blaubeer-Tomaten-Ketchup. Weiterlesen

Marinade für gegrilltes Wildbret (und Gemüse) nach Art der geduldigen Jägersgattin

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Geduldig sollte man als Partner einer Jägerin oder eines Jägers schon sein. Denn anders als es gewisse Aufrührer uns weis machen wollen, geht der Jäger nicht in Wald und Flur, ballert das erstbeste Stück Wild ab, wiederholt dies nach Belieben wöchentlich und schleppt auf breiten Schultern grunzend zentnerweise Beute in die Höhle. Die Realität ist eher, dass man je nach Revier und Einsatzbereitschaft 2-3 Stück Rehwild im Jahr in die Truhe bekommt und diese nach wochen- oder monatelangem beobachten geschossen werden, nachdem die Jäger des Reviers von der unteren Jagdbehörde erzählt bekommen haben, wieviel Rehwild von welcher Sorte geschossen werden muss. Dann einigt man sich darauf, wer dieses Jahr wieviel und was schiessen darf und dann braucht es noch Geduld und Glück. Erfahrung schadet auch nicht. Bei Hochwild sieht das ähnlich aus, bei Wildschweinen anders. Aber darum geht es hier ja nicht. Sondern um das, was nach der Geduld  und der althergebrachten Fleischbeschaffung wider der Massentierhaltung und Tiertransporten zum Schlachthof kommt.
Diese Marinade passt unserer Meinung besonders gut zu Wildschwein und Reh, aber auch als Marinade für gegrillte Zucchini, Auberginen und Süßkartoffeln macht sie sich sehr gut. Weiterlesen