Vor meiner Terrasse befindet sich ein großes Beet mit altem Lavendel (Lavandula angustifolia), der nun zum Herbst wieder verjüngt werden musste. Vor 2 Jahren, als ich den Garten übernahm, waren die Pflanzen ziemlich verholzt und blühten recht sparsam. Das passiert, wenn man Lavendel mehrere Jahre ohne Rückschnitt wachsen lässt. Die Triebe verkahlen, die Pflanze verliert ihr kompaktes Aussehen und es bilden sich kaum noch neue Triebe.
Mit den schönen, duftenden Blüten ist dann auch nicht mehr zu rechnen. Weiterlesen
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Leben auf dem Komposthaufen
Auch dieses Jahr habe ich wieder sehr viel Fallobst von den etwa 10 Apfelbäumen, welches sich nicht mehr zum Einmachen eignet und auf einem eigenen Komposthaufen rottet. Ein warm-süßer, etwas faulig-alkoholischer Geruch, den ich automatisch mit Frühherbst assoziiere, verbreitet sich von dort durch Weite Teile des Gartens. Eigentlich fand ich es immer schade, diese riesigen Mengen Äpfel wegwerfen zu müssen, aber wenn ich das ganze Insektenleben auf dem faulenden Obst betrachte, wird mir wieder bewusst, dass auch dieser Teil des Ertrags seinen Zweck erfüllt. Weiterlesen
Kirschpflaumenbaum
Die Kirschpflaume (Prunus cerasifera) auch Wildpflaume oder Türkenkirsche genannt, ist eine alte Kulturpflanze, die ursprünglich aus Kleinasien kommt. Die alten Römer waren es, die diese Wildobstart um 200 v. Chr. nach Mitteleuropa brachten, mittlerweile ist sie in ganz Mitteleuropa an Strassenrändern, Waldrändern und Bächen verwildert anzutreffen. Eine recht grosse Sortenvielfalt entstand durch die Nutzung als Veredelungsunterlage. Die rotblättrigen Büsche mit rosa Blüten (Blutpflaumen) gelten als Zierpflanzen, werden sehr häufig in Parks angepflanzt und tragen auch essbare Früchte von dunkler Färbung. Weiterlesen
Tagaktive Fledermaus
Ich staunte nicht schlecht, als mitten am Tage eine ziemlich große Fledermaus ihre Bahnen über den Baumwipfeln des Obstgartens zog. Ziemlich lange und ausdauernd flatterte sie in einem Radius von etwa 30 Metern umher, offensichtlich auf der Jagd. Von der Größe her dürfte es sich um den großen Abendsegler (Nyctalus noctula), der eine Flügelspannweite von etwa 32 bis 40 cm erreicht, gehandelt haben, eine kurze Recherche ergab, dass es wohl nicht so selten ist, dass diese Spezies auch tagsüber gesehen wird. Allerdings liest man, dass die Abendsegler eher im Spätherbst tagaktiv werden, wenn es kühler wird und sie sich für den Winterschlaf noch etwas Speck anfressen.
Die letzte Ernte des Jahres: Kürbisse und Tomaten
Mein Bauchgefühl war mal wieder richtig, und so begab es sich, dass ich rechtzeitig genau einen Tag vor dem ersten Schneefall und dem Einsetzen der Nachtfröste daran ging, meine Zierkürbisse und die restlichen Cherrytomaten aus dem Gewächshaus zu ernten.
Leider war ich mit der Aussaat etwas spät dran und habe es außerdem versäumt, die Erde mit Kompost anzureichern. Sonst hätte ich vermutlich einen besseren Ertrag gehabt.
Trotzdem sind aus dem Saatgut recht stattliche Pflanzen entstanden, die im Nu das halbe Gewächshaus in Beschlag genommen haben. Die Ernte bestand aus 5 wunderschönen Zierkürbissen von verschiedenen Sorten, die eine perfekte Tischdekoration für den Herbst und natürlich für Halloween geben. Die Kürbissamen für das nächste Jahr sind auch schon gekauft: Gewarzte Zierkürbisse “Dandy” nämlich.
Im gegenüberliegenden Beet des Gewächshauses standen noch meine Tomatenpflanzen, die mich den ganzen Sommer und Frühherbst hindurch wacker mit wirklich leckeren Tomaten versorgt haben und ebenfalls mangels Rückschnitt, das halbe Gewächshaus überwuchert haben und sogar auf das Glasdach geklettert sind. Einige der auf dem Dach wachsenden Tomaten haben anscheinend schon Nachtfrost bekommen oder die Temperaturschwankungen zwischen den sehr warmen, sonnigen Tagen und kalten Nächten nicht vertragen und sind aufgeplatzt. Aus diesen habe ich die Kerne entnommen, in einem Sieb unter fließendem wasser abgespült und auf Küchenpapier getrocknet. Im Frühjahr werden aus der Saat dann neue Tomaten gezogen, da sich diese Sorte wirklich bewährt hat.
Einzig meine Paprika kümmerte das ganze Jahr vor sich hin und hat nur eine magere Schote hervorgebracht, obwohl ich die vorgezogene Jungpflanze vor Regen geschützt und wohltemperiert ins Gewächshaus gepflanzt habe.
Vermutlich habe ich es als Paprika-Anfängerin versäumt, die erste Blüte, die Königsblüte, abzubrechen.
Diese bringt nämlich, wie in meinem Falle, nur eine Frucht hervor.
Zumindest habe ich meine Lektion gelernt und im nächsten Jahr kann es nur besser laufen.
Info: Paprika anbauen
Info: Kürbisse aus eigenen Samen ziehen
Info: Tomaten anbauen
Quelle: Kürbissaat kaufen (sehr umfangreiches Angebot)
Walnußernte
Nachdem im September die ersten Walnüsse gefallen sind und direkt von hungrigen Garten-Mitbewohner eingesammelt oder entkernt wurden, habe ich mich nun, Mitte Oktober daran gemacht, die restliche Ernte einzufahren. Letztes Jahr brachten die beiden uralten Walnußbäume mehrere Stiegen Ertrag, dieses Jahr allerdings, haben die Bäume gerade soviel getragen, dass der Boden meines Korbes bedeckt war – ähnlich sah es auch schon bei der Apfelernte aus. Weiterlesen
Garten
Berichte vom Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern
Selbst gezogenes Gemüse und Obst ist qualitativ hochwertiger und weniger belastet als Supermarktware und macht unabhängig.
Jeder, der noch den Geschmack der alten Apfelsorten aus dem eigenen Garten kennt, oder weiß, wie aromatisch Kartoffeln wirklich sein können, wird verstehen, warum wir uns nicht mit weniger zufrieden geben wollen.
Das wählen der vorgezogenen Jungpflanzen oder Samen, die später im Jahr eine hoffentlich reiche Ernte bringen sollen, ist eine schöne Vorfreude auf die kulinarischen Genüsse, die die Hausfrau aus den selbstgezogenen Früchten des Gartens zaubern wird. Weiterlesen
