VEL: Birnen, Bohnen & Speck aus der Vorratskammer

birnen-bohnen-speck-fertig

Dieser Beitrag gehört zur Reihe ‚Vom Eingemachten leben‚, wer Birnen, Bohnen & Speck saisonal aus frischen Zutaten herstellen möchte, wird hier fündig. (Allerdings sind im Rahmen des Datenverlusts die Fotos des Beitrages verloren gegangen).
Birnen, Bohnen & Speck aus Vorräten aus der Speisekammer ist bei uns ein typisches Selbstversorger-Fast-Food. Späte Termine, quengeliges Kind, zu lange draußen gearbeitet, generelle Unlust zu kochen – da bietet es sich an, auf die selbst hergestellten Konserven aus dem Vorratslager zurückzugreifen. 

birnen-bohnenMan weiß, was drin ist – nämlich nur das, was man auch selber hineingegeben hat, ganz ohne Skandal – es ist 100% regional und abgesehen von einem klitzekleinen time lapse auch saisonal, so bio wie ihr anbaut oder einkauft und trägt zum guten Gefühl bei, unabhängig zu sein.

Eingekochtes Gemüse ist übrigens auch nicht ‚totgekocht‘, denn ohne Sauerstoffkontakt im verschlossenen Glas konserviert, bleibt das Gemüse recht bissfest. Natürlich können meine eingekochten grünen Bohnen mit den frisch importierten aus Ägypten farblich nicht mithalten – auf viele verschiedene andere Weisen sind sie aber überlegen.

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Genug Geplänkel, ein einfaches Gericht, typisch norddeutsch süß-sauer-salzig, schnell gemacht.
Ich koche unsere Birnen wahlweise in Sirup oder Birnensaft ein. In Birnensaft eingemachte Birnen haben den unschlagbaren Vorteil, dass man bei diesem Gericht den Saft wunderbar am Gericht gebrauchen und benutzen kann. Zu den Mengen: ich nehme ein 1/2 l-Glas Birnen und anderthalb Liter Bohnen, pro Person 1 große oder 2 kleine Scheiben bio-Speck. (Ich erwähne normalerweise nicht extra, dass wir bio benutzen, Hintergrund ist, dass konventioneller Speck mit Nitritpökelsalz bei gekochten Gerichten manchmal einen seltsamen Geschmack entwickelt. Ich würde nicht soweit gehen Aas zu schreiben, aber irgendwie schon aasig)

birnen-bohnen-speckMan schneidet durchwachsenen Speck in Scheiben und gibt diese zuunterst in einen weiten Topf, darauf giesst man den Birnensaft aus dem Glas, darauf die Bohnen ohne das Einkochwasser und zuoberst dann legt man die Birnen. Das deshalb, damit sie nicht zu sehr zerkochen, beim Einkochen sind sie nämlich auch .. na? eben, knackig geblieben.
Wer seine Birnen nicht in Saft einkocht, kann es mit dem Sirup versuchen. Das haben wir auch schon gemacht und es ist gut, nur eben nicht ganz so gut wie Saft. Das Ganze wird beikleiner bis mittlerer Flamme geköchelt.

Parallel kann man schonmal Kartoffeln aus dem Lager aufsetzen, denn länger als die Kartoffeln zum Garen brauchen, müssen Birnen, Bohnen & Speck auch nicht kochen.
Ist alles fertig, bindet man die Flüssigkeit (namentlich Birnensaft) mit etwas Speisestärke ab. Der norddeutsche weiß Bescheid, Auswärtigen sei empfohlen, es nicht zu übertreiben. Die Konsistenz soll sämig-flüssig sein. Mit frisch gemahlenem schwarzenPfeffer abschmecken. Fertig nach 20-30 Minuten, echtes SV-Fast-Food oder?

9 Gedanken zu „VEL: Birnen, Bohnen & Speck aus der Vorratskammer

  1. hannah - fahrtrichtung eden

    Diese Reihe „Vom Eingemachten leben“ muss ich mir mal genauer anschauen 🙂 Bisher haben wir nur Marmelade eingekocht und den Rest (auch Bohnen) eingefroren… Aber irgendwann stößt ja auch die Kühltruhe an ihre Grenzen und so richtig gefallen tut mir das auch nicht… :/ Eingemacht ist irgendwie uriger!
    Liebe Grüße 🙂

    Antwort
    1. Landidylle Autor

      Ja, einmachen ist urig, das stimmt. Mittlerweile ist das so alltäglich geworden bei uns, die Ernteüberschüsse so zu lagern, wie es am besten passt und damit zu leben, dass ich dankbar für den Gedankenanstoß war, diese Reihe zu starten.
      Ich darf nie vergessen, dass es da draussen massenhaft Leute gibt, die sich nicht annähernd vorstellen können, dass man im Winter ernten kann, frisch aus dem Lager entnehmen oder sonstwas, ohne einen Supermarkt zu benutzen. Du kennst das ja sicher auch. 🙂

      Antwort
      1. Landidylle Autor

        Stimmt, wir wollen da auch nie mehr drauf verzichten müssen. Und ein wenig Austausch und Inspiration kann man immer gut gebrauchen. Daher ist diese Serie für alle gut, ich freue mich auch immer total, wenn ich neue Ideen zur Konservierung finde oder eben Hinweise, was man aus den Vorräten alles schönes machen kann.

    1. Landidylle Autor

      Haha, das ist wirklich gut! Das Rezept kommt noch, ich hab die Serie ja gerade erst gestartet, ich werde die einzelnen Beiträge auch auf der Übersichtsseite noch verlinken.
      LG Oli

      Antwort

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