Pasta mit Bärlauch und roter Spitzpaprika

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Wir lieben Bärlauch. Egal ob zu Pasta, im Frischkäse auf frisch gebackenem Brot oder im Kräuterquark zu einer Kartoffel. Das Zeug ist einfach wahnsinnig lecker und wahrscheinlich macht auch der psychologische Faktor etwas aus; was rar ist und auch heute noch nicht über das ganze Jahr im Überfluss verfügbar, muss verzehrt werden solange es geht.
In diesem Sinne habe ich im Februar argwöhnisch meine Bärlauchbestände im Garten betrachtet. Mein Bärlauch war definitiv viel früher dran als irgendwo im Umkreis, aber ich wollte     an sich noch keine grössere ernte vornehmen, damit die Pflanzen sich erstmal noch weiter ausbreiten können, denn Schleswig-Holstein ist Bärlauch-Wüste. Lieget vielleicht auch daran, dass wir hier keine wirklichen Wälder haben, in jedem Fall sollte man, wen man Bärlauch frisch ernten möchte, selber welchen anbauen oder die wenigen ‚wilden‘ Stellen kennen.

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So sah mein Bärlauch Mitte Februar aus. Der Mann an meiner Seite hatte neulich mal wieder einen seiner praktischen Deals gemacht. In diesem Falle war es kein Wildzaun, IBC-Tank, ofenfertiges Brennholz, Kochtöpfe, Spiralstäbe oder Findlinge, nein, er hatte Kimchi gegen die Information getauscht, wo es hier im Dorf wilden Bärlauch gibt.

Also haben wir vor einigen Tagen einen Familienausflug in … den Forst? … eine kleine Baumgruppe? … ein nettes, klitzekleines Stückchen mit Buchen bewachsener Erde gemacht und Bärlauch gesucht.

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Wie man sieht, benutzen die Indigenen hier zu Kommunikationszwecken die primitive Kunst der Lebendholzschnitzerei. Alt hergebrachte Runen und christliche Symbolik überlappen sich bereits, aber der Sinn wird schnell klar: ‚Kein Bärlauch hier! Geh weg!‘

Gut, nützt ja nichts, dann muss man eben an die eigenen Bestände. Gesagt, getan. Innerhalb des letzten Monats hatte sich mein Bärlauch auch bereits gut ausgebreitet – also tat mir die Ernte nicht so sehr weh.

Für die Bärlauch-Sauce habe ich Zwiebeln und Speck angebraten, mit Apfelessig abgelöscht, rote Spitzpaprika, Cherrytomaten und die Hälfte des Bärlauchs zugegeben, etwas geschmort, dann wiederum mit Sahne abgelöscht, den restlichen Bärlauch zugegeben und mit Spaghetti serviert. Lecker, schnell, super simpel.

5 Gedanken zu „Pasta mit Bärlauch und roter Spitzpaprika

  1. Doris

    Haha, seid ihr angeschmiert worden ? Solange man nicht ALLE Blätter des Bärlauchs pflückt ist der Bestand nicht gefährdet . Knoblauchrauke ist ein ganz guter Ersatz , auch für Pesto . Knoblauchrauke ist überall verbreitet , mit Sicherheit auch bei euch da oben . Ist nur etwas später .

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Ich glaube nicht, dass wir angeschmiert wurden. Vielleicht ist der Bärlauch dort sehr sehr viel später als anderswo? Wir haben extra nochmals nachgefragt und mein Mann ist die Ecke nochmals abgegangen (das Waldstück ist sehr klein) aber irgendwie sollte es nicht sein. Ich habe zusätzlich nochmals Bärlauch ausgesät, in Saatschalen der Außentemperatur ausgesetzt, mal sehen ob das klappt. Knoblauchsrauke säe ich dieses Jahr auch. Und eben auf dem Markt habe ich den Bärlauchbestand von meinem Dealer aufgekauft – das Zukaufen ist ja absehbar, mein Bestand breitet sich schön aus.
      Ja, das Efeu werde ich da am Knick mal wegmachen, da muss ich eh ständig roden weil mir Brennnesseln und Brombeeren alles zuwuchern. In Massen ist beides ja toll, aber wenn man da nicht alle 6 Monate wirklich viel wegmacht, kommt man nicht mehr an den Kompost. 🙂

      Antwort
      1. Doris

        Mir haben Brombeeren den einzigen kleinen natürlichen Bestand in meiner Nähe komplett zugewuchert . Sind nichtmal Früchte tragende Brombeeren . Kniehoch und überall anklammernd . Wie ist das mit dem Bärlauchsamen , kommt der ? Samen würde ich wohl kaufen und einfach im Wald ausstreuen . Pflanzen sind zu teuer in freier Wildbahn .
        Einmal hatte ich eine Bärlauchpflanze in einem Kübel auf der Terrasse , kam aber nicht wieder .Vielleicht sollte ich mir Knoblauchrauke in einen Topf setzen , bei denen aus dem Wald bin ich immer mistrauisch ob die nicht von Hunden gedüngt werden . Wächst ja fast nur am Wegrand .

      2. Landidylle Autor

        Sieht hier mit Brombeeren ähnlich aus. Die Knicks rund ums Grundstück sind ja voll damit, manchmal tragen die auch ganz gut, aber wenn man nicht aufpasst ist wirklich im Nu alles überwuchert damit.
        Die Bärlauchsamen keimen noch nicht, ist ja ein Kaltkeimer, ich hoffe, die haben noch genug Kälte und Frost abbekommen, ich berichte, wenn sich was tut.
        Knoblauchrauke im Topf würde ich testen. Bin mir noch nicht sicher, wo ich meine aussäe, aber ich bin bei Wegesrandpflanzen ja auch immer etwas eigen. Ich kenn das also. Eine Strasse weiter im Feldweg ist ein gigantischer Bestand an Beinwell z.B., ich hab‘ schon oft überlegt, ob ich mir da was ausbuddel, aber der steht direkt am Weg und direkt am Maisfeld. Nicht gut.
        Aber mein Comfrey wird ja auch von Jahr zu Jahr mehr. 🙂

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