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Wilder Spinat ’10 Köstlichkeiten‘

Die Ernte von satt machendem Gemüse aus unserem Garten hält sich derzeit noch in Grenzen und diese Phase fällt vermutlich direkt in die Hungry Gap.
Blattgemüse kann man aber ernten und wer schlau ist, erntet blattweise, erhält die Pflanze, verlängert das Erntefenster und erhöht den Ertrag.
Wildkräuter und Wildgemüse gibt es reichlich und wenn man regelmässig erntet, wachsen frische zarte Blätter nach. Auch die Hühner legen noch gut und somit gibt es zu dieser Jahreszeit viel Frittata, Pfannkuchen, Omelette oder eben: Rührei mit wildem Spinat.

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Danke, lieber Giersch – oder: Nach dem Winter ist vor dem Winter…


Seit Anfang April nährt mich der Giersch von meinem Extra Gierschbeet (darüber haben schon einige den Kopf geschüttelt…) auf vielfältige Art und Weise: Als Pesto (die jungen Gierschblätter), als Gierschgemüse, in Pfannkuchen und im Smoothie. Weiterlesen

Holzkohle aus dem Pyrolyseofen

Holzkohle im Pyrolyseofen selbst gemacht

Vor dem Daten- und Backupverlust gab es einen beliebten Beitrag über Pflanzenkohle aus dem Pyrolyseofen. Ich erwähnte es gelegentlich. Das ist nun einige Jahre her und im Verlauf kamen immer noch Besucher über die Google-Bildersuche. Ich hatte nie Lust, einen vergleichbaren Beitrag nochmals zu verfassen und die gewohnt tiefschürfenden Informationen wieder zusammenzutragen. Diesen wichtigen Aspekt im Selbstversorgergarten und in der Outdoorküche zu unterschlagen missfällt mir aber auch gewaltig. Ich zeige also einfach die alten Fotos, erzähle ein wenig und empfehle zum tieferen Einstieg in die Themen echte Pyrolyse und Pflanzenkohle im Garten (und zur angeblichen Rettung der Welt mittels CO2-Fixierung) ein Buch. Guter Kompromiss an einem heißen Sommertag wie ich finde. Weiterlesen

Die Feuerstelle

Selbst gebaute de Luxe Feuerstelle

Normalerweise gehört es wohl zu den ersten Aufgaben, die dringend zu erledigen sind wenn man ein neues Haus bezieht, eine Feuerstelle anzulegen. Eine Feuerstelle ist kommunikativer, meditativer und sozialer Mittelpunkt des Gartens, man kann sich dort wärmen, kochen und auf jeder Baustelle finden sich allerlei Dinge, die man dort thermisch vernichten kann.
In diesem Fall hat es ganze 4 Jahre gedauert, bis die Feuerstelle auch nur angefangen wurde. Klar, ich war zwischendurch schwanger und konnte über viele Monate nicht einen Schritt schmerzfrei gehen und auch danach war für viele, viele Monate nicht an Grabearbeiten zu denken und ausserdem musste mit erster Priorität das Haus bewohnbar gemacht werden. Aber ernsthaft: 4 Jahre! Weiterlesen

Echter (fermentierter) Holunderblütensekt

Holunderblüten fermentieren auf der Fensterbank

In einigen Wochen ist es wieder soweit und der Holunder blüht. Zumindest wird es bei uns hier oben in Norddeutschland noch etwas dauern, in klimatisch privilegierten Regionen und bei guten Sorten mag es schon eher soweit sein. Umso besser, wenn ich rechtzeitig daran erinnere, dass man aus den Blüten einen herrlichen Sekt machen kann!
Gemeint ist hier die echte Variante, bei der die Blüten in Zuckerlösung fermentieren; gelegentlich liest man davon, dass Holunderblütensirup in handelsüblichen Sekt oder Prosecco getan wird.
Welten, wenn nicht Universen trennen einen echten Holunderblütensekt, am besten noch in der Flasche gereift, von mit Holunderblütensirup aromatisiertem Sekt. Letztes Jahr setzte ich 6l Sekt an und 2 Flaschen standen bis vor einigen Tagen noch in der Speisekammer.

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Dezentrale Erdkeller in Hochbeeten zur Einlagerung von Obst & Gemüse

Verschiedene Apfelsorten im Erdkeller aka Auflagenbox..

Der treue Leser weiss, dass ich seit einigen Monaten kleine, dezentrale Erdkeller teste, die ich in Hochbeete eingegraben habe. Zum einen handelt es sich um Waschmaschinentrommeln von Top-Loadern und zum anderen um eine Auflagenbox.

Natürlich hätten wir auch gerne einen chicen, begehbaren Erdkeller aus Vollziegeln und gestampften Lehmboden. Was wir stattdessen besitzen ist ein abgerissener Stall in Form von Bauschutt auf dem höchsten Punkt des Grundstücks. Dort wäre es trocken. Das restliche Gelände ist mehr oder weniger nass, eher mehr.

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Schwarzwurzelanbau im Hochbeet – ein Rückblick


In der Saison 2016/2017 habe ich zum ersten Mal überhaupt Schwarzwurzeln (Scorzonera hispanica) angebaut und möchte nun kurz die Erfahrungen notieren. Es wurden die einjährigen Schwarzwurzeln von Dreschflegel benutzt. Laut Dreschflegel eine der ersten Sorten, die „für die Nutzung schon im ersten Jahr gezüchtet wurde“.
Diese Sorte kann in unserem Kleinklima das Beet rund um’s Jahr belegen. Gesät wird ab März und die letzten Schwarzwurzeln kann man dann im folgenden März roden. Erste Ernten lohnen sich ab Oktober. Da die Pflanzen komplett winterhart sind, lohnt sich der Anbau in wintermilden Gebieten vor allem als immer frisch zu erntendes Wintergemüse.
Diese Sorte bildet eine lange, zylinderförmige Wurzel, was beim Anbau im Hochbeet mit humoser, lockerer Erde zu einem reichen Ertrag führt. Bei schwerem Boden baut man vielleicht lieber eine der Sorten mit kürzeren, stumpferen Wurzeln an. Selbst in unserer Hochbeeterde, die in der oberen Schicht aus 50/50 Humus besteht, war die Ernte mitunter ein wenig kniffelig, weil die Spitzen der Wurzeln nicht abbrechen sollen.
Dann tritt weißer Milchsaft aus der Wurzel aus und sie büsst von ihrer Haltbarkeit ein. Weiterlesen

Tomate-Mozzarella-Bärlauch-Sauce mit Brennnesselsamen

tomaten-mozzarella-sauce

Eine schnelle und leckere Pastasauce mit Wildkräutern, die unheimlich lecker ist, die ich 2 oder 3 Tage in Folge kochen musste und wo der Gatte wiedermal ängstlich fragte, ob ich mich auch genau an das Rezept entsinnen könne. Klar doch! … oder? Kaum zu fassen, dass dieses Foto erst etwas über 2 Wochen alt ist, mir kommt es vor, als wären mindestens 2 Monate vergangen.
Solange ich also Zutaten und Vorgehensweise noch einigermassen zusammen bekomme, sollte ich beides schnell notieren. Nicht, dass es kompliziert wäre, aber …

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Orangeat-Grießflammeri mit Lebkuchen-Sauce und Pollen

Orangeat-Grießflammeri mit Lebkuchen-Sauce und Pollen

Dieses Dessert ist eine der schönen Möglichkeiten, leckeres selbst gemachtes Orangeat zu verwenden und damit eine an sich gewöhnliche Speise aufzuwerten. Dazu noch ein wenig Lebkuchengewürz an die Dessertsauce und Pollen als gesunde Garnitur mit vielen essentiellen Aminosäuren – ein wenig aussergewöhnlich aber sehr lecker und von den Aromen her gut passend zum aktuellen Wintereinbruch! Weiterlesen

Orangeat aus süßen Orangen selbst gemacht

Orangeat selbst gemacht

Orangeat wird normalerweise aus der Bitterorange hergestellt und Zitronat aus der Zitronatzitrone bzw. Cedrat. Weder Orangeat noch Zitronat schmeckt hier im Hause jemandem und wir vermeiden alle Speisen, in denen sie vorkommen. Allerdings würden wir beiden Produkten eine Chance geben, wenn wir sie selber verarbeiten könnten. In Ermangelung von Bitterorange und Zedratzitrone als Testobjekten habe ich vor einigen Monaten Orangeat aus süßen Orangen selber hergestellt und bin recht angetan von dem Ergebnis. Einige Kilo Orangen pro Jahr kaufen auch wir und für die Schalen habe ich bislang wenig Verwendung gefunden ausser Orangenessig als Reinigungsmittel daraus herzustellen, Orangenzucker oder einige auf dem Ofen als Raumduft zu trocken und später als Ofenanzünder zu benutzen.

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