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Mit Reh-Hack und Feta gefüllte Paprika & Tomatenreis mit Majoran

Anscheinend habe ich gefüllte Paprika auf ähnliche Weise zuletzt vor 3 Jahren gekocht. Herrje, wie konnte das passieren?
Seitdem hat sich einiges getan: dank Folientunnel haben wir schon früh in der Saison schöne Blockpaprika und Tomaten in allen Formen und Farben. Wildbret haben wir noch immer und auch das Bestreben, die selbst erzeugten Produkte auf die möglichst leckerste Art zuzubereiten. Das muss nicht aufwändig sein, vielmehr haben wir den Eindruck, dass wir heute einfacher essen als früher. Dieses Gericht würde ich bei uns im Mittelfeld ansiedeln, es ist ziemlich schnell zubereitet aber ein Stück weit gediegener als Bratkartoffeln mit Maronen. 🙂
Die Art der Zubereitung habe ich im Vergleich zu vor 3 Jahren etwas verändert und das macht ziemlich viel aus. Weiterlesen

Geschmorte Beinscheiben auf Zwiebeln und Maronen

Ein weiteres, irrsinnig leckeres Schmorgericht aus vielen guten eigenen Zutaten und ein paar getauschten Beinscheiben. Dieses Rezept passt also wieder perfekt in die landidyllische Winterküche. Es braucht ein wenig Zeit aber relativ wenig Betreuung, ein halber Tag zuhause im Büro, Garten, Haushalt oder beim Hobby reicht aber aus, da die wirkliche Arbeitszeit nur etwa eine Stunde beträgt. Weggefuttert ist dieser Hochgenuss dann wahrscheinlich in unter 10 Minuten …  Weiterlesen

Gulasch nach Art des Hauses

Aus gegebenem Anlass zeige ich einmal das Rezept für mein Gulasch, die Zutaten stammen fast alle aus dem Selbstversorgergarten, das Rind muss in unserem Fall eingetauscht werden.
Natürlich sind wir hoffnungslos verwöhnt, was hochqualitative Zutaten und deren Frische angeht und bei meinen Rezepten versteht es sich meist von selbst, dass nur Top-Qualität in den Topf wandert, aber weil es heute nicht mehr selbstverständlich ist, erwähne ich es extra nochmal. Wenn Fleisch, dann beste Qualität und Handwerk nach den Regeln der Kunst! Weiterlesen

Total saisonal: Wildschwein-Pilz-Pfanne mit Cranberries

Dank des feuchten Wetters hier in Mittelholstein gab es eine sehr gute Pilzsaison und wir haben viele, viele Stunden in verschiedenen Wäldern beim Sammeln von Röhrlingen aller Art verbracht. Auch die Wildschweine waren scharf auf Maronen, Steinpilze & Co., haben vielerorts den Waldboden aufgewühlt, die Pilze samt Myzel geerntet und daher werden sie an dieser Stelle bei diesem Gericht mit den geliebten Pilzen vereint. Weiterlesen

Rehgulasch mit Steinpilzen und Cranberries

Ein weiteres Gericht aus der Selbstversorgerküche – und ziemlich gut geeignet für die derzeitige Herbststimmung, die hier seit etwa 2 Wochen Einzug gehalten hat. Nachts ist es kühl, morgens hält sich der Tau lange, das Gras scheint bereits langsamer zu wachsen und täglich gibt es stürmische Böen, Sonne und Starkregen im Wechsel. Herbstwetter also, zu warm zwar, um den Ofen anzuheizen aber ein deftiges Gulasch passt gerade perfekt.
Pünktlich zur Reife der Wassermelonen erwarte ich dann allerdings wieder Hitze, Trockenheit und Hochsommer!
Meine Vermutung ist, dass der Monsun für die Dauer des :WOA: noch anhält und ziemlich direkt danach eine Hitzewelle für die obligatorischen, festgebackenen Schlammkrusten sorgt.

Derzeit also aber noch Gulasch-Wetter. Weiterlesen

Louisiana Gumbo

Auf besonderen Wunsch schiebe ich ein Rezept ein, was sich derzeit leider nicht ganz aus den Erzeugnissen des Gartens herstellen lässt, aber kommt Folientunnel, kommt Okra – hoffe ich. Große Garnelen haben wir hier nicht und die kleinen Garnelen aka Nordsee-Krabben werden immer seltener, sodass man sich selbst als Norddeutscher kaum noch ein Krabbenbrötchen leisten kann. Garnelen sind beim Gumbo nicht unbedingt notwendig, aber sie passen schon mächtig gut. Wer eine nachhaltige Variante bevorzugt, könnte sich an der Zubereitung chinesischer Wollhandkrabben versuchen. Die haben wir hier massenhaft, sie lassen sich sehr leicht fangen und in China sind sie eine Delikatesse. Einzig die Aufbereitung ist wohl etwas speziell, wie man bei Ting Ting lesen kann. Auch dazu habe ich eine Idee, und die wäre die perfekte Überleitung zum Hühnchenfleisch. Wer mich kennt, weiss Bescheid …

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Olis Marinade für gegrillte Rehkeule

Marinierte Rehkeule zum Grillen

Zu einem der Lagerfeuer in jüngster Zeit brachten wir marinierte Rehkeule zum Grillen mit. Obwohl alle Beteiligten Jäger waren oder aus jagdlichen Haushalten kamen, gab es zunächst eine gewisse Skepsis, die allerdings schnell in – ja, man muss es wohl so sagen – Begeisterung umschlug. Von wegen ‚Watt de Bur nie kennt, dat freht he nie‘!*
Auf besonderen Wunsch versuche ich hier nun so eine Art Rezept festzuhalten. Marinaden mache ich meistens nach Gefühl, aber so in etwa wird es was.

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Traditionelle Dithmarscher Winterkost: Geschmortes Lamm auf Weißkohl mit Kartoffeln

geschmorter-kohl-lamm

Es mag nicht besonders schmuck aussehen, dafür ist dieses traditionelle Schmorgericht ein Gaumenschmaus und eine klassische Winterkost im echten Norden. Hier, wo der Kohl besonders gut gedeiht und wo es quadratkilometerweise Land gibt, welches nicht direkt für den Anbau von Nahrung genutzt werden kann, sondern nur über den Umweg Schafhaltung.
Ob zur Deichpflege, auf den feuchten Salzwiesen oder im Hinterland: Schafe prägen das Landschaftsbild von Dithmarschen und Nordfriesland und sind unverzichtbar für die Landschaftspflege. Aber natürlich gehören sie auch seit Alters her zur traditionellen norddeutschen Küche wie Kohl, Mehlbüdel und Fliederbeersuppe. Weiterlesen

Preiswert Essen

Knoblauchsrauke

Knoblauchsrauke

„Preiswert Essen“ heißt für mich intelligent & kreativ, durchdacht und vorbereitet zu kochen. Und schmackhaft! Preiswertes Essen sättigt Leib und Seele.

„Billiges“ Essen (also billig eingekauft) macht meist weder satt noch befriedigt es. Meine Erfahrung: Von gutem Essen brauche ich nur einen Teller und bin zufrieden und gesättigt. Von „billigem“ Essen brauche ich mehr und bin eher „voll“ als satt.

Ein Schwank aus meiner beruflichen Vergangenheit: Bis vor einem Jahr war ich beruflich oft unterwegs. Am genießbarsten war das Essen in Familiengeführten 3* Hotels auf dem Land. Am schlechtesten (auch wenn es optisch gut präsentiert und von der Auswahl vielfältig war) in 5* Kettenhotels in der Stadt. Nach diesen Edel-Speisungen merkte ich meist, dass ich öfter mal aufstoßen musste, einen vollen Bauch hatte und am nächsten Tag nicht so vital wie gewohnt war. Einmal hatte ich mehrere Übernachtungen in so einem berühmten Hotel und gleichzeitig beruflich einen sehr herausfordernden Termin. Gottseidank war am Abend etwas Zeit, ich konnte im nahegelegenen Park spazierengehen – und sammelte Wildkräuter wie Brennessel, Giersch, Taubnessel, Spitzwegerich. Ich hab‘ mich dann einfach getraut, bin mit meinem Kräuterstrauß ins Restaurant und bat darum, den Koch sprechen zu dürfen. Der kam auch und ich fragte ihn, ob er mit meinen Kräutern mir ein Omelett zubereiten würde. Der zuckte nicht mit der Wimper (das haben die wohl in diesen Edelketten gelernt) und machte mir ein überaus schmackhaftes Omelett. Danach ging es mir wieder richtig gut! Später erfuhr ich, dass die in dieser Art von Kettenhotels überwiegend Convienence (wie schreibt man das eigentlich?) Produkte benutzen, nix frisch, alles schon vorbereitet, abgepackt – aber hübsch präsentiert. Bähh!  Weiterlesen

Herbstliche Kürbissuppe zu Halloween am Lagerfeuer

Kürbissuppe am Lagerfeuer

Ich weiss: es ist aktuell schwer angesagt Halloween doof zu finden und neumodisch. Mich kann man damit nicht meinen, ich bin Feiertagsopportunist und gucke mir lieber die Traditionen und den Sinn hinter den Feiern an und entscheide dann, was ich mitmache. Das uralte Fest Halloween ist für mich ein Abschluss und eine Dankesfeier, aber auch die Einstimmung auf die dunkle Zeit mit kurzen Tagen. Die grossen Erntewellen sind vorüber, in unseren Breiten beginnt die dunkle Jahreszeit mit aller Macht und den Pflanzen fehlt Licht und Wärme, die Natur ruht sich aus.
Wer mit den Jahreszeiten lebt stellt fest, dass nun ganz andere Dinge wichtig sind, als noch vor wenigen Wochen und dass die Natur sich in vielen Bereichen verändert. Die Tiere hier haben einen wesentlich höheren Grundumsatz weil sie klammer Nässe durch Dauernebel, peitschendem Regen mit Herbststürmen und Frösten trotzen müssen, Weiterlesen