Louisiana Gumbo

Auf besonderen Wunsch schiebe ich ein Rezept ein, was sich derzeit leider nicht ganz aus den Erzeugnissen des Gartens herstellen lässt, aber kommt Folientunnel, kommt Okra – hoffe ich. Große Garnelen haben wir hier nicht und die kleinen Garnelen aka Nordsee-Krabben werden immer seltener, sodass man sich selbst als Norddeutscher kaum noch ein Krabbenbrötchen leisten kann. Garnelen sind beim Gumbo nicht unbedingt notwendig, aber sie passen schon mächtig gut. Wer eine nachhaltige Variante bevorzugt, könnte sich an der Zubereitung chinesischer Wollhandkrabben versuchen. Die haben wir hier massenhaft, sie lassen sich sehr leicht fangen und in China sind sie eine Delikatesse. Einzig die Aufbereitung ist wohl etwas speziell, wie man bei Ting Ting lesen kann. Auch dazu habe ich eine Idee, und die wäre die perfekte Überleitung zum Hühnchenfleisch. Wer mich kennt, weiss Bescheid …

Zurück zum Gumbo, dieser extrem leckere und würzige Eintopf wird mit einer sehr dunklen Mehlschwitze/Einbrenn (Roux) hergestellt und stammt aus der Cajun-Küche Louisianas.

Roux

Ich habe mir das beste aus verschiedenen Gumbo-Rezepten genommen und die Menge an Gemüse erhöht, daraus wird dieses Louisiana-Gumbo.

Zutaten für etwa 4 Portionen Gumbo

  • etwa 400g Hühnchenbrust
  • 12 Garnelen
  • 16 Okra-Schoten oder mehr
  • 3/4 Staudensellerie
  • 1 Becher (etwa 300ml) Paprika, ich hatte den Rest der bunten 2016er Mischung
  • etwa 400ml Reis, ungekocht gemessen
  • 100ml Öl
  • 100ml Mehl 550
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Dose à 400ml Tomaten
  • 1 Dose à 400ml Wasser
  • 1 Becher Petersilie
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Chili, nach Geschmack
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 4 Lorbeerblätter

Aus dem Öl und dem Mehl eine Schwitze herstellen und diese länger als gewöhnlich schwitzen lassen, bis sie rötlich-braun wird und einen unverwechselbar nussigen Geruch bekommt. Beiseite stellen.

Gemüse waschen und putzen, in kleine mundgerechte Happen schneiden.

Okra

Zwiebel, Okra, Paprika und Sellerie etwa 10 Minuten bräteln, Knoblauch zugeben.
Roux einrühren, dann Tomaten und Wasser einrühren. Gewürze zugeben und auf kleiner Flamme mindestens 30 Minuten sanft köcheln lassen.

Reis kochen.

Die Hühnchenbrust waschen, gut trocknen und ebenfalls in mundgerechte Happen schneiden. In Öl anbraten und durchgaren. Nach etwa der Hälfte der Garzeit (je nach Größe) die Garnelen in der gleichen Pfanne anbraten.

Das Hühnchenfleisch in das Gumbo mischen. Reis und Gumbo auf Tellern anrichten, mit den Garnelen garnieren.


Meine Chili-Flocken aus den selbst angebauten grünen Chilis sind für unsere Verhältnisse relativ scharf. Ich fand es angemessen, zu dem Essen einen Mango-Lassi zu reichen. Das passt sehr gut.

3 Gedanken zu „Louisiana Gumbo

  1. Alex

    Mir gefällt dein Gumbo Rezept. Allerdings hasse ich Okra. Hat persönliche und ästhetische Gründe.. Den Schleim finde ich ekelhaft, und man ihn nicht vermeiden. Sonst ist die Küche Louisiana’s schmackhaft 🙂
    LG Alex

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Danke. Die etwas schleimige Konsistenz finde ich jetzt auch nicht bombig aber den Geschmack mag ich sehr. So sehr, dass ich über den Schleim hinwegsehe offensichtlich. Allerdings merke ich im Gumbo-Zustand auch nicht mehr viel davon.
      Und ja, ich sag ja: die Südstaaten haben ihre Reize. 😉
      LG Oli

      Antwort
      1. Alex

        Das mit den Südstaaten muß ich mir nochmal überlegen-da fällt mir ein, eines gibt es, das ist toll: Popovers. Steht im Joy of Cooking 🙂
        Die sind super am Sonntagmorgen!
        Und ganz und gar südstaatlich.
        Ansonsten mögen es die Brüder (und Schwestern da unten eher heiß und fettich *g*)
        LG Alex

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