Archiv der Kategorie: Garten

Wir sind keine Gartenprofis, aber vielleicht ist es gerade deswegen interessant, von unseren Erfahrungen mit dem Anbau, der Pflege und Ernte von Obst, Kräutern und Gemüse im eigenen Garten zu lesen.

Riesige Herbsthimbeeren

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Große Freude herrscht, die erste der vielen Herbsthimbeeren, die ich im Frühjahr gepflanzt habe, trägt bereits wieder reife Früchte. Somit hatten wir nur eine ganz kurze Erntepause bei den Himbeeren, vielleicht 2 Wochen? Ich hatte bei der Baumschule Horstmann geschätzte 24 Pflanzen bestellt, Sommer- und Herbsthimbeeren, jeweils die resistentesten, aromatischsten. Nun sollen die sich bewähren, wer zu anfällig ist oder fade schmeckt, fliegt raus und wird durch Ableger einer besseren Sorte ersetzt. Jetzt im Herbst müssen wir dringend noch das geplante Spalier aus Schwachholzstangen aka Bohnenstangen errichten, was im Frühjahr wegen Arbeitsüberschuß aus der Liste gefallen ist.

Lieblingsente

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OK, ich habe hochoffiziell eine Lieblingsente. Normalerweise interessieren mich bei den Flugenten eher Eigenschaften wie Brutwillen, Geschicklichkeit beim Überleben, Führen der Küken, Vererbung von Masse und die Aufnahme von verschiedenem Futter bzw. die eigenständige Suche danach. Ich habe es gerne wenn die Enten grasen und sie sollen einen schönen Schlachtkörper haben, genug Gewicht ansetzen, aber nicht fett sondern muskulös und beweglich sein. Diese Eigenschaften haben wir bei unseren Enten zufriedenstellend vertreten.

Im Gegensatz zu vielen anderen, vor allem Kunden von Flugenten, mag ich die Enten auch in weiß nicht so gerne. Etwaige dunkle Schattierungen auf dem Schlachtkörper stören mich nicht, aber der Konsument von heute möchte eher keine Anzeichen von Pigmentierung. Bei dem Schlupf von Elsbeths Tochter waren 2 Küken dabei, die mir sofort ins Auge stachen, sie hatten nämlich blaue Schnäbel und sowas hatte ich bislang noch nicht gesehen. Weiterlesen

Der Marder war wieder da

Ein weiteres Entenküken aus dem Schlupf von Elsbeths Tochter ist in die ewigen Jagdgründe übergewechselt. Neuer ‚Spielstand‘ gefangene Marder zu gefallenen Küken nun 6:3 wenn ich nicht irre. Eine weitere 180cm Lebendfalle wurde aufgestellt – samt Zwangspass natürlich und ich entwickle langsam Ehrgeiz, wie man einen Zwangspaß noch zwanghafter gestalten kann. Nächste Woche wird noch eine weitere Falle geliefert, leider hatte der Verkäufer eine Sicherung eingebaut, die Käufer davon abhält, mehr als 1 Produkt auf einmal zu erwerben. Wie auch immer, ich habe ihn dazu bewegen können zu liefern, die Fallen sind gut, dieses Modell ist auch fängig auf Hauskatzen und wird auch als Fuchsfalle verkauft. Meister Reinecke kommt hier aber nicht mehr, seit die erste Falle aufgestellt wurde. Der Marder allerdings schon. Er hat es nichtmal geschafft, den kopflosen Kadaver über den Zaun zu schleppen und sich damit begnügt, die Innereien zu fressen. Verschwendung von Leben, Verschwendung von Fleisch und ein Indiz dafür, dass er früher wiederkommt als gewohnt weil er hungrig blieb.

Die folgenden Bilder sind vielleicht nichts für empfindliche Menschen, die die Kreisläufe des Lebens als eklig empfinden, also nur weiterklicken, wenn ihr Marderbeute sehen wollt.

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Kohlweißling mal wieder

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Ja, ich weiß: es ist nicht sonderlich schlau, Kohl ohne Kulturschutznetz anzubauen.
Ja, ich weiß: Hochbeete eignen sich vorzüglich zum Befestigen von Netzen, Folien, Zeugs.
Ja, ich weiß: eine Forenbekannte hatte mir schon vor Monaten solides Gestänge empfohlen.

Und nun haben wir den Salat, die großen und auch kleinen Kohlweißlinge haben mal wieder eines unserer Gemüsebeete als Aufzuchtstation für ihre Brut ausgewählt. Dieses Jahr kredenzen wir Grünkohl ‚Ostfriesische Palme‘ und Sibirischen Kohl ‚Russischer Roter‘, sollte der Platz zu eng werden, können die kleinen Raupen notfalls auf die Steckrübe ‚Wilhelmsburger‘ zurückgreifen. Weiterlesen

Die Sonne geht auf

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Es geht dieses Jahr anscheinend etwas früher als gewohnt auf den Herbst zu. Nachts wird es mitunter empfindlich kalt, morgens glitzert der Tau auf den Gräsern der Koppel wie Rauhreif, und die Sonne steht schon merklich niedriger. Auch tagsüber wenn die Sonne rauskommt, wurde es in den letzten Tagen selten wärmer als 20°. Ich habe wenig Hoffnung, dass meine Dutzenden Paprikas noch ausreifen. Der Himmel ist manchmal bleigrau verhangen – aber die Sonnenblumen strahlen und lassen kleine Sonnen aufgehen.

Unnatürliche Selektion

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‚Eine von den weißen‘ hatte beharrlich unter einem Holzstoß gebrütet. In Sichtweite des Entengeheges, aber ganz für sich und alleine mit den Ratten, die des Nachts Eier klauten, saß sie unter einer Euro-Palette, über ihr sicher eine Tonne Gewicht und brütete. Ob das jetzt todesmutig oder dumm war, wage ich nicht zu beurteilen, aber es ging ja gut und ein Holzstoß 2 Hausnummern weiter fiel in sich zusammen. Weiterlesen

Der Gänsestall

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Jetzt, da die Gänse auf der großen Koppel laufen, brauchten sie natürlich auch einen eigenen Stall. Hoch muss er ja nicht sein, ausser man wollte erhobenen Hauptes ausmisten. Aber der ambitionierte Selbstversorger entwickelt ja ohnehin im Laufe seiner Karriere einen Buckel vom Schuften und kann irgendwann einen solchen Stall normal begehen. Weiterlesen

Die Pommerngänse

ganterNachdem wir die letzten 2 Jahre weiße Dithmarscher Landgänse hatten und diese in dem Entengehege mitliefen, haben wir dieses Jahr etwas umstrukturiert. Da unsere Agria samt Mähbalken etwas schwach auf der Brust ist und wir nicht ständig den Lohnunternehmer zum Mähen holen wollen, die Koppel aber für Lämmer möglicherweise etwas zu klein ist und Gänsebraten von Weidegänsen sehr gut schmeckt, haben wir uns für Pommerngänse entschieden. Weiterlesen

Schrecken mit Quecken Teil V

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Tja, liebe Leidensgenossen. Habt ihr auch einen total queckeverseuchten Garten? Versucht ihr eine Wiese oder Koppel zu einem Nutzgarten mit Beeten zu machen? Seid ihr schon fast wahnsinnig geworden bei dem Versuch, die Queckenwurzeln auszusieben, heraus zu ziehen, auszumerzen, zu vernichten, sie einfach irgendwie loszuwerden, notfalls mit Gewalt? Weiterlesen

Tomatenjammer: die Braunfäule schlägt zu

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Letztes Jahr haben wir die Tomaten letztmals im Folienzelt auf der Süd-West-Seite angebaut. Sie hatten dort zwar ständig Sonne, standen geschützt, wurden nicht nass und wurden trotzdem vom Wind gelüftet – aber sie trugen kaum, kümmerten und bekamen seltsame Flecken von denen ich nicht sagen kann, ob es die Braunfäule war. Im Jahr davor hatten wir Gemüseeule zu Besuch, Raupen, die uns alles an- und abgefressen haben.

Dieses Jahr habe ich die Sorte ‚Clarita‚ von Dreschflegel, eine ‚wüchsige Neuzüchtung aus dem Freilandtomatenprojekt‘ angebaut, ausserdem Buschtomate ‚Latah‚, eine verblüffend frühe, robuste, in Idaho gezüchtete Buschtomate und die Marktomate ‚De Berao‚ angebaut von der es heisst: ‚diese alte, bis 4 m hohe Sorte bringt einen sehr hohen, allerdings späten Ertrag und ist auch im Freiland relativ krautfäuletolerant‘. Zusätzlich dazu noch Wildtomaten. Weiterlesen