Wilder Spinat ’10 Köstlichkeiten‘

Die Ernte von satt machendem Gemüse aus unserem Garten hält sich derzeit noch in Grenzen und diese Phase fällt vermutlich direkt in die Hungry Gap.
Blattgemüse kann man aber ernten und wer schlau ist, erntet blattweise, erhält die Pflanze, verlängert das Erntefenster und erhöht den Ertrag.
Wildkräuter und Wildgemüse gibt es reichlich und wenn man regelmässig erntet, wachsen frische zarte Blätter nach. Auch die Hühner legen noch gut und somit gibt es zu dieser Jahreszeit viel Frittata, Pfannkuchen, Omelette oder eben: Rührei mit wildem Spinat.

Verwendet werden kann, was gefällt und vorhanden ist. Blätter von Roter Bete, Asia-Salat, Spinat-Spinat, Mangold, Giersch, Spitzwegerich, Mizuna, russischer Wildkohl, Brennnesseln und verschiedene mehr.

Die früh gesteckten Zwiebeln sind schon so groß, dass man ruhigen Gewissens nach Bedarf ernten kann und eine Handvoll Speck gibt dem ganzen Substanz, mehr herzhaften Geschmack und ein wenig Fett zum Braten des Rühreis, welches mit einem Schuss Milch besonders locker wird.

Der wilde Spinat war perfekt. Ein volles, rundes, sattes Aroma wenn alle Komponenten zusammen kamen und feine Nuancen der einzelnen Zutaten, wenn man ein Stück Giersch, Wildkohl oder Bete erwischte. Der Gatte (watt de Bur nie kennt, freet he nie) war schwer begeistert und mal wieder ängstlich darauf bedacht, dass ich ja nicht vergesse, welche Zutaten ich verwendete.

Kein wirkliches Rezept aber eine Anregung, sich in der Natur zu bedienen und vom Kulturgemüse alles zu verwerten.
Wir hatten das Thema samt gesundheitlichem Vorteil hier auf dem Blog letztes Jahr schon. Unter anderem entstand dieses wirklich grandiose Gericht, hier gab es Bete-Blätter und hier ein Rettichblätter-Pesto.

Über die Vorzüge und Verwendung von Giersch in der Küche und im Garten schrieb die Baumfrau kürzlich und viele verschiedene Wildkräuter finden sich im Beitrag preiswert essen – wo wilde Zutaten thematisch generell auch immer hingehören.

3 Gedanken zu „Wilder Spinat ’10 Köstlichkeiten‘

  1. Alex

    Sieht super aus und ich wäre gern auch am Tisch gesessen. Einzig die Beigabe von Milch zu den Eiern mache ich selbst nicht. Ich will den reinen Geschmack und es gibt meiner Meinung nach nichts, das den Geschmack oder die Konsistenz verbessern kann. Aber suum quique 🙂
    LG Alex

    Antwort
    1. Oli@Landidylle Autor

      Danke, ich hatte vorübergehend Befürchtungen, dass die Mischung zu ‚wild‘ sei, aber nein: perfekt.
      Ich glaube, ich tue die Milch aus Gewohnheit an das Rührei und weil es dadurch fluffiger wird – muss es aber eigentlich für mein Empfinden gar nicht. Hrm. 🙂

      Sollte sich da ein Fall von ‚des hamma imma schon so gemacht‘ eingeschlichen haben? Das wäre ja furchtbar! 😉

      LG Oli

      Antwort
      1. Alex

        Ich kann mich nicht mehr erinnern, bei wem ich das gesehen habe, ich glaube bei Gordon Ramsay. Und der ist ja besonders Britisch-Arrogant. Und der meinte: Weshalb (Why on earth would you dilute egg? What were you thinking?) oder so ähnlich. Aber ich liebe Eier schon so lange ich denken kann, und mag wirklich nix als Ei. Was dann ins Omelett kommt, ist eine ganz andere Frage 🙂
        LG Alex

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s