Die aktuelle Kükenschar

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Diese Flugente mit ihren 6 Küken kam letztes Wochenende zu uns und zog in eine frisch gezimmerte Mutter-Kind-Einheit, die Schutz vor den allgegenwärtigen Krähen bietet. Sie stammt von einem Bauernhof mit Schweinen, Fleischrindern, Schafen, Hühnern und Enten vielerlei Couleur. Wir haben im Rahmen des ständigen Geflügeltausches, Bruteier von Bresse-Hühnern (Gauloises Blanches) einer dort wohnenden Glucke untergelegt und wenn man schon Geflügelhalter besucht, geht es natürlich fast nie ohne Geschacher und Getausche.

Also wohnt diese Flugente samt Nachwuchs nun hier. Sie scheint eine gute Mutter zu sein, wir hegen Hoffnung, sie weiterhin für Nachzuchten nutzen zu können.

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Eine weniger gute Mutter scheint die neulich bereits gezeigte Kükenschar zu haben. Die Ente steigt am Kükendraht hoch und geht generell ihres Wegen und die Küken laufen nur hinterher anstatt mit. Erinnert mich sehr an manch moderne Menschenmutter. 2 von 4 Küken haben die ersten tage nicht überlebt. Nachdem das helle Küken mit dem Keil auf dem Kopf anscheinend zwischen den verbleibenden Eiern des Geleges zerquetscht wurde, machte einen Tag später ein anderes seltsame Verrenkungen beim Trinken. Ein übersteigertes Kopf-nach-hinten-werfen wobei es gelegentlich die Balance verlor. Ich dachte mir schon, dass derartige Ausfälle wohl eher nicht auf ein sehr lebensfähiges Küken schliessen lassen aber andererseits sind ja viele Küken noch sehr ’stolperich‘ am Anfang. Am nächsten Tag war es tot.
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Auch bei den Pommernenten, unserer einheimischen Art, ab es Nachwuchs. Aus Kunstbrut allerdings. Nachdem sich beim Schieren (Durchleuchten) herausstellte, dass viele Eier tot waren, sind wir froh immerhin diese beiden ‚Pommeranier‘ zu haben. Man soll sich halt am Anfang nie zuviel versprechen sondern die Entwicklung annehmen. Trotzdem wäre es mehr als gut, wenn eine oder beide Pommernenten-Mütter sich auf die Gelege setzen würden und wir weiteren Nachwuchs aus Naturbrut bekommen würden. Von 3 Enten 2 Küken ist schon ein sehr mageres (Zwischen-)Ergebnis.
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Wie bereits mehrfach erwähnt bin ich wirklich kein sehr grosser Freund von Kunstbrut wenn es anders geht. Es kann nicht gut sein ohne führende Mutter aufzuwachsen, ohne die Möglichkeit zu haben, sich unter den Flügeln zu verstecken, behütet zu werden und verteidigt. Alleine das Anlernen zum selbstständigen Fressen ist ein Punkt, den man sich sparen kann.
Mittlerweile haben die beiden Pommernenten-Küken das Picken gelernt, und scheinen fit zu sein, allerdings auch scheu.

pommernkueken pommernenten-kueken-kunstbrut

Die Pommerngans sitzt tapfer auf ihrem Gelege und rein rechnerisch sollten bald Küken schlüpfen wenn sie die Eier nicht zwischendurch zu kalt hat werden lassen. Ich bin sehr gespannt, üblicherweise hört man, dass Pommernenten zwar noch einen guten Bruttrieb haben, das erste Gelege aber fast nie etwas wird, sodass Mensch dazu übergegangen ist, diese Eier künstlich auszubrüten.

Die andere Hälfte der Bresse-Eier werden übrigens bei einem Bekannten in den Brüter gelegt, dieser stand dann 2 Tage später mit einem Paar Pommerngänsen vor der Tür, die wir an Bekannte des Gatten weitervermittelt haben. An den Bresse-Hühnern haben nun schon 4 Parteien Interesse bekundet und wenn wir nicht aufpassen, haben wir hier bald noch Emus auf dem Hof! Ein funktionierendes Netzwerk ist Gold wert und Tauschhandel etabliert.

2 Gedanken zu „Die aktuelle Kükenschar

  1. Alex

    Alle Bilder sind gut, aber die Bresse-Huehner verdienen besondere Beachtung:-)
    In Louhans/Burgund gibt es jeden Montag Markt. Ich uebertreibe nicht: Er erstreckt sich ueber das gesamte Staedtchen. Der besondere Clou ist, dass es einen riesigen Gefluegel- und Kleintiermarkt gibt, der sehr baeuerlich ist. Und weil die Bresse nicht zu weit weg ist, gibt es dort lebende und geschlachtete Huehner, Enten und Tauben, alle Label rouge mit Bresse-Etikett.
    Vom Kochstandpunkt aus ist das schon was ganz besonderes:-)
    LG Alex

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Mh das hört sich herrlich an!
      Zu schade, dass in Deutschland diese Traditionen aufgegeben wurden – auch wenn sie sicherlich nicht unbedingt mit Frankreich vergleichbar waren.
      Auf die Bressehühner bin ich auch sehr gespannt. Sie sollen ja das delikateste Fleisch von allen haben und dazu legen sie noch verdammt viel.
      Schön wäre es, wenn sie ein wenig französisches Flair mitbringen würden. Seufz.
      LG Oli

      Antwort

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