Mehr Sommerrezepte: Ratatouille aus dem eigenen Sommergemüse

Dank Gewächshaus ist für uns hier oben in Norddeutschland nun auch die Zeit gekommen, in der wir mitten im Sommer aus dem vollen schöpfen können, was Sommergemüse angeht. Mag sich witzig anhören, ist es aber nur bedingt wenn man es gewohnt ist, die Tomaten dank Braunfäule gar nicht zu ernten, die Paprikas erst mit dem ersten Frost und Auberginen sowieso schonmal gar nicht. Bleiben Zucchini. Na, Zucchinischwemme kann jawohl wirklich jeder, dazu braucht man kein privilegiertes Klima.

Versetzt man sich also ernsthaft in unsere bisherige Lage, kann man sich vielleicht ansatzweise die Freude vorstellen, die uns täglich überkommt, wenn wir einen Gang durch den Folientunnel machen und übervolle Auberginenpflanzen sehen, leckerste Tomaten der verschiedensten Sorten und Paprikapflanzen, die unter der Last der Früchte sich biegen. Und die Früchte sind nicht nur Spitzpaprika! Nein nein, die meisten sind besonders wärmeliebende Blockpaprika und auch diese verfärben sich gelb bzw. rot. Herrlich!

Unfassbar, was ein olles Stück Plastikfolie ausmachen kann, oder? Wir stellen jetzt – nach erst 8 Wochen Betrieb des Folientunnels – bereits fest, dass es in Norddeutschland einfach überhaupt kein Vergleich ist im Freiland zu gärtnern oder eben im Folientunnel. Auch wenn der Platz im Freiland noch so eine geschützte Sonnenfalle mit Wärme abgebenden Hochbeeten sein mag.

Vor dem Hintergrund bekommt ein stinknormales Ratatouille natürlich einen ganz anderen Stellenwert. Und es ist kulinarisch auch unvergleichlich wenn man die Pflanzen selber gehätschelt hat.

Zutaten für etwa 4 Portionen Ratatouille:

  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 2 mittelgroße Zucchini
  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1/2 Knolle Knoblauch
  • 3/4 Kilo aromatische Fleischtomaten oder 500ml passierte Tomaten aus dem Glas
  • etwa 100ml Tomatenmark
  • frische Kräuter nach Wahl: Rosmarin, Thymian, Lavendelblüten, Bohnenkraut, Oregano
  • Olivenöl
  • etwas Zucker oder Honig

Moderne Auberginensorten sind nicht mehr bitter und müssen demnach auch nicht entbittert werden, sondern können direkt gewaschen und mundgerecht zerkleinert werden. Ansonsten die Auberginen zunächst in Scheiben schneiden und salzen, ziehen lassen, waschen und trocken tupfen.

Gemüse putzen, waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch etwas feiner hacken, Kräuter ebenfalls. Falls Fleischtomaten verwendet werden, diese überbrühen und die Haut entfernen. Je nachdem, ob sie viele Kerne enthalten, diese entfernen (und sofern die Sorte samenfest ist als Saatgut für’s nächste Jahr aufbewahren), pürieren.

Als Kochgeschirr eignet sich an dieser Stelle wieder hervorragend der Dutch Oven, wenn es im Sommer ausnahmsweise mal nicht in Strömen regnet oder man bereits stolzer Besitzer einer Pergola ist, kann man das Gericht auch exzellent draussen im Dutch Oven in der Feuerschale kochen!

Zwiebeln und Zucchini im Öl anbraten, restliche Gemüse zugeben und ordentlich anbraten, mit Tomatenmark tomatisieren.

Knoblauch, Kräuter und Honig oder Zucker zugeben und die pürierten Fleischtomaten oder die passierten Tomaten aus dem Glas. Je nach Flüssigkeitsgehalt jetzt bereits bis zu 200ml Wasser zugeben.

Den Deckel auflegen und das Ratatouille etwa 20 Minuten schmoren lassen.

In der Zeit kann man leckeren Duftreis als Beilage kochen oder man trinkt in Ruhe ein Glas Cidre, freut sich über ein Thema der Wahl und reicht Baguette zum Ratatouille.

 

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2 Gedanken zu „Mehr Sommerrezepte: Ratatouille aus dem eigenen Sommergemüse

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