Himbeer-Balsamico selbstgemacht

himbeer-balsamico

Himbeer-Balsamico liebe ich von allen Frucht-Balsamicos eigentlich am meisten. Ausserdem bauen wir recht viele Himbeeren an, auch wenn wir Erwachsenen davon kaum etwas abbekommen. Einige Gläser Himbeeren hatte ich noch eingefroren, für den Fall, dass der Nachwuchs einen feinen Himbeerjoghurt oder ähnliches essen möchte. In einem Anfall von elterlichem Egoismus habe ich nun allerdings ein Glas Himbeeren abgezweigt und einen herrlichen, frisch-fruchtigen Balsamico hergestellt.

Seit ich Obst-Balsamicos selber herstelle, tüftele ich an den perfekten Rezepten für uns. Beim Blaubeer und Waldbeer-Balsamico ist das noch nicht zur Gänze gelungen, der reduzierte Johannisbeer-Balsamico ist hingegen wirklich gut.

Beim Himbeer-Balsamico wollte ich nichts falsch machen und erstmal keine Experimente mit Gewürzen wagen, ich habe also komplette Basiszutaten verwendet.

  • 300g Himbeeren
  • 100g weißen Zucker
  • 1g Meersalz
  • 350ml rosé Balsamico

himbeeressig

Dieses Mal habe ich direkt alle Zutaten in einem emaillierten Topf gemischt, die Himbeeren gut zerdrückt und die Mischung über Nacht stehen lassen.

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Auch habe ich auf das Pürieren verzichtet, die Mischung einmal überaufkochen lassen und dann durch ein Sieb direkt in die Flaschen abgefüllt. Wie auch bei anderen Fruchtpürees bietet es sich an, auf Schwerkraft und Zeit zurückzugreifen und die Masse nicht mit dem Löffel durch das Sieb zu streichen – es gibt sonst unweigerlich Trübungen in dem ansonsten durchscheinend klaren und fast schon künstlich roten Essig.

Das Ergebnis ist herrlich, ohne Übertreibung kann ich sagen, dass dieses der bislang beste selbstgemachte Balsamico geworden ist und ich ihn ohne weiteres pur mit ein wenig Mineralwasser trinken könnte. Zur Nachahmung dringend empfohlen!

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7 Gedanken zu „Himbeer-Balsamico selbstgemacht

  1. Doris

    Danke für das Rezept , letzten Sommer habe ich viele Waldhimbeeren gesammelt und Gelee gemacht . Meinen Vorrat an Gelee habe ich bis jetzt kaum angebrochen . Falls ich dieses Jahr wieder viele Himbeeren sammel weiß ich nun was ich daraus machen kann . Trinken ist ne gute Idee , das wird nicht so süß sein .
    Übrigends schau mal unter dem Namen Shrub . Das sind Früchte die in Essig eingelegt werden
    http://www.kochtrotz.de/2014/08/12/sharbah-shrub-oder-ein-fruechte-essig-sirup-mit-historie/

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Das ist ja eine gute Idee! Danke!
      Von der Zusammensetzung an sich gleich wie meine Mixturen, nur die Vorgehensweise ist anders. Das probiere ich sicher aus.
      Marmelade mache ich kaum noch, ich selber esse nicht so gerne süss und wenn der nachwuchs gerade eine süsse Phase hat, dann koche ich aus den eingefrorenen Früchten was. (Heute weisse, schwarze und rote Johannisbeere plus Aronia) 🙂

      Antwort
      1. Doris

        Johannisbeeren kenne ich als sehr sauer . Trotzdem mag ich die .
        Leider gibt es nicht viele Shrub Rezepte , vielleicht eher im englischen .

      2. Landidylle Autor

        Ja vermutlich, ist ja meistens so.
        Der Cassis-Balsamico, den ich als erstes gemacht habe, hat auch die doppelte Menge Zucker bekommen, trotzdem ist er recht säuerlich. Aber gut, manchmal passt es ja.

    1. Landidylle Autor

      Hm, interessanter Gedanke. Das Problem ist, dass man verarbeitete Lebensmittel nur in entsprechenden Gewerbeküchen (Edelstahloberflächen etc.) herstellen darf und ein Gesundheitszeugnis braucht. Ich könnte Dir problemlos Eier verkaufen (würden die Hühner und Wachteln mal genug legen) oder Enten, Gänse, Hühner aus unserem Anbau, sowie AFAIK selbst erlegtes Wild, Marmelade und Essige nicht.

      Antwort
      1. Plietsche Jung

        ja, ich weiß. Aber ich bin ja nicht von der Gewerbeaufsicht 🙂

        Bei Oli & Vinegar kostet so eine Flasche Himbeeressig 8 Euro.

        Denk mal drüber nach. Es gibt bestimmt Möglichkeiten.

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