Stockbrot am Lagerfeuer

Ein schöner sonniger Herbsttag lädt dazu ein, im bunt gefärbten Wald spazieren zu gehen und dabei kleinere Äste zu sammeln.
Am frühen Abend, wenn es dunkel und kühl wird zu dieser Jahreszeit, versammelt man sich am wärmenden Lagerfeuer und backt über der offenen Flamme Stockbrote, die man dann direkt vom Ast isst.
Eine schöne Gelegenheit, um gesellig beisammen zu sitzen und Lagerfeuer und essen miteinander zu verbinden. Weiterlesen

Rezept für Tiramisù

tiramisu8Tiramisù ist eine italienische Charlotte, bei der Löffelbisquit und eine Crème auf Mascarponebasis geschichtet werden. Die Linguistiker unter uns erkennen natürlich sofort, dass Tiramisù eigentlich “Tirame-sù” (zieh’ mich hoch) heisst.
Wie bei vielen traditionellen und vor allem weltweit beliebten Gerichten, streiten sich die Geister auch beim Tiramisù, wer es denn nun erfunden hat. Ob Venetien oder Mailand, irgendwo in Nordostitalien ist wohl der Ursprung des Tiramisù, Fakt ist allerdings hingegen, dass Tiramisù sich mittlerweile weltweiter Beliebtheit erfreut und eine echte Kalorienbombe ist. Weiterlesen

THMPD – Quasi-Verbot von Naturheilmitteln und Heilpflanzen

naturheilmittel-666x500Heute bin ich auf ein Thema aufmerksam geworden, was mich wirklich wütend und nachdenklich macht.
Schon 2004 wurde die Direktive THMPD (Traditional Herbal Medicinal Products Directive, 2004/24/EC ) beschlossen und soll ab 1. April 2011 umgesetzt werden. Dann müssen Heilpflanzen und Naturheilmittel, die eine heilende Wirkung versprechen, in der Europäischen Union lizensiert sein und denselben Zertifizierungsprozeß durchlaufen, wie Arzneimittel. Die Zulassungsverfahren für Medikamente sollen angeblich bis zu 120000€ kosten und man kann sich vorstellen, dass ausser den Pharmariesen wohl nur wenige Unternehmen die finanziellen Mittel aufbringen, für jedes einzelne Naturheilmittel diese Prüfung durchführen zu lassen. Heilkräuter und Pflanzenstoffe, die den teuren und aufwändigen Prüfungsprozeß nicht durchlaufen haben und keine Lizenz bekommen, sind dann verboten. Weiterlesen

Stecklinge vom Lavendel

IMG_3318Vor meiner Terrasse befindet sich ein großes Beet mit altem Lavendel (Lavandula angustifolia), der nun zum Herbst wieder verjüngt werden musste. Vor 2 Jahren, als ich den Garten übernahm, waren die Pflanzen ziemlich verholzt und blühten recht sparsam. Das passiert, wenn man Lavendel mehrere Jahre ohne Rückschnitt wachsen lässt. Die Triebe verkahlen, die Pflanze verliert ihr kompaktes Aussehen und es bilden sich kaum noch neue Triebe.
Mit den schönen, duftenden  Blüten ist dann auch nicht mehr zu rechnen. Weiterlesen

Portugiesisches Maisbrot

Das portugiesische Maisbrot wird sehr saftig und hält sich einige Tage lang frisch.
Es passt einerseits gut zu süssen Aufstrichen wie Marmelade, andererseits aber auch zu scharf gewürztem, gegrilltem Fleisch und deftigen Eintöpfen.
In Portugal nennt man dieses Brot “Broa” und verwendet es als Beilage zu Salaten und Suppen. Weiterlesen

Austernseitlinge rustikal

Austernseitlinge RezeptVor einigen Tagen auf einem Waldspaziergang, entdeckte ich massenhaft Pilze vielerlei verschiedener Arten, die nach ein paar feuchten Tagen über Nacht aus dem Boden geschossen waren. Die Luft roch herrlich aromatisch nach Herbst und Pilzen und machte direkt Appetit auf ein deftiges Pilzgericht.
Leider kenne ich mich mit Wildpilzen nicht aus, sodass es mir nicht sicher erscheint, sie selber zu sammeln.
Ich griff daher auf Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus) aus dem Supermarkt zurück, die ich rustikal mit Bratkartoffeln und Speck briet.

Zutaten für 2 Personen:

  • etwa 15 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
  • 200g Austernseitlinge
  • 100g Schinkenspeck
  • 1 Zwiebel
  • 1 handvoll Schnittlauch
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Die Kartoffeln am besten am Vortag kochen. Die vorgekochten, erkalteten Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Schinkenspeck in kleine Würfel schneiden. Austernseitlinge putzen und besonders große Pilze in kleinere Stücke reißen. Backofen auf 100 °C vorheizen.

Bratfett in der Pfanne sehr heiß werden lassen, Zwiebeln, dann Speck anbraten, bis beides knusprig ist. In eine feuerfeste Schüssel geben und in den warmen Backofen stellen. In dem von Speck und Zwiebeln aromatisiertem Fett die Kartoffelscheiben in einer Schicht auslegen und von beiden Seiten goldbraun braten. Die fertigen Bratkartoffeln immer unter den Speck und die Zwiebeln mischen und im warmen Backofen aufbewahren, bis alle Kartoffeln gebraten sind.

Die geputzten Austernseitlinge in etwas Fett heiß anbraten, dann die Hitze zurückdrehen und einen Deckel auf die Pfanne legen. Etwa 10 Minuten braten lassen, dann alles auf Tellern anrichten und mit frisch gemahlenem Pfeffer und Schnittlauch garnieren.

Die scharf angebratenen Austernseitlinge harmonieren wunderbar mit den rustikalen Bratkartoffeln und ihr Geschmack kommt trotzdem noch sehr gut zur Geltung.

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Leben auf dem Komposthaufen

IMG_5358Auch dieses Jahr habe ich wieder sehr viel Fallobst von den etwa 10 Apfelbäumen, welches sich nicht mehr zum Einmachen eignet und auf einem eigenen Komposthaufen rottet. Ein warm-süßer, etwas faulig-alkoholischer Geruch, den ich automatisch mit Frühherbst assoziiere,  verbreitet sich von dort durch Weite Teile des Gartens. Eigentlich fand ich es immer schade, diese riesigen Mengen Äpfel wegwerfen zu müssen, aber wenn ich das ganze Insektenleben auf dem faulenden Obst betrachte, wird mir wieder bewusst, dass auch dieser Teil des Ertrags seinen Zweck erfüllt. Weiterlesen

Kirschpflaumen einkochen

Die Früchte der Kirschpflaume, auch Türkenkirsche oder Wildpflaume genannt, reifen sehr früh, sind recht saftig und lassen sich zu Kompott, Saft oder Marmelade einmachen. Der Geschmack variiert je nach Sorte von etwas fad-sauer bis aromatisch-süß und ist irgendwo zwischen Kirsche und Pflaume angesiedelt. Weiterlesen

Kirschpflaumenbaum

Die Kirschpflaume (Prunus cerasifera) auch Wildpflaume oder Türkenkirsche genannt, ist eine alte Kulturpflanze, die ursprünglich aus Kleinasien kommt. Die alten Römer waren es, die diese Wildobstart um 200 v. Chr. nach Mitteleuropa brachten, mittlerweile ist sie in ganz Mitteleuropa an Strassenrändern, Waldrändern und Bächen verwildert anzutreffen. Eine recht grosse Sortenvielfalt entstand durch die Nutzung als Veredelungsunterlage. Die rotblättrigen Büsche mit rosa Blüten (Blutpflaumen) gelten als Zierpflanzen, werden sehr häufig in Parks angepflanzt und tragen auch essbare Früchte von dunkler Färbung. Weiterlesen