Stecklinge vom Lavendel

IMG_3318Vor meiner Terrasse befindet sich ein großes Beet mit altem Lavendel (Lavandula angustifolia), der nun zum Herbst wieder verjüngt werden musste. Vor 2 Jahren, als ich den Garten übernahm, waren die Pflanzen ziemlich verholzt und blühten recht sparsam. Das passiert, wenn man Lavendel mehrere Jahre ohne Rückschnitt wachsen lässt. Die Triebe verkahlen, die Pflanze verliert ihr kompaktes Aussehen und es bilden sich kaum noch neue Triebe.
Mit den schönen, duftenden  Blüten ist dann auch nicht mehr zu rechnen. Weiterlesen

Portugiesisches Maisbrot

Das portugiesische Maisbrot wird sehr saftig und hält sich einige Tage lang frisch.
Es passt einerseits gut zu süssen Aufstrichen wie Marmelade, andererseits aber auch zu scharf gewürztem, gegrilltem Fleisch und deftigen Eintöpfen.
In Portugal nennt man dieses Brot “Broa” und verwendet es als Beilage zu Salaten und Suppen. Weiterlesen

Austernseitlinge rustikal

Austernseitlinge RezeptVor einigen Tagen auf einem Waldspaziergang, entdeckte ich massenhaft Pilze vielerlei verschiedener Arten, die nach ein paar feuchten Tagen über Nacht aus dem Boden geschossen waren. Die Luft roch herrlich aromatisch nach Herbst und Pilzen und machte direkt Appetit auf ein deftiges Pilzgericht.
Leider kenne ich mich mit Wildpilzen nicht aus, sodass es mir nicht sicher erscheint, sie selber zu sammeln.
Ich griff daher auf Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus) aus dem Supermarkt zurück, die ich rustikal mit Bratkartoffeln und Speck briet.

Zutaten für 2 Personen:

  • etwa 15 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
  • 200g Austernseitlinge
  • 100g Schinkenspeck
  • 1 Zwiebel
  • 1 handvoll Schnittlauch
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Die Kartoffeln am besten am Vortag kochen. Die vorgekochten, erkalteten Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Schinkenspeck in kleine Würfel schneiden. Austernseitlinge putzen und besonders große Pilze in kleinere Stücke reißen. Backofen auf 100 °C vorheizen.

Bratfett in der Pfanne sehr heiß werden lassen, Zwiebeln, dann Speck anbraten, bis beides knusprig ist. In eine feuerfeste Schüssel geben und in den warmen Backofen stellen. In dem von Speck und Zwiebeln aromatisiertem Fett die Kartoffelscheiben in einer Schicht auslegen und von beiden Seiten goldbraun braten. Die fertigen Bratkartoffeln immer unter den Speck und die Zwiebeln mischen und im warmen Backofen aufbewahren, bis alle Kartoffeln gebraten sind.

Die geputzten Austernseitlinge in etwas Fett heiß anbraten, dann die Hitze zurückdrehen und einen Deckel auf die Pfanne legen. Etwa 10 Minuten braten lassen, dann alles auf Tellern anrichten und mit frisch gemahlenem Pfeffer und Schnittlauch garnieren.

Die scharf angebratenen Austernseitlinge harmonieren wunderbar mit den rustikalen Bratkartoffeln und ihr Geschmack kommt trotzdem noch sehr gut zur Geltung.

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Leben auf dem Komposthaufen

IMG_5358Auch dieses Jahr habe ich wieder sehr viel Fallobst von den etwa 10 Apfelbäumen, welches sich nicht mehr zum Einmachen eignet und auf einem eigenen Komposthaufen rottet. Ein warm-süßer, etwas faulig-alkoholischer Geruch, den ich automatisch mit Frühherbst assoziiere,  verbreitet sich von dort durch Weite Teile des Gartens. Eigentlich fand ich es immer schade, diese riesigen Mengen Äpfel wegwerfen zu müssen, aber wenn ich das ganze Insektenleben auf dem faulenden Obst betrachte, wird mir wieder bewusst, dass auch dieser Teil des Ertrags seinen Zweck erfüllt. Weiterlesen

Kirschpflaumen einkochen

Die Früchte der Kirschpflaume, auch Türkenkirsche oder Wildpflaume genannt, reifen sehr früh, sind recht saftig und lassen sich zu Kompott, Saft oder Marmelade einmachen. Der Geschmack variiert je nach Sorte von etwas fad-sauer bis aromatisch-süß und ist irgendwo zwischen Kirsche und Pflaume angesiedelt. Weiterlesen

Kirschpflaumenbaum

Die Kirschpflaume (Prunus cerasifera) auch Wildpflaume oder Türkenkirsche genannt, ist eine alte Kulturpflanze, die ursprünglich aus Kleinasien kommt. Die alten Römer waren es, die diese Wildobstart um 200 v. Chr. nach Mitteleuropa brachten, mittlerweile ist sie in ganz Mitteleuropa an Strassenrändern, Waldrändern und Bächen verwildert anzutreffen. Eine recht grosse Sortenvielfalt entstand durch die Nutzung als Veredelungsunterlage. Die rotblättrigen Büsche mit rosa Blüten (Blutpflaumen) gelten als Zierpflanzen, werden sehr häufig in Parks angepflanzt und tragen auch essbare Früchte von dunkler Färbung. Weiterlesen

Ein spannender Igel

An sich habe ich mir über Igel nie weitreichendere Gedanken gemacht, als dass man versuchen sollte, in seinem Garten naturnahe Bereiche zu erhalten oder erschaffen, um den kleinen Säugern einen Rückzugsort zu geben, Reisighaufen, Totholz und Komposthaufen beispielsweise. Dass Igel durchaus gute Schwimmer und Kletterer sein können, war mir noch aus einem Kinderbuch bekannt. Dass sie im Garten sehr nützlich sind, weil sie Schnecken, Larven, Käfer, Tausendfüssler, Spinnen, Mäuse und Aas fressen wußte ich auch. Ebenso, dass Igel Dämmerung- und Nachtaktiv sind und einen ausgedehnten Winterschlaf halten. Weiterlesen

Grünes Blatt – Geometra papilionaria

Ein wirklich schöner grüner Schmetterling ist zum Licht ins Haus gekommen. Das grüne Blatt sieht zwar aus wie ein Tagfalter, gehört aber zu den Nachtfaltern aus der Familie der Spanner. Geometra papilionaria erreicht eine Flügelspanweite von 45-60mm und die jungen Tiere sind auffallend tiefgrün gefärbt, diese Farbe verblasst später zu einem blaugrün, die Antennen und Beine des grünen Blattes sind orange. Geometra sind in Laubwäldern Mitteleuropas und waldnahen Siedlungen nicht selten und am Tage sehr aktiv, durch die grüne Färbung ist der Falter hier optimal getarnt und fällt im lichten Wald kaum auf. Anders als andere Falter, die in Ruhestellung die Flügel anlegen, breitet das grüne Blatt seine aus, auch dies dient der besseren Tarnung. Die bevorzugte Nahrungspflanze ist die Birke, ausserdem Hasel, Erle, Linde und Buche.

Quellen und Links:

Grünes Blatt bei Wikipedia
Geometra im Natur Lexikon
Grünes Blatt bei Schmetterling-Raupe

Tagaktive Fledermaus

Ich staunte nicht schlecht, als mitten am Tage eine ziemlich große Fledermaus ihre Bahnen über den Baumwipfeln des Obstgartens zog. Ziemlich lange und ausdauernd flatterte sie in einem Radius von etwa 30 Metern umher, offensichtlich auf der Jagd. Von der Größe her dürfte es sich um den großen Abendsegler (Nyctalus noctula), der eine Flügelspannweite von etwa 32 bis 40 cm erreicht, gehandelt haben, eine kurze Recherche ergab, dass es wohl nicht so selten ist, dass diese Spezies auch tagsüber gesehen wird. Allerdings liest man, dass die Abendsegler eher im Spätherbst tagaktiv werden, wenn es kühler wird und sie sich für den Winterschlaf noch etwas Speck anfressen.